{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20251026,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20251026,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20251026,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20251026,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20251026,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20251026,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20251026,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20251026,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20251026,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20251026,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20251026,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20251026,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20251026,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20251026,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20251026,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20251026,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20251026,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20251026,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"25.1026","BusinessType":18,"BusinessTypeName":"Anfrage","BusinessTypeAbbreviation":"A","Title":"Begr\u00fcnung von Gleisanlagen","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Die Versiegelung der Fl\u00e4chen und die Zunahme von Hitzesommern durch den Klimawandel f\u00fchrt zu einem erh\u00f6hten Bedarf an Massnahmen zur Hitzeminderung, insbesondere in urbanen R\u00e4umen. Mehr Schatten, mehr Verdunstungsk\u00e4lte und eine h\u00f6here Biodiversit\u00e4t w\u00fcrden dies unterst\u00fctzen. Eine M\u00f6glichkeit f\u00fcr zus\u00e4tzliche Gr\u00fcnfl\u00e4chen w\u00e4ren die Begr\u00fcnung von Gleisanlagen. Versuche der SBB wurden durchgef\u00fchrt, um Randbereiche und wenig befahrene Gleise zu begr\u00fcnden. Dazu hat die SBB vorgesehen ein Pilotprojekt durchzuf\u00fchren. Aufgrund erster negativer Versuche wurde schliesslich beschlossen, auf die Begr\u00fcnung und den Einbau von \u00abgr\u00fcnen Gleisen\u00bb zu verzichten. In diesem Zusammenhang bitte ich den Bundesrat um die Beantwortung folgender Fragen:</p><ol><li>Wie beurteilt der Bundesrat die Begr\u00fcnung von Gleisen zwecks Hitzeminderung und F\u00f6rderung der Biodiversit\u00e4t?</li><li>Trifft es zu, dass dazu bereits erste Abkl\u00e4rungen durchgef\u00fchrt wurden?</li><li>Trifft es zu, dass die Begr\u00fcnung von Gleisanlagen grunds\u00e4tzlich m\u00f6glich w\u00e4ren, insbesondere von wenig genutzten Anlagen?</li><li>Nimmt die SBB weitere Anl\u00e4ufe, um die Begr\u00fcnung der Gleisanlagen zu f\u00f6rdern?</li><li>Wenn Nein, warum nicht?</li></ol>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<span><p><span>1., 2. und 3. Die Begr\u00fcnung von Gleisanlagen zwecks Hitzeminderung oder F\u00f6rderung der Biodiversit\u00e4t ist nur in Ausnahmef\u00e4llen</span><span>&nbsp;</span><span>sinnvoll. Auf Eisenbahn-Streckengleisen ist eine Begr\u00fcnung mit Pflanzen aus sicherheitstechnischen und \u00f6konomischen Gr\u00fcnden abzulehnen:</span></p><ul><li><span>Der Schotter auf Streckengleisen kann seine Tragf\u00e4higkeit nur aufrechterhalten, wenn Wasser aus dem Gleisk\u00f6rper schnellstm\u00f6glich abfliesst und nicht stehen bleibt. Erdreich zwischen den Schottersteinen reduziert die Tragf\u00e4higkeit der Gleise ebenfalls durch eine ver\u00e4nderte Elastizit\u00e4t und gespeichertes Wasser. Ein grosser Teil des Gleisunterhalts der SBB fliesst in Massnahmen, welche den Wasserabfluss im Schotterbett wieder herstellen und durch Erdreich verschmutzten Schotter reinigt. Das spricht gegen eine Begr\u00fcnung, die Wasser und Erdreich erfordert. </span></li><li><span>Begr\u00fcnte Gleise k\u00f6nnen bei Tramstrecken eingesetzt werden, da diese Fahrzeuge einerseits massiv leichter sind als die Eisenbahnen und andererseits auch deutlich langsamer fahren. Beide Parameter in Kombination reduzieren die erforderliche Widerstandskraft der Gleise. Deshalb k\u00f6nnen die Erfahrungen mit begr\u00fcnten Gleisen nicht von den Tramstrecken auf Eisenbahnstrecken \u00fcbertragen werden.