{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244008,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244008,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244008,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244008,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244008,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244008,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244008,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244008,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244008,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244008,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244008,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244008,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244008,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244008,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244008,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244008,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244008,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20244008,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"24.4008","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Artikel 50 ATSG. Vergleich im Sozialversicherungsrecht","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird gebeten, folgende Fragen zu beantworten:&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><ol><li>Wie entwickelten sich die gesamten Verwaltungs- und Justizkosten in s\u00e4mtlichen sozialversicherungsrechtlichen Bereichen (IVG, UVG, KVG, ELG etc.) in den letzten 10 Jahren?</li><li>Wie viele Streitigkeiten \u00fcber welche sozialversicherungsrechtlichen Leistungen und verfahrensrechtlichen Fragen (z.B. Einigung \u00fcber Gutachter-Fragen nach Art. 44 Abs. 3 ATSG) wurden in welchen Bereichen (IVG, UVG, KVG, ELG etc.) in den letzten 10 Jahren mittels Vergleich erledigt?</li><li>Wie beurteilt der Bundesrat die F\u00f6rderung dieses Instruments zur konsensualen, raschen, effizienten und kosteng\u00fcnstigen Streitbeilegung im Bereich des Sozialversicherungsrechts?</li></ol>","ReasonText":"<p>Der Vergleich bildet in der Schweizerischen Rechtsordnung ein konsensorientiertes und wirtschaftliches Instrument zur Streiterledigung. Nach Art. 50 Abs. 1 ATSG k\u00f6nnen Streitigkeiten \u00fcber sozialversicherungsrechtliche Leistungen mittels Vergleich erledigt werden. Die konsensuale L\u00f6sung der F\u00e4lle mittels Vergleich entlastet Justiz und Verwaltung personell und finanziell, f\u00fchrt zur Verfahrensbeschleunigung und f\u00f6rdert den Rechtsfrieden und das Vertrauen in Assekuranz und Beh\u00f6rden.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<div><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><a name=\"_Hlk179302884\"><span style=\"font-family:Arial\">1. Zu den Verwaltungskosten in den Sozialversicherungen publiziert das Bundesamt f\u00fcr Sozialversicherungen j\u00e4hrlich Daten in der Schweizerischen Sozialversicherungsstatistik (SVS [abrufbar unter www.bsv.admin.ch &gt; Publikationen &amp; Services &gt; Statistik &gt; Schweizerische Sozialversicherungsstatistik]). Die in der SVS dargestellten Verwaltungskosten entsprechen den in den Betriebsrechnungen der einzelnen Sozialversicherungen ausgewiesenen Kosten. Oft fallen diese jedoch auch ausserhalb der Sozialversicherungen an (z. B. Verwaltungskostenbeitr\u00e4ge der Arbeitgebenden und der Selbstst\u00e4ndigerwerbenden, die von den Ausgleichskassen direkt erhoben werden) und werden somit von den Betriebsrechnungen und der SVS nicht vollst\u00e4ndig erfasst. Die Verwaltungs- und Durchf\u00fchrungskosten werden zudem massgeblich vom Umfang des Leistungskatalogs sowie den Fallzahlen einer Sozialversicherung beeinflusst und k\u00f6nnen somit nicht direkt miteinander verglichen werden. </span></a><a name=\"_Hlk179377126\"><span style=\"font-family:Arial\">Insgesamt haben die erhobenen Verwaltungskosten der Sozialversicherungen gem\u00e4ss Betriebsrechnung in der 10-j\u00e4hrigen Zeitspanne zwischen 2012 und 2021 um 49,1 % zugenommen. Im gleichen Zeitraum sind die Gesamtausgaben dieser Sozialversicherungen um 27,3 % gestiegen.