{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243841,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243841,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243841,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243841,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243841,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243841,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243841,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243841,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243841,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243841,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243841,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243841,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243841,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243841,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243841,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243841,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243841,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20243841,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"24.3841","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Verweigerte Kontrolle zu exportierten Waffen in Indien. \u00d6ffnet das Freihandelsabkommen T\u00fcr und Tor f\u00fcr Kriegsmaterialexporte?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Gem\u00e4ss geltendem Kriegsmaterialrecht sind Staaten, welche Kriegsmaterial aus der Schweiz importieren, verpflichtet, eine Nicht-Wiederausfuhrerkl\u00e4rung zu unterschreiben. Das WBF ist f\u00fcr die Umsetzung dieser Regel zust\u00e4ndig und \u00fcberpr\u00fcft deren Einhaltung periodisch in den Empf\u00e4ngerstaaten. Am 22.08.2024 berichtete SRF, dass Indien dem Seco den Zugang zu gekauften Waffen verweigerte, was eine Verletzung der vertraglichen Vereinbarungen zwischen der Schweiz und Indien sowie des Kriegsmaterialgesetzes (KMG) darstellen w\u00fcrde. In diesem Zusammenhang bitte ich den Bundesrat um die Beantwortung folgender Fragen:&nbsp;</p>","ReasonText":"<ol><li>Welche Konsequenzen in den bilateralen Beziehungen hat dieser Sachverhalt?&nbsp;</li><li>im Fall von Libanon wurden 2019 nach einem ungen\u00fcgenden Ergebnis der Pr\u00fcfung, Exporte von Kriegsmaterial grunds\u00e4tzlich nicht mehr bewilligt.&nbsp;Wird die Schweiz diesem Beispiel folgen und den Export von Kriegsmaterial nach Indien nicht mehr genehmigen?</li><li>Hat der Bundesrat in Erw\u00e4gung gezogen, risikobasiert zus\u00e4tzliche Massnahmen zur Sicherstellung der Einhaltung der Nicht-Wiederausfuhr-Erkl\u00e4rungen einzuf\u00fchren?</li><li>Das am 10.03.2024 unterzeichnete Freihandelsabkommen (FHA) der EFTA-Staaten mit Indien sieht vor, dass Schweizer Kriegsmaterial zollfrei nach Indien exportiert werden kann. H\u00e4lt der Bundesrat an dieser Bestimmung fest? Welchen Sanktionsmechanismus sieht das FHA bei Vertragsverletzungen vor?</li><li>H\u00e4tte eine vorg\u00e4ngige Nachhaltigkeitsstudie den Bundesrat \u00fcber spezifischen Risiken aufkl\u00e4ren k\u00f6nnen? Weshalb wurde keine solche durchgef\u00fchrt?</li><li>Welche Massnahmen hat er ergriffen, dass das Schweizer Kriegsmaterialgesetz bez\u00fcglich Indien eingehalten wird?</li><li>Erf\u00fcllt Indien die in Art. 22a KMG gemachten Bewilligungskriterien f\u00fcr Auslandgesch\u00e4fte? Insbesondere bitte ich um die Kl\u00e4rung folgender Aspekte:</li><li>Wie beurteilt er das Verhalten Indiens gegen\u00fcber der Staatengemeinschaft, namentlich hinsichtlich der Einhaltung des V\u00f6lkerrechts?&nbsp;</li><li>Wie beurteilt er die Respektierung der Menschenrechte durch Indien?</li><li>Ist er der Meinung, dass es sich beim Konflikt Indiens mit Pakistan um den Status der Region Kaschmir und beim Grenzstreit Indiens mit China im Himalaya nicht um bewaffnete Konflikte handelt?</li><li>Wie beurteilt er das Risiko, dass das auszuf\u00fchrende Kriegsmaterial an einen verbotenen Endempf\u00e4nger weitergegeben wurde oder wird?</li></ol>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<div><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:3pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial\">1.\u20133. und 6. Wenn ein ausl\u00e4ndischer staatlicher Endempf\u00e4nger Kriegsmaterial aus der Schweiz erwirbt, muss er eine Nichtwiederausfuhr-Erkl\u00e4rung unterzeichnen. Darin muss das Empf\u00e4ngerland der Schweiz das Recht einr\u00e4umen, die Einhaltung der Erkl\u00e4rung vor Ort zu \u00fcberpr\u00fcfen. Im November</span><span style=\"font-family:Arial\">&#xa0;</span><span style=\"font-family:Arial\">2023 hat das SECO in Indien eine solche \u00dcberpr\u00fcfung (</span><span style=\"font-family:Arial; font-style:italic\">Post-shipment Verification, </span><span style=\"font-family:Arial\">PSV) durchgef\u00fchrt. Bei vier staatlichen Endempf\u00e4ngern sollte kontrolliert werden, ob das in der Vergangenheit aus der Schweiz ausgef\u00fchrte Material noch in ihrem Besitz ist. Bei drei der vier Endempf\u00e4nger konnte das erworbene Material vollst\u00e4ndig \u00fcberpr\u00fcft werden. Beim vierten Endempf\u00e4nger war die \u00dcberpr\u00fcfung hingegen nicht zufriedenstellend, weil ein wesentlicher Teil des betreffenden Materials nicht kontrolliert werden konnte. Gleichzeitig weist nichts darauf hin, dass dieses Material an einen unerw\u00fcnschten Endempf\u00e4nger weitergegeben wurde. Damit ist das Ergebnis dieser \u00dcberpr\u00fcfung zwar insgesamt nicht zufriedenstellend, stellt aber an sich noch keinen zwingenden Grund dar, alle zuk\u00fcnftigen Kriegsmaterialausfuhren nach Indien abzulehnen. Bei der Pr\u00fcfung weiterer Ausfuhrgesuche wird dem allerdings Rechnung zu tragen sein, um das potenzielle Risiko einer unerw\u00fcnschten Weitergabe zu reduzieren.