{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244140,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244140,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244140,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244140,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244140,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244140,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244140,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244140,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244140,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244140,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244140,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244140,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244140,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244140,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244140,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244140,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244140,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20244140,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"24.4140","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Ist die beh\u00f6rdliche Einziehung von Waffen aufgrund von Fahrl\u00e4ssigkeitsdelikten im Strassenverkehr verh\u00e4ltnism\u00e4ssig?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<ol><li><p>Wie beurteilt der Bundesrat den Umstand, dass bereits zwei Strassenverkehrsvergehen, die bis zu 10 Jahre auseinanderliegen k\u00f6nnen, zur beh\u00f6rdlichen Beschlagnahmung von Waffen f\u00fchren?</p><p>&nbsp;</p></li><li><p>Wie beurteilt der Bundesrat das rigide Vorgehen der Beh\u00f6rden vor dem Hintergrund des Grundsatzes der Verh\u00e4ltnism\u00e4ssigkeit?</p><p>&nbsp;</p></li><li>Ist der Bundesrat auch der Auffassung, dass fahrl\u00e4ssig begangene Vergehen, gerade im Bereich des Strassenverkehrs, vom Entzugsautomatismus auszunehmen sind? Ist der Bundesrat bereit, eine entsprechende Gesetzes\u00e4nderung vorzulegen?</li></ol>","ReasonText":"<p>Keinen Waffenerwerbsschein erh\u00e4lt, wer wegen einer Handlung, die eine gewaltt\u00e4tige oder gemeingef\u00e4hrliche Gesinnung bekundet, oder wegen wiederholt begangener Verbrechen oder Vergehen im Strafregister verzeichnet ist. Tritt bei Waffenbesitzern sp\u00e4ter ein solcher sog. Hinderungsgrund ein, werden rechtm\u00e4ssig erworbene Waffen beh\u00f6rdlich beschlagnahmt (Art. 8 Abs. 2 lit. d und Art. 31 Abs. 1 lit. b WG).</p><p>&nbsp;</p><p>Gem\u00e4ss Bundesgericht gilt dies auch bei Strassenverkehrsvergehen \u2013 und dies selbst dann, wenn sie fahrl\u00e4ssig begangen werden und es bloss zu bedingten Geldstrafen kommt. Die Straftaten m\u00fcssten nicht im Zusammenhang mit Gewalt oder mit der Verwendung einer Waffe stehen. Eine Person, die derart strafrechtlich aufgefallen sei, habe unstreitig eine Tendenz, es mit der Wahrung der Rechtsordnung nicht besonders ernst zu nehmen (2C_125/2009).</p><p>&nbsp;</p><p>Das bedeutet, dass ein Sch\u00fctze nach zwei Strassenverkehrsvergehen (z.B. 110 km/h ausserorts bzw. 155 km/h auf der Autobahn) s\u00e4mtliche Waffen abgeben muss. Dies selbst dann, wenn er sich nach der ersten Strafe in der Probezeit bew\u00e4hrt hat, jedoch z.B. neun Jahre sp\u00e4ter erneut straff\u00e4llig wird.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Mit der beh\u00f6rdlichen Beschlagnahme von Waffen wird ein Sch\u00fctze wie ein Schwerverbrecher behandelt. Dieses rigide Vorgehen ist unverh\u00e4ltnism\u00e4ssig: Staatliches Handeln muss im \u00f6ffentlichen Interesse liegen und verh\u00e4ltnism\u00e4ssig sein (Art. 5 Abs. 2 BV). Mit dieser harten \u00abZusatz-Bestrafung\u00bb - neben der eigentlichen Strafe und dem F\u00fchrerausweisentzug - wird der erforderlichen Interessenabw\u00e4gung nicht angemessen Rechnung getragen.