{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244197,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244197,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244197,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244197,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244197,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244197,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244197,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244197,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244197,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244197,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244197,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244197,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244197,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244197,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244197,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244197,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244197,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20244197,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"24.4197","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Weit verbreitete Bioakkumulation von PFAS erfordert die Anwendung des Vorsorgeprinzips und die Einrichtung eines Systems zum Human Biomonitoring","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>In der Antwort auf meine <a href=\"https://che01.safelinks.protection.outlook.com/?url=https%3A%2F%2Fwww.parlament.ch%2Ffr%2Fratsbetrieb%2Fsuche-curia-vista%2Fgeschaeft%3FAffairId%3D20247669&amp;data=05%7C02%7Cbrigitte.crottaz%40parl.ch%7C14bbc7d918a54a98a64008dcde1f40c7%7C0cf3ddc638a5480885f1cae22925a1b0%7C0%7C0%7C638629473904961595%7CUnknown%7CTWFpbGZsb3d8eyJWIjoiMC4wLjAwMDAiLCJQIjoiV2luMzIiLCJBTiI6Ik1haWwiLCJXVCI6Mn0%3D%7C0%7C%7C%7C&amp;sdata=X5B%2F%2BBTaSAM%2FQcyLLEAyLTS6HGw%2B1hJKFhXSuamjnAM%3D&amp;reserved=0\">Frage 24.7669</a> schreibt der Bundesrat (BR): \"Der Mangel an Gesundheitsdaten in der Schweiz betrifft viele Felder der Pr\u00e4vention. Eine solche Evaluation [...] w\u00e4re nur durch langfristige Kohortenstudien durchf\u00fchrbar, die es in der Schweiz derzeit nicht gibt\". Er f\u00fchrt dann das Projekt \"Schweizer Gesundheitsstudie\" an. Die Ergebnisse aus dessen Pilotphase wurden im letzten Jahr ver\u00f6ffentlicht. Es ist aber alles andere als sicher, dass dieses Projekt auf das Ziel einer besseren Gesundheits\u00fcberwachung der Schweizer Bev\u00f6lkerung ausgerichtet sein wird. Angesichts der Ungewissheit \u00fcber die gesundheitlichen Folgen von Umweltbelastungen, insbesondere im Zusammenhang mit PFAS, ist ein Human Biomonitoring jedoch mehr als notwendig.</p>","ReasonText":"<p>Ich bitte den Bundesrat um die Beantwortung folgender Fragen:</p><p>1. In der <a href=\"https://che01.safelinks.protection.outlook.com/?url=https%3A%2F%2Fwww.bag.admin.ch%2Fdam%2Fbag%2Ffr%2Fdokumente%2Fchem%2Fchemikalien-alltag%2Fpilotphase-der-schweizer-gesundheitsstudie.pdf.download.pdf%2FBAG-Kurzbericht-Analytik-SHeS-pilot-FR-V4.0.pdf&amp;data=05%7C02%7Cbrigitte.crottaz%40parl.ch%7C14bbc7d918a54a98a64008dcde1f40c7%7C0cf3ddc638a5480885f1cae22925a1b0%7C0%7C0%7C638629473904981519%7CUnknown%7CTWFpbGZsb3d8eyJWIjoiMC4wLjAwMDAiLCJQIjoiV2luMzIiLCJBTiI6Ik1haWwiLCJXVCI6Mn0%3D%7C0%7C%7C%7C&amp;sdata=xwXFx0PzujkvCASD0KC0oX7bfp7kzKZlVlNZIJLWJkE%3D&amp;reserved=0\">Pilotphase der Schweizer Gesundheitsstudie</a> wird darauf hingewiesen, dass der Gehalt an bestimmten PFAS im Blut bei 3,6 Prozent der Studienteilnehmerinnen und -teilnehmern den Wert \u00fcberschreitet, ab dem gesundheitliche Auswirkungen m\u00f6glich sind. Ebenfalls gesagt wird, dass \" f\u00fcr die am h\u00f6chsten exponierten Teilnehmenden die wahrscheinlichsten Expositionsquellen bestimmt\" werden. (S. 13). Welche Kriterien werden ber\u00fccksichtigt? Werden auch die Lebens- und Arbeitsbedingungen oder die Wohnorte der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, auch in ihrer Kindheit, untersucht?