{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244317,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244317,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244317,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244317,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244317,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244317,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244317,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244317,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244317,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244317,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244317,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244317,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244317,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244317,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244317,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244317,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244317,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20244317,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"24.4317","BusinessType":5,"BusinessTypeName":"Motion","BusinessTypeAbbreviation":"Mo.","Title":"Fische. Damit unsere Fl\u00fcsse, Seen und Teiche lebendig bleiben","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Angesichts des dramatischen R\u00fcckgangs der Fischbest\u00e4nde und der Erh\u00f6hung der Gef\u00e4hrdungsstufe f\u00fcr zahlreiche Arten in der Schweiz wird der Bundesrat beauftragt, einen Entwurf f\u00fcr einen Erlass der Bundesversammlung vorzulegen oder Massnahmen zu ergreifen, um einen Aktionsplan \u00abFische\u00bb nach dem Vorbild des \u00abAktionsplans Flusskrebse Schweiz\u00bb einzuf\u00fchren.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Dabei soll er unter anderem darauf achten, dem Zustand der Lebensr\u00e4ume besondere Aufmerksamkeit zu schenken und diese zu sch\u00fctzen. Dar\u00fcber hinaus soll er evaluieren, welche Handlungsm\u00f6glichkeiten sich durch die Renaturierung von Lebensr\u00e4umen ergeben, und gleichzeitig sicherstellen, dass die derzeit von den Kantonen geplanten Renaturierungsprojekte ihre Priorit\u00e4t behalten und weitergehende Massnahmen wie die Festlegung von Wasserschutzgebieten realisiert werden.&nbsp;</p>","ReasonText":"<p>Die nationale Dauerbeobachtung der Oberfl\u00e4chengew\u00e4sserqualit\u00e4t (NAWA TREND) kommt zum Schluss, dass sich die Umweltqualit\u00e4t f\u00fcr Wasserlebewesen gravierend verschlechtert hat.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>In seinem Umweltbericht 2022 f\u00fchrte der Bundesrat aus: \u00abWegen Fl\u00e4chenverlusts, Verbauungen, chemischer Belastungen, des Klimawandels und der Ausbreitung eingeschleppter Tiere und Pflanzen z\u00e4hlen die Gew\u00e4sser aber auch zu den am st\u00e4rksten bedrohten Lebensr\u00e4umen (\u2192Delarze et al. 2016). Mehr als 50 Prozent aller Arten, die in aquatischen und ufernahen Lebensr\u00e4umen leben, sind gef\u00e4hrdet oder bereits ausgestorben (\u2192 BAFU 2022c), und der Anteil erreicht 75 Prozent bei einheimischen Fisch- und Krebsarten, bei denen es viele Endemiten gibt (\u2192 BAFU 2017a; BAFU 2022). 2021 musste die Gef\u00e4hrdung von zehn Fischarten h\u00f6her eingestuft werden (Anpassung der Verordnung zum Bundesgesetz \u00fcber die Fischerei, VBGF, per 1. Januar 2021).\u00bb</p><p>&nbsp;</p><p>Der R\u00fcckgang der Populationen aquatischer Arten wurde umfassend dokumentiert, und dieses Ph\u00e4nomen muss im Mittelpunkt der Politik des Bundes zum Schutz und zur Vernetzung aquatischer Lebensr\u00e4ume in Fl\u00fcssen und Seen stehen. Diese Tatsache hat den Bundesrat dazu veranlasst, einen \u00abAktionsplan Flusskrebse Schweiz\u00bb einzuf\u00fchren, um dem R\u00fcckgang ihrer Populationen durch den multifaktoriellen Schutz ihrer Lebensr\u00e4ume zu begegnen.