</p><p>&nbsp;</p><p>Hinzu kommt, dass dem privaten Waffenbesitz in der Schweiz aus historischen und traditionellen Gr\u00fcnden ein besonders hoher Stellenwert zukommt. Die unverh\u00e4ltnism\u00e4ssige G\u00e4ngelung von Waffenbesitzern ohne direkte W\u00fcrdigung des Einzelfalls steht daher nicht im Einklang mit den schweizerischen Grundwerten.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<div><ol type=\"1\" style=\"margin:0pt; padding-left:0pt\"><li style=\"line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-family:Arial; font-size:11pt; list-style-position:inside\"><span>Die Schweiz verf\u00fcgt \u00fcber ein vergleichsweise liberales Waffengesetz und das Recht auf Waffenerwerb, Waffenbesitz und das Waffentragen sind im Rahmen des Gesetzes gew\u00e4hrleistet. Im Gegenzug d\u00fcrfen jedoch bei der Person, die eine Waffe erwerben, bzw. besitzen will, keine Hinderungsgr\u00fcnde vorliegen. Als einer dieser Hinderungsgr\u00fcnde gilt seit Inkrafttreten des Waffengesetzes (WG; SR 514.54) am 1. Januar 1999 eine Verzeichnung im Strafregister unter anderem wegen wiederholt begangener Verbrechen oder Vergehen (vgl. Art. 8 Abs. 2 Bst. d WG). Vergehen sind Taten, die mit einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bedroht sind, Verbrechen sind mit einer Freiheitsstrafe von mehr als drei Jahren bedroht. Unter diese Strafandrohung f\u00e4llt auch eine grobe Verletzung der Verkehrsregeln, bei der eine ernstliche Gefahr f\u00fcr die Sicherheit anderer hervorgerufen oder in Kauf genommen wird (vgl. Art. 90 Abs. 2 des Strassenverkehrsgesetzes, SR 741.01). Besteht ein Hinderungsgrund, sind Waffen aus dem Besitz dieser Person zu beschlagnahmen (vgl. Art. 31 Abs. 1 Bst. b WG). </span></li></ol><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial; -aw-import:ignore\">&#xa0;</span></p><ol start=\"2\" type=\"1\" style=\"margin:0pt; padding-left:0pt\"><li style=\"line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-family:Arial; font-size:11pt; list-style-position:inside\"><span>Das Vorgehen der Beh\u00f6rden erfolgt in Einklang mit dem Wortlaut des Gesetzes (vgl. Art. 31 Abs. 1 Bst. b WG und Antwort auf Frage 1). Den kantonalen Beh\u00f6rden kommt damit kein Ermessensspielraum zu und die Frage der Verh\u00e4ltnism\u00e4ssigkeit stellt sich nicht. Die Praxis der (kantonalen) Beh\u00f6rden wurde durch das Bundesgericht gesch\u00fctzt und es ist nicht Sache des Bundesrates, dessen Rechtsprechung zu kommentieren. </span></li></ol><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial; -aw-import:ignore\">&#xa0;</span></p><ol start=\"3\" type=\"1\" style=\"margin:0pt; padding-left:0pt\"><li style=\"line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-family:Arial; font-size:11pt; list-style-position:inside\"><span>Das Waffengesetz regelt die Voraussetzungen, die f\u00fcr den Erwerb bzw. den Besitz von Waffen zu erf\u00fcllen sind sowie die Folgen, falls diese nicht mehr gegeben sind. Ob sich Anpassungen bei der Regelung der Beschlagnahme von Waffen aufdr\u00e4ngen, kann bei der n\u00e4chsten Revision des Waffengesetzes vertieft gepr\u00fcft werden.</span></li></ol></div>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1732060800000)\/","SubmittedBy":"Schmid Pascal","BusinessStatus":203,"BusinessStatusText":"Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor","BusinessStatusDate":"\/Date(1732087647000)\/","ResponsibleDepartment":5,"ResponsibleDepartmentName":"Justiz- und Polizeidepartement","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EJPD","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"9|48|1216","Category":null,"Modified":"\/Date(1763093047473)\/","SubmissionDate":"\/Date(1727308800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5205,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Sicherheitspolitik|Verkehr|Strafrecht"}}