{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244145,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244145,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244145,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244145,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244145,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244145,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244145,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244145,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244145,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244145,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244145,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244145,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244145,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244145,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244145,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244145,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244145,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20244145,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"24.4145","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Ist die staatlich subventionierte Tourismuswerbung mit den Nachhaltigkeitszielen vereinbar?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<ul><li>Wie hat sich die Zahl der internationalen Ank\u00fcnfte in den letzten 25 Jahren entwickelt?</li><li>Wie hat sich in diesem Zeitraum der Anteil der Tourist:innen aus Fernm\u00e4rkten (ausserhalb Europas) an allen ausl\u00e4ndischen Besucherinnen und Besucher entwickelt?</li><li>Wie wird sich der Anteil der Tourist:innen von Fernm\u00e4rkten an den gesamten internationalen Ank\u00fcnften gem\u00e4ss Prognosen entwickeln?</li><li>Schweizer Tourist:innen und solche aus dem naheliegenden Ausland besuchen h\u00e4ufiger auch touristische Orte abseits der Hotspots. Tourist:innen aus Fernm\u00e4rkten wollen grossmehrheitlich die meist \u00fcberlaufenen Hotspots besuchen, ist es sinnvoll gerade bei diesem Besucher:innensegment Werbung zu betreiben?</li><li>W\u00fcrde der Verzicht auf Werbung in Fernm\u00e4rkten dazu f\u00fchren, dass die Gesamtzahl der internationalen Tourist:innen sinken w\u00fcrde?</li><li>Erachtet der Bundesrat es als aus \u00f6kologischer Sicht f\u00fcr sinnvoll, Geld in die Bewerbung von Fernm\u00e4rkten zu investieren und damit zus\u00e4tzliche Langstreckenfl\u00fcge auszul\u00f6sen?</li><li>Wie rechtfertigt der Bundesrat die Subvention einer ohnehin boomenden Branche?&nbsp;</li></ul>","ReasonText":"<p>Die F\u00f6rderung von Fernreisen aus \u00dcberseem\u00e4rkten f\u00fchrt zu einem signifikanten Anstieg des CO\u2082-Ausstosses durch Langstreckenfl\u00fcge. Angesichts der globalen Klimakrise muss die Schweiz ihre Verantwortung wahrnehmen und sich f\u00fcr eine Reduktion von Emissionen einsetzen. Es stellt sich deshalb die Frage, inwiefern es sinnvoll ist, in die Bewerbung von Fernm\u00e4rkten zu investieren.</p><p>Der Overtourismus wird an immer mehr Orten zum Problem. Die sehr zahlungskr\u00e4ftige Kundschaft insbesondere aus den USA verdr\u00e4ngen zunehmend die Schweizer Kundschaft und verteuern deren Ferien und Ausfl\u00fcge (bspw. Skiferien) erheblich. Es stellt sich deshalb die Frage, inwiefern eine zus\u00e4tzliche Bewerbung von Fernm\u00e4rkten aus sozialer, &nbsp;volkswirtschaftlicher und insbesondere \u00f6kologischer Sicht sinnvoll sind.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. In der Schweiz wird die Tourismusnachfrage anhand der Beherbergungsstatistik gemessen. Diese erfasst die Ank\u00fcnfte der G\u00e4ste pro Hotel und nicht f\u00fcr die Schweiz als Land. Aufgrund dessen analysiert der Bundesrat die Tourismusnachfrage in der Regel anhand der Hotellogiern\u00e4chte. Die Zahl der Hotellogiern\u00e4chte der internationalen G\u00e4ste ist in den letzten 25 Jahren, das heisst zwischen 1998 bis 2023, um insgesamt 10&nbsp;Prozent gestiegen.