{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244117,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244117,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244117,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244117,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244117,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244117,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244117,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244117,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244117,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244117,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244117,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244117,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244117,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244117,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244117,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244117,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244117,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20244117,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"24.4117","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Einwaldung wertvoller Wiesen und Weiden im Berggebiet entgegenwirken","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird gebeten aufzuzeigen, was der aktuelle Stand ist bez\u00fcglich Einwaldung der wertvollsten Wiesen und Weiden im Berggebiet.</p><ol><li>Im Bundesinventar Trockenwiesen und -weiden sind die landesweit wertvollsten und typischsten Trockenwiesen und -weiden nach einheitlichen Kriterien erfasst. Auf der landwirtschaftlichen Nutzfl\u00e4che LN betrifft dies M\u00e4hwiesen, Weiden und Brachen. Im S\u00f6mmerungsgebiet S\u00f6G sind es M\u00e4hwiesen und Weiden und oberhalb der Waldgrenze nur noch M\u00e4hwiesen (z. B. Wildheu). Wie hoch ist der aktuelle Anteil aktuell nicht genutzter Fl\u00e4chen aufgeschl\u00fcsselt nach LN und S\u00f6G?</li><li>Wie hoch ist generell der Anteil unternutzter Fl\u00e4chen auf der LN und im S\u00f6G? Wie hoch ist dieser Anteil auf Fl\u00e4chen mit kantonalen Pflegevertr\u00e4gen?</li><li>Wie hoch ist der nationale Anteil an Fl\u00e4chen, welche j\u00e4hrlich aus der LN fallen und dem Wald zugeschlagen werden?</li><li>Kann der Bundesrat absch\u00e4tzen, ob die Unternutzung von Fl\u00e4chen eine Abgeltungsfrage ist - zu wenig finanzielle Unterst\u00fctzung - oder sozio\u00f6konomische Ursachen hat \u2013 v.a. fehlende Arbeitskr\u00e4fte?</li><li>Hat die Einf\u00fchrung des Steillagenbeitrages f\u00fcr M\u00e4hwiesen im Rahmen der AP14/17 die Situation in den Steillagen verbessert? Werden die Kosten der Steillagenbewirtschaftung gen\u00fcgend gedeckt?&nbsp;</li><li>Wie beurteilt der Bundesrat die Einwaldung und was gedenkt der Bundesrat zu tun, um den Bestand der wertvollen TWW zu erhalten und zu erh\u00f6hen?</li></ol>","ReasonText":"<p>Die Schweizer Landwirtschaftsfl\u00e4che besteht zu 75&nbsp;% aus Dauergr\u00fcnland (Wiesen, Weiden und S\u00f6mmerungsgebiet). Diese Fl\u00e4chen pr\u00e4gen das Bild der Schweiz. Zwischen Boden, Pflanzen, Tieren und Mensch hat sich \u00fcber Jahrhunderte ein einzigartiges Beziehungsnetz entwickelt. Kaum ein anderer Lebensraum birgt so viel Artenvielfalt pro Quadratmeter. Ohne landwirtschaftliche Nutzung w\u00fcrden Wiesen und Weiden wieder zu Wald werden. Bei zu intensiver Nutzung hingegen entwickeln sie sich zu artenarmen, eint\u00f6nigen Grasteppichen. Durch beide Prozesse gehen wertvolle TWW und Lebensr\u00e4ume f\u00fcr seltene und gef\u00e4hrdete Tier- und Pflanzenarten verloren.</p><p>&nbsp;</p><p>Wiesen und Weiden sind Elemente der Kulturlandschaft, zu deren Weiterbestehen die regelm\u00e4ssige Nutzung eine unabdingbare Voraussetzung ist. Es fehlt an aktuellen Zahlen zum Thema der Einwaldung und zur Wirkung des Steillagenbeitrages. Dies ist jedoch unverzichtbar f\u00fcr die Weiterentwicklung der Agrarpolitik im Rahmen der AP 2030+.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<div><ol type=\"1\" style=\"margin:0pt; padding-left:0pt\"><li style=\"margin-left:15.5pt; margin-bottom:3pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; padding-left:2.35pt; font-family:Arial; font-size:11pt\"><span>Es liegen nur Daten zur Zunahme der Geh\u00f6lzdeckung von Trockenwiesen und -weiden (TWW) vor, welche ein Indiz f\u00fcr Unternutzung oder Nutzungsaufgabe sind (siehe Antwort auf Frage 6). </span></li><li style=\"margin-left:15.5pt; margin-bottom:3pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; padding-left:2.35pt; font-family:Arial; font-size:11pt\"><span>Die S\u00f6mmerungsstatistik zeigt, dass lediglich ca. 4 % der S\u00f6mmerungsbetriebe unternutzt werden. Was unternutzte landwirtschaftliche Nutzfl\u00e4chen (LN) im