{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244315,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244315,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244315,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244315,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244315,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244315,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244315,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244315,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244315,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244315,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244315,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244315,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244315,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244315,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244315,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244315,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244315,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20244315,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"24.4315","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Sicherstellung der Finanzierung der unabh\u00e4ngigen klinischen Krebsforschung in der Schweiz","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>W\u00e4hrend die Schweiz in der Grundlagenforschung an der Spitze steht, besteht in der klinischen Forschung, laut einem Bericht der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften die Gefahr, den Anschluss an die Spitzenposition zu verlieren. Die patientenorientierte klinische Forschung hinkt in der Schweiz hinter der Grundlagen- und experimentellen Forschung hinterher und schneidet im internationalen Vergleich ebenfalls schlechter ab als f\u00fchrende L\u00e4nder.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Eine starke klinische Forschung ist entscheidend f\u00fcr eine hochwertige medizinische Versorgung, und der gesellschaftliche Nutzen dieser Forschung ist unbestritten. Dennoch beobachten wir seit Jahren einen R\u00fcckgang der klinischen Studien in der Schweiz. Der Bund hat die Notwendigkeit, die klinische Forschung zu f\u00f6rdern, immer wieder aufgegriffen, wie im Bericht des Bundesamtes f\u00fcr Gesundheit zu den Massnahmen zur St\u00e4rkung der biomedizinischen Forschung und Technologie f\u00fcr den Zeitraum 2022-2026.</p><p>&nbsp;</p><p>Um in Zukunft eine gute medizinische Versorgung in der Schweiz sicherzustellen, sind dringend zus\u00e4tzliche finanzielle Mittel zur F\u00f6rderung der klinischen Forschung erforderlich.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Unabh\u00e4ngige nicht profitorientierte klinische Krebsstudien leisten einerseits einen Beitrag zur Qualit\u00e4t und zur besseren Versorgung von Krebspatienten. Gleichzeitig leisten viele der Therapieoptimierungsstudien der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft f\u00fcr klinische Krebsforschung (SAKK) auch einen Beitrag zur Kostensenkung. Hier wird untersucht bei welchen Patienten diese Therapien in der Schweiz am besten wirken und ob diese Therapien weniger lang oder weniger oft appliziert werden k\u00f6nnen, bei gleichbleibenden oder besseren Therapieergebnissen f\u00fcr die Patienten.</p><p>&nbsp;</p><p>Die Unterst\u00fctzung von Forschungsinfrastrukturen von nationaler Bedeutung durch das SBFI gem\u00e4\u00df Art. 15 FIFG f\u00fcr Organisationen wie die SAKK muss unbedingt verst\u00e4rkt werden.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Dem Schweizerischen Nationalfonds stehen j\u00e4hrlich etwa CHF 1 Milliarde zur Verf\u00fcgung. Laut dem Bericht der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften fliessen jedoch nur rund CHF 10 Millionen pro Jahr \u00fcber das IICT des SNF in die klinische Forschung, w\u00e4hrend der Grossteil der Mittel in die Grundlagenforschung investiert werden.</p><p>&nbsp;</p><p>In anderen L\u00e4ndern wird die akademische klinische Forschung auch durch Gelder der Pharmaindustrie unterst\u00fctzt. So m\u00fcssen in Italien Pharmafirmen 5% der Marketingausgaben an die AIFA (Agenzia Italiana del Farmaco) f\u00fcr die akademische klinische Forschung abliefern.</p><p>&nbsp;</p><p>Ich stelle deshalb folgende Fragen:<br>&nbsp;</p><ul><li>Welche Massnahmen plant der Bundesrat, um die klinische Krebsforschung, deren Bedeutung er anerkennt, st\u00e4rker zu unterst\u00fctzen?&nbsp;</li><li>Welche M\u00f6glichkeiten hat der Bundesrat, auf die Finanzierung der klinischen Krebsforschung durch den SNF Einfluss zu nehmen und ist er bereit, die erhebliche Unterfinanzierung zu beheben?&nbsp;</li><li>Welche M\u00f6glichkeiten sieht der Bundesrat die unabh\u00e4ngige klinische Krebsforschung in der Schweiz wie zum Beispiel in Italien auch mit Pharmageldern zu unterst\u00fctzen? K\u00f6nnten die R\u00fcckzahlungen im Rahmen der regelm\u00e4ssigen Preis\u00fcberpr\u00fcfungen oder der zurzeit im Rahmen des Kostend\u00e4mpfungspaket 2 diskutierten Kostenfolgemodelle (Art 52e) teilweise f\u00fcr klinische Krebsforschung zur\u00fcckbehalten werden (z.B. Therapieoptimierungsstudien zur Verbesserung der Qualit\u00e4t oder zur Senkung von Kosten in der OKP)?