{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244422,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244422,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244422,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244422,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244422,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244422,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244422,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244422,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244422,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244422,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244422,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244422,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244422,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244422,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244422,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244422,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244422,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20244422,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"24.4422","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Starke Zunahme von KI- und Blockchain-Anwendungen. Auswirkungen auf die Energieperspektiven","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>K\u00fcnstliche Intelligenz (KI) und Blockchain kommen in immer mehr Anwendungen zum Einsatz. Jede Frage, die beispielsweise ein KI-Chatbot wie ChatGPT beantworten muss oder jede Finanztransaktion, die auf der Blockchain-Technologie basiert, verursachen in hohem Ausmass Rechenleistungen und haben einen entsprechenden Energiebedarf zur Folge. Gem\u00e4ss einer Prognose der Internationalen Energieagentur (IEA) k\u00f6nnte der Stromverbrauch der weltweiten Rechenzentren inklusive KI-Anwendungen und Kryptow\u00e4hrungen (Blockchain) von 460 Terawattstunden (TWh) im Jahr 2022 auf 620 bis 1050 TWh im Jahr 2026 ansteigen und in den kommenden Jahren weiter stark zunehmen.</p><p>&nbsp;</p><p>Auch ohne KI- und Blockchain-Anwendungen steuert die Schweiz auf eine grosse Stroml\u00fccke zu. Um das vom Volk beschlossene Netto-Null-Ziel der Klimapolitik bis 2050 zu erreichen, ist eine umfassende Elektrifizierung notwendig. Studien gehen von einem zus\u00e4tzlichen Strombedarf von \u00fcber 50 TWh bis 2050 aus.</p><p>&nbsp;</p><p>Vor diesem Hintergrund wird der Bundesrat um die Beantwortung folgender Fragen gebeten:</p><p>&nbsp;</p><p>1. Sind KI- und Blockchain-Anwendungen und die daf\u00fcr notwendigen Rechenzentren Teil der Energieperspektiven des Bundes, die m\u00f6gliche Entwicklungen des Schweizer Energiesystems in der Zukunft aufzeigen und als Grundlage f\u00fcr die Energie- und Klimapolitik der Schweiz dienen?</p><p>&nbsp;</p><p>2. Wie ver\u00e4ndert das starke Wachstum dieser Anwendungen den Strombedarf insgesamt und die Versorgungssituation im Winter?</p><p>&nbsp;</p><p>3. Wie hoch wird der Energieverbrauch der Schweiz unter Ber\u00fccksichtigung von vermehrter&nbsp;KI- und Blockchain-Nutzungen&nbsp;bis 2050 gesch\u00e4tzt?</p><p>&nbsp;</p><p>4. Sollte der Ausbau der erneuerbaren Energien weiterhin so z\u00f6gerlich voranschreiten, mit welchen Mitteln und welchen Massnahmen w\u00fcrde der Bundesrat, insbesondere in Bezug auf eine wachsende Stroml\u00fccke in den Wintermonaten, Gegensteuer geben?</p><p>&nbsp;</p><p>5. W\u00e4ren im Bereich der Netze aufgrund von&nbsp;KI- und Blockchain-Nutzungen zus\u00e4tzliche Kapazit\u00e4ten bzw. ein Ausbau n\u00f6tig und wieviel w\u00fcrde dieser kosten?</p><p>&nbsp;</p><p>6. Grosse Technologiekonzerne wie Microsoft arbeiten an SMR-Kernreaktoren oder planen solche f\u00fcr ihren Mehrverbrauch zu nutzen. Zieht der Bundesrat bei einer \u00dcberarbeitung seiner Energiestrategien auch SMR zur Deckung eines massiv steigenden Strombedarfs in Betracht?</p><p>&nbsp;</p><p>7. W\u00fcrden grosse Technologiekonzerne in den Bau von SMR-Kernreaktoren in der Schweiz investieren wollen, w\u00e4re der Bundesrat dann bereit, die Rahmenbedingungen f\u00fcr diese Anlagen rasch zu verbessern?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<span><p><span>1. Ja. Der Strombedarf f\u00fcr Rechenzentren wurde in den 2020 publizierten Energieperspektiven 2050+ (</span><a href=\"http://www.bfe.admin.ch\"><span><u>www.bfe.admin.ch</u></span></a><span> &gt; Politik &gt; Energieperspektiven 2050+) unter der Kategorie \u00abInformationstechnologie\u00bb ber\u00fccksichtigt. Auch bei den geplanten neuen Energieperspektiven wird der Energiebedarf von Rechenzentren in der Schweiz ber\u00fccksichtigt.