Sinne des Autors sind, ist hingegen nicht klar. Direktzahlungen werden nur ausgerichtet, wenn Fl\u00e4chen mindestens einmal j\u00e4hrlich gem\u00e4ht oder geweidet werden. Der finanzielle Anreiz f\u00fcr eine j\u00e4hrliche Nutzung ist sehr gross, sodass es kaum LN ohne Nutzung gibt. Zu den Fl\u00e4chen mit kantonalen Pflegevertr\u00e4gen verf\u00fcgt der Bundesrat \u00fcber keine Angaben. </span></li><li style=\"margin-left:15.5pt; margin-bottom:3pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; padding-left:2.35pt; font-family:Arial; font-size:11pt\"><span>Die Daten der LN erlauben keine Aussagen zur Umnutzung. Hingegen liefert die Arealstatistik des Bundesamtes f\u00fcr Statistik Informationen \u00fcber den Zustand und die Entwicklung der Bodennutzung in der Schweiz. Gem\u00e4ss ihren Daten sind zwischen 2009 und 2018 so gut wie keine Landwirtschaftsfl\u00e4chen zu Wald geworden, sofern die Alpwirtschaftsfl\u00e4chen ausgeklammert werden. Dagegen hat die Landwirtschaft (erneut ohne Alpwirtschaft) zwischen 2009 und 2018 pro Jahr durchschnittlich 1833 ha Land an die Siedlungsfl\u00e4chen verloren. </span></li><li style=\"margin-left:15.5pt; margin-bottom:3pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; padding-left:2.35pt; font-family:Arial; font-size:11pt\"><span>Weil die Einwaldung von Wiesen und Weiden vor allem das Berg- und S\u00f6mmerungsgebiet betrifft, wurden mit der Agrarpolitik 2014-17 (AP14-17) die Direktzahlungen f\u00fcr die Nutzung dieser Fl\u00e4chen mit mehr j\u00e4hrlichen Mitteln ausgestattet: Einf\u00fchrung Alpungsbeitrag (110 Millionen Franken), Einf\u00fchrung Biodiversit\u00e4tsbeitrag im S\u00f6mmerungsgebiet (32 Millionen Franken) und Erh\u00f6hung S\u00f6mmerungsbeitr\u00e4ge (30 Millionen Franken). Mit den Direktzahlungen bestehen gezielte Anreize f\u00fcr eine landwirtschaftliche oder alpwirtschaftliche Nutzung. Sozio\u00f6konomische Faktoren k\u00f6nnen ein Grund f\u00fcr die Einwaldung sein, wenn weniger Familienarbeitskr\u00e4fte und Angeh\u00f6rige vorhanden sind, welche z. B. auf den Alpen Massnahmen zur Weidepflege umsetzen. </span></li><li style=\"margin-left:15.5pt; margin-bottom:3pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; padding-left:2.35pt; font-family:Arial; font-size:11pt\"><span>Mit der AP14-17 wurden auch die Beitr\u00e4ge f\u00fcr Fl\u00e4chen in Hang- und Steillagen um </span><br /><span>35 Millionen Franken erh\u00f6ht. Davon entfallen 11 Millionen Franken auf den neu eingef\u00fchrten Steillagenbeitrag. Diese Anpassungen bei den Hang- und Steillagenbeitr\u00e4gen haben ebenfalls dazu beigetragen, dass seit 2014 die Unterst\u00fctzung des Berggebiets gestiegen ist. Aufgrund der Arealstatistik sind gesamtschweizerisch so gut wie keine Landwirtschaftsfl\u00e4chen, das heisst auch Steillagen, zu Wald geworden. Ob die Aufw\u00e4nde der Bewirtschaftung der Steillagen gedeckt sind, ist abh\u00e4ngig vom Einzelfall und der effektiven Bewirtschaftung (z.B. Anzahl Nutzungen, Mechanisierung etc.). </span></li><li style=\"margin-left:15.5pt; margin-bottom:3pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; padding-left:2.35pt; font-family:Arial; font-size:11pt\"><span>Nebst der Versiegelung ist die Einwaldung die wichtigste Ursache f\u00fcr den Verlust von Landwirtschaftsfl\u00e4che. Die Direktzahlungen enthalten Massnahmen, um der Einwaldung entgegenzuwirken. Die ersten Resultate der Wirkungskontrolle Biotopschutz Schweiz (WBS) von 2019 zeigen, dass die j\u00e4hrliche Zunahme der Geh\u00f6lzdeckung in den TWW nationaler Bedeutung rund 13 ha betrug. In gut 10 % aller TWW-Objekte nahm die Geh\u00f6lzdeckung um mehr als 5 % zu. Die st\u00e4rkste Zunahme der Geh\u00f6lzdeckung fand auf der Alpens\u00fcdflanke statt. Im Mittelland gab es die geringsten Ver\u00e4nderungen, dort blieb die Geh\u00f6lzdeckung seit der Inventarisierung praktisch unver\u00e4ndert. Die geringe Zunahme der Geh\u00f6lzdeckung f\u00fchrt der Bundesrat darauf zur\u00fcck, dass die Umsetzung der TWW-Verordnung durch die Kantone in Kombination mit den Direktzahlungen diese Lebensr\u00e4ume spezifisch und effektiv f\u00f6rdern. Neue Ergebnisse aus der WBS werden im Laufe des Jahres 2025 in einem Bericht ver\u00f6ffentlicht.</span></li></ol></div>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1732060800000)\/","SubmittedBy":"Candan Hasan","BusinessStatus":203,"BusinessStatusText":"Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor","BusinessStatusDate":"\/Date(1732090234000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"52|55","Category":null,"Modified":"\/Date(1763093127703)\/","SubmissionDate":"\/Date(1727308800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5205,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Umwelt|Landwirtschaft"}}