{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244118,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244118,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244118,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244118,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244118,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244118,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244118,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244118,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244118,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244118,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244118,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244118,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244118,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244118,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244118,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244118,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244118,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20244118,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"24.4118","BusinessType":6,"BusinessTypeName":"Postulat","BusinessTypeAbbreviation":"Po.","Title":"Krankenversicherung. Analyse eines Dreijahresmodells","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird beauftragt, f\u00fcr die Krankenversicherung die Machbarkeit und die Auswirkungen eines Wechsels vom heutigen Jahresmodell zu einem Dreijahresmodell zu analysieren. Die Analyse soll die Vor- und die Nachteile sowie die m\u00f6glichen Auswirkungen auf die Versicherten, die Versicherer und das gesamte Gesundheitswesen beleuchten.</p>","ReasonText":"<p>Das Schweizer Modell f\u00fcr die Krankenversicherung basiert heute auf einem Einjahreszyklus. Die Pr\u00e4mien werden j\u00e4hrlich festgelegt, die Franchise gilt ebenfalls jeweils f\u00fcr ein Jahr und die Versicherten k\u00f6nnen den Versicherer jedes Jahr wechseln.</p><p>&nbsp;</p><p>Dieses Modell gilt nicht f\u00fcr die ganze Versicherungsbranche. So haben zahlreiche Vertr\u00e4ge von Privatversicherungen, wie von den Krankenzusatzversicherungen, den Unfallversicherungen oder auch den Haftpflichtversicherungen, oft eine l\u00e4ngere Laufzeit. Solche langfristigen Vertr\u00e4ge bieten sowohl f\u00fcr die Versicherten als auch f\u00fcr die Versicherer eine verst\u00e4rkte Rechtssicherheit und eine bessere Vorhersehbarkeit.<br>&nbsp;</p><p>Konkret k\u00f6nnte der Wechsel zu einem Dreijahresmodell in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung zum Beispiel die folgenden Vorteile bieten:</p><ul style=\"list-style-type:disc;\"><li>Kostengl\u00e4ttung: Es g\u00e4be \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum keine Pr\u00e4mienerh\u00f6hungen. Dadurch w\u00fcrden die starken j\u00e4hrlichen Schwankungen und der in den letzten Jahren beobachtete Jojo-Effekt, die eine Folge der kurzfristigen Bildung von Reserven sind, abgeschw\u00e4cht.&nbsp;</li><li>Weniger Krankenkassenwechsel: Mit einem l\u00e4ngeren Zyklus w\u00fcrden weniger Menschen die Krankenkasse wechseln, was zu tieferen Verwaltungskosten und geringeren Marketingausgaben f\u00fchren w\u00fcrde.</li><li>Anreize dank langfristiger Vertr\u00e4ge: Eine l\u00e4ngere Vertragsdauer schafft f\u00fcr die Versicherer einen Anreiz, mehr in Massnahmen zur Gesundheitsvorsorge und -f\u00f6rderung zu investieren, was sich langfristig positiv auswirken wird.</li><li>Stabilit\u00e4t und Vorhersehbarkeit f\u00fcr die Versicherten: Wenn die Pr\u00e4mien \u00fcber mehrere Jahre hinweg vorhersehbar sind, haben die Versicherten eine gr\u00f6ssere Rechtssicherheit und k\u00f6nnen ihre Finanzen besser planen, da der j\u00e4hrliche Pr\u00e4mienschock wegf\u00e4llt.</li><li>Weniger opportunistisches Verhalten: Mit dem Dreijahresmodell k\u00f6nnte der derzeitige Anreiz, \u00fcberm\u00e4ssig viele medizinische Behandlungen in Anspruch zu nehmen, sobald die Franchise erreicht ist, ged\u00e4mpft werden, da die finanzielle Beteiligung auf mehrere Jahre verteilt wird.