{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244696,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244696,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244696,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244696,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244696,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244696,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244696,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244696,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244696,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244696,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244696,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244696,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244696,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244696,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244696,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244696,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244696,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20244696,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"24.4696","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Sucht der Bund nach einer Strategie zur Einschr\u00e4nkung der Tierversuche?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>&nbsp;</p><ol><li>Welche Massnahmen f\u00fcr mehr Unterst\u00fctzung tierversuchsfreier Forschung hat das 3RCC beim SNF angeregt? Falls das nicht Teil seines Auftrags ist: warum nicht?</li><li>Warum ist InnoSuisse keine Mitgliederorganisation des 3RCC, wo doch Alternativmethoden auch eine Frage der Innovationsf\u00f6rderung sind?</li><li>Aus fr\u00fcheren NFPs sind permanente Institutionen hervorgegangen (NFP 17: Stiftung Forschung 3R). Welche M\u00f6glichkeiten sieht der Bund f\u00fcr die Schaffung einer Institution in diesem Bereich?</li></ol><p>&nbsp;</p>","ReasonText":"<p>Der Bund unterst\u00fctzt zwei Programme, um Alternativen zu Tierversuchen zu f\u00f6rdern: das Nationale Forschungsprogramm 79 \u00abAdvancing 3R\u00bb (NFP 79) und das 3R-Kompetenzzentrum (3RCC). Gem\u00e4ss BLV-Statistik stagnieren die Tierversuchszahlen in der Schweiz seit 30 Jahren zwischen 550'000 und 750'000 Tieren pro Jahr, hinzu kommen ungef\u00e4hr noch einmal so viele \u00ab\u00dcberschusstiere\u00bb.</p><p>Ungef\u00e4hr ein Drittel der Projekte im NFP79 besch\u00e4ftigt sich mit geistes-, sozial- und rechtswissenschaftlichen Fragen zu Tierversuchen. Dies umfasst zum Beispiel Fragen zur politischen Debatte \u00fcber Tierversuche, rechtliche Fragen \u00fcber neuartige Alternativmethoden sowie die Frage nach m\u00f6glichen Reduktions- oder Ausstiegsstrategien.</p><p>Diese Auseinandersetzung ist essenziell, weil Wissenschaft ein gesellschaftliches System ist, in dem Ver\u00e4nderungen auch von rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen abh\u00e4ngig sind. Das NFP79 ist jedoch nur ein vor\u00fcbergehendes Programm. Das 3RCC hat keine gesonderte Abteilung f\u00fcr geistes-, sozial- und rechtswissenschaftliche Fragen. Man kann deshalb bef\u00fcrchten, dass das 3RCC zwar die naturwissenschaftliche Forschung an einzelnen Alternativmethoden f\u00f6rdert, nicht aber die Suche nach Strategien, um diesen Alternativen auch zum Durchbruch zu verhelfen.</p><p>Ein Blick ins Ausland zeigt, dass man mehr tun kann: In den Niederlanden gibt es einen Lehrstuhl f\u00fcr \u00abevidenzbasierte Transition zu tierfreien Innovationen\u00bb. Die deutsche Bundesregierung l\u00e4sst zurzeit eine Reduktionsstrategie f\u00fcr Tierversuche erarbeiten. Die Europ\u00e4ische Kommission l\u00e4sst eine Ausstiegsstrategie spezifisch f\u00fcr Tierversuche in der gesetzlich vorgeschriebenen Toxikologie entwickeln. Es w\u00e4re daher geboten, im Sinne einer ganzheitlichen Analyse und Betrachtung auch hier in geistes- und sozialwissenschaftliche Projekte zu investieren, damit potenzialreiche Methoden auch breit zur Anwendung kommen.