{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20251029,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20251029,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20251029,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20251029,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20251029,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20251029,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20251029,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20251029,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20251029,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20251029,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20251029,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20251029,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20251029,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20251029,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20251029,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20251029,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20251029,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20251029,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"25.1029","BusinessType":18,"BusinessTypeName":"Anfrage","BusinessTypeAbbreviation":"A","Title":"Organtransplantation. Effizienz, Transparenz und die Rolle der Schweiz im europ\u00e4ischen Netzwerk FOEDUS","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>In der Schweiz stehen jedes Jahr Hunderte von Personen auf der Warteliste f\u00fcr eine Organtransplantation. Viele sterben jedoch, bevor sie ein neues Organ erhalten. Die Zahl der Organspenden hat zwar zugenommen, doch einige Organe werden von den Schweizer Transplantationszentren abgelehnt und manchmal ins Ausland weitergegeben, w\u00e4hrend passende Empf\u00e4ngerinnen und Empf\u00e4nger in der Schweiz weiterhin auf ein Spendeorgan warten m\u00fcssen.</p><p>&nbsp;</p><p>2022 hat das Volk die Widerspruchsregelung angenommen und damit den Willen ausgedr\u00fcckt, die Solidarit\u00e4t zu st\u00e4rken. Damit diese neue Regelung einen konkreten Nutzen bringt, muss jedes Spendeorgan bewertet und, wenn es geeignet ist, in der Schweiz transplantiert werden. Lebern und Nieren werden in der Schweiz manchmal abgelehnt und dann im Ausland transplantiert, was Zweifel an den angewandten Kriterien aufkommen l\u00e4sst. F\u00fcr die Transplantation von Herz und Lunge braucht es eine schnelle Logistik. Auch hier kommt es vor, dass Spendeorgane nicht verwendet werden. Die Transplantation der Bauchspeicheldr\u00fcse und des D\u00fcnndarms erfordert Fachwissen, das nicht immer vorhanden ist. Swisstransplant gibt zudem an, dass Vorgaben der Krankenkassen mit ein Grund sein k\u00f6nnen, dass nicht optimale Organe nicht transplantiert werden.</p><p>&nbsp;</p><p>Die Schweiz beteiligt sich an der europ\u00e4ischen Plattform FOEDUS (Facilitating Exchange of Organs Donated in EU Member States), die den l\u00e4nder\u00fcbergreifenden Organaustausch f\u00f6rdert. Dass in der Schweiz abgelehnte Organe anderswo transplantiert werden, wirft unter anderem die Frage auf, ob die Zunahme an Organspenden mit der neuen Widerspruchsregelung einen l\u00e4nder\u00fcbergreifenden Austausch beg\u00fcnstigt, bei dem die priorit\u00e4re Behandlung der einheimischen Bev\u00f6lkerung nicht sichergestellt ist.</p><p>&nbsp;</p><p>Ich bitte daher den Bundesrat um die Beantwortung folgender Fragen:</p><ol><li>Ist der Bundesrat der Ansicht, dass das Schweizer Transplantationssystem heute gew\u00e4hrleistet, dass die verf\u00fcgbaren Organe bestm\u00f6glich verwendet werden? Wenn nicht, welche Verbesserungen werden umgesetzt oder sind geplant?</li><li>Wie viele Organe, aufgeschl\u00fcsselt nach der Art des Organs, wurden in den letzten f\u00fcnf Jahren gespendet, transplantiert, abgelehnt und ins Ausland weitergegeben? In wie vielen F\u00e4llen wurden weitergegebene Organe im Ausland transplantiert? Wieso wurden sie nicht in der Schweiz transplantiert?