{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243899,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243899,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243899,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243899,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243899,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243899,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243899,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243899,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243899,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243899,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243899,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243899,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243899,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243899,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243899,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243899,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243899,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20243899,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"24.3899","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Muss die Verwendung von Fipronil und Imidacloprid eingeschr\u00e4nkt oder sogar verboten werden?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Gem\u00e4ss wissenschaftlicher Untersuchungen wurden in sehr vielen Gew\u00e4ssern Englands R\u00fcckst\u00e4nde von Tierarzneimitteln in Mengen gefunden, welche die Schadschwelle f\u00fcr Gew\u00e4sserorganismen zum Teil massiv&nbsp;\u00fcberschreiten.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Die Situation d\u00fcrfte in der Schweiz nicht wesentlich anders aussehen und die gleichen Ursachen haben. Denn die Fisch- und Vogelbest\u00e4nde sind auch in der Schweiz stark r\u00fcckl\u00e4ufig. Eine ganze Anzahl einheimischer Fischarten sowie diverse insektenfressende Vogelarten sind gef\u00e4hrdet oder bereits ausgestorben.</p><p>Gew\u00e4sserorganismen, namentlich Insekten und deren Larven, bilden eine wesentliche Nahrungsgrundlage f\u00fcr diese Tiere. Ein relevanter Insektenr\u00fcckgang wird auch bei uns seit Jahren beobachtet. F\u00fcr alle Salmonidenarten sind sie die einzige Nahrungsquelle.</p><p>&nbsp;</p><p>F\u00fcr die &nbsp;Landwirtschaft wurde der Einsatz einiger stark umweltgef\u00e4hrdender Insektizide bereits vor etlichen Jahren verboten. F\u00fcr die Prophylaxe gegen Zecken und Fl\u00f6he bei Heimtieren (Hunde und Katze) werden jedoch immer noch hochtoxische Insektizide wie zum Beispiel Fipronil oder Imidacloprid eingesetzt, die in der Landwirtschaft verboten sind bzw. gar nie zugelassen worden sind (1 Tropfen Fipronil kann bis zu 30'000 Bienen t\u00f6ten und weitere Tausende neurologisch sch\u00e4digen). Diese Insektizide gelangen direkt beim Baden und Spielen von Hunden in Gew\u00e4ssern oder indirekt ( Hundesalons, Waschen von Hunden, deren Utensilien und von H\u00e4nden nach Ber\u00fchrung ) &nbsp;in hohen Mengen in die Gew\u00e4sser und gef\u00e4hrden dort die aquatische Fauna, die lebenswichtige Nahrung f\u00fcr viele Fische und V\u00f6gel ist.</p><p>&nbsp;</p><p>Diese Mittel werden mit teilweise falschen Heilsversprechungen laufend intensiver beworben und in grossen Mengen von Tier\u00e4rzten, aber auch in Apotheken, Drogerien, Zoohandlungen und via Internet verkauft. Notwendige Warnhinweise in den Beipackzetteln sind sehr oft ungen\u00fcgend, in Kleindruck auf der hinteren Seiten, teilweise sind sie falsch oder fehlen ganz.</p><p>&nbsp;</p><p>Dabei gibt es bew\u00e4hrte, ungiftige Alternativen zur Zeckenprophylaxe (Repellentien wie z.B. etwa Kokos- oder Citronella Oel etc.).&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>In Anbetracht dieser kritischen Situation stelle ich dem Bundesrat folgende Fragen:</p><p>&nbsp;</p><ol style=\"list-style-type:decimal;\"><li>Liegen dem Bundesrat wissenschaftliche Erkenntnisse zur Belastung unserer Gew\u00e4sser durch solche Stoffe vor?&nbsp;</li><li>Ist der Bundesrat bereit, solche Untersuchungen zeitnah zu veranlassen?</li><li>In der Schweiz sind zur Zeit circa 90 Heimtier-Produkte mit den kritischen Insektiziden Fipronil und Imidacloprid im Handel und von der Swissmedic&nbsp;unbefristet zugelassen. Liegen Umweltvertr\u00e4glichkeitspr\u00fcfungen f\u00fcr diese Produkte vor? &nbsp;</li><li>Ist der Bundesrat bereit, die Abgabekategorie dieser Insektizide zur Anwendung an Heimtieren dahingehend anpassen, dass s\u00e4mtliche solche Mittel nur noch durch Tier\u00e4rzte bei klarer Indikation sowie zeitlich befristet abgegeben werden d\u00fcrfen?</li><li>Ist der Bundesrat bereit, Einschr\u00e4nkungen oder sogar ein Verbot der Anwendung von Fipronil und Imidacloprid im Heimtierbereich zu pr\u00fcfen?</li><li>Die European Scientific Counsel Companion Animal Parasites (ESCCAP) ist die Vereinigung f\u00fchrender europ\u00e4ischer Veterin\u00e4rparasitologen und auch in der Schweiz gut verankert. Ihre Parasiten-Expertise f\u00fcr die Praxis geniesst breite Anerkennung. Umso mehr muss im Lichte der Problematik von Fipronil und Imidacloprid beunruhigen, dass die ESCCAP in ihren guidelines Nr. 3 empfiehlt, Hunde damit bei Bedarf ganzj\u00e4hrig gegen Zecken zu behandeln. Wie beurteilt der Bundesrat diese Empfehlung der ESCCAP, die auch vom Bundesamt f\u00fcr Lebensmittelsicherheit und Veterin\u00e4rwesen (BLV) unterst\u00fctzt wird?