{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244456,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244456,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244456,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244456,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244456,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244456,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244456,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244456,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244456,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244456,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244456,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244456,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244456,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244456,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244456,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244456,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244456,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20244456,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"24.4456","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Ausbildung von Schweizer \u00c4rzten und \u00c4rztinnen im europ\u00e4ischen Ausland und Folgefragen","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<ol><li>Ist dem Bundesrat bekannt, wie viele Schweizer:innen sich seit 2002 im Ausland zu \u00c4rzt:innen haben ausbilden lassen? In welchen L\u00e4ndern geschieht das?</li><li>Wenn ja, wie viele davon sind heute in der Schweiz als \u00c4rzt:innen t\u00e4tig?</li><li>Wenn ja, wieviel h\u00e4tte die Ausbildung dieser \u00c4rzt:innen in der Schweiz gekostet?</li><li>Ist dieses Ph\u00e4nomen so oder \u00e4hnlich auch von anderen Berufsgruppen bekannt?</li><li>H\u00e4lt der Bundesrat die Sch\u00e4tzungen der UBS aus dem Jahr 2014 bez\u00fcglich der eingesparten Ausbildungskosten f\u00fcr realistisch? Gibt es zu dieser Frage aktualisierte Erkenntnisse? Wie hoch w\u00e4ren die Ausbildungskosten gewesen die Private, Unternehmen oder die \u00f6ffentliche Hand h\u00e4tte tragen m\u00fcssen, wenn alle diese Personen in der Schweiz ausgebildet worden w\u00e4ren (ab 2002)?</li><li>Wie fallen die entsprechenden Zahlen (Fragen 5 und 6) aufgeteilt f\u00fcr Drittstaaten und EU im gleichen Zeitraum aus?</li><li>Wieviele Staatsangeh\u00f6rige der Schweiz haben seit 2002 eine Ausbildung im europ\u00e4ischen Ausland absolviert? Wieviele Staatsangeh\u00f6rige von Mitgliedsstaaten der Europ\u00e4ischen Union haben eine Ausbildung in der Schweiz absolviert?</li><li>Wie viele hochqualifizierte Arbeitskr\u00e4fte haben nach der Ausbildung in der Schweiz mindestens einige Jahre im europ\u00e4ischen Ausland gearbeitet? Wie sieht das Nettoverh\u00e4ltnis in dieser Weise verschobenen Humankapitals und eingesparten Ausbildungskosten f\u00fcr die Schweiz aus?&nbsp;</li></ol>","ReasonText":"<p>Verschiedenen Medien war zu entnehmen, dass sich vermehrt Schweizer:innen und Schweizer im Ausland zu \u00c4rzt:innen ausbilden lassen. Sie umgehen damit wohl den Numerus clausus und die hohen Lebenshaltungskosten in der Schweiz. Die Schweiz spart \"dank\" des Brain-Drains aus anderen L\u00e4ndern Ausbildungskosten. Gem\u00e4ss Seco sind seit 2002 vermehrt hoch qualifizierte Menschen aus der EU in die Schweiz eingewandert (19. Observatoriumsbericht zur Personenfreiz\u00fcgigkeit, S.28). Nach Sch\u00e4tzungen spart die Schweiz beispielsweise alleine gegen zwei Milliarden Euro an Ausbildungskosten f\u00fcr \u00c4rzt:innen aus Deutschland (Stand 2019). Eine Studie der Grossbank UBS sch\u00e4tzte 2014, dass die Schweiz durch die Einwanderung von hochqualifizierten Arbeitskr\u00e4ften jedes Jahr sechs bis neun Milliarden Franken Ausbildungskosten sparte (UBS Outlook Schweiz, November 2014). Umgekehrt ist der Anteil der im europ\u00e4ischen Ausland lebenden Staatsangeh\u00f6rigen der Schweiz deutlich h\u00f6her als in anderen L\u00e4ndern Europas. Deshalb bitte ich den Bundesrat um Antworten auf oben stehende Fragen.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<span><p><span><strong>1.</strong></span><span> Die Medizinalberufekommission (MEBEKO) anerkennt ausl\u00e4ndische Diplome aus Staaten der EU/EFTA und tr\u00e4gt die entsprechenden Daten in das Medizinalberuferegister (MedReg) ein. Im Register sind alle in der Schweiz t\u00e4tigen Medizinalpersonen, u.a. auch alle \u00c4rztinnen und \u00c4rzte, erfasst. Die Zahl der Schweizer Studierenden, die seit 2002 im Ausland (in den EU- und EFTA-L\u00e4ndern) eine Ausbildung im Bereich der Humanmedizin absolviert haben, wird nicht erfasst. Gem\u00e4ss MEBEKO haben vom 1.</span><span>&nbsp;</span><span>Januar 2002 bis zum 31.