</span></p><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:3pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial\">4.\u20135. Die Zollbefreiung f\u00fcr Waffen, Munition und anderes Kriegsmaterial im Rahmen des Freihandelsabkommens, das die Mitgliedstaaten der Europ\u00e4ischen Freihandelsassoziation (EFTA) mit Indien unterzeichnet haben, hat keinerlei Auswirkung auf die Anwendbarkeit der Schweizer Kriegsmaterialgesetzgebung, auch nicht auf die Bewilligungspflicht f\u00fcr die Ein- und Ausfuhr von Kriegsmaterial. Was die Nachhaltigkeitsstudien betrifft, so verfolgen diese nicht den Zweck, die mit der Ausfuhr von Kriegsmaterial verbundenen Risiken zu analysieren. Bei jedem Ausfuhrgesuch f\u00fcr Kriegsmaterial, das beim SECO als der zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rde eingeht, wird systematisch eine Risikoanalyse durchgef\u00fchrt.</span></p><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:3pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial\">7.\u201311. Jedes Ausfuhrgesuch wird vom SECO und den zust\u00e4ndigen Stellen des EDA auf der Grundlage der in Artikel</span><span style=\"font-family:Arial\">&#xa0;</span><span style=\"font-family:Arial\">22</span><span style=\"font-family:Arial; font-style:italic\">a</span><span style=\"font-family:Arial\"> des Kriegsmaterialgesetzes (KMG; SR</span><span style=\"font-family:Arial\">&#xa0;</span><span style=\"font-family:Arial\">514.51) aufgef\u00fchrten Bewilligungskriterien einzeln gepr\u00fcft. Aus den bisher durchgef\u00fchrten Analysen l\u00e4sst sich nicht schliessen, dass das Land Menschenrechte schwerwiegend und systematisch verletzt, was gem\u00e4ss Artikel</span><span style=\"font-family:Arial\">&#xa0;</span><span style=\"font-family:Arial\">22</span><span style=\"font-family:Arial; font-style:italic\">a</span><span style=\"font-family:Arial\"> Absatz</span><span style=\"font-family:Arial\">&#xa0;</span><span style=\"font-family:Arial\">2 Buchstabe</span><span style=\"font-family:Arial\">&#xa0;</span><span style=\"font-family:Arial\">b KMG ein zwingender Ablehnungsgrund w\u00e4re. Ausserdem ist Indien nicht in einen bewaffneten Konflikt im Sinne von Artikel</span><span style=\"font-family:Arial\">&#xa0;</span><span style=\"font-family:Arial\">22</span><span style=\"font-family:Arial; font-style:italic\">a</span><span style=\"font-family:Arial\"> Absatz</span><span style=\"font-family:Arial\">&#xa0;</span><span style=\"font-family:Arial\">2 Buchstabe</span><span style=\"font-family:Arial\">&#xa0;</span><span style=\"font-family:Arial\">a KMG verwickelt, denn die Spannungen im Norden des Landes entsprechen dieser Definition nicht. Da keiner dieser zwei zwingenden allgemeinen Ablehnungsgr\u00fcnde erf\u00fcllt ist, wird jedes Ausfuhrgesuch nach Indien differenziert gepr\u00fcft, wobei insbesondere die Eigenschaften des Endempf\u00e4ngers, die Region, in der sich dieser befindet, sowie die Art und Menge des auszuf\u00fchrenden Materials ber\u00fccksichtigt werden.</span></p><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:3pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial\">In diesem Zusammenhang kann die M\u00f6glichkeit, das Material vor Ort im Rahmen einer PSV zu \u00fcberpr\u00fcfen, das Risiko einer unerw\u00fcnschten Weitergabe reduzieren. Das Risiko ist als hoch einzustufen, wenn trotz der Ber\u00fccksichtigung allf\u00e4lliger risikosenkender Massnahmen davon ausgegangen werden muss, dass das auszuf\u00fchrende Kriegsmaterial an einen unerw\u00fcnschten Endempf\u00e4nger gelangt. In diesem Fall wird das Ausfuhrgesuch abgelehnt. Da das SECO und die zust\u00e4ndigen Stellen des EDA dieses Risiko zusammen mit der Botschaft und dem Verteidigungsattach\u00e9 vor Ort sowie gegebenenfalls mit Unterst\u00fctzung des Nachrichtendienstes (NDB) einzeln pr\u00fcfen, k\u00f6nnen keine allgemeing\u00fcltigen Schl\u00fcsse f\u00fcr das Land als Ganzes gezogen werden.</span></p></div>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1731456000000)\/","SubmittedBy":"Rumy Farah","BusinessStatus":203,"BusinessStatusText":"Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor","BusinessStatusDate":"\/Date(1731512365023)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"8|9|15","Category":null,"Modified":"\/Date(1763094335993)\/","SubmissionDate":"\/Date(1725926400000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5205,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Internationale Politik|Sicherheitspolitik|Wirtschaft"}}