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<span><p><span>1. Das Schweizerische 3R-Kompetenzzentrum (3RCC) hat den Auftrag, Alternativen zu Tierversuchen zu f\u00f6rdern. Diese F\u00f6rderung umfasst vier Aktionsfelder: die Unterst\u00fctzung von Forschungsprojekten zur Entwicklung von Alternativmethoden f\u00fcr Tierversuche sowie Bildung, Monitoring und Kommunikation. F\u00fcr die Bildung, das Monitoring und die Kommunikation im 3R-Bereich (\u00abreplace, reduce, refine\u00bb) ist einzig das 3RCC zust\u00e4ndig. Forschungsprojekte werden hingegen vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) und vom 3RCC gemeinsam unterst\u00fctzt. Die vom 3RCC gef\u00f6rderten Projekte befassen sich schwerpunktm\u00e4ssig mit der Entwicklung von Methoden, mit denen die Zahl der Versuchstiere verringert oder die Haltungsbedingungen der Tiere verbessert werden k\u00f6nnen. Massgebende Auswahlkriterien sind die Umsetzung und die Auswirkungen der 3R. Im Gegensatz dazu unterst\u00fctzt der SNF \u2013 nach einem hochkompetitiven Selektionsprozess \u2013 im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms \u00abAdvancing 3R \u2013 Tiere, Forschung und Gesellschaft\u00bb (NFP</span><span>&nbsp;</span><span>79) haupts\u00e4chlich Projekte, die neue wissenschaftliche Erkenntnisse liefern und Antworten auf gesellschaftliche Fragen geben. Dieses NFP wurde vom SNF in Zusammenarbeit mit Innosuisse entwickelt. Die Erkenntnisse aus dem NFP</span><span>&nbsp;</span><span>79 k\u00f6nnen in die Praxis umgesetzt werden: vom 3RCC im Rahmen seiner Bildungs- und Kommunikationsaufgaben, von den Hochschulen in der Grundlagenforschung und der Implementierung und schliesslich von den privaten Akteuren in der angewandten Forschung und durch die Anwendung neuer Tierversuchsmethoden.</span></p><p><span>2. 2016 beauftragte das Staatssekretariat f\u00fcr Bildung, Forschung und Innovation swissuniversities mit der Erarbeitung eines Konzepts f\u00fcr ein 3R-Kompetenzzentrum. In der Folge wurde das 3RCC vom Bundesamt f\u00fcr Lebensmittelsicherheit und Veterin\u00e4rwesen, Interpharma, elf Schweizer Hochschulen und dem Schweizer Tierschutz als gemeinn\u00fctziger Verein gegr\u00fcndet. Das 3RCC wird gem\u00e4ss Artikel</span><span>&nbsp;</span><span>15 des Bundesgesetzes \u00fcber die F\u00f6rderung der Forschung und Innovation (FIFG, </span><a><span>SR 420.1</span></a><span>) unterst\u00fctzt. Die Gr\u00fcndungsmitglieder des Vereins haben alle eine spezifische Funktion im 3R-Bereich und tragen durch ihre Vertretung in den Entscheidungsgremien zur strategischen Weiterentwicklung des 3RCC bei. Innosuisse unterst\u00fctzt ihrerseits bereichsunabh\u00e4ngig Innovationsprojekte und kann so zur Entwicklung von Alternativmethoden f\u00fcr Tierversuche beitragen, sofern in der Privatwirtschaft ein entsprechender Bedarf besteht.</span></p><p><span>3. Ein Schlussbericht mit den Ergebnissen des NFP</span><span>&nbsp;</span><span>79 (im Jahr 2027) wird zeigen, was mit dem Programm erreicht wurde, Empfehlungen formulieren (z.</span><span>&nbsp;</span><span>B. Wissenssicherung) und zuk\u00fcnftige Herausforderungen identifizieren. Der zus\u00e4tzliche Mittelbedarf wird im Parlament im Rahmen der Arbeiten zur parlamentarischen Initiative Christ</span><span>&nbsp;</span><span>21.426 \u00abMehr Ressourcen und Anreize f\u00fcr die 3R-Forschung, um Alternativen zu den Tierversuchen rascher voranzutreiben\u00bb diskutiert.</span><span>&nbsp; </span></p></span>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1740528000000)\/","SubmittedBy":"Schneider Meret","BusinessStatus":203,"BusinessStatusText":"Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor","BusinessStatusDate":"\/Date(1740583486627)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"36|52","Category":null,"Modified":"\/Date(1763091251897)\/","SubmissionDate":"\/Date(1734652800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5206,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wissenschaft und Forschung|Umwelt"}}