</li><li>Wie kann sichergestellt werden, dass Forschungseinrichtungen von nationaler Bedeutung, die gem\u00e4\u00df Art. 15 FIFG in der klinischen Forschung t\u00e4tig sind und klinische Studien durchf\u00fchren, wie zum Beispiel die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft f\u00fcr klinische Krebsforschung, k\u00fcnftig mehr finanzielle Mittel erhalten?</li><li>Welche M\u00f6glichkeiten hat der Bundesrat, auf&nbsp;die Finanzierung der klinischen Krebsforschung durch die Kantone Einfluss zu nehmen und ist er bereit, diese zur Mitwirkung und Beteiligung einzubinden?&nbsp;</li></ul>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Frage 1 &amp; 4:</p><p>Der Bundesrat teilt die Einsch\u00e4tzung der Interpellantin, dass die klinische Krebsforschung f\u00fcr die Gesundheitsversorgung und die Entwicklung neuer Therapien sehr wichtig ist. Deshalb unterst\u00fctzt er Forschungseinrichtungen von nationaler Bedeutung in der Krebsforschung gem\u00e4ss Artikel 15 des Bundesgesetzes \u00fcber die F\u00f6rderung der Forschung und der Innovation (FIFG, SR 420.1). In der Periode 2025\u20132028 f\u00f6rdert der Bund die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft f\u00fcr klinische Krebsforschung (SAKK), die Schweizerische P\u00e4diatrische Onkologie Gruppe, das Institute of Oncology Research, die Swiss GO Trial Group f\u00fcr Gyn\u00e4kologische Onkologie sowie die Swiss Clinical Trial Organisation mit rund 47 Millionen Franken des gesamten Budgets von rund 432 Millionen Franken f\u00fcr Einrichtungen, die nach Artikel 15 FIFG unterst\u00fctzt werden. Diese Forschungseinrichtungen bilden Teil eines umfassenden F\u00f6rdernetzwerks aus \u00f6ffentlicher und privater Hand. 2023 trugen Industriekooperationen mit 4,3 Millionen Franken (ca. ein Viertel des SAKK-Budgets) zu SAKK-Studien bei. Die Krebsliga Schweiz und die Stiftung Krebsforschung Schweiz investierten 2024 \u00fcber 17 Millionen Franken in die Krebsforschung. F\u00fcr die Teilnahme an multinationalen klinischen Krebsforschungsprojekten bieten die europ\u00e4ischen Forschungsprogramme wie Horizon Europe eine wichtige Plattform: Seit dem 1. Januar 2025 k\u00f6nnen Schweizer Forschende und Innovatoren im Rahmen einer \u00dcbergangsregelung an nahezu allen Horizon Europe-Ausschreibungen teilnehmen.</p><p>Frage 2:</p><p>Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) kann innerhalb des gesetzlichen Rahmens, der Leistungsvereinbarung mit dem Bund und der verf\u00fcgbaren Mittel seine Schwerpunkte autonom setzen und geeignete Instrumente entwickeln. Auf Basis des Exzellenzprinzips f\u00f6rdert der SNF die klinische und pr\u00e4klinische Forschung durch die Projektf\u00f6rderung und das Spezialprogramm f\u00fcr klinische Forschung Investigator Initiated Clinical Trials. In den letzten f\u00fcnf Jahren flossen \u00fcber diese beiden Instrumente 265 Millionen Franken in die Krebsforschung, was 10 Prozent der bewilligten Beitr\u00e4ge entspricht. Der SNF initiiert auch internationale Ausschreibungen, z.B. 2025 mit dem National Institute for Health and Care Research in Grossbritannien.</p><p>Frage 3:</p><p>Artikel 24 Absatz 1 Bundesgesetz \u00fcber die Krankenversicherung (KVG, SR 832.10) sieht einen abschliessenden Leistungskatalog vor. Die Finanzierung klinischer Studien ist nicht Teil dieses Leistungskatalogs. Leistungen, die Gegenstand einer klinischen Studie sind, erf\u00fcllen in der Regel die Kriterien der Wirksamkeit, Zweckm\u00e4ssigkeit und Wirtschaftlichkeit (noch) nicht. Auch wenn solche Studien direkt oder indirekt zur Kostend\u00e4mpfung beitragen k\u00f6nnten, d\u00fcrfen daf\u00fcr keine Mittel der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP) verwendet werden. Periodische Preis\u00fcberpr\u00fcfungen von Arzneimitteln f\u00fchren grunds\u00e4tzlich nicht zu R\u00fcckerstattungen, sondern direkt zu Preisanpassungen nach der \u00dcberpr\u00fcfung. Die Umsetzung der im Rahmen des Kostend\u00e4mpfungspakets 2 diskutierten Massnahme der Kostenfolgemodelle mittels R\u00fcckerstattungen ist noch offen. Selbst bei R\u00fcckerstattungen an die gemeinsame Einrichtung KVG w\u00e4ren diese zwingend an die Krankenversicherer zur\u00fcckzuerstatten und nicht f\u00fcr andere Zwecke verwendbar. Ziel ist die direkte D\u00e4mpfung der stark wachsenden Arzneimittelkosten der OKP.</p><p>Frage 5:</p><p>Die Kantone finanzieren zus\u00e4tzlich und erg\u00e4nzend zu den F\u00f6rdermassnahmen des Bundes in ihrer Zust\u00e4ndigkeit liegende Forschungszentren an den kantonalen Hochschulen und klinische Einrichtungen, die an der klinischen Krebsforschung beteiligt sind, darunter Universit\u00e4tskliniken und spezialisierte onkologische Zentren. Besonders hervorzuheben sind in den letzten Jahren gegr\u00fcndete Kompetenzzentren wie das Comprehensive Cancer Center Z\u00fcrich und das Swiss Cancer Center L\u00e9man.</p>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1739923200000)\/","SubmittedBy":"Binder-Keller Marianne","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1742197758000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"24|36|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1763092440100)\/","SubmissionDate":"\/Date(1733702400000)\/","SubmissionCouncil":2,"SubmissionCouncilName":"St\u00e4nderat","SubmissionCouncilAbbreviation":"SR","SubmissionSession":5206,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":2,"FirstCouncil1Name":"St\u00e4nderat","FirstCouncil1Abbreviation":"SR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Finanzwesen|Wissenschaft und Forschung|Gesundheit"}}