{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244158,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244158,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244158,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244158,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244158,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244158,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244158,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244158,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244158,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244158,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244158,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244158,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244158,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244158,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244158,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244158,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244158,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20244158,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"24.4158","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Warum greift im Land der K\u00fche bei Rindern keine einzige Schutzmassnahme gegen W\u00f6lfe?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Die Ern\u00e4hrung der W\u00f6lfe besteht in der Schweiz gr\u00f6sstenteils aus wilden Huftieren. Dennoch k\u00f6nnen auch Nutztiere, allen voran Schafe, Ziegen und Rinder, die Beute des Wolfs werden.</p><p>Der Bund und die Kantone entsch\u00e4digen gerissene Nutztiere, sofern die Angriffe in gesch\u00fctzter Lage stattgefunden haben.</p><p>Artikel 10<sup>quinquies</sup> der JSV listet die vom BAFU anerkannten Massnahmen zum Schutz vor W\u00f6lfen auf. In Absatz 1 Buchstabe c werden als angemessene Schutzmassnahmen in Bezug auf Tiere der Rinder- und Pferdegattung genannt: \"das \u00dcberwachen des Muttertiers mit seinem Jungtier w\u00e4hrend der Geburt, deren gemeinsame Haltung auf betreuten Weiden w\u00e4hrend den ersten zwei Lebenswochen sowie das sofortige Entfernen von Nachgeburten und toten Jungtieren\".</p><p>Aus der Lekt\u00fcre dieses Absatzes geht hervor, dass Rinder ab dem 14.<sup></sup> Lebenstag als nicht sch\u00fctzenswert gelten. Ab der zweiten Lebenswoche werden daher keinerlei Schutzmassnahmen mehr verlangt. Die Rinder stehen dann ungesch\u00fctzt vor der Schnauze des Wolfs; das kann im Land der Kuh \u00fcberraschend wirken.</p><p>Sobald Rinder nicht mehr als sch\u00fctzenswert gelten, wird jeder Riss an einem Rind entsch\u00e4digt, und jeder Angriff kann Regulierungsmassnahmen an W\u00f6lfen nach sich ziehen.</p><p>In diesem Zusammenhang bitte ich den Bundesrat, die folgenden Fragen zu beantworten:</p><ol><li>Warum gelten Schutzmassnahmen an Rindern ab der zweiten Lebenswoche als nicht zumutbar?</li><li>Warum werden Elektroz\u00e4une - zumindest f\u00fcr das Zusammenf\u00fchren von Tieren in einer eingez\u00e4unten Nachtweide - zum Schutz von Rindern nicht als zumutbar erachtet? </li><li>Warum werden Herdenschutzhunde zum Schutz von Rinderherden nicht als sinnvolle Schutzmassnahme erachtet?</li><li>Welche Kosten w\u00fcrden durch die Finanzierung von Massnahmen zum Schutz von Rinderherden mithilfe von Elektroz\u00e4unen und Herdenschutzhunden entstehen?&nbsp;</li><li>Warum werden Hirtinnen und Hirten in Bezug auf Nutztiere im Allgemeinen nicht als Teil der zumutbaren Schutzmassnahmen betrachtet, und warum werden Hirtinnen und Hirten im Gegensatz zu Z\u00e4unen und Herdenschutzhunden nicht subventioniert?&nbsp;&nbsp;</li></ol>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<div><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial\">1 und 2) Der Bund ging urspr\u00fcnglich davon aus, dass W\u00f6lfe prim\u00e4r kleine Wiederk\u00e4uer erbeuten und das gr\u00f6ssere und wehrhaftere Rindvieh \u2013 \u00e4ltere Tiere verteidigen sich selber, M\u00fctter sch\u00fctzen ihre K\u00e4lber \u2013 kaum angreifen w\u00fcrden. Deshalb sah das Jagdgesetz (SR 922.0) keine Schutzmassnahmen f\u00fcr Rindvieh vor, erm\u00f6glichte daf\u00fcr aber bei einem Angriff auf Rindvieh den raschen Abschuss. Zudem hat sich die Mehrheit der Branche und der Kantone stets gegen den Schutz von Rindvieh mit elektrifizierten Z\u00e4unen ausgesprochen, weil der Aufwand f\u00fcr die Betriebe und die anfallenden Kosten zu hoch seien. Die Erfahrungen in den letzten Jahren haben nun allerdings gezeigt, dass W\u00f6lfe vermehrt auch gr\u00f6ssere Wiederk\u00e4uer angreifen. Auch in der revidierten Jagdverordnung (JSV, SR 922.01) bleibt die M\u00f6glichkeit f\u00fcr die Kantone bestehen, im Einzelfall eine finanzielle Unterst\u00fctzung des Bundes f\u00fcr Zaunmassnahmen f\u00fcr einen Betrieb mit Rindvieh zu beantragen. In den dazugeh\u00f6renden Erl\u00e4uterungen werden Zaunmassnahmen f\u00fcr Jungrinder bis 1-j\u00e4hrig sogar explizit erw\u00e4hnt. Der Bundesrat wird bis Ende 2024 \u00fcber die Revision der JSV befinden.</span></p><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial; -aw-import:ignore\">&#xa0;</span></p><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial\">3) Am effektivsten arbeiten Herdenschutzhunde mit Schafen oder Ziegen. Der Einsatz von Herdenschutzhunden beim Rindvieh ist m\u00f6glich, verlangt aber viel Wissen und Engagement seitens des Betriebs. Die finanzielle Unterst\u00fctzung von Herdenschutzhunden auf Betrieben mit Rinderhaltung war in der Vergangenheit m\u00f6glich, wurde aber nur selten genutzt. </span></p><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial; -aw-import:ignore\">&#xa0;</span></p><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial\">4) Dem Bund liegen diesbez\u00fcglich keine Zahlen vor.</span></p><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial; -aw-import:ignore\">&#xa0;</span></p><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial\">5) Die Behirtung ist eine gute Basis f\u00fcr den wirksamen Einsatz von verschiedenen Herdenschutzmassnahmen, stellt jedoch rechtlich keine anerkannte Herdenschutzmassnahme dar. Die Behirtung wird \u00fcber die Direktzahlungsverordnung (DZV, SR 910.13) subventioniert. Zum einen wird ein S\u00f6mmerungsbeitrag f\u00fcr die st\u00e4ndige Behirtung als Weidesystem ausgerichtet (Art. 47 DZV). Zum anderen werden Betriebe \u00fcber den neu eingef\u00fchrten Zusatzbeitrag unterst\u00fctzt, wenn die Behirtung im Rahmen eines einzelbetrieblichen Herdenschutzkonzeptes in Kombination mit gesch\u00fctzten Nachtpferchen und Schlechtwetterweiden umgesetzt wird (Art. 47</span><span style=\"font-family:Arial; font-style:italic\">b</span><span style=\"font-family:Arial\"> DZV). </span></p></div>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1732665600000)\/","SubmittedBy":"Clivaz Christophe","BusinessStatus":203,"BusinessStatusText":"Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor","BusinessStatusDate":"\/Date(1732692643000)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"52|55","Category":null,"Modified":"\/Date(1763093095013)\/","SubmissionDate":"\/Date(1727308800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5205,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Umwelt|Landwirtschaft"}}