{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244295,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244295,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244295,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244295,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244295,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244295,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244295,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244295,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244295,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244295,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244295,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244295,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244295,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244295,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244295,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244295,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244295,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20244295,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"24.4295","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Den Zugang zur H\u00f6rversorgung verbessern und damit die gesellschaftlichen Kosten von Schwerh\u00f6rigkeit senken","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Aus dem 2022 ver\u00f6ffentlichten Bericht des Schweizerischen Gesundheitsobservatoriums (Obsan) geht hervor: Die durch Schwerh\u00f6rigkeit verursachten Kosten f\u00fcr die Gesellschaft betragen j\u00e4hrlich CHF 7 Milliarden respektive CHF 786 pro Einwohner. Keine andere Behinderung f\u00fchrt zu derart hohen gesellschaftlichen Kosten. Auch Studien der WHO berichten von ebenso hohen Kosten aufgrund Schwerh\u00f6rigkeit.</p><p>&nbsp;</p><p>Gem\u00e4ss dem Obsan-Bericht entf\u00e4llt der gr\u00f6sste Anteil der CHF 7 Milliarden auf die krankheitsbedingt verringerte Lebensqualit\u00e4t der Betroffenen, gefolgt von den wirtschaftlichen Produktivit\u00e4tsverlusten. Die direkten medizinischen Kosten, sprich die Kosten f\u00fcr H\u00f6rger\u00e4te oder HNO-Arzt-Termine, sind um ein Vielfaches geringer.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Der Obsan Bericht weist (wie auch andere Berichte) darauf hin, dass nur rund 50% der Menschen, die an einer Schwerh\u00f6rigkeit leiden, diese mit einem H\u00f6rger\u00e4t behandeln Dadurch spart die Gesellschaft allerdings keine Kosten, sondern im Gegenteil: Unbehandelte Schwerh\u00f6rigkeit f\u00fchrt noch zu viel h\u00f6heren Folgekosten, die schlussendlich die gesamte Gesellschaft finanzieren muss. Es besteht hier also ein substantielles Sparpotential.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Der Obsan Bericht gibt zu bedenken, dass durch die demografische Alterung der Gesellschaft grunds\u00e4tzlich von einem Anstieg von Personen mit Schwerh\u00f6rigkeit in der Bev\u00f6lkerung und so auch der Kosten auszugehen ist. Er sagt aber auch, dass diese Kosten mittels Pr\u00e4vention, Fr\u00fcherkennung, wirksamen Behandlungsm\u00f6glichkeiten und Rehabilitation, inklusive der breiten Verf\u00fcgbarkeit von H\u00f6rger\u00e4ten, beeinflussbar sind.</p><p>&nbsp;</p><p>Der Bundesrat wird gebeten folgende Fragen zu beantworten:</p><p>&nbsp;</p><ol><li>Wie beurteilt der Bundesrat die hohen gesamtgesellschaftlichen Kosten aufgrund von Schwerh\u00f6rigkeit?</li><li>Welche Massnahmen ergreift der Bundesrat, damit die gesellschaftlichen Kosten wegen Schwerh\u00f6rigkeit nicht weiter explodieren?</li><li>Welche Massnahmen plant der Bundesrat, um die Zug\u00e4nglichkeit zu H\u00f6rger\u00e4ten zu verbessern?</li><li>Welche Massnahmen plant der Bundesrat, um die Versorgungrate zu verbessern?</li><li>Wie m\u00f6chte der Bundesrat die finanziellen H\u00fcrden durch die n\u00f6tigen Zuzahlungen bei der H\u00f6rger\u00e4tebeschaffung senken?</li></ol>","ReasonText":"<p>-</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<span><p><span>1. - 4.</span><span> </span><a></a><a><span>Gem\u00e4ss Bericht des Schweizerischen Gesundheitsobservatoriums (OBSAN) vom 8. Februar 2022 (der Bericht ist abrufbar unter </span></a><a href=\"https://www.obsan.admin.ch/de/publikationen/2022-hoer-und-sehbeeintraechtigungen-der-schweiz\"><span><u>www.obsan.admin.ch</u></span></a><span> &gt; Publikationen) leiden vor allem diejenigen Menschen unter ihrem H\u00f6rverlust, welche nicht mit H\u00f6rger\u00e4ten versorgt sind. </span><span></span><span>Die Gr\u00fcnde, weshalb keine H\u00f6rger\u00e4teversorgung erfolgt, wurden in der Studie nicht erhoben. Angesichts der gesamtgesellschaftlichen Bedeutung der Problematik, die der Bericht aufzeigt, erachtet es der Bundesrat aber als wichtig, dass die Bev\u00f6lkerung zu diesem Thema sensibilisiert und informiert wird, sodass m\u00f6glichst viele betroffene Personen von einer angemessenen Versorgung profitieren k\u00f6nnen. Nebst den Organisationen der H\u00f6rbehindertenhilfe spielen dabei auch die Haus\u00e4rztinnen und Haus\u00e4rzte eine wichtige Rolle. Ob ein H\u00f6rger\u00e4t angeschafft und im Alltag auch getragen wird, liegt jedoch letztlich in der Verantwortung des Einzelnen.