</p><p>2. Auf die <a href=\"https://che01.safelinks.protection.outlook.com/?url=https%3A%2F%2Fwww.parlament.ch%2Fde%2Fratsbetrieb%2Fsuche-curia-vista%2Fgeschaeft%3FAffairId%3D20247503&amp;data=05%7C02%7Cbrigitte.crottaz%40parl.ch%7C14bbc7d918a54a98a64008dcde1f40c7%7C0cf3ddc638a5480885f1cae22925a1b0%7C0%7C0%7C638629473904997415%7CUnknown%7CTWFpbGZsb3d8eyJWIjoiMC4wLjAwMDAiLCJQIjoiV2luMzIiLCJBTiI6Ik1haWwiLCJXVCI6Mn0%3D%7C0%7C%7C%7C&amp;sdata=xGqiF86795glUOIVcYjEfc21ez6Drq1%2Bug4%2BGsuVzj8%3D&amp;reserved=0\">Frage 24.7503</a> antwortete der BR, der heutige Wissensstand erlaube noch nicht, das Auftreten eines m\u00f6glichen Cocktail-Effekts von PFAS im K\u00f6rper zu bestimmen. W\u00e4re es angesichts dieses Mangels an wissenschaftlicher Gewissheit und der anderen mit PFAS verbundenen Risiken nicht sinnvoll, das Vorsorgeprinzip anzuwenden und Massnahmen zur Einschr\u00e4nkung ihrer Verbreitung einzuf\u00fchren sowie ein Human-Biomonitoring-System zu errichten, um Daten zu erhalten, mit denen diese Unsicherheiten beseitigt werden k\u00f6nnen? Wenn nicht, warum nicht?</p><p>3. In der Antwort auf die Frage <a href=\"https://che01.safelinks.protection.outlook.com/?url=https%3A%2F%2Fwww.parlament.ch%2Fde%2Fratsbetrieb%2Fsuche-curia-vista%2Fgeschaeft%3FAffairId%3D20247770&amp;data=05%7C02%7Cbrigitte.crottaz%40parl.ch%7C14bbc7d918a54a98a64008dcde1f40c7%7C0cf3ddc638a5480885f1cae22925a1b0%7C0%7C0%7C638629473905015740%7CUnknown%7CTWFpbGZsb3d8eyJWIjoiMC4wLjAwMDAiLCJQIjoiV2luMzIiLCJBTiI6Ik1haWwiLCJXVCI6Mn0%3D%7C0%7C%7C%7C&amp;sdata=sNmz294%2BCUrDi8eIz%2FHG%2FfXK%2BRE8oz4o1W7FxR2ZwQo%3D&amp;reserved=0\">24.7770</a> sagt der Bundesrat, es bestehe ein Zusammenhang zwischen hohen PFAS-Werten im Blut und verschiedenen negativen Auswirkungen auf die Gesundheit. Dazu geh\u00f6ren Auswirkungen auf die Leber, auf die Nieren, auf das Geburtsgewicht und auf Impfungen, deren Wirksamkeit vermindert wird. Kann der Bundesrat angeben, welche Auswirkungen von PFAS auf die Gesundheit bekannt sind?</p><p>4. Welche Auswirkungen haben PFAS auf die Umwelt und die nat\u00fcrlichen Ressourcen?</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<div><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial; font-weight:bold\">1.</span><span style=\"font-family:Arial\"> Bei per- oder polyfluorierten Alkylverbindungen (PFAS) gibt es eine Reihe potenzieller Expositionswege, insbesondere \u00fcber die Nahrung und im beruflichen Umfeld. In der Pilotphase der Schweizer Gesundheitsstudie wurde ein vollst\u00e4ndiger Fragebogensatz erarbeitet, welcher Fragen mit Bezug auf die soziodemografischen Daten, die medizinische Vorgeschichte, die Lebensweise und -qualit\u00e4t, die Ern\u00e4hrungsgewohnheiten, spezifische berufliche und private Expositionssituationen und den Wohnort der Teilnehmenden (z. B. N\u00e4he zu Durchgangsstrassen) beinhaltet.</span></p><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial; font-weight:bold\">2.