{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244445,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244445,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244445,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244445,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244445,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244445,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244445,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244445,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244445,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244445,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244445,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244445,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244445,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244445,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244445,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244445,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244445,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20244445,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"24.4445","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Sozio\u00f6konomische Situation der Fischerinnen und Fischer in der Schweiz. Welche F\u00f6rderungs- und Unterst\u00fctzungsmassnahmen?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Die Situation der Berufsfischerinnen und -fischer in der Schweiz ist besorgniserregend. Neben den Herausforderungen durch nat\u00fcrliche Feinde (z. B. Kormorane) und invasive Arten (z. B. Quagga-Muscheln) f\u00fchren auch die Auswirkungen des Klimawandels, steigende Kosten, ausl\u00e4ndische Konkurrenz und die Einschr\u00e4nkung der Lebensr\u00e4ume, die die Fische f\u00fcr ihre Wanderung ben\u00f6tigen, zu einer erheblichen Einschr\u00e4nkung der Berufsfischerinnen und -fischer, von denen es immer weniger gibt (ca. 260 im Jahr 2024). Darum bitte ich den Bundesrat um Antwort auf folgende Fragen:&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><ol><li>&nbsp;Mit welchen Massnahmen will der Bundesrat generell die sozio\u00f6konomische sowohl Situation der Fischerinnen und Fischer als auch die Attraktivit\u00e4t des Berufs verbessern?</li><li>Wie liesse sich eine Art landwirtschaftliche Direktzahlung f\u00fcr die Berufsfischerei einf\u00fchren?</li><li>Erachtet er die Koordination zwischen Bund, Dachverb\u00e4nden und Kantonen hinsichtlich der Einf\u00fchrung einer nachhaltigen Fischereistrategie als ausreichend effizient?</li><li>Wie beurteilt der Bundesrat die Massnahmen, die er in seinem Bericht vom 30. Januar 2019 und insbesondere unter Ziffer 5.3 \"Empfehlungen f\u00fcr Berufsfischer\" dargelegt hat?</li><li>Mit welchen weiteren Massnahmen will der Bund die Weiterbildung von Berufsfischerinnen und -fischern st\u00e4rker f\u00f6rdern und unterst\u00fctzen?</li></ol>","ReasonText":"<p>Bereits 2019 betonte der Bundesrat in seinem Bericht zum Postulat 15.3795, der sozio\u00f6konomischen Situation der Berufsfischerinnen und -fischer in der Schweiz m\u00fcsse besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden. Nun, vier Jahre sp\u00e4ter, setzt sich der R\u00fcckgang der Anzahl dieser Berufsleute fort. Dar\u00fcber hinaus sehen sich die Personen, die diesen Beruf noch aus\u00fcben, im Alltag zahlreichen Herausforderungen gegen\u00fcber. Dazu geh\u00f6ren die Entwicklung und Verbreitung invasiver Arten, die massive Pr\u00e4senz nat\u00fcrlicher Feinde, die Auswirkungen des Klimawandels sowie unzureichende Unterst\u00fctzungsmassnahmen in finanzieller Hinsicht wie auch hinsichtlich Ausbildung.&nbsp;</p><p>Massnahmen zur Verbesserung der Gesundheit der Seen und zur Regulierung der nat\u00fcrlichen Feinde der Fische sollten unterst\u00fctzt werden, aber auch proaktive Massnahmen, die kurzfristig zu einer deutlichen Verbesserung der sozio\u00f6konomischen Lage der Berufsfischerinnen und -fischer f\u00fchren, sollten verst\u00e4rkt angewendet werden.&nbsp;</p><p>In diesem Zusammenhang w\u00e4re es sinnvoll, Berufsfischerinnen und -fischern Direktzahlungen zu gew\u00e4hren, da sie in vielerlei Hinsicht als landwirtschaftliche Berufsleute gelten, insbesondere da sie in Bezug auf die Familienzulagen unter das Bundesgesetz \u00fcber die Familienzulagen in der Landwirtschaft (FLG) fallen.