{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244363,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244363,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244363,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244363,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244363,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244363,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244363,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244363,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244363,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244363,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244363,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244363,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244363,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244363,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244363,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244363,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244363,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20244363,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"24.4363","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Welche Industriestrategie verfolgt die Schweiz angesichts der sich ver\u00e4ndernden geopolitischen Lage?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Die aktuellen und k\u00fcnftigen geopolitischen und weltwirtschaftlichen Entwicklungen, der Ausgang der Wahlen in den USA, die politische Polarisierung und Unberechenbarkeit der grossen Wirtschaftsm\u00e4chte und die Verlangsamung der Wirtschaft in der EU-Zone sind Ausdruck eines weiteren Wendepunkts in unserem Wirtschaftssystem und den Handelsbeziehungen der Schweiz in den kommenden Jahren. Der Protektionismus wird st\u00e4rker, er \u00e4ussert sich in hohen Grenzz\u00f6llen, die sich auf die Schweizer Exporte und damit auf das industrielle Gef\u00fcge auswirken k\u00f6nnten.</p><p>&nbsp;</p><p>Statt auf punktuelle Rettungspakete zu setzten, sollten sich die Schweizer Beh\u00f6rden auf eine koh\u00e4rente Industriestrategie konzentrieren, in der die Priorit\u00e4ten sowohl f\u00fcr die zu konsolidierenden Sektoren als auch f\u00fcr die strategischen Partner gesetzt werden.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Ich frage deshalb den Bundesrat:</p><p>&nbsp;</p><ol><li>Die USA haben angek\u00fcndigt, den Protektionismus zu verst\u00e4rken und die Z\u00f6lle, insbesondere gegen\u00fcber Kanada und China, zu erh\u00f6hen. Wie bereitet sich der Bundesrat vor auf die indirekten Auswirkungen dieser Ank\u00fcndigungen auf Schweizer Unternehmen?&nbsp;</li><li>Sollte ein Freihandelsabkommen mit den USA wieder auf den Tisch kommen, welche Risiken birgt ein solches Abkommen f\u00fcr bestimmte Bereiche unserer Wirtschaft? F\u00fcr welche Sektoren sieht der Bundesrat bereits eine Chance, die es ohne Abkommen heute nicht g\u00e4be?&nbsp;</li><li>Wie ver\u00e4ndert die Aufhebung der Industriez\u00f6lle in der Schweiz (die gerade in Kraft getreten ist) die Einstellung des Bundesrates zu Freihandelsabkommen (Tauschw\u00e4hrung)?</li><li>In Bezug auf den US-Markt herrscht Unsicherheit oder Unvorhersehbarkeit. Wie m\u00fcsste die Schweiz vorgehen, um gleichzeitg die Beziehungen zur EU zu festigen und die Beziehungen zu ihren Handelspartnern zu diversifizieren?&nbsp;</li><li>Welche zus\u00e4tzlichen Massnahmen k\u00f6nnte der Bundesrat zur Anpassung an dieses neue Handelsumfeld in Betracht ziehen, um seine Strategie zugunsten des Schweizer Industriegef\u00fcges zu konsolidieren?</li></ol>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der Bundesrat stellt fest, dass die Unsicherheit in den globalen Wirtschafts- und Handelsbeziehungen aufgrund der geopolitischen Spannungen weiter zunimmt. Die weltweiten Tendenzen hin zu Fragmentierung, Protektionismus und Blockbildung sowie die daraus resultierende Schw\u00e4chung des Multilateralismus verst\u00e4rken sich. Im Namen von wirtschaftlicher Sicherheit und \u00f6kologischen Anliegen legen die Grossm\u00e4chte den Fokus auf die Entflechtung der Wertsch\u00f6pfungsketten und die Erneuerung der Industriepolitik.</p><p>F\u00fcr eine offene Volkswirtschaft mittlerer Gr\u00f6sse wie die Schweiz bleiben der Zugang zu den internationalen M\u00e4rkten und die Einbindung in die internationalen Wertsch\u00f6pfungsketten von zentraler Bedeutung. Das aktuelle geo\u00f6konomische Umfeld stellt f\u00fcr die Wirtschafts- und die Aussenwirtschaftspolitik der Schweiz somit eine Herausforderung dar.