{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244148,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244148,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244148,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244148,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244148,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244148,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244148,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244148,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244148,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244148,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244148,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244148,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244148,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244148,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244148,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244148,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244148,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20244148,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"24.4148","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Will der Bundesrat unsere Abh\u00e4ngigkeit von Russland und China erh\u00f6hen, indem er die T\u00fcr f\u00fcr neue Kernkraftwerke in der Schweiz wieder \u00f6ffnet?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Unser Land bezieht das Uran f\u00fcr die vier noch in Betrieb stehenden Kernkraftwerke haupts\u00e4chlich aus Russland, und das trotz der Sanktionen und der zahlreichen schweren Verst\u00f6sse gegen das V\u00f6lkerrecht, die Wladimir Putin begangen hat. &nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Unser Nuklearsektor finanziert weiterhin Putins imperialistisches Kriegstreiben, weil er keine wirkliche Wahl hat. Denn Kernkraftwerke zeichnen sich dadurch aus, dass sie dauerhaft und langfristig funktionieren m\u00fcssen, egal wie hoch die Belastung oder der Bedarf ist. Dar\u00fcber hinaus gibt es nur wenige Alternativen zu russischem Uran.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>So kommt es, dass Frankreich zwar sein Uran nicht in Russland beschafft, von Russland aber dennoch stark abh\u00e4ngig ist, da das Uran zu \u00fcber 80 Prozent aus L\u00e4ndern wie Angola, Kasachstan, Niger oder Usbekistan stammt, deren Produktion direkt oder indirekt von Peking oder Moskau kontrolliert wird.</p><p>&nbsp;</p><p>Nat\u00fcrlich gibt es einige Alternativen. Aber nur wenige und diese m\u00fcssen, wie Australien, zuerst ihren eigenen Bedarf und den ihrer Verb\u00fcndeten sichern. Und die zunehmende weltweite Nachfrage wird die Abh\u00e4ngigkeit von autokratischen L\u00e4ndern nur noch weiter erh\u00f6hen. Das haben auch die Russen und die Chinesen begriffen, die im Gegensatz zu uns nicht davor zur\u00fcckschrecken, ihre Zusammenarbeit im globalen S\u00fcden zu verst\u00e4rken.</p><p>&nbsp;</p><ol><li>Kann der Bundesat Zahlen vorlegen zu den wirtschaftlichen Beziehungen (und damit den Abh\u00e4ngigkeiten), die der zivile Nuklearsektor der Schweiz mit dem Ausland unterh\u00e4lt?&nbsp;</li><li>Der Bundesrat k\u00fcndigt an, unsere Unabh\u00e4ngigkeit in der Energieversorgung ausbauen zu wollen. Hat er bei der \u00d6ffnung der T\u00fcr f\u00fcr die Kernenergie die Auswirkungen auf die Abh\u00e4ngigkeiten vom Ausland untersucht, insbesondere in Bezug auf die Beherrschung der Technologie, die Versorgung mit Uran und f\u00fcr dessen Anreicherung?</li><li>Teilt der Bundesrat die Ansicht zahlreicher Expertinnen und Experten, dass Russland und China versuchen, ihre Kontrolle \u00fcber die Uranlieferketten zu verst\u00e4rken? Wenn ja, wie will er angesichts der zu erwartenden geopolitischen Spannungen eine angemessene Versorgung \u00fcber die Lebensdauer der k\u00fcnftigen Kernkraftwerke sicherstellen?</li><li>Und kann er erkl\u00e4ren, inwiefern die Abh\u00e4ngigkeit von Imperien, die unserer Demokratie offen feindlich gegen\u00fcberstehen, die Souver\u00e4nit\u00e4t der Schweiz im Energiebereich st\u00e4rken wird?&nbsp;&nbsp;</li></ol>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<div><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial\">1. Die Beschaffungen f\u00fcr die Schweizer Kernkraftwerke erfolgen auf Basis privatrechtlicher Vertr\u00e4ge der Kernkraftwerksbetreiber. Der Bundesrat hat keinen Einblick in diese Vertr\u00e4ge.</span></p><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial; -aw-import:ignore\">&#xa0;</span></p><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial\">2. und 3. Die Schweiz verf\u00fcgt \u00fcber wenig nat\u00fcrliche Ressourcen und einen beschr\u00e4nkten Binnenmarkt. Sie ist stark in die internationalen Wertsch\u00f6pfungsketten integriert. Diese Verflechtung tr\u00e4gt zum hohen Wohlstand der Schweiz bei, geht aber unweigerlich mit mehr oder weniger weitgehenden Handelsabh\u00e4ngigkeiten einher. </span></p><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial\">Die Kernenergie ist die einzige Energieform, deren Rohstoff f\u00fcr mehrj\u00e4hrige Zeitr\u00e4ume im Voraus beschafft und auf relativ kleinem Raum gelagert werden kann. Uran hat im Vergleich zu anderen Energietr\u00e4gern eine sehr hohe Energiedichte. Dies erm\u00f6glicht den Kernkraftwerkbetreibern Jahresvorr\u00e4te an Brennst\u00e4ben anzulegen.</span></p><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial\">Der Rohstoff Uran kommt auf der Erde sehr h\u00e4ufig vor. Er findet sich in der Erdkruste, in Ozeanen, aber auch in Gebirgen wie den Schweizer Alpen. Abbauw\u00fcrdige Uranvorkommen gibt es in zahlreichen L\u00e4ndern, wobei Kanada und Australien zu den gr\u00f6ssten F\u00f6rderl\u00e4ndern geh\u00f6ren. Die Uranreserven gen\u00fcgen beim heutigen Verbrauch noch f\u00fcr mehrere hundert Jahre. Bei der Brennstoffversorgung der Schweizer Kernkraftwerke besteht keine Abh\u00e4ngigkeit von einzelnen L\u00e4ndern, insbesondere auch nicht von Russland. Nach Information des Bundesrates haben die betroffenen Betreiber zur St\u00e4rkung der Versorgungssicherheit neue Vertr\u00e4ge abgeschlossen, so dass sie nicht auf Brennstoff aus russischen Quellen angewiesen w\u00e4ren.</span></p><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial; -aw-import:ignore\">&#xa0;</span></p><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial\">4. Die Kernenergie leistet einen wichtigen Beitrag zur Stromversorgung der Schweiz. Unter anderem kann mittels Diversifizierung der Lieferketten und Sicherung zuverl\u00e4ssiger Ressourcen aus einer Vielzahl von Staaten die Versorgungssicherheit erh\u00f6ht werden.</span></p></div>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1732060800000)\/","SubmittedBy":"Walder Nicolas","BusinessStatus":203,"BusinessStatusText":"Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor","BusinessStatusDate":"\/Date(1732091681000)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"9|15|66","Category":null,"Modified":"\/Date(1763639007180)\/","SubmissionDate":"\/Date(1727308800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5205,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Sicherheitspolitik|Wirtschaft|Energie"}}