</span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>2. Bei der Frage des Strombedarfs von KI-Anwendungen muss grunds\u00e4tzlich ber\u00fccksichtigt werden, ob und inwiefern solche Anwendungen auf Schweizer Rechenzentren laufen w\u00fcrden. Gleiches gilt f\u00fcr die Blockchain-Technologien. Es ist nicht bekannt, ob und wann allenfalls grosse Rechenzentren spezifisch f\u00fcr solche Anwendungen in der Schweiz gebaut w\u00fcrden, entsprechend ist eine Prognose des zuk\u00fcnftigen Strombedarfs f\u00fcr diese Anwendungen schwierig. </span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>3. In den Energieperspektiven 2050+ steigt der Strombedarf von 60 TWh (2023) je nach Szenario auf 68 bis 80 TWh im Jahre 2050 an. Welcher Anteil dieses Anstiegs auf KI- oder Blockchain-Anwendungen zur\u00fcckzuf\u00fchren ist, kann nicht ausgewiesen werden. Dem Bundesrat sind gegenw\u00e4rtig keine Studien bekannt, welche den aktuellen und k\u00fcnftigen Strombedarf von Rechenzentren quantifizieren. In einer Studie des Bundesamts f\u00fcr Energie (BFE) wird dies zurzeit untersucht. Die Studie soll Ende 2025 publiziert werden. Hinsichtlich KI l\u00e4uft zudem eine Grundlagenstudie zur Beantwortung des Postulates 23.3957 der Kommission f\u00fcr Umwelt, Raumplanung und Energie des Nationalrates \u00abK\u00fcnstliche Intelligenz und Versorgungssicherheit. Analyse der rechtlichen Grundlagen im Energiebereich\u00bb. Zudem fordert das eingereichte Postulat Fivaz 24.4679 \u00abStellt der Stromverbrauch der k\u00fcnstlichen Intelligenz eine Gefahr f\u00fcr die Energiestrategie 2050 dar?\u00bb den Bundesrat auf, in einem Bericht aufzuzeigen, welche Auswirkungen der Einsatz von k\u00fcnstlicher, insbesondere generativer Intelligenz auf die Energiestrategie 2050 haben wird und wie diese Entwicklungen begleitet werden k\u00f6nnen.</span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>4. Mit dem per 1. Januar 2025 in Kraft getretenen Bundesgesetz \u00fcber eine sichere Stromversorgung mit erneuerbaren Energien (AS 2024 679) wurde die Energiestrategie weiterentwickelt und verschiedene Massnahmen zur Beschleunigung des Ausbaus der erneuerbaren Energien und der Erh\u00f6hung der steuerbaren Winterproduktion eingef\u00fchrt. Der Bundesrat \u00fcberpr\u00fcft die Fortschritte bei der Umsetzung der Energiestrategie gem\u00e4ss Artikel</span><span>&nbsp;</span><span>55 ff. des Energiegesetzes (EnG; SR 730.0) regelm\u00e4ssig und f\u00fchrt alle f\u00fcnf Jahre eine vertiefte energiepolitische Standortbestimmung \u00fcber die Zielerreichung und eine Beurteilung der Massnahmen durch. Zeichnet sich ab, dass die Ziele nicht erreicht werden, wird er zus\u00e4tzliche Massnahmen beantragen. </span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>5. Im Bereich der Netze w\u00fcrden aufgrund von allf\u00e4lligen</span><span>&nbsp;</span><span>intensiven KI- und Blockchain-Nutzungen in der Schweiz zus\u00e4tzliche Kapazit\u00e4ten bzw. ein Ausbau n\u00f6tig. Der Ausbau w\u00fcrde sich dabei vor allem lokal in der Umgebung der Rechenzentren konzentrieren. Da unklar ist, inwiefern solche Rechenzentren in der Schweiz realisiert werden (siehe Frage 2) sind Kosten f\u00fcr den Netzausbau sehr schwer zu quantifizieren. </span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>6. Kurz- und mittelfristig steht der Ausbau der erneuerbaren Energien im Vordergrund. Langfristig ist der Bundesrat technologieoffen. Mit dem indirekten Gegenvorschlag zur Volksinitiative \u00abJederzeit Strom f\u00fcr alle\u00bb wird die Aufhebung des Neubauverbots von Kernkraftwerken in der Schweiz vorgeschlagen. Damit will der Bundesrat die Kernenergie als Option f\u00fcr die langfristige Sicherheit der schweizerischen Energieversorgung offenhalten. Im BFE laufen gegenw\u00e4rtig die Vorarbeiten zur Erstellung neuer Energieperspektiven mit verschiedenen Szenarien, wo auch ein Einsatz der Kerntechnologie betrachtet wird. </span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>7. Die Erstellung von Kernkraftwerken, zu denen auch kleine modulare Reaktoren (SMR) z\u00e4hlen, ist gem\u00e4ss dem aktuellen Kernenergiegesetz (KEG, Sr. 732.1) verboten. Wie erw\u00e4hnt beantragt der Bundesrat mit dem indirekten Gegenvorschlag zur Volksinitiative \u00abJederzeit Strom f\u00fcr alle\u00bb die Aufhebung des Verbots neuer Kernkraftwerke. W\u00fcrde der indirekte Gegenvorschlag in einer allf\u00e4lligen Referendumsabstimmung vom Volk angenommen, so w\u00e4re der Neubau von SMR \u2013 unter den gleichen Voraussetzungen wie jener von konventionellen Kernkraftwerken \u2013 wieder erlaubt.</span></p></span>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1739318400000)\/","SubmittedBy":"Burkart Thierry","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1750237891000)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"34|52|66","Category":null,"Modified":"\/Date(1763091527097)\/","SubmissionDate":"\/Date(1734480000000)\/","SubmissionCouncil":2,"SubmissionCouncilName":"St\u00e4nderat","SubmissionCouncilAbbreviation":"SR","SubmissionSession":5206,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":2,"FirstCouncil1Name":"St\u00e4nderat","FirstCouncil1Abbreviation":"SR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Medien und Kommunikation|Umwelt|Energie"}}