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Wie im Bericht zum Postulat 15.3795 der Kommission f\u00fcr Umwelt, Raumplanung und Energie des Nationalrates \u00abStandortbestimmung zur Fischerei in Schweizer Seen und Fliessgew\u00e4ssern\u00bb angegeben, ist es grunds\u00e4tzlich nicht Aufgabe des Bundes, sondern der betroffenen Unternehmer und ihrer Berufsverb\u00e4nde, die Zukunftsf\u00e4higkeit ihres Gewerbes sicher zu stellen. Die kantonalen Fischereibeh\u00f6rden und die Branche selbst k\u00f6nnen durch die im oben genannten Bericht erw\u00e4hnten Massnahmen und Empfehlungen zu einer Verbesserung der Lage beitragen.</p><p>&nbsp;</p><p>Um die Berufsfischerei dennoch in der aktuell schwierigen Situation zu st\u00e4rken, unterst\u00fctzt der Bund die seit 2020 bestehende \u00abPlattform Seenfischerei\u00bb. Diese Plattform wird von der Jagd- und Fischereiverwalterkonferenz (JFK) der Kantone, dem Schweizer Berufsfischerverband (SBFV), der <i>Association Suisse Romande des P\u00eacheurs professionnels</i> (ASRPP) und dem Schweizerischen Fischerei-Verband (SFV) betrieben. Sie f\u00f6rdert den Dialog zwischen den Beh\u00f6rden und der Berufsfischerei und erarbeitet Ideen und L\u00f6sungsans\u00e4tze f\u00fcr eine zukunftsweisende Berufsfischerei: dazu geh\u00f6ren u.a. die Durchf\u00fchrung von Marktanalysen zur Preisgestaltung, die Entwicklung von Ans\u00e4tzen zur besseren Inwertsetzung von F\u00e4ngen (z.B. ein Markenlabel f\u00fcr Fische aus Schweizer Gew\u00e4ssern) sowie die Erarbeitung von L\u00f6sungen f\u00fcr den Umgang mit dem Kormoran in Zusammenarbeit mit allen betroffenen Stakeholdern (sog. \u00abKormorandialog\u00bb).</p><p>&nbsp;</p><p>Der Bund verbessert zudem die Lebensr\u00e4ume von Fischen durch Massnahmen in den Bereichen Wasserqualit\u00e4t und Renaturierungen gem\u00e4ss dem Gew\u00e4sserschutzgesetz (GSchG; SR 814.20). Durch die vom Bund finanzierten Massnahmen (Revitalisierungen der Seeufer und Fliessgew\u00e4sser und die \u00f6kologische Sanierung der Wasserkraft) werden wertvolle Lebensr\u00e4ume geschaffen und durch das Wiederherstellen der Durchg\u00e4ngigkeit f\u00fcr die Fische wieder erschlossen.</p><p>&nbsp;</p><p>2. Die Berufsfischerei z\u00e4hlt nicht zur Landwirtschaft. Es handelt sich daher nicht um Landwirtschaftsbetriebe. Damit Direktzahlungen f\u00fcr die Berufsfischerei ausgerichtet werden k\u00f6nnten, m\u00fcssten die Bundesverfassung (BV, SR 101) ge\u00e4ndert und neue gesetzliche Grundlagen daf\u00fcr geschaffen werden.</p><p>&nbsp;</p><p>3. Die Koordination im Bereich Fischereimanagement ist gew\u00e4hrleistet. Sie erfolgt zwischen den Beh\u00f6rden im Rahmen der JFK, in der Bund und Kantone sich koordinieren und zusammenarbeiten. Mit den Dachverb\u00e4nden der Berufsfischerei findet der Austausch in der Plattform Seenfischerei (siehe Frage 1) statt. In den internationalen Fischereikommissionen (Genfersee, Bodensee, Langensee und Luganersee) arbeitet der Bund mit den Kantonen und der Berufsfischerei gemeinsam am Fischereimanagement.</p><p>&nbsp;</p><p>4. Die zwei Empfehlungen \u00abWissen und Innovationskraft f\u00f6rdern\u00bb sowie \u00abBetriebseffizienz und Vermarktung optimieren\u00bb werden durch die Plattform Seenfischerei gezielt umgesetzt. Derzeit wird ein Markenlogo \u00abSchweizer Wildfisch\u00bb zur Registrierung vorbereitet. Die Inwertsetzung der F\u00e4nge durch innovative Produkte und die Vermarktung weniger bekannter Fischarten wird vorangetrieben.</p><p>&nbsp;</p><p>5. Die Plattform Seenfischerei bietet seit 2020 eine j\u00e4hrliche Fortbildung f\u00fcr Berufsfischer und Berufsfischerinnen in Form einer \u00abTagung Seenfischerei\u00bb an. Weitere Fortbildungsmassnahmen seitens des Bundes sind derzeit nicht geplant.</p>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1740528000000)\/","SubmittedBy":"Hurni Baptiste","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1741704258000)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"15|44|52","Category":null,"Modified":"\/Date(1763091866163)\/","SubmissionDate":"\/Date(1734480000000)\/","SubmissionCouncil":2,"SubmissionCouncilName":"St\u00e4nderat","SubmissionCouncilAbbreviation":"SR","SubmissionSession":5206,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":2,"FirstCouncil1Name":"St\u00e4nderat","FirstCouncil1Abbreviation":"SR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wirtschaft|Besch\u00e4ftigung und Arbeit|Umwelt"}}