</li><li>In welchen F\u00e4llen werden Spendeorgane von Schweizer Transplantationszentren abgelehnt und anschliessend ins Ausland weitergegeben? Gibt es spital\u00fcbergreifende Leitlinien?</li><li>Welche Kriterien, Bedingungen und Kosten sind mit der Schweizer Beteiligung an FOEDUS verbunden? Kann ausgeschlossen werden, dass der Beitritt zu FOEDUS indirekt ein Grund f\u00fcr die Einf\u00fchrung der Widerspruchsl\u00f6sung war und dass dadurch nun das Weitergeben von Spendeorganen ins Ausland gef\u00f6rdert wird?</li><li>H\u00e4lt es der Bundesrat f\u00fcr angemessen, die Regelungen betreffend die Verg\u00fctung von Kosten f\u00fcr die Bewertung und den Transport von Organen zu \u00fcberpr\u00fcfen, sodass auch nicht optimale Organe vermehrt verwendet werden?</li></ol><p>Diese Anfrage wurde gemeinsam mit Lara Filippini, Grossr\u00e4tin im Kanton Tessin, ausgearbeitet.</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<span><p><span>1.- 3. Viele gespendete Organe, f\u00fcr die eine Einwilligung vorliegt, werden bereits bei einer ersten medizinischen Beurteilung aufgrund von Alter, Vorerkrankungen oder Sch\u00e4digungen f\u00fcr eine Transplantation ausgeschlossen. Der Entscheid, ob ein Organ akzeptiert oder abgelehnt wird, liegt bei den Transplantationszentren. Fachexpertinnen und -experten entscheiden anhand von Nutzen-Risiko\u00fcberlegungen, medizinischen Abw\u00e4gungen und der gesundheitlichen Ausgangssituation ihrer Patientinnen und Patienten \u00fcber ein Organangebot. Dabei wird auch der m\u00f6gliche Transplantationserfolg beurteilt. Da es sich immer um Individualentscheide handelt, gibt es keine gemeinsamen Richtlinien. Organe, f\u00fcr welche in der Schweiz keine passende Empf\u00e4ngerin oder kein passender Empf\u00e4nger gefunden werden kann, werden ausl\u00e4ndischen Zuteilungsorganisationen angeboten. Durch den internationalen Austausch k\u00f6nnen die Organe an ideal passende Patientinnen und Patienten weitergegeben werden. Vom internationalen Austausch profitieren auch die Patientinnen und Patienten in der Schweiz.</span></p><p><span>Im Jahr 2024 wurden 24 Organe exportiert und 52 importiert. Die Zahlen der letzten f\u00fcnf Jahre aufgeschl\u00fcsselt nach Organen finden sich im Jahresbericht 2024 von Swisstransplant (www.swisstransplant.org &gt;Swisstransplant &gt; Jahresbericht &gt; Jahresbericht 2024). </span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>4. Die Schweiz beteiligt sich in Form eines Mitgliederbeitrages mit j\u00e4hrlich 4000 Euro an FOEDUS (Facilitating Exchange of Organs Donated in EU Member States). Die Onlineplattform spielt eine wichtige Rolle im Bereich des Organaustausches in Europa: Wenn keine passende empfangende Person im Land der Spende auf der Warteliste steht</span><span>&nbsp;</span><span>\u2013 sei es aufgrund von Inkompatibilit\u00e4ten wie beispielsweise Gr\u00f6sse, Gewicht, Immunologie oder Blutgruppe \u2013 werden die Organe \u00fcber FOEDUS in anderen L\u00e4ndern angeboten. Besonders Kinder profitieren davon. </span><span>Mit dem Austausch </span><span>kann verhindert werden, dass gespendete Organe \u00abverloren\u00bb gehen, weil sich in der Schweiz keine passende Empf\u00e4ngerin oder kein passender Empf\u00e4nger findet. Es besteht kein Zusammenhang zwischen dem Beitritt der Schweiz zu FOEDUS und der Einf\u00fchrung der Widerspruchsregelung.</span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>5. Aktuell gilt in der Schweiz weiterhin die Zustimmungsregelung, die Einf\u00fchrung der Widerspruchsregelung erfolgt fr\u00fchestens auf Anfang 2027. Bevor weitere, kostspielige Massnahmen eingef\u00fchrt werden, gilt es, den Effekt der Widerspruchsregelung abzuwarten</span><span>. </span></p></span>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1755648000000)\/","SubmittedBy":"Pamini Paolo","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1755702089000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1763087792730)\/","SubmissionDate":"\/Date(1750291200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5209,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Gesundheit"}}