</p><ol><li>Der Bundesrat beobachtet aufmerksam die Signale der neuen US-Administration. Er steht mit ihr sowie mit den anderen internationalen Partnern in Kontakt. Konkrete Massnahmen im Zollbereich wurden gegen\u00fcber der Schweiz bisher nicht ergriffen. Angesichts der Unsicherheit in Bezug auf Form und Inhalt potenzieller Zollmassnahmen w\u00e4re es verfr\u00fcht, sich zu deren m\u00f6glichen Auswirkungen auf Schweizer Unternehmen zu \u00e4ussern. Eine Versch\u00e4rfung der handelspolitischen Spannungen ist allerdings nicht im Interesse der Schweiz.</li><li>Der US-Markt entwickelt sich dynamisch und der bilaterale Handel hat sich in den letzten 20&nbsp;Jahren vervierfacht. Die US-Z\u00f6lle f\u00fcr Schweizer Exporte sind im Moment sehr tief. Dennoch besteht Optimierungspotenzial, namentlich beim Marktzugang f\u00fcr gewisse exportierte Schweizer Agrarprodukte, darunter K\u00e4se, sowie bei den nichttarif\u00e4ren Handelshemmnissen. Gleichzeitig darf nicht vergessen werden, dass die USA der zweitgr\u00f6sste Exporteur von Agrarprodukten weltweit sind und seit jeher eine wesentliche Liberalisierung des Handels in diesem Bereich fordern. Fr\u00fchere exploratorische Gespr\u00e4che haben auch in anderen Bereichen, etwa beim geistigen Eigentum, unterschiedliche Ans\u00e4tze aufgezeigt.</li><li>Die Aufhebung der Industriez\u00f6lle hat keinen Einfluss auf die Haltung des Bundesrates zu Freihandelsabkommen (FHA). Die beiden Massnahmen erg\u00e4nzen sich und tragen gemeinsam zum Wachstum der Schweizer Wirtschaft und zur allgemeinen Wohlfahrt in unserem Land bei. Die von der Schweiz angewendeten Z\u00f6lle auf Industrieprodukte waren bereits vor dem Zollabbau sehr tief und f\u00fcr Einfuhren aus vielen potenziellen FHA-Partnerstaaten bereits gr\u00f6sstenteils zollfrei, namentlich im Rahmen des Allgemeinen Pr\u00e4ferenzsystems (APS). Die Zollfreiheit, die durch FHA gew\u00e4hrt und v\u00f6lkerrechtlich abgesichert wird, bleibt f\u00fcr k\u00fcnftige Verhandlungspartner weiterhin von Bedeutung. Die meisten Verhandlungspartner waren bereits in der Vergangenheit an Zugest\u00e4ndnissen bei den Agrarprodukten interessiert, wo die Schweiz vergleichsweise hohe Z\u00f6lle erhebt.</li><li>Die 2021 verabschiedete Aussenwirtschaftsstrategie bef\u00fcrwortet sowohl den Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen mit den wichtigsten Partnern als auch eine gr\u00f6ssere Resilienz durch die Diversifizierung der Partner. Der Aufbau von stabilen und vorhersehbaren Beziehungen mit der EU, dem wichtigsten Handelspartner der Schweiz, und insbesondere mit unseren Nachbarl\u00e4ndern, ist angesichts des aktuell instabilen geopolitischen Umfelds und der weltweiten Krisen eine strategische Notwendigkeit. Der Bundesrat will deshalb mit dem Paketansatz den bilateralen Weg mit der EU stabilisieren und weiterentwickeln. Die diesbez\u00fcglichen Verhandlungen wurden Ende 2024 materiell abgeschlossen. Die positiven Ergebnisse der mit der EU gef\u00fchrten Verhandlungen entsprechen den Interessen der Schweiz und ebnen den Weg f\u00fcr die n\u00e4chsten Schritte in der Umsetzung des Paketansatzes. Dar\u00fcber hinaus tragen FHA dazu bei, durch Diversifizierung der Handelspartner die Voraussetzungen f\u00fcr Resilienz zu schaffen. Zuletzt hat die Schweiz neue FHA mit Indien, Thailand, Moldau und Kosovo abgeschlossen und die bestehenden Abkommen mit Chile und der Ukraine modernisiert.</li><li>Die Schweiz bietet in vielen Bereichen weiterhin ausgezeichnete Rahmenbedingungen. Zu deren weiteren St\u00e4rkung hat der Bundesrat in seinem Lagebericht zur Schweizer Volkswirtschaft&nbsp;2024 eine wirtschaftspolitische Agenda verabschiedet, die unter anderem die Umsetzung des neuen Unternehmensentlastungsgesetzes, die Revision des Kartellgesetzes und die Reform der Wettbewerbsbeh\u00f6rden umfasst. Daneben stehen der Wirtschaft seit Beginn dieses Jahres neue F\u00f6rderinstrumente im Rahmen des Klimaschutz- und Innovationsgesetzes und des revidierten CO<sub>2</sub>-Gesetzes zur Verf\u00fcgung.</li></ol>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1740528000000)\/","SubmittedBy":"Michaud Gigon Sophie","BusinessStatus":203,"BusinessStatusText":"Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor","BusinessStatusDate":"\/Date(1740583272797)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"15|24","Category":null,"Modified":"\/Date(1763091633170)\/","SubmissionDate":"\/Date(1734307200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5206,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wirtschaft|Finanzwesen"}}