</span><span>&nbsp;</span><span>Dezember 2024 insgesamt circa 2'200 Personen mit Schweizer Staatsb\u00fcrgerschaft einen Antrag auf direkte Anerkennung ihres in einem EU- und/oder EFTA-Mitgliedstaat erworbenen Diploms in Humanmedizin gestellt. Es ist jedoch nicht m\u00f6glich, festzustellen, ob diese Personen zuvor in einem der oben genannten L\u00e4nder ans\u00e4ssig waren oder aufgrund des Numerus clausus, eines endg\u00fcltigen Misserfolgs an einer Schweizer Fakult\u00e4t, eines endg\u00fcltigen Misserfolgs bei den eidgen\u00f6ssischen Pr\u00fcfungen in Humanmedizin oder aus pers\u00f6nlicher Entscheidung in ein genanntes Land studieren gegangen sind. Der \u00fcberwiegende Teil der Schweizerinnen und Schweizer, die sich seit 2002 im Ausland haben ausbilden lassen und bei der MEBEKO einen Antrag auf Anerkennung in der Schweiz gestellt haben, haben ihr Diplom in einem der Nachbarl\u00e4nder erworben (Deutschland: 880; Italien: 425; Frankreich: 265; \u00d6sterreich: 110; zur Info zudem Rum\u00e4nien: 105). </span></p><p><span><strong>2.</strong></span><span> Alle Personen, deren EU/EFTA-Diplom in Humanmedizin von der MEBEKO direkt anerkannt wurde, k\u00f6nnen in der Schweiz eine berufliche T\u00e4tigkeit als Assistenz\u00e4rztin oder Assistenzarzt aufnehmen. Es ist jedoch m\u00f6glich, dass einige der oben genannten circa 2'200 Personen auch \u00fcber einen Weiterbildungstitel verf\u00fcgten, der ebenfalls direkt von der MEBEKO anerkannt wurde. Mit dem entsprechenden Weiterbildungstitel ist eine direkte berufliche T\u00e4tigkeit in der entsprechenden Fachrichtung m\u00f6glich. In den anderen F\u00e4llen k\u00f6nnen die Personen eine Weiterbildung in der Schweiz beginnen, um einen eidgen\u00f6ssischen Weiterbildungstitel zu erwerben. Eine direkte Anerkennung des EU/EFTA-Diploms in Humanmedizin oder eines EU/EFTA-Weiterbildungstitels durch die MEBEKO bedeutet nicht zwingend, dass die Personen in der Schweiz arbeiten. Nur die kantonalen Gesundheitsbeh\u00f6rden sind befugt, eine Bewilligung zur Berufsaus\u00fcbung in eigener beruflicher Verantwortung zu erteilen. Wie viele der oben genannten circa 2'200 Schweizerinnen und Schweizer eine solche Bewilligung in den Kantonen erhalten haben, ist dem Bundesrat nicht bekannt. </span></p><p><span><strong>3./5./6.</strong></span><span> Wie viel die Ausbildung der oben genannten 2\u2018200 Personen, die in der CH eine Anerkennung ihrer Diplome beantragt haben, an einer schweizerischen universit\u00e4ren Hochschule gekostet h\u00e4tte, ist schwierig zu beziffern. Wie bereits in der Antwort auf die Frage 22.7804 ausgef\u00fchrt, st\u00fctzt sich der Bundesrat bei den Kosten der Medizinausbildung auf das Projekt \u00abErhebung der Kosten f\u00fcr die Lehre und Forschung in Humanmedizin (EKOH)\u00bb der Schweizerischen Hochschulkonferenz SHK und der Konferenz der Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren GDK und die darin verwendeten Berechnungsmethoden. EKOH wird seit dem Studienjahr 2017/18 erhoben (Details und Unterlagen unter </span><a href=\"http://www.shk.ch\"><span><u>www.shk.ch</u></span></a><span> =&gt; Dokumentation =&gt; Publikationen =&gt; Projekt \"Erhebung der Kosten f\u00fcr die Lehre und Forschung in Humanmedizin (EKOH)\"). Gem\u00e4ss den aktuellsten verf\u00fcgbaren Daten belaufen sich die durchschnittlichen Kosten pro Studierenden im Jahr 2022 auf rund 110'000 Franken (Lehre und Forschung abz\u00fcglich Drittmittel). </span></p><p><span>Im Zeitraum 2002-2023 haben an Schweizer Fakult\u00e4ten 18\u2019550 Personen ein Masterdiplom bzw. Lizenziat erworben.</span></p><p><span><strong>4./6.</strong></span><span> Gem\u00e4ss BFS liegen keine Zahlen \u00fcber Schweizer Studierende vor, die ihre Hochschulausbildung im Ausland absolviert haben, weshalb hierzu keine Aussagen gemacht werden k\u00f6nnen.</span></p><p><span><strong>7.</strong></span><span> Gem\u00e4ss Eurostat, welches Zahlen zu Hochschulabsolventinnen und -absolventen nach Herkunftsland ab 2019 publiziert, haben 2019 bis 2021 ca. 6'800 Staatsangeh\u00f6rige der Schweiz in der EU (27, d.h. ohne UK) einen Terti\u00e4rabschluss erzielt (</span><a href=\"https://ec.europa.eu/eurostat/databrowser/view/educ_uoe_mobg02__custom_15083451/default/table?lang=en\"><span><u>https://ec.europa.eu/eurostat/databrowser/view/educ_uoe_mobg02__custom_15083451/default/table?lang=en</u></span></a><span>). Dabei sind Doppelz\u00e4hlungen inbegriffen: Personen, die in diesem Zeitraum einen Bachelor und einen Master abgeschlossen haben, werden doppelt gez\u00e4hlt. Im gleichen Zeitraum haben ca. 26'800 Personen aus der EU in der Schweiz einen Terti\u00e4rabschluss erzielt (auch hier Doppelz\u00e4hlungen einbegriffen). Zahlen vor 2019 wurden von Eurostat nicht publiziert. </span></p><p><span><strong>8.</strong></span><span> Der Bund verf\u00fcgt gem\u00e4ss SECO und BFS \u00fcber keine Zahlen zu Schweizerinnen und Schweizern, die mindestens einige Jahre im europ\u00e4ischen Ausland gearbeitet haben.</span></p></span>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1740528000000)\/","SubmittedBy":"Wermuth C\u00e9dric","BusinessStatus":203,"BusinessStatusText":"Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor","BusinessStatusDate":"\/Date(1740583369463)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"10|32|44|2811","Category":null,"Modified":"\/Date(1763091437403)\/","SubmissionDate":"\/Date(1734566400000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5206,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Europapolitik|Bildung|Besch\u00e4ftigung und Arbeit|Migration"}}