{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20250304,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20250304,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20250304,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20250304,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20250304,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20250304,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20250304,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20250304,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20250304,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20250304,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20250304,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20250304,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20250304,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20250304,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20250304,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20250304,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20250304,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20250304,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"25.304","BusinessType":3,"BusinessTypeName":"Standesinitiative","BusinessTypeAbbreviation":"Kt. Iv.","Title":"F\u00fcr eine konkrete Unterst\u00fctzung bei den wachsenden Herausforderungen der dualen Berufsausbildung. Erlernen einer Zweitsprache soll in der Lehrlingsausbildung obligatorisch werden","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Die Standesinitiative verlangt, alle Verordnungen \u00fcber die Berufsbildung dahingehend anzupassen, dass zur Erlangung des eidgen\u00f6ssischen F\u00e4higkeitszeugnisses (EFZ) eine Zweitsprache erlernt werden muss.</p>","ReasonText":"<p>Die Schweizer Berufsbildung verbindet Theorie und Praxis und vermittelt den Jugendlichen die F\u00e4higkeiten, die sie f\u00fcr einen erfolgreichen Einstieg in den Arbeitsmarkt brauchen. Die Lernenden absolvieren zuerst eine zweij\u00e4hrige berufliche Grundbildung mit eidgen\u00f6ssischem Berufsattest (EBA) bzw. eine drei- oder vierj\u00e4hrige berufliche Grundbildung mit eidgen\u00f6ssischem F\u00e4higkeitszeugnis (EFZ). Die Grundbildung findet in Betrieben und an Berufsfachschulen statt. Die Lernenden k\u00f6nnen zudem eine Berufsmaturit\u00e4t (BM) erwerben, die den Zugang zu Fachhochschulen (FH) und anderen weiterf\u00fchrenden Schulen er\u00f6ffnet. Das System bietet mit Diplomen der h\u00f6heren Fachschulen (HF) sowie mit Berufspr\u00fcfungen (BP) und h\u00f6heren Fachpr\u00fcfungen (HFP) zudem Spezialisierungs- und Weiterbildungsm\u00f6glichkeiten. Diese flexible Struktur des Systems bietet verschiedenste Entwicklungsperspektiven und gew\u00e4hrleistet einen starken Bezug zur Arbeitswelt.</p><p>Eine der tragenden S\u00e4ulen des Berufsbildungssystems ist das staatlich anerkannte EFZ, das \u2014 wie bereits erw\u00e4hnt \u2014 die Kompetenzen bescheinigt, die w\u00e4hrend einer in der Regel drei- oder vierj\u00e4hrigen Lehre erworben wurden. Es handelt sich um ein duales Bildungssystem, da praktisches Lernen im Betrieb mit theoretischem Unterricht in der Berufsfachschule verkn\u00fcpft wird. W\u00e4hrend ihrer Ausbildung eignen sich die Lernenden berufsspezifische Kompetenzen an und es wird ihnen Allgemeinwissen in F\u00e4chern wie Sprachen, Mathematik oder Allgemeinbildung vermittelt. Das EFZ erm\u00f6glicht den direkten Einstieg in die Arbeitswelt oder er\u00f6ffnet den Zugang zu einer weiteren Spezialisierung oder zur Berufsmaturit\u00e4t, die zu einem Studium an einer FH bef\u00e4higt.</p><p>Eine einschl\u00e4gige Verordnung, die vom Staatssekretariat f\u00fcr Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) auf Ersuchen der betroffenen Berufsverb\u00e4nde erlassen wurde, legt Inhalt und Dauer der Ausbildung fest.Die Regelungskompetenz liegt somit beim Bund und nicht bei den Kantonen.</p><p>Gem\u00e4ss den \u00abGrundkompetenzen f\u00fcr die Fremdsprachen Nationale Bildungsstandards\u00bb der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektorinnen und -direktoren (EDK; 2011) treten Lernende aus der Sekundarstufe I (obligatorische Schulzeit) mit dem Sprachniveau A2 im Sinne des Gemeinsamen Europ\u00e4ischen Referenzrahmens f\u00fcr Sprachen (GER) in eine berufliche Grundbildung \u00fcber (Sekundarstufe II).</p><p>Auf Bundesebene wurden wichtige Schritte zur F\u00f6rderung der Mehrsprachigkeit in der Berufsbildung unternommen, da anerkannt wurde, dass sie zentral f\u00fcr den nationalen Zusammenhalt und die Eingliederung in die Arbeitswelt ist. Bereits 2017 legte der Bundesrat in Erf\u00fcllung des einschl\u00e4gigen Postulates von 2014 einen Bericht \u00fcber die F\u00f6rderung des Fremdsprachenerwerbs in der Berufsbildung vor. Unl\u00e4ngst \u2014 im Oktober 2023 \u2014 hat das SBFI einen speziellen Leitfaden, die \u00abOrientierungshilfe Integration von Fremdsprachen in die berufliche Grundbildung\u00bb (Notter et al.), ver\u00f6ffentlicht, in welcher noch einmal betont wird, wie wichtig Fremdsprachen f\u00fcr den pers\u00f6nlichen und beruflichen Erfolg der Jugendlichen sind.