</span><span style=\"font-family:Arial\"> Die Schweiz beteiligt sich an den internationalen Bem\u00fchungen zur Beschr\u00e4nkung der Produktion, des Handels und der Verwendung von PFAS. In der Europ\u00e4ischen Union wird derzeit an einer weitreichenden Einschr\u00e4nkung gearbeitet, die Einf\u00fchrung einer \u00e4hnlichen Regelung in der Schweiz wird gepr\u00fcft. Am 1. Februar 2024 hat das Bundesamt f\u00fcr Lebensmittelsicherheit und Veterin\u00e4rwesen (BLV) H\u00f6chstgehalte f\u00fcr bestimmte PFAS in Fleisch, Fisch, Eiern, Schalentieren und Muscheln eingef\u00fchrt (vgl. Kontaminantenverordnung, SR 817.022.15). Zudem \u00fcberpr\u00fcft es die H\u00f6chstwerte im Trinkwasser. Das Bundesamt f\u00fcr Umwelt evaluiert derzeit die Einf\u00fchrung neuer Grenzwerte f\u00fcr B\u00f6den. In Bezug auf Human-Biomonitoring pr\u00fcft das Bundesamt f\u00fcr Gesundheit (BAG) im Auftrag des Bundesrats derzeit die Voraussetzungen (Rechtsgrundlagen, Organisationsformen, Finanzierung) f\u00fcr die Einrichtung einer nationalen Kohorte aus der Allgemeinbev\u00f6lkerung, die Human-Biomonitoring, auch f\u00fcr PFAS, einschliesst. Der entsprechende Bericht wird dem Bundesrat Ende 2025 vorgelegt.</span></p><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial; font-weight:bold\">3.</span><span style=\"font-family:Arial\"> Die Toxizit\u00e4t h\u00e4ngt von der jeweiligen Verbindung ab, f\u00fcr viele PFAS sind die toxikologischen Daten noch sehr l\u00fcckenhaft. Perfluoroctans\u00e4ure (PFOA), Perfluoroctansulfons\u00e4ure (PFOS), Perfluorononans\u00e4ure (PFNA) und Perfluorhexansulfons\u00e4ure (PFHxS) werden mit verschiedenen langfristig gesundheitssch\u00e4dlichen Wirkungen in Zusammenhang gebracht, darunter Stoffwechselver\u00e4nderungen, Fortpflanzungsst\u00f6rungen, Immuntoxizit\u00e4t und Krebs. Laut der Europ\u00e4ischen Beh\u00f6rde f\u00fcr Lebensmittelsicherheit ist die immuntoxische Wirkung (verminderte Wirksamkeit bestimmter Impfstoffe) dieser vier Substanzen bei Kindern als besonders besorgniserregend einzustufen. Ausserdem kann die Exposition gegen\u00fcber PFAS eine Erh\u00f6hung des Cholesterinspiegels bewirken, sowie sch\u00e4dliche Auswirkungen auf die Leber haben und zu einem geringeren Geburtsgewicht f\u00fchren. Diese Stoffe sind auf nationaler Ebene in der Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung (RS 814.81) streng reglementiert. Die Internationale Agentur f\u00fcr Krebsforschung hat PFOA k\u00fcrzlich als \u00abkrebserregend f\u00fcr den Menschen\u00bb und PFOS als \u00abm\u00f6glicherweise krebserregend f\u00fcr den Menschen\u00bb eingestuft.</span></p><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial; font-weight:bold\">4.</span><span style=\"font-family:Arial\"> PFAS sind extrem langlebig, werden nur sehr langsam oder gar nicht abgebaut und sind in der Umwelt allgegenw\u00e4rtig. Hohe Konzentrationen von PFAS sind vor allem in der N\u00e4he von Punktquellen wie Industrieanlagen, Feuerwehr\u00fcbungspl\u00e4tzen, M\u00fclldeponien und verunreinigten Abw\u00e4ssern zu finden, aber aufgrund von diffusem Eintrag auch fernab von Punktquellen. Durch ihre spezifischen physikalisch-chemischen Eigenschaften reichern sich langkettige PFAS tendenziell in wirbellosen Tieren und Fischen, Sedimenten und B\u00f6den an, w\u00e4hrend sich kurzkettige PFAS in Pflanzen, Luft und Wasser anreichern und so Trinkwasserquellen verunreinigen k\u00f6nnen. Zu den \u00f6kotoxikologischen Wirkungen von PFAS geh\u00f6ren Auswirkungen auf den Hormonhaushalt und das Immunsystem, ein erh\u00f6htes Risiko f\u00fcr bestimmte Krebserkrankungen, \u00e4hnlich denen bei Menschen, oxidativer Stress und Entwicklungsst\u00f6rungen.</span></p></div>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1732665600000)\/","SubmittedBy":"Crottaz Brigitte","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1734702683000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"52|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1763093335167)\/","SubmissionDate":"\/Date(1727395200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5205,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Umwelt|Gesundheit"}}