</p><p>2. Der Anteil der G\u00e4ste aus Fernm\u00e4rkten (M\u00e4rkte ausserhalb Europas) an allen ausl\u00e4ndischen G\u00e4sten, gemessen anhand der Hotellogiern\u00e4chte, ist von 25 Prozent im Jahr 1998 auf 42 Prozent im Jahr 2023 gestiegen.</p><p>3. Gem\u00e4ss den Prognosen, die von BAK Economics im Auftrag des SECO erstellt werden, ist davon auszugehen, dass der Anteil der G\u00e4ste aus M\u00e4rkten ausserhalb Europas an allen internationalen G\u00e4sten in den kommenden drei Jahren ansteigen wird.</p><p>4. G\u00e4ste, die zum ersten Mal in die Schweiz reisen, besuchen unabh\u00e4ngig von ihrer Herkunft tendenziell zuerst die bekannten Tourismusorte. Diese G\u00e4ste reisen aber kaum ausschliesslich an diese Orte, sondern besuchen im Rahmen derselben Reise auch weniger bekannte Orte. F\u00fcr die Bedeutung der Fernm\u00e4rkte f\u00fcr den Schweizer Tourismus wird auf die Stellungnahme des Bundesrats zur Motion 22.3788 verwiesen. G\u00e4ste aus den Fernm\u00e4rkten buchen mit erheblichem zeitlichem Vorlauf, was den Leistungstr\u00e4gern Planungssicherheit gibt. Und sie reisen w\u00e4hrend des ganzen Jahres, d.h. auch in den Nebensaisons, und erm\u00f6glichen den Leistungstr\u00e4gern dadurch oft einen Ganzjahresbetrieb und sichern so wertvolle Ganzjahresarbeitspl\u00e4tze.</p><p>5. Die Wirkungsmessung von Schweiz Tourismus (ST) zeigt, dass die Marketingaktivit\u00e4ten von ST Reiseziele und \u00dcbernachtungsentscheide bei rund 14 Prozent der \u00dcbernachtungen in der Schweizer Hotellerie und Parahotellerie beeinflusst haben. Der Verzicht auf Werbung in den Fernm\u00e4rkten d\u00fcrfte deshalb zu einem R\u00fcckgang der entsprechenden G\u00e4ste und sehr wahrscheinlich auch zu einem R\u00fcckgang der internationalen G\u00e4ste insgesamt f\u00fchren.</p><p>6. Der Bundesrat erachtet die Bewerbung von Fernm\u00e4rkten durch ST, die explizit einen Schwerpunkt bei der nachhaltigen Tourismusentwicklung setzt, als sinnvoll. Die durchschnittlichen Tagesausgaben der G\u00e4ste aus den Fernm\u00e4rkten sind im Vergleich zu denjenigen der \u00fcbrigen G\u00e4ste deutlich h\u00f6her und sorgen insgesamt f\u00fcr 28,6 Prozent des touristischen Gesamtumsatzes. Zudem ist festzuhalten, dass ST darauf hinwirkt, die Aufenthaltsdauer der G\u00e4ste \u2013 insbesondere der G\u00e4ste aus den Fernm\u00e4rkten \u2013 zu verl\u00e4ngern. Damit werden die negativen Auswirkungen auf die Umwelt pro Gast und Logiernacht reduziert.</p><p>7. ST unterst\u00fctzt die Tourismusakteure dabei, ausl\u00e4ndische M\u00e4rkte zu bewerben oder neue M\u00e4rkte zu erschliessen \u2013 eine Aufgabe, welche die wenigsten Tourismusakteure eigenst\u00e4ndig erf\u00fcllen k\u00f6nnten. Zudem \u00fcbernimmt ST f\u00fcr den Schweizer Tourismus eine wichtige F\u00fchrungsfunktion und ist Impuls- und Taktgeber, gerade im Bereich der nachhaltigen Tourismusentwicklung. Der Bundesrat hat am 20. September 2024 auf Basis der durchgef\u00fchrten Aufgaben- und Subventions\u00fcberpr\u00fcfung indes beschlossen, den Bundesbeitrag an ST um 20 Prozent zu reduzieren.</p>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1731456000000)\/","SubmittedBy":"Roth David","BusinessStatus":203,"BusinessStatusText":"Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor","BusinessStatusDate":"\/Date(1731512232587)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"15|24|52","Category":null,"Modified":"\/Date(1763093469297)\/","SubmissionDate":"\/Date(1727308800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5205,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wirtschaft|Finanzwesen|Umwelt"}}