{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244398,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244398,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244398,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244398,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244398,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244398,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244398,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244398,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244398,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244398,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244398,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244398,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244398,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244398,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244398,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244398,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244398,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20244398,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"24.4398","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Einsatz Quantum Safe/quantensichere Kryptografie beim Bund","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat hat vor einem Jahr zur Interpellation 23.3689 bez\u00fcglich quantensicherer Systeme Stellung genommen wie auch im November 2024 zu 24.4215. Diese hatte aber einen generellen Schweizer Bezug. In Bezug auf den Bund stellen sich nun aber folgende konkrete Fragen:</p><p>&nbsp;</p><ol><li>Welche Strategie verfolgt der Bund f\u00fcr die Umsetzung/\u00dcbergang zu quantensicherer Kryptografie f\u00fcr Systeme des Bundes/kritische Infrastrukturen?&nbsp;</li><li>Wie werden relevante Daten und Systeme (und deren Risiko und kryptografische Systeme) identifiziert?&nbsp;</li><li>Wird ein spezielles Augenmerk auf die Dringlichkeit bestimmter Szenarien wie \u00abHarvest Now/Decrypt Later\u00bb gelegt?</li><li>Welche Vorgaben werden f\u00fcr Systeme und Produkte des Bundes (inkl. Schweizerpass) gemacht, welche von der Gefahr betroffen sind und langfristige Umstellungsprozesse ben\u00f6tigen?</li><li>Wie wird die Migration von Systemen und Produkten von Bund und Industrie priorisiert?&nbsp;Werden Guidelines geschaffen?&nbsp;</li><li>Wie geht der Bund mit Neu-Beschaffungen um, welche in den kommenden Jahren ausgerollt werden und von der Gefahr betroffen sind?&nbsp; Werden heute schon entsprechende Vorgaben gemacht, um die Systeme vorbereitet zu haben und eine Neuimplementierung zu verhindern? (Beispiele sind Swiss Government Cloud oder die E-ID Vertrauensinfrastruktur)</li><li>Wer im Bund ist verantwortlich f\u00fcr Strategie/Policy bez\u00fcglich Quantum Safe / Quantensichere Kryptografie?&nbsp;</li><li>Wer im Bund ist verantwortlich f\u00fcr die Umsetzung und \u00dcberwachung bez\u00fcglich Quantum Safe / Quantensichere Kryptografie?</li><li>Warum soll der Bund den Fokus auf Post-Quantum Cryptography oder Quantum Key Distribution Standards setzen?</li></ol>","ReasonText":"<p>Der Durchbruch leistungsf\u00e4higer Quanten Computer r\u00fcckt immer n\u00e4her und die damit verbundenen Sicherheitsprobleme ebenfalls. Heutige Verschl\u00fcsselungstechnologie sind deshalb angreifbar. F\u00fcr die Entschl\u00fcsselung einer Codierung waren bisher mehrere Jahre Rechenleistung n\u00f6tig. Mit den Quanten Computer wird sind sich das schlagartig \u00e4ndern und bestehende Verschl\u00fcsselungen angreifbar machen. Kriminelle stehlen bereits heute verschl\u00fcsselte Daten, um sie dereinst mit Quantentechnologie zu entschl\u00fcsseln.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Im April 2024 wurden die Mitgliedstaaten der EU aufgefordert, eine umfassende Strategie f\u00fcr die Einf\u00fchrung der quantensicheren Kryptografie zu entwickeln, um einen koordinierten und synchronisierten \u00dcbergang zwischen den verschiedenen Mitgliedstaaten und ihren \u00f6ffentlichen Sektoren zu gew\u00e4hrleisten.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<span><p><span>Zu 1,2 und 5) Der kryptografische Schutz von Informationen ist ein zentrales Element der Informationssicherheit. Welcher Schutz n\u00f6tig ist, wird durch die Klassifizierung der Informationen gem\u00e4ss Art. 13 des Informationssicherheitsgesetzes (ISG; SR 128) festgelegt. Bei der Bearbeitung von Informationen mit Informatikmitteln muss zudem der Schutzbedarf der Informationen bestimmt werden, woraus sich dann die technischen und organisatorischen Anforderungen an die Sicherheit dieser Mittel ergeben (Art. 16-19 ISG). Diese Verfahren werden auch angewendet, um festzulegen, welcher kryptografische Schutz n\u00f6tig ist, und bilden die Grundlage f\u00fcr die Entscheide \u00fcber allf\u00e4llige Priorisierungen bei der Umsetzung von quantensicheren L\u00f6sungen. In der Antwort zur Ip. 23.3689 hat der Bundesrat dargelegt, welche Massnahmen f\u00fcr die Verschl\u00fcsselung von als GEHEIM klassifizierten Informationen gelten.</span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>Zu 3) In Bezug auf das Szenario \u00abHarvest now / Decrypt later\u00bb gilt festzustellen, dass der Bund nie der Ansicht war, dass ein kryptografischer Schutz alleine ausreicht, um die Sicherheit von klassifizierten Informationen w\u00e4hrend ihrer gesamten Lebensdauer umfassend zu gew\u00e4hrleisten. Der Zugang zu solchen Informationen muss durch weitere technische und organisatorische Massnahmen gesch\u00fctzt sein, damit diese Informationen nicht durch Unbefugte entwendet werden k\u00f6nnen. Daher ist es wichtig, dass der Schutzbedarf und die Klassifizierung der Informationen korrekt erfasst werden. </span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>Zu 4,6,7 und 8) Wie der Bundesrat in seiner Antwort zur Ip. 24.4215 ausf\u00fchrt, schreiten die internationalen Standardisierungsarbeiten zur quantensicheren Kryptografie zwar voran, sind aber noch nicht weit genug, um verbindliche Zeitpl\u00e4ne, Vorgaben oder Guidelines festzulegen. </span></p><p><span>Basierend auf Art. 21 und Art. 29 der Informationssicherheitsverordnung (SR 128.1) kann die Fachstelle des Bundes f\u00fcr Informationssicherheit im Staatssekretariat f\u00fcr Sicherheitspolitik solche Vorgaben einf\u00fchren. Sie st\u00fctzt sich dabei auf Fachwissen des Bundesamts f\u00fcr Cybersicherheit, der Fachstelle Kryptologie der Armee und des Cyber-Defence Campus des Bundesamts f\u00fcr R\u00fcstung armasuisse. Die Departemente stellen sicher, dass die Vorgaben der Fachstelle umgesetzt werden und pr\u00fcfen dies. Die Vorgaben geben das minimale Schutzniveau vor, welches beim Betrieb und bei der Beschaffung erf\u00fcllt sein muss.</span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>Zu 9) Der Fokus des Bundes liegt auf der Post-Quantum Kryptografie. Verfahren, welche eine Quantum Key Distribution nutzen, bieten mindestens im aktuellen Entwicklungsstadium keine praktikable L\u00f6sung und werden auch von den meisten internationalen Fachstellen nicht empfohlen. </span></p></span>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1739923200000)\/","SubmittedBy":"Dobler Marcel","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1742566314000)\/","ResponsibleDepartment":6,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Verteidigung, Bev\u00f6lkerungsschutz und Sport","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"VBS","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"9|34","Category":null,"Modified":"\/Date(1763091468590)\/","SubmissionDate":"\/Date(1734480000000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5206,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Sicherheitspolitik|Medien und Kommunikation"}}