{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244658,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244658,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244658,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244658,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244658,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244658,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244658,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244658,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244658,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244658,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244658,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244658,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244658,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244658,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244658,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244658,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244658,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20244658,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"24.4658","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Fashion und Ultra Fast Fashion. Wie geht die Schweiz damit um?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Die Textilindustrie geh\u00f6rt weltweit zu den gr\u00f6ssten Verursachern von Umweltbelastung. Fast Fashion, gekennzeichnet durch schnelle Produktionszyklen, niedrige Preise und hohe Ums\u00e4tze, tr\u00e4gt erheblich zu diesen Herausforderungen bei. Obwohl in der Schweiz keine Fast Fashion produziert wird, ist sie aufgrund der massiven Importe von billiger Kleidung ein bedeutender Mitverursacher von Umweltauswirkungen und sozialen Missst\u00e4nden. Insbesondere die Produktion in Niedriglohnl\u00e4ndern ist oft mit menschenunw\u00fcrdigen Arbeitsbedingungen, Umweltverschmutzung und einer hohen CO\u2082-Belastung verbunden.</p><p>Obwohl die Schweiz als Konsumentin von Fast Fashion eine Verantwortung tr\u00e4gt, gibt es bislang nur unzureichende Massnahmen, um die Umweltauswirkungen und die sozialen Folgen dieser Modeindustrie zu regulieren. Zudem gibt es kaum transparente Informationen dar\u00fcber, unter welchen Bedingungen die importierte Kleidung produziert wird und wie hoch der tats\u00e4chliche CO\u2082-Fussabdruck dieser Produkte ist. Die enormen Textilmengen, die j\u00e4hrlich in die Schweiz importiert werden, enden oft nach nur kurzer Nutzungsdauer im M\u00fcll, was zus\u00e4tzlich zu einer wachsenden Abfallproblematik f\u00fchrt.</p><p>Ich bitte den Bundesrat in diesem Zusammenhang um die Beantwortung folgender Fragen:&nbsp;</p><p>1. Wie viele Tonnen Textilien werden j\u00e4hrlich in die Schweiz importiert, und wie viele davon stammen aus der Fast-Fashion-Produktion?</p><p>2. Wie hat sich die Menge an Textilabfall in den letzten 20 Jahren entwickelt? Wie gross in der Anteil des Abfalls, der ins Ausland exportiert wird?&nbsp;</p><p>3. Wie hoch ist der Anteil von Fast Fashion und Textilimporten am gesamten CO\u2082-Fussabdruck der Schweiz?&nbsp;</p><p>4. Gibt es Zahlen zu weiteren Umweltauswirkungen (z.B. Wasserverbrauch, Mikroplastikverschmutzung), die die Produktion und Entsorgung von Fast Fashion, die in die Schweiz importiert wird, verursacht?</p><p>5. Wie hoch sind die Transportemissionen der Textilimporte in die Schweiz, und wie stark tragen sie zum CO\u2082-Ausstoss bei?</p><p>6. Welche Instrumente stehen der Schweiz zur Verf\u00fcgung, um den Import von umweltsch\u00e4dlich produzierter Kleidung zu regulieren oder zu beeinflussen? Plant der Bundesrat Massnahmen?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<span><p><span>Zu \u00abFast Fashion\u00bb oder \u00abUltra fast Fashion\u00bb werden keine separaten Daten erhoben.</span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>1) Gem\u00e4ss den Angaben des Bundesamts f\u00fcr Zoll und Grenzsicherheit BAZG (2023) werden j\u00e4hrlich rund 22 Kilogramm Textilien pro Person in die Schweiz importiert. Dies entspricht etwa 190 000 Tonnen pro Jahr und umfasst Bekleidung, Heimtextilien und Schuhe. </span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>2) Die Menge an separat gesammelten Alttextilien in der Schweiz hat in den vergangenen zwei Jahrzehnten zugenommen. Gem\u00e4ss </span><a href=\"https://www.bafu.admin.ch/dam/bafu/de/dokumente/abfall/externe-studien-berichte/stoffstroeme-alttextilien-schweiz.pdf.download.pdf/stoffstroeme-alttextilien-schweiz.pdf\"><span><u>Analyse der Stoffstr\u00f6me</u></span></a><span> von Alttextilien wurden im Jahr 2002 etwa 42</span><span>&nbsp;</span><span>500 Tonnen gesammelt (ca. 6 kg pro Person). Diese Menge stieg bis 2023 auf rund 60</span><span>&nbsp;</span><span>000 Tonnen (ca. 7 kg pro Person) an. Zus\u00e4tzlich wurden im Jahr 2022 gem\u00e4ss \u00ab</span><a href=\"https://www.newsd.admin.ch/newsd/message/attachments/85964.pdf\"><span><u>Kehrichtsackanalyse</u></span></a><span>\u00bb j\u00e4hrlich etwa 36</span><span>&nbsp;</span><span>700 Tonnen Alttextilien (ca. 4 kg pro Person) \u00fcber den Haushaltskehricht entsorgt. Im Jahr 2002 waren es noch 43</span><span>&nbsp;</span><span>548 Tonnen (ca. 6 kg pro Person). Insgesamt werden somit j\u00e4hrlich rund 96</span><span>&nbsp;</span><span>700 Tonnen Alttextilien entsorgt. Von den separat gesammelten Alttextilien werden etwa 98</span><span>&nbsp;</span><span>Prozent zur Sortierung ins Ausland exportiert. Davon sind etwa 60</span><span>&nbsp;</span><span>Prozent als Gebrauchtkleider vorgesehen, 28</span><span>&nbsp;</span><span>Prozent werden rezykliert und 12</span><span>&nbsp;</span><span>Prozent als Abfall entsorgt.