</p><p>In dieser Orientierungshilfe wird darauf hingewiesen, dass Mehrsprachigkeit in verschiedensten Berufsgruppen f\u00f6rderungsw\u00fcrdig ist: \u00abDie Integration von Fremdsprachen in die berufliche Grundbildung bietet sich bei Berufen an, bei denen u. a. Kunden- oder Patientenkontakt, Arbeiten und Recherchieren im mehrsprachigen Arbeitsumfeld oder technisch bedingte Mehrsprachigkeit und Textkompetenz eine Rolle spielen.\u00bb</p><p>In der \u00abOrientierungshilfe Integration von Fremdsprachen in die berufliche Grundbildung\u00bb wird aufgezeigt, wie eine Zweitsprache in die Berufsbildung integriert werden kann und welcher Aufwand damit verbunden ist.</p><p>Die Methoden zur Vermittlung der funktionalen Mehrsprachigkeit in der Berufsbildung umfassen Ans\u00e4tze in der schulischen und in der beruflichen Praxis. In den Berufsfachschulen k\u00f6nnen Fremdsprachen handlungsorientiert unterrichtet werden. Bei diesem Unterricht werden kooperative Methoden wie Rollenspiele oder projektbasiertes Lernen bevorzugt. Die grammatikalische Korrektheit steht an zweiter Stelle. Ein anderer Ansatz ist der bilinguale Unterricht. Bei diesem wird der Erwerb beruflicher Kompetenzen in der Fremdsprache mit einem handlungsorientierten Ansatz kombiniert, sodass neben einer Fremdsprache gleichzeitig auch fachliche Fertigkeiten erlernt werden. Es ist m\u00f6glich (und empfehlenswert), diese Methoden in den Unterricht zu integrieren und sie zu kombinieren, um die bestm\u00f6glichen Ergebnisse zu erzielen. In der Berufspraxis kann die Integration der Mehrsprachigkeit direkt im Betrieb (durch die Ausf\u00fchrung von Aufgaben mit oder ohne Unterst\u00fctzung) oder in \u00fcberbetrieblichen Kursen (\u00fcK) (die nach einer ersten Vorbereitung in der Berufsfachschule ein Umfeld bieten, in dem die Sprachkenntnisse durch Simulationen realer Arbeitssituationen, wie Kundengespr\u00e4che oder das Verfassen von Texten, gefestigt werden) erfolgen.</p><p>Der voraussichtliche Aufwand ist gem\u00e4ss der Orientierungshilfe wie folgt: \u00abF\u00fcr alle Szenarien gelten als Empfehlung ca. 60 Lektionen f\u00fcr die berufsspezifische Sprachvertiefung (A2/A2+) und ca. 120 Lektionen f\u00fcr die berufsspezifische Spracherweiterung (B1/B1+) \u00fcber die gesamte Ausbildungsdauer \u2014 sowohl f\u00fcr den bilingualen als auch f\u00fcr den Fremdsprachenunterricht.\u00bb Bei der Integration einer Fremdsprache in die Berufsbildung, d. h. f\u00fcr die Massnahmen zur F\u00f6rderung eines wirksamen und integrativen bilingualen Unterrichts, fallen Mehrkosten an, u. a. f\u00fcr die Konzeption der Unterrichtsmaterialien, f\u00fcr Schulungen und Weiterbildungen f\u00fcr Berufsbildungsverantwortliche, f\u00fcr St\u00fctzkurse f\u00fcr Lernende mit Sprachschwierigkeiten oder besonderen Bed\u00fcrfnissen sowie f\u00fcr organisatorische Massnahmen wie Entlastungsstunden f\u00fcr Lehrpersonen, kleinere Klassen, Zusammenarbeit von Lehrpersonen und Erstellung von Pr\u00fcfungsaufgaben (siehe Kap. 6 der Orientierungshilfe).&nbsp;</p><p>Das Erlernen einer Zweitsprache ist ein zentraler Bestandteil der Schweizer Berufsbildung und der Zweitsprachenunterricht ist entsprechend den spezifischen Anforderungen des Bildungsgangs geregelt. Im Allgemeinen ist in jedem Bildungsgang das Erlernen einer Zweitsprache vorgesehen, wobei die Kantone zus\u00e4tzlich Wahl- und St\u00fctzkurse anbieten k\u00f6nnen. Die Hauptunterrichtssprache ist die vor Ort gesprochene Sprache (z. B. Italienisch im Tessin), aber einige Verordnungen sehen zus\u00e4tzliche Sprachen \u2014 insbesondere Englisch \u2014 vor. Gest\u00fctzt auf den Bericht von 2017 in Erf\u00fcllung des Postulates Buillard-Marbach wurde im Oktober 2023 ein Leitfaden zur F\u00f6rderung des Fremdsprachenerwerbs in der dualen Bildung ver\u00f6ffentlicht, der sich an den Bed\u00fcrfnissen des Arbeitsmarktes orientiert.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":null,"FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":null,"SubmittedBy":"Tessin","BusinessStatus":208,"BusinessStatusText":"In Kommission des Nationalrats","BusinessStatusDate":"\/Date(1773754780000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":null,"Category":"IV","Modified":"\/Date(1782429744793)\/","SubmissionDate":"\/Date(1740528000000)\/","SubmissionCouncil":null,"SubmissionCouncilName":null,"SubmissionCouncilAbbreviation":null,"SubmissionSession":5207,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":2,"FirstCouncil1Name":"St\u00e4nderat","FirstCouncil1Abbreviation":"SR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":null}}