{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244497,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244497,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244497,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244497,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244497,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244497,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244497,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244497,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244497,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244497,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244497,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244497,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244497,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244497,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244497,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244497,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244497,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20244497,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"24.4497","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Freihandelsabkommen EFTA-Mercosur. Welche Massnahmen werden zum Schutz unserer Landwirtschaft ergriffen?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Die EFTA-Staaten (Schweiz, Island, Liechtenstein und Norwegen) und die Mercosur-Staaten (Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay) haben ihre Verhandlungen \u00fcber ein Freihandelsabkommen am 23.&nbsp;August 2019 in Buenos Aires in der Substanz abgeschlossen. Das Abkommen sieht insbesondere f\u00fcr die Einfuhr von Rotwein in der Flasche oder im Fass ein Zollkontingent von 35&nbsp;000 Hektoliter zum Nullzollsatz vor. Die Schweiz hat auch j\u00e4hrliche Konzessionen f\u00fcr wichtige Exportprodukte der Mercosur-Staaten wie Fleisch (3000 Tonnen Rindfleisch, 1000 Tonnen Poulet und 200 Tonnen Schweinefleisch), K\u00e4se, Speise\u00f6le (2000 Tonnen f\u00fcr Soja und Erdnuss\u00f6l), Weizen f\u00fcr den menschlichen Verzehr (1500 Tonnen), bestimmte Obst- und Gem\u00fcsesorten sowie Honig und Futtergetreide gew\u00e4hrt.</p><p>F\u00fcr die Schweizer Landwirtschaft birgt das Abkommen mehr Risiken als Chancen.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><ol><li><p>Ich bitte den Bundesrat um die Beantwortung folgender Fragen: Welche Massnahmen gedenkt der Bundesrat zu ergreifen, um die Verluste auszugleichen, die der Schweizer Landwirtschaft durch das erw\u00e4hnte Abkommen entstehen k\u00f6nnten?</p><p>&nbsp;</p></li><li><p>Sind die Folgen der Kumulierung der verschiedenen Konzessionen im Rahmen der j\u00fcngsten Abkommen (Chile, Mercosur usw.) analysiert worden, insbesondere f\u00fcr den Weinsektor?</p><p>&nbsp;</p></li><li><p>Welcher Schutzmechanismus ist im Mercosur-Abkommen vorgesehen?</p><p>&nbsp;</p></li><li>Wie gedenkt der Bundesrat f\u00fcr die Konsumentinnen und Konsumenten Transparenz zu gew\u00e4hrleisten, insbesondere in Bezug auf das Tierwohl und die Haltungsmethoden bei Fleisch aus den Mercosur-Staaten?</li></ol><p>&nbsp;</p><p>Ich danke dem Bundesrat f\u00fcr die Beantwortung dieser Fragen.</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<span><ol><li><span>F\u00fcr sensible Agrarprodukte wird die Schweiz den Mercosur-Staaten Konzessionen in Form von bilateralen Kontingenten gew\u00e4hren. Die H\u00f6he der Kontingente entspricht gr\u00f6sstenteils den historischen Importvolumen aus diesen L\u00e4ndern. Die zum jetzigen Zeitpunkt der Verhandlungen vorgesehenen Konzessionen sind f\u00fcr die Schweizer Landwirtschaft tragbar und werden kaum zus\u00e4tzlichen Druck auf den heimischen Markt erzeugen. Deshalb sind auch keine Ausgleichsmassnahmen geplant.