{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244698,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244698,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244698,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244698,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244698,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244698,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244698,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244698,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244698,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244698,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244698,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244698,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244698,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244698,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244698,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244698,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20244698,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20244698,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"24.4698","BusinessType":5,"BusinessTypeName":"Motion","BusinessTypeAbbreviation":"Mo.","Title":"Keine kantonalen Ausnahmen vom Widerhakenverbot","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird beauftragt, &nbsp;Art. 23 Abs.1 lit c TschV, der bereits heute das Angeln mit Widerhaken bei Fischen und Panzerkrebsen untersagt, so anzupassen, dass davon keine Ausnahmen durch die Kantone mehr m\u00f6glich sind.</p>","ReasonText":"<p>Die Nutzung von Widerhaken sorgt bei Fischen f\u00fcr viel gr\u00f6sseres Leid als andere Methoden. Die Verletzungen, die das Tier durch die Widerhaken erleidet, sind viel gr\u00f6sser als bei anderen Haken, da der Widerhaken Gewebe mitreisst. Oftmals wird zudem mit m\u00f6glichst d\u00fcnnen Vorf\u00e4chern und Schn\u00fcren gefischt, um die Sichtbarkeit f\u00fcr den Fisch zu verringern. Dadurch kann das Vorfach oder die Schnur beim Drill brechen und der Widerhaken-K\u00f6der bleibt im Maul des Tieres h\u00e4ngen. Dies kann den Fisch massiv bei der Nahrungsaufnahme und der Atmung beeintr\u00e4chtigen und ist f\u00fcr das Tier mit erheblichem Leid verbunden.</p><p>Als Argument f\u00fcr die Verwendung von Widerhaken wird oft vorgebracht, dass in Seen auf gr\u00f6ssere Fische und in gr\u00f6sserer Tiefe gefischt werde und die Widerhaken das Risiko, den Fang zu verlieren, vermindern w\u00fcrden. In der Botschaft zur TSchV wird die Ausnahme vom Widerhakenverbot damit begr\u00fcndet, dass diese den kantonalen Fischereibeh\u00f6rden die Kompetenz gebe, Ausnahmeregelungen zu erlassen f\u00fcr Fangmethoden, bei denen der Verzicht auf Widerhaken eine Reduktion des Fangertrages nach sich ziehen k\u00f6nnte.&nbsp;</p><p>Es gibt aber bereits heute Haken, die das Risiko des Verlierens der Fische minimieren und f\u00fcr den Fisch wesentlich schonender sind. Ausserdem wirkt sich bei Fischen, die nach dem Fang wieder zur\u00fcckzusetzen sind (beispielsweise Jungtiere, laichende oder gesch\u00fctzte Fische), negativ auf deren \u00dcberlebenswahrscheinlichkeit aus. Widerhaken erh\u00f6hen auch die Verletzungsgefahr und das damit einhergehende Risiko einer Infektion. Wird der Fisch wieder zur\u00fcck ins Wasser gesetzt, kann er an den Folgen sterben. Gewisse Arten sind auf der roten Liste der Fische und Rundm\u00e4uler, weshalb die verminderten \u00dcberlebenschancen beim Angeln mit Widerhaken die Best\u00e4nde solcher gesch\u00fctzten Arten beeintr\u00e4chtigen k\u00f6nnen.</p><p>Die Fangeffizienz beim Angeln mit Widerhaken vermag somit die zahlreichen Nachteile f\u00fcr die Tiere \u2013 insbesondere auch im Hinblick auf das Verh\u00e4ltnism\u00e4ssigkeitsprinzip \u2013 nicht auszugleichen und ein Verbot der Widerhaken, wie es bereits in vielen Kantonen umgesetzt wird, w\u00e4re ohne Ausnahmen geboten.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<span><p><span>Die Verwendung von Widerhaken ist umfassend und restriktiv geregelt. Gem\u00e4ss Artikel 23 Absatz 1 Buchstabe c der Tierschutzverordnung (TSchV; SR 455.1) ist die Verwendung von Angelger\u00e4ten mit Widerhaken grunds\u00e4tzlich untersagt. Die Kantone k\u00f6nnen jedoch Ausnahmen genehmigen (Artikel 5b Absatz 4 der Verordnung zum Bundesgesetz \u00fcber die Fischerei (VBGF; SR 923.01)). Diese Ausnahmen beschr\u00e4nken sich auf das Fischen in Seen und Stauhaltungen und k\u00f6nnen lediglich f\u00fcr Berufsfischerinnen und Berufsfischer sowie Anglerinnen und Angler mit Sachkundenachweis erteilt werden. </span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>Diese Regelung, die seit 2014 in Kraft ist, hat die Handhabung von Widerhaken versch\u00e4rft. Sie ist das Resultat eines intensiven Austauschprozesses zwischen dem Bundesamt f\u00fcr Veterin\u00e4rwesen (BVET; heute Bundesamt f\u00fcr Lebensmittelsicherheit und Veterin\u00e4rwesen BLV), dem Bundesamt f\u00fcr Umwelt (BAFU), der Jagd- und Fischereiverwalterkonferenz (JFK) und dem Schweizerischen Fischereiverband (SFV). Die Regelung ber\u00fccksichtigt, dass das Fischen mit Widerhaken in gewissen Situationen die tierschutzgerechteste Methode darstellen kann. Werden beispielsweise Fische mit geschlossener Schwimmblase (sog. Physoclisten, wie Egli)</span><span>&nbsp;</span><span>in gr\u00f6sserer Tiefe gefangen, erleiden sie beim Heraufholen an die Wasseroberfl\u00e4che Sch\u00e4den durch Druckver\u00e4nderungen (Barotrauma). Ihre \u00dcberlebenschancen sind gering, weshalb sie ohne Entkommen zu fangen und anschliessend tierschutzgerecht zu t\u00f6ten sind. F\u00fcr diesen Zweck erweisen sich Widerhaken als zielf\u00fchrend.</span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>Einzelne Komponenten der Ausr\u00fcstung, wie beispielsweise Haken und Dicke des Vorfachs, sind gem\u00e4ss den Kursinhalten des Sachkundennachweises untereinander sowie auf die Zielfischart (einschliesslich ihres Gewichts und Fluchtverhaltens) abzustimmen.</span><span>&nbsp;</span><span>Auf diese Weise wird die Gefahr eines Bruchs von Vorfach oder Schnur erheblich minimiert.</span></p></span><br><br>Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.","FederalCouncilProposal":45,"FederalCouncilProposalText":"Ablehnung","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1740528000000)\/","SubmittedBy":"Schneider Meret","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1741021378000)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"52","Category":null,"Modified":"\/Date(1782902779367)\/","SubmissionDate":"\/Date(1734652800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5206,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Umwelt"}}