</span><span style=\"-aw-bookmark-end:_Hlk179302884\"></span></a></p><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial\">Zu den Justizkosten in s\u00e4mtlichen Sozialversicherungsbereichen liegen dem Bundesrat keine Daten vor. In den Verfahren sind in der Regel Sozialversicherungstr\u00e4ger beziehungsweise Durchf\u00fchrungsorgane und versicherten Personen Parteien, nicht aber der Bund. Unter den \u00abgesamten Justizkosten\u00bb k\u00f6nnen zudem einerseits alle Verfahrenskosten seitens der Sozialversicherungstr\u00e4ger und der gegebenenfalls angerufenen Gerichte verstanden werden, andererseits auch s\u00e4mtliche Parteikosten. Da dem Bundesrat keine \u00dcbersicht \u00fcber diese Kosten vorliegt, kann er sich dazu nicht \u00e4ussern.</span></p><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial; -aw-import:ignore\">&#xa0;</span></p><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><a name=\"_Hlk179377849\"><span style=\"font-family:Arial\">2. \u2013 3. Dem Bundesrat liegt keine Erhebung \u00fcber Vergleiche \u00fcber alle Sozialversicherungszweige hinweg vor. </span></a><span style=\"font-family:Arial\">Aus Sicht des Bundesrats soll das Instrument des Vergleichs in der staatlichen Leistungsverwaltung die Ausnahme bilden. Leistungszusprachen in Sozialversicherungen gem\u00e4ss Bundesgesetz \u00fcber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) m\u00fcssen gest\u00fctzt auf objektive Abkl\u00e4rungen, klare rechtliche Vorgaben und unter Ber\u00fccksichtigung des Rechtsgleichheitsgebots erfolgen. Umso mehr, wenn Leistungszusprachen wie zum Beispiel Rentenzusprachen in der Invalidenversicherung auch eine direkte Wirkung auf weitere Sozialversicherungen (wie die zweite S\u00e4ule) haben. Zu bedenken ist auch, dass das Aushandeln eines Vergleichs zeitintensiv sein kann, dieser in Form einer anfechtbaren Verf\u00fcgung zu er\u00f6ffnen ist und unter Umst\u00e4nden sp\u00e4ter angefochten oder Gegenstand einer Wiedererw\u00e4gung werden kann. Der Vergleich erscheint nur in spezifischen Konstellationen als sachgerechte L\u00f6sung.</span></p><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><a name=\"_Hlk179379075\"><span style=\"font-family:Arial\">Im Sinne einer konsensualen, raschen, effizienten und kosteng\u00fcnstigen Streitbeilegung gibt es im ATSG eine spezifische Regelung im Bereich der Gutachtensvergaben, n\u00e4mlich das Einigungsverfahren in der Abkl\u00e4rungsphase. Dieses ist in Artikel 44 ATSG und in Artikel 7</span><span style=\"font-family:Arial; font-style:italic\">j</span><span style=\"font-family:Arial\"> der Verordnung \u00fcber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV, SR 830.11) geregelt. Es kann m\u00fcndlich oder schriftlich erfolgen und kommt in allen Sozialversicherungen zur Anwendung. Es liegen dem Bundesrat dazu jedoch keine Zahlen \u00fcber alle Sozialversicherungszweige hinweg vor. Im Bereich der IV wurde mit Inkrafttreten der Weiterentwicklung der IV per 01.01.2022 die Erfassung der Einigungsversuche eingef\u00fchrt. Die entsprechenden Zahlen liegen erstmalig f\u00fcr das Jahr 2023 vor: Bei 5552 monodisziplin\u00e4ren Gutachten kam es zu 348 Einigungsversuchen (6,3 %), wobei in 315 F\u00e4llen davon (99,4 %) eine Einigung erzielt werden konnte. Da mit dem Einigungsverfahren Verz\u00f6gerungen im weiteren Abkl\u00e4rungsverfahren vermieden werden k\u00f6nnen, erachtet der Bundesrat dies als sinnvolles Instrument.</span></a><span style=\"font-family:Arial\"> </span></p></div>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1732060800000)\/","SubmittedBy":"Wyssmann R\u00e9my","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1734705236000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"1221|2836","Category":null,"Modified":"\/Date(1763094018310)\/","SubmissionDate":"\/Date(1727222400000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5205,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Gerichtswesen|Sozialer Schutz"}}