</span></li><li><span>Durch eine Begr\u00fcnung w\u00fcrde die maschinelle und optische \u00dcberwachung der Gleisanlagen auf Sch\u00e4den an Schienen, Schwellen und Befestigungsmaterial eingeschr\u00e4nkt oder verunm\u00f6glicht.</span></li><li><span>Der Unterhalt, zum Beispiel das Stopfen von Gleisen, w\u00e4re stark eingeschr\u00e4nkt und nur mit einem erheblichen Zusatzaufwand m\u00f6glich.</span></li><li><span>Ein \"biodiversit\u00e4tsf\u00f6rdernder\" Einfluss kann durch eine Begr\u00fcnung nicht erreicht werden, da die Pflanzenauswahl bei begr\u00fcnten Gleisen stark eingeschr\u00e4nkt ist.</span></li></ul><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>Auf Abstellgleisanlagen</span><strong><span>, </span></strong><span>die durch die viel tieferen Geschwindigkeiten keiner bedeutenden Belastung ausgesetzt sind, w\u00e4re eine Begr\u00fcnung von Gleisen und Gehwegen im Rahmen eines Neu- oder Umbaus der Anlage grunds\u00e4tzlich technisch machbar. Jedoch ist auch hier mit einem erh\u00f6hten Unterhaltsaufwand zu rechnen. Zudem ist der Beitrag zur F\u00f6rderung der Biodiversit\u00e4t aufgrund der eingeschr\u00e4nkten Pflanzenauswahl gering. Verschiedene Abkl\u00e4rungen, Studien und Versuche der SBB best\u00e4tigen diese Erkenntnisse.</span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>Zwischengleisbereiche, welche keine bahntechnische Funktion haben, werden von der SBB immer begr\u00fcnt, wenn dies technisch m\u00f6glich und die Zug\u00e4nglichkeit f\u00fcr den Gr\u00fcnunterhalt sichergestellt ist. Um die Qualit\u00e4t dieser Naturfl\u00e4chen aufrecht erhalten zu k\u00f6nnen (z.B. keine Neophyten-Ansammlung, keine Verbuschung) sind entsprechende Unterhaltsmassnahmen und finanzielle Mittel notwendig. </span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>4. und 5. Aktuell besteht bei der SBB kein Vorhaben, um Gleise aktiv zu begr\u00fcnen. Fl\u00e4chen neben den Gleisen, welche keine bahntechnische Funktion haben, werden wenn immer m\u00f6glich begr\u00fcnt. Der Erhalt der \u00f6kologischen Qualit\u00e4t dieser Gr\u00fcnfl\u00e4chen ist im Unterhalt aufgrund der Priorisierung der Mittel zugunsten eines sicheren und zuverl\u00e4ssigen Bahnbetriebs jedoch von tieferer Bedeutung. Die Begr\u00fcnung von Gleisanlagen zwecks Hitzeminderung oder F\u00f6rderung der Biodiversit\u00e4t ist nur in Ausnahmesituationen sinnvoll und m\u00f6glich. Die Finanzierbarkeit des Substanzerhalts der Bahnanlagen ist eine grosse Herausforderung. Die Bahninfrastrukturbetreiber sind gehalten, kostensenkende Massnahmen zu eruieren. Der Bundesrat lehnt vor diesem Hintergrund die generelle Begr\u00fcnung von Gleisanlagen ab. </span><span>&nbsp;</span></p></span>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1755043200000)\/","SubmittedBy":"Marti Min Li","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1755081444000)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"48|52","Category":null,"Modified":"\/Date(1763088240897)\/","SubmissionDate":"\/Date(1750204800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5209,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Verkehr|Umwelt"}}