</li></ol>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<div><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial\">1. / 2. In vielen Schweizer Fliessgew\u00e4ssern werden empfindliche Tierarten einem zu hohen Risiko f\u00fcr Sch\u00e4digungen durch die Insektizide Fipronil und Imidacloprid ausgesetzt. Bund und Kantone untersuchen Fipronil, Imidacloprid und weitere ausgew\u00e4hlte Wirkstoffe von Tierarzneimitteln kontinuierlich an 38 Messstellen des nationalen Oberfl\u00e4chengew\u00e4ssermonitorings NAWA. Die Eawag - das Wasserforschungsinstitut des ETH-Bereichs - wird Ende 2025 zudem die Ergebnisse einer Studie publizieren, in welcher auch weitere Wirkstoffe in Abwasserreinigungsanlagen und Fliessgew\u00e4ssern untersucht werden. Bund und Kantone werden aufgrund dieser Ergebnisse das NAWA-Messprogramm \u00fcberpr\u00fcfen und gegebenenfalls anpassen. Der Bundesrat sieht deshalb aktuell keinen Handlungsbedarf f\u00fcr weitere Untersuchungen in Gew\u00e4ssern.</span></p><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial; -aw-import:ignore\">&#xa0;</span></p><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial\">3. Zurzeit sind in der Schweiz 16 Tierarzneimittel mit dem Wirkstoff Fipronil sowie 4 mit dem Wirkstoff Imidacloprid f\u00fcr Heimtiere zugelassen. Gem\u00e4ss Artikel 81 der Verordnung \u00fcber die Arzneimittel (VAM, SR 812.212.21) wird die Zustimmung des Bundesamtes f\u00fcr Umwelt (BAFU) eingeholt, bevor ein neuer Wirkstoff zum ersten Mal als Bestandteil eines Tierarzneimittels in der Schweiz zugelassen wird. Das BAFU pr\u00fcft die entsprechenden Dossiers gem\u00e4ss internationalen Richtlinien auf Umweltrisiken. In den Arzneimittelinformationen von vielen der betroffenen Tierarzneimittel sind allgemeine Hinweise zu den bekannten Umweltrisiken bereits enthalten.</span></p><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial; -aw-import:ignore\">&#xa0;</span></p><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial\">4. / 5. Die Einteilung von Arzneimitteln in eine Abgabekategorie erfolgt nach den Kriterien von Art. 40 - 44 der VAM. Dies sind z.B. die Anwendungsart sowie Risiken f\u00fcr behandelte Tiere und Anwendende, eine Einteilung aufgrund von Umweltrisiken ist jedoch aktuell nicht vorgesehen. Der Bundesrat wird Massnahmen pr\u00fcfen, um die Gew\u00e4sserverunreinigung durch Fipronil und Imidacloprid aus deren Anwendungen als Tierarzneimittel zu reduzieren. Dabei wird auch eine Verschreibungspflicht f\u00fcr Tierarzneimittel aufgrund des Umweltrisikos anhand wissenschaftlicher Daten gepr\u00fcft werden. Damit w\u00fcrde eine zielgerichtete Behandlung unter tier\u00e4rztlicher Aufsicht gew\u00e4hrleistet und die Sensibilisierung der Tierhaltenden zu Umweltrisiken erm\u00f6glicht. Die M\u00f6glichkeit einer zielgerichteten Behandlung mit Tierarzneimitteln, f\u00fcr welche eine Wirksamkeit gegen \u00e4usserliche Parasiten belegt wurde, ist jedoch wichtig und muss sowohl aus Tierschutz- und Tiergesundheitsgr\u00fcnden als auch zum Schutz des Menschen vor Zoonosen bestehen bleiben. Die EU plant, die Richtlinien f\u00fcr die Beurteilung von Umweltrisiken anzupassen. Sollten die Kriterien f\u00fcr die Beurteilung der Umweltrisiken von Parasitiziden f\u00fcr Hunde und Katzen versch\u00e4rft werden, wird der Bund die bestehenden Zulassungen in der Schweiz n\u00f6tigenfalls \u00fcberpr\u00fcfen.</span></p><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial; -aw-import:ignore\">&#xa0;</span></p><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial\">6. Die Informationen vom European Scientific Counsel Companion Animal Parasites (ESCCAP) haben das Ziel, Parasiten bei Heimtieren effektiv zu bek\u00e4mpfen und die Gesundheit von Tier und Mensch so besser zu sch\u00fctzen. Die Empfehlungen basieren auf wissenschaftlicher Literatur und sind aus diesem Blickwinkel fachlich fundiert. Es ist zu beachten, dass ein Floh- oder Zeckenbefall nicht nur das Tierwohl beeintr\u00e4chtigt, sondern es k\u00f6nnen dadurch auch diverse Krankheiten auf Tier und Mensch \u00fcbertragen werden.</span></p></div>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1732665600000)\/","SubmittedBy":"Stark Jakob","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1741281828000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"52|55|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1763093992757)\/","SubmissionDate":"\/Date(1726617600000)\/","SubmissionCouncil":2,"SubmissionCouncilName":"St\u00e4nderat","SubmissionCouncilAbbreviation":"SR","SubmissionSession":5205,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":2,"FirstCouncil1Name":"St\u00e4nderat","FirstCouncil1Abbreviation":"SR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Umwelt|Landwirtschaft|Gesundheit"}}