</li></ul>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<div><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial\">Die obligatorische Krankenpflegeversicherung beruht weitgehend auf dem Prinzip der J\u00e4hrlichkeit. Nach dem Grundsatz der Bedarfsdeckung m\u00fcssen die Pr\u00e4mieneinnahmen eines Jahres alle Ausgaben f\u00fcr die Durchf\u00fchrung der Krankenversicherung desselben Jahres decken. Die Versicherten k\u00f6nnen den Versicherer jedes Jahr wechseln, sowie auch das Versicherungsmodell und die Franchise. </span></p><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial; -aw-import:ignore\">&#xa0;</span></p><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial\">Mit dem Postulat wird ein \u00dcbergang zu einem Dreijahreszyklus er\u00f6rtert, welcher mehrere Vorteile beinhalten soll. Der Bundesrat kommt zu einer anderen Einsch\u00e4tzung. Nach seiner Ansicht bewirkt eine solche \u00c4nderung einen umfassenden Systemwechsel mit mehreren negativen Auswirkungen:</span></p><ol type=\"1\" style=\"margin:0pt; padding-left:0pt\"><li style=\"margin-left:33.5pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; padding-left:2.5pt; font-family:Arial; font-size:11pt\"><span>Die Versicherten verlieren das Recht, den Versicherer j\u00e4hrlich zu wechseln. Das ist eine Einschr\u00e4nkung der Wahlfreiheit und eine Verschlechterung f\u00fcr die Versicherten. </span></li><li style=\"margin-left:33.5pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; padding-left:2.5pt; font-family:Arial; font-size:11pt\"><span>Die im Postulat angek\u00fcndigten Einsparungen der Werbe- und Wechselkosten werden gering sein, nachdem die Vermittlerkosten pro Wechsel verbindlich festgelegt wurden und die Werbung inklusive Provisionen an die Versicherungsvermittler nur einen kleinen Teil der Verwaltungskosten (f\u00fcr das Jahr 2023 durchschnittlich Fr. 15.00 pro versicherte Person) ausmacht (www.bag.admin.ch &gt; Versicherungen &gt; Krankenversicherung &gt; Versicherer und Aufsicht &gt; Reporting &gt; Bilanzen und Betriebsrechnungen). </span><span>&#xa0;</span></li><li style=\"margin-left:33.5pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; padding-left:2.5pt; font-family:Arial; font-size:11pt\"><span>Weil die Versicherten ihr Versicherungsmodell und die Franchise erst nach drei Jahren wieder anpassen k\u00f6nnen, m\u00fcssen sie ihre finanzielle Lage und ihre Gesundheit f\u00fcr drei Jahre einsch\u00e4tzen. Beispielsweise m\u00fcssen Versicherte mit einer hohen Franchise, die erkranken und viele teure Leistungen ben\u00f6tigen, w\u00e4hrend drei Jahren Kosten in der H\u00f6he der (hohen) Franchise und zus\u00e4tzliche Selbstbehalte \u00fcbernehmen. Dies k\u00f6nnte sie in finanzielle Schwierigkeiten bringen.</span></li></ol><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial; -aw-import:ignore\">&#xa0;</span></p><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial\">Bez\u00fcglich finanzieller Planbarkeit gibt der Bundesrat zu bedenken, dass die Versicherer f\u00fcr die Pr\u00e4mienfestlegung die Kosten der drei kommenden Jahre sch\u00e4tzen m\u00fcssten. Dies ist mit einer hohen Unsicherheit verbunden, da weniger Informationen in die Sch\u00e4tzung fliessen k\u00f6nnen. Auch k\u00f6nnten erst nach drei Jahren die kantonalen Ungleichgewichte, der Risikoausgleich, die Teuerung, die Kostenfolgen von Anpassungen von Tarifen und Leistungen in den Pr\u00e4mien ber\u00fccksichtigt werden. Es drohen sehr starke Pr\u00e4mienanstiege, wenn die bisherige Pr\u00e4mie die Kosten nicht gedeckt hat und starke Nachholeffekte bestehen. Vor diesem Hintergrund ist f\u00fcr den Bundesrat eine Analyse im Sinne des Postulates nicht angezeigt.</span></p><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial; -aw-import:ignore\">&#xa0;</span></p><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial\">Er weist darauf hin, dass das Konzept der Mehrjahresvertr\u00e4ge bereits zweimal vom Parlament abgelehnt wurde. Hingegen wurde die Motion 23.3504 der Kommission f\u00fcr soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrats, welche die koordinierte Versorgung durch freiwillige Mehrjahresvertr\u00e4ge st\u00e4rken m\u00f6chte, angenommen.</span></p></div><br><br>Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.","FederalCouncilProposal":45,"FederalCouncilProposalText":"Ablehnung","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1732665600000)\/","SubmittedBy":"Nantermod Philippe","BusinessStatus":209,"BusinessStatusText":"\u00dcberwiesen an den Bundesrat","BusinessStatusDate":"\/Date(1777449773000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1777536190497)\/","SubmissionDate":"\/Date(1727308800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5205,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Gesundheit"}}