</span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>3) Vom </span><a href=\"https://www.bfs.admin.ch/asset/de/27705358\"><span><u>Treibhausgas-Fussabdruck</u></span></a><span> der Schweizer Haushalte gingen gem\u00e4ss Zahlen des Bundesamts f\u00fcr Statistik im Jahr 2021 3.5</span><span>&nbsp;</span><span>Prozent auf den importbedingten Teil des Ausgabenpostens \u00abBekleidung und Schuhe\u00bb zur\u00fcck. Inklusive Inlandanteil machte der Ausgabenposten \u00abBekleidung und Schuhe\u00bb insgesamt 3.8</span><span>&nbsp;</span><span>Prozent des Treibhausgas-Fussabdruck der Schweizer Haushalte aus.</span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>4) Im </span><a href=\"https://www.bafu.admin.ch/dam/bafu/de/dokumente/wirtschaft-konsum/externe-studien-berichte/umweltatlas-lieferketten-schweiz.pdf.download.pdf/umweltatlas_lieferketten_schweiz.pdf\"><span><u>Umweltatlas Lieferketten Schweiz</u></span></a><span> aus dem Jahr 2020 werden die durch den Schweizer Bekleidungshandel ausgel\u00f6sten Umweltbelastungen ausgewiesen. Der Wasserverbrauch des Schweizer Bekleidungshandels wird haupts\u00e4chlich durch die landwirtschaftliche Produktion verursacht (insb. Anbau von Baumwolle). Durch das Waschen von </span><span><em>synthetischen Textilien</em></span><span> werden in der Schweiz j\u00e4hrlich 80 Tonnen Faserabrieb emittiert (</span><a href=\"https://pubs.acs.org/doi/10.1021/acs.est.9b02900\"><span><u>Kawecki und Nowack 2019</u></span></a><span>). Weitere Analysen hat der Bundesrat 2022 im Bericht </span><a href=\"https://www.newsd.admin.ch/newsd/message/attachments/73205.pdf\"><span><u>\u00abKunststoffe in der Umwelt\u00bb</u></span></a><span> in Erf\u00fcllung der Postulate 18.3196 Thorens Goumaz \u00abWie kann k\u00fcnftig ein \u00f6kologischer, effizienter und wirtschaftlich rentabler Umgang mit Kunststoffen garantiert werden?\u00bb, 18.3496 Munz \u00abAktionsplan zur Reduzierung von Plastikeintr\u00e4gen in die Umwelt\u00bb, 19.3818 Flach \u00abMillionen Tonnen von Plastik einsparen, ersetzen oder recyclen statt verbrennen oder exportieren\u00bb und 19.4355 Die Mitte-Fraktion \u00abPlastikm\u00fcll. Vermeiden und wiederverwerten statt exportieren\u00bb vorgelegt.</span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>5) Laut einer </span><a href=\"https://www.eionet.europa.eu/etcs/etc-wmge/products/etc-wmge-reports/textiles-and-the-environment-in-a-circular-economy/@@download/file/ETC-WMGE_report_final%20for%20website_rev20221118.pdf\"><span><u>Studie der Europ\u00e4ischen Umweltagentur</u></span></a><span> aus dem Jahr 2019 ist die Produktion von Textilien mit 51 Prozent f\u00fcr den gr\u00f6ssten Teil der Treibhausgas-Emissionen von Textilien verantwortlich, der Transport f\u00fcr lediglich 5 Prozent. Gem\u00e4ss Umweltatlas Lieferketten sind die Stromgewinnung aus fossilen Energietr\u00e4gern sowie die Gewinnung von Energietr\u00e4gern und mineralischen Rohstoffen (z.</span><span>&nbsp;</span><span>B. f\u00fcr synthetische Textilfasern) hauptverantwortlich f\u00fcr Treibhausgas-Emissionen von Textilien.</span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>6) Gest\u00fctzt auf Artikel 35</span><span><em>i</em></span><span> des Umweltschutzgesetzes (USG; SR</span><span>&nbsp;</span><span>814.01) kann der Bundesrat umweltbezogene Anforderungen an das Inverkehrbringen von Produkten festlegen, wobei die Regelungen der wichtigsten Handelspartner ber\u00fccksichtigt werden sollen. Ab Ende 2025 wird die EU-Kommission delegierte Rechtsakte zur neuen \u00d6kodesign-Verordnung (EU) 2024/1781 erlassen. Gem\u00e4ss dessen Artikel 18 sollen auch Textilien adressiert werden. Der Bundesrat wird diese Entwicklungen verfolgen und bei Bedarf Verordnungsanpassungen pr\u00fcfen.</span></p></span>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1740528000000)\/","SubmittedBy":"Schlatter Marionna","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1742567607000)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"15|52","Category":null,"Modified":"\/Date(1763090979800)\/","SubmissionDate":"\/Date(1734652800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5206,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wirtschaft|Umwelt"}}