</span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>Die IV und die AHV finanzieren H\u00f6rger\u00e4teversorgungen f\u00fcr versicherte Personen mittels Entrichtung von Pauschalen. Die Betr\u00e4ge der IV sind dabei h\u00f6her als die Beitr\u00e4ge der AHV. Dies ist dem Umstand geschuldet, dass die IV als Eingliederungsversicherung mit der Ausrichtung von Hilfsmitteln die Verhinderung, die Verminderung oder die Behebung der Invalidit\u00e4t verfolgt. Damit werden auch wirtschaftliche Produktivit\u00e4tsverluste vermieden. Eine weitergehende Versorgung als bei der AHV, bei der es sich um eine Rentenversicherung handelt, ist somit gerechtfertigt.</span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>Die Mehrheit der Personen, die von einer H\u00f6rbeeintr\u00e4chtigung betroffen sind, haben das 75. Lebensjahr erreicht. F\u00fcr die Ausrichtung der Leistungen ist somit die AHV zust\u00e4ndig. Seit der Umsetzung der Motion Dittli (16.3676 \u00abAnhebung der AHV-Leistungen f\u00fcr H\u00f6rversorgungen auf das Niveau der IV-Verg\u00fctungen. Gleichstellung Erwachsener mit H\u00f6rminderungen\u00bb) Mitte 2018 finanziert die AHV ebenfalls einen Beitrag an beidseitige Versorgungen.</span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>Die M\u00f6glichkeit, Beitr\u00e4ge f\u00fcr die H\u00f6rger\u00e4teversorgung von der IV beziehungsweise der AHV zu erhalten ist den Anbietern in der Schweiz bekannt. Bei den meisten Anbietern handelt es sich um Akustiker und Akustikerinnen, welche auf ihren Internetseiten auf die bestehenden Finanzierungsm\u00f6glichkeiten hinweisen. Weiter bieten unter anderem Apotheken g\u00fcnstige (voreingestellte) moderne H\u00f6rger\u00e4te an, welche explizit auf Altersschwerh\u00f6rigkeit ausgerichtet sind. Die Kosten f\u00fcr eine H\u00f6rger\u00e4teversorgungen variieren je nach Anbieter stark. IV und AHV informieren daher die versicherten Personen mittels Merkbl\u00e4tter, dass sich der Vergleich von mehreren Anbietern lohnt. Zudem entrichten sie Subventionen an Organisationen der H\u00f6rbehindertenhilfe (z. B. pro audito Schweiz, Pro Senectute), damit diese unter anderem die Betroffenen \u00fcber ihre M\u00f6glichkeiten aufkl\u00e4ren. Der Bundesrat sieht gegenw\u00e4rtig nicht vor, zus\u00e4tzliche Massnahmen zu ergreifen.</span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>5. Die Zuzahlungen sind im aktuellen Pauschalsystem nochmals gestiegen (vgl. \u00abAnalyse der Preise und der Qualit\u00e4t in der H\u00f6rger\u00e4teversorgung\u00bb). Dies scheint vor allem damit zusammenzuh\u00e4ngen, dass Schweizer Kundeninnen und Kunden generell wenig preissensitiv sind und eine Wissensasymmetrie zwischen den Anbietern und den H\u00f6rger\u00e4tebez\u00fcgern vorherrscht. Die von der IV verg\u00fcteten Pauschalen w\u00fcrden grunds\u00e4tzlich ausreichen, um eine einfache und zweckm\u00e4ssige H\u00f6rger\u00e4teversorgung sicherzustellen. Im Bereich der H\u00f6rger\u00e4te gibt es bereits seit jeher eine grosse Anzahl Betroffener, die bereit sind, (hohe) Zuzahlungen zu leisten. Selbst im mit hohen Betr\u00e4gen verg\u00fcteten Tarifvertragssystem, welches bis Mitte 2011 in Kraft war, lagen die Zuzahlungen der Betroffenen total bei ca. 60 Millionen Franken pro Jahr. Wichtig dabei ist, dass die Betroffenen entsprechend informiert werden. Hier sind insbesondere auch die durch die IV subventionierten H\u00f6rbehindertenorganisationen gefragt.</span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>Die Verg\u00fctungsart und -h\u00f6he wird periodisch \u00fcberpr\u00fcft und im Sinne der Versicherungen und der Versicherten optimiert. Aktuell l\u00e4uft eine solche \u00dcberpr\u00fcfung. Zudem hat der Bundesrat in seinem Bericht zur Erf\u00fcllung des Postulates Kommission f\u00fcr soziale Sicherheit und Gesundheit SR (19.4380 \"Menschen mit Behinderung. Zugang zu modernen Hilfsmitteln sicherstellen\") weitere Optimierungsm\u00f6glichkeiten im Bereich der H\u00f6rger\u00e4te erkannt, Anhang 1 (der Bericht ist abrufbar unter </span><a href=\"https://www.bsv.admin.ch/bsv/de/home/publikationen-und-service/medieninformationen/nsb-anzeigeseite.msg-id-101592.html\"><span><u>www.bsv.admin.ch</u></span></a><span> &gt; Publikationen &amp; Services &gt; Medienmitteilungen &gt; 26.06.2024 Bundesrat will Versorgung mit technologisch fortschrittlichen Hilfsmitteln vorantreiben). Die Umsetzung der Optimierungen und die Anpassung der Pauschalbetr\u00e4ge ist auf Anfang 2027 geplant.</span><span></span><span> </span></p></span>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1739923200000)\/","SubmittedBy":"Dittli Josef","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1741282142000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"15|28|2836|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1782896554983)\/","SubmissionDate":"\/Date(1733270400000)\/","SubmissionCouncil":2,"SubmissionCouncilName":"St\u00e4nderat","SubmissionCouncilAbbreviation":"SR","SubmissionSession":5206,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":2,"FirstCouncil1Name":"St\u00e4nderat","FirstCouncil1Abbreviation":"SR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wirtschaft|Soziale Fragen|Sozialer Schutz|Gesundheit"}}