</span></li><li><span>Bei Wein ist der Grenzschutz generell relativ schwach. F\u00fcr Rotwein liegt der Einfuhrzoll bei etwa 50</span><span>&nbsp;</span><span>Rappen pro Flasche. Das WTO-Kontingent hat in der Praxis keine einschr\u00e4nkende Wirkung auf die Importe (2023 wurde die Quote nur zu 81</span><span>&nbsp;</span><span>% ausgesch\u00f6pft). Im Rahmen des revidierten Freihandelsabkommens (FHA) EFTA\u2013Chile hat die Schweiz Chile ein begrenztes bilaterales Kontingent f\u00fcr Rotwein gew\u00e4hrt. Der gleiche Ansatz soll auch bei den noch laufenden Verhandlungen \u00fcber ein FHA mit den Mercosur-L\u00e4ndern verfolgt werden. Die Folgen der Kumulierung der Konzessionen f\u00fcr den Weinsektor wurden analysiert. Hier ist zu betonen, dass die Rotweinimporte aus Argentinien und Chile 2 bzw. 1</span><span>&nbsp;</span><span>Prozent aller innerhalb des WTO-Kontingents in die Schweiz eingef\u00fchrten Rotweine ausmachen. Zudem sind die Weinimporte aus Argentinien und Chile r\u00fcckl\u00e4ufig und fielen 2023 um 38 bzw. 53</span><span>&nbsp;</span><span>Prozent niedriger aus als im Jahr</span><span>&nbsp;</span><span>2017.</span></li><li><span>Das angestrebte Abkommen enth\u00e4lt sehr detaillierte und wirksame Verfahrensregeln f\u00fcr bilaterale Schutzmassnahmen. Diese Regeln erlauben den Parteien, Zollsenkungen unter bestimmten Bedingungen vor\u00fcbergehend auszusetzen, falls der Zollabbau unter dem FHA zu erheblichen Marktst\u00f6rungen f\u00fchrt oder zu f\u00fchren droht. Anders als die EU in ihrem Abkommen mit dem Mercosur wird die Schweiz im Rahmen des WTO-Agrarabkommens weiterhin \u00fcber Schutzmassnahmen verf\u00fcgen. </span></li><li><span>Die aktuell geltenden Schweizer Transparenzpflichten f\u00fcr Konsumentinnen und Konsumenten werden von einem allf\u00e4lligen Abkommen mit dem Mercosur nicht tangiert. Die Transparenz bleibt f\u00fcr sie somit gew\u00e4hrleistet. Gem\u00e4ss der Landwirtschaftlichen Deklarationsverordnung (LDV; SR</span><span>&nbsp;</span><span>916.51) besteht unter anderem eine Deklarations</span><span>\u00ad</span><span>pflicht f\u00fcr Fleisch, das unter Verwendung von in der Schweiz verbotenen hormonellen und nichthormonellen Stoffen als Leistungsf\u00f6rderer produziert wurde. Alle Mercosur-L\u00e4nder haben der Schweiz best\u00e4tigt, dass die Verwendung von hormonellen Leistungsf\u00f6rderern in der Fleischproduktion f\u00fcr die betroffenen Tierkategorien verboten ist. Diese Verbote sind in der </span><a href=\"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/2016/116/de\"><span>LDV-L\u00e4nderliste (SR</span><span>&nbsp;</span><span>916.511)</span></a><span> festgehalten. Zur Umsetzung der vom Parlament \u00fcberwiesenen Motion</span><span>&nbsp;</span><span>20.4267 \u00abDeklaration von in der Schweiz verbotenen Produktionsmethoden\u00bb will der Bundesrat zus\u00e4tzliche Deklarations</span><span>\u00ad</span><span>pflichten f\u00fcr Tierprodukte einf\u00fchren, die durch schmerzverursachende Eingriffe ohne Bet\u00e4ubung produziert werden. Das FHA mit dem Mercosur sieht zudem einen Dialog \u00fcber Tierwohl sowie \u00fcber Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft vor. Diese beiden Dialoge werden einen regelm\u00e4ssigen Austausch und eine engere Zusammenarbeit mit den Mercosur-L\u00e4ndern erm\u00f6glichen, damit ein gemeinsames Verst\u00e4ndnis im Bereich Tierwohl erreicht und das Bewusstsein daf\u00fcr in den Mercosur-L\u00e4ndern gest\u00e4rkt wird.</span></li></ol></span>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1739923200000)\/","SubmittedBy":"Nicolet Jacques","BusinessStatus":203,"BusinessStatusText":"Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor","BusinessStatusDate":"\/Date(1739952116000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"8|15|55|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1763091623243)\/","SubmissionDate":"\/Date(1734566400000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5206,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Internationale Politik|Wirtschaft|Landwirtschaft|Gesundheit"}}