{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244333,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244333,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244333,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244333,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244333,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244333,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244333,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244333,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244333,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244333,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244333,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244333,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244333,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244333,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244333,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244333,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244333,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20244333,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"24.4333","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Schweizer B\u00fcrgerrecht f\u00fcr Nachkommen von Auslandschweizern und Auslandschweizerinnen","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Kinder von Auslandschweizern und -schweizerinnen verlieren das Schweizer B\u00fcrgerrecht, wenn sie nicht vor dem 25. Altersjahr gemeldet werden. Ab dem 25. Altersjahr kommt f\u00fcr Nachkommen ein vereinfachtes Verfahren zur Anwendung. In diesem wird gefordert, dass drei Reisen in die Schweiz von jeweils mindestens 6 Tagen innerhalb von 5 Jahren nachgewiesen werden m\u00fcssen. Nach dem 35. Lebensjahr braucht es einen dreij\u00e4hrigen Aufenthalt in der Schweiz.&nbsp;</p><p>F\u00fcr Einb\u00fcrgerungen tragen prinzipiell die Kantone und Gemeinden die Verantwortung. Im Fall der Einb\u00fcrgerung f\u00fcr direkte Nachkommen von Auslandschweizern und -schweizerinnen liegt die Kontrolle jedoch vollst\u00e4ndig beim Bundesrat und beim SEM (Artikel 29 SR 141.0 \u201eB\u00fcrgerrechtsgesetz\u201c).&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Der Bundesrat wird gebeten, folgende Fragen zu beantworten:</p><ol><li>Ist der Bundesrat nicht der Meinung, dass die aktuellen Beschr\u00e4nkungen des B\u00fcrgerrechts basierend auf Alter und Generation willk\u00fcrlich sind und das Engagement vieler Schweizer Nachkommen f\u00fcr ihre Identit\u00e4t, Kultur und Werte nicht angemessen widerspiegeln?</li><li>Hat der Bundesrat die geografischen und wirtschaftlichen H\u00fcrden ber\u00fccksichtigt, denen Nachkommen von Schweizern in abgelegenen Regionen wie S\u00fcdamerika oder Polynesien gegen\u00fcberstehen, um die Anforderungen mehrmaliger Reisen in die Schweiz zu erf\u00fcllen, im Vergleich zu Nachkommen, die in nahegelegenen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern leben?&nbsp;</li><li>Warum gew\u00e4hrt der Bundesrat den Kantonen und Gemeinden nicht die vollst\u00e4ndige Autonomie \u00fcber die Vergabe der Staatsb\u00fcrgerschaft an Schweizer Nachkommen?&nbsp;</li><li>Warum hat der Bundesrat den Artikel 7 des B\u00fcrgerrechtsgesetzes bei der Totalrevision des B\u00fcrgerrechtsgesetzes nicht angepasst?&nbsp;</li><li>Der Artikel 7 des B\u00fcrgerrechtsgesetzes wurde erstmals in einem Bundesratsbeschluss in einem kriegsgepr\u00e4gten Europa eingef\u00fchrt. Was ist das Argument des Bundesrates, diesen Artikel weiterhin beizubehalten, trotz der erheblichen Ver\u00e4nderungen seitdem?</li></ol>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<span><p><span>1. Mit der Einf\u00fchrung der Verwirkung des Schweizer B\u00fcrgerrechts im Jahr 1953 trug der Gesetzgeber dem Umstand Rechnung, dass eine Familie, welche w\u00e4hrend Generationen im Ausland lebt, der angestammten Heimat entfremdet wird. Das Schweizer B\u00fcrgerrecht sollte somit nicht nur noch \u00e4usserer Schein sein. Diese Haltung hat der Gesetzgeber bisher weiterhin vertreten. Er hat aber die Anforderungen an die Meldung zur Beibehaltung des B\u00fcrgerrechts bewusst tief gehalten. Die klar definierten Voraussetzungen, welche zur Verwirkung f\u00fchren, stellen die Gleichbehandlung aller Betroffenen sicher. Diese w\u00e4re nicht mehr gew\u00e4hrleistet, wenn das Eintreten der Verwirkung von weiteren, nicht objektivierbaren Kriterien, wie z.B. das pers\u00f6nliche Engagement, abh\u00e4ngig w\u00e4re.</span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>2. In jedem Einb\u00fcrgerungsverfahren wird im Rahmen der Verh\u00e4ltnism\u00e4ssigkeitspr\u00fcfung eine umfassende Einzelfallpr\u00fcfung aller relevanten Aspekte vorgenommen, um den pers\u00f6nlichen Verh\u00e4ltnissen der Bewerberin oder des Bewerbers angemessen Rechnung zu tragen. Dabei wird auch ber\u00fccksichtigt, ob die Bewerberin oder der Bewerber aus einem weit von der Schweiz entfernten Herkunfts- oder Aufenthaltsland stammt.</span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>3. Nach Artikel 38 Absatz 1 der Bundesverfassung (BV; SR 101) regelt der Bund unter anderem den Erwerb des B\u00fcrgerrechts durch Abstammung, den Verlust des B\u00fcrgerrechts sowie die Wiedereinb\u00fcrgerung. Die in Artikel 7 des B\u00fcrgerrechtsgesetzes (B\u00fcG; SR 141.0) geregelte Verwirkung des B\u00fcrgerrechts eines im Ausland geborenen Kindes mit einem schweizerischen Elternteil und die in Artikel 27 B\u00fcG geregelte Wiedereinb\u00fcrgerung nach Verwirkung liegen demnach in der Kompetenz des Bundes. Eine \u00dcbertragung dieser Aufgaben auf Kantone und Gemeinde w\u00fcrde daher einer vorg\u00e4ngigen Verfassungs\u00e4nderung bed\u00fcrfen. Indem diese Kompetenzen beim Bund belassen werden, wird eine Gleichbehandlung und eine einheitliche Rechtsanwendung sichergestellt. </span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>4. Mit der Totalrevision des B\u00fcG im Jahr 2014 wurde die Altersgrenze f\u00fcr die Verwirkung des Schweizer B\u00fcrgerrechts von 22 auf 25 Jahre erh\u00f6ht. Es fand somit in j\u00fcngster Zeit eine Anpassung statt. </span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>5. Die Ausgangslage, welche zur Einf\u00fchrung der Verwirkung des Schweizer B\u00fcrgerrechts f\u00fchrte (vgl. dazu die Antwort auf Frage 1), hat sich nicht ver\u00e4ndert. Deshalb sahen sich weder der Bundesrat noch das Parlament im Rahmen der Totalrevision des B\u00fcG veranlasst, diese Bestimmung \u2013 abgesehen von der Erh\u00f6hung der Altersgrenze \u2013 anzupassen.</span><span>&nbsp; </span></p></span>","FederalCouncilProposal":44,"FederalCouncilProposalText":"Annahme","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1739318400000)\/","SubmittedBy":"Durrer-Knobel Regina","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1742565839000)\/","ResponsibleDepartment":5,"ResponsibleDepartmentName":"Justiz- und Polizeidepartement","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EJPD","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"4|28","Category":null,"Modified":"\/Date(1763092214897)\/","SubmissionDate":"\/Date(1733875200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5206,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Staatspolitik|Soziale Fragen"}}