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Analog dazu sollten Fischarten die gleiche Aufmerksamkeit erhalten wie Flusskrebse, da sie wichtige \u00d6kosystemdienstleistungen f\u00fcr Mensch und Natur erbringen und f\u00fcr eine ganze Reihe von fischbasierten Wirtschaftszweigen notwendig sind. Es ist daher in unserem ureigensten Interesse, daf\u00fcr zu sorgen, dass die Fischpopulationen \u00fcber wertvolle, vor \u00e4usseren Einfl\u00fcssen gesch\u00fctzte Lebensr\u00e4ume verf\u00fcgen, um ihre Fortpflanzung und Wanderung zu erm\u00f6glichen und so dem R\u00fcckgang ihrer Best\u00e4nde entgegenzuwirken.</p><p>&nbsp;</p><p>Die Verbesserung der Lebensr\u00e4ume (durch Revitalisierungen, die Sicherung des Gew\u00e4sserraums, durch die \u00f6kologische Wiederherstellung der Wasserkraft und die Verbesserung der Wasserqualit\u00e4t) ist entscheidend f\u00fcr die Erhaltung der aquatischen Biodiversit\u00e4t, die allen Arten und dem \u00d6kosystem zugute kommt. Im Gegensatz zu den Massnahmen f\u00fcr die aquatische Biodiversit\u00e4t beinhalten die Massnahmen zur Erhaltung der terrestrischen Biodiversit\u00e4t neben Verbesserungen auch den Schutz wertvoller Lebensr\u00e4ume in Biotopen von nationaler Bedeutung; dieser Schutz fehl bei aquatischen Lebensr\u00e4umen weitgehend.</p><p>&nbsp;</p><p>Eine der Priorit\u00e4ten w\u00e4re daher die Einrichtung von nationalen Schutzgebieten f\u00fcr Fische und Krebse in Fl\u00fcssen und Seen (sowohl am Ufer als auch in der Tiefe): Diese Gebiete sollten insbesondere dazu dienen, die noch vorhandenen wichtigen Laich- und \u00dcberwinterungsgebiete einiger bedrohter Fischarten (Seeforelle, \u00c4sche, Nase, Saibling, Felchen) zu sch\u00fctzen und gegebenenfalls aufzuwerten. Damit diese Schutzgebiete nicht isoliert sind, sondern \u00fcberregional geplant und vernetzt werden, ist eine nationale Koordination erforderlich.</p><p>&nbsp;</p><p>\u00c4hnlich wie terrestrische Korridore von \u00fcberregionaler Bedeutung f\u00fcr Wildtiere k\u00f6nnten auch Wanderkorridore, die f\u00fcr bestimmte Fischarten (z. B. die Seeforelle) besonders wichtig sind, ausgewiesen und gesch\u00fctzt werden. Einige der oben genannten Arten stehen \u00fcbrigens auf der nationalen Liste der National Priorit\u00e4ren Arten und in der Berner Konvention: Die Verbesserung ihres Erhaltungszustands ist Teil der Strategie Biodiversit\u00e4t Schweiz des Bundes. Ausserdem sind viele bedrohte Fischarten endemisch, d. h. sie kommen nur in der Schweiz vor, wodurch die Schweiz eine besondere Verantwortung f\u00fcr ihren Schutz tr\u00e4gt.</p><p>&nbsp;</p><p>So wird der Bundesrat mit diesem Aktionsplan aufgefordert, Massnahmen zur Erhaltung der einheimischen Arten zu identifizieren, insbesondere durch die Renaturierung der Umwelt, die ausgerichtet ist auf die \u00f6kologischen Anforderungen der einheimischen Fische sowie auf die Pflege und Vernetzung der aquatischen Systeme, darin eingeschlossen die Einrichtung von Schutzgebieten und die Festlegung von Populationen von nationaler Bedeutung.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.</p>","FederalCouncilProposal":44,"FederalCouncilProposalText":"Annahme","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1740528000000)\/","SubmittedBy":"Vara C\u00e9line","BusinessStatus":209,"BusinessStatusText":"\u00dcberwiesen an den Bundesrat","BusinessStatusDate":"\/Date(1773244699000)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"52","Category":"IV","Modified":"\/Date(1773244715790)\/","SubmissionDate":"\/Date(1733702400000)\/","SubmissionCouncil":2,"SubmissionCouncilName":"St\u00e4nderat","SubmissionCouncilAbbreviation":"SR","SubmissionSession":5206,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":2,"FirstCouncil1Name":"St\u00e4nderat","FirstCouncil1Abbreviation":"SR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Umwelt"}}