{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20251039,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20251039,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20251039,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20251039,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20251039,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20251039,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20251039,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20251039,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20251039,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20251039,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20251039,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20251039,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20251039,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20251039,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20251039,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20251039,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20251039,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20251039,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"25.1039","BusinessType":18,"BusinessTypeName":"Anfrage","BusinessTypeAbbreviation":"A","Title":"Rechtsdurchsetzung beim Verbot von Kaltakquise der Krankenkassen","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Trotz des Verbots (seit September 2024) der Kaltakquise in der Grundversicherung gibt es weiterhin Werbeanrufe. Zwar verzeichnet das SECO gem\u00e4ss eigenen Angaben einen deutlichen R\u00fcckgang der Beschwerden, ganz verschwunden ist das Ph\u00e4nomen jedoch nicht. In der Grundversicherung kann das BAG bei Verst\u00f6ssen Bussen von bis zu 100'000 Franken aussprechen; im Bereich der Zusatzversicherungen ist die FINMA zust\u00e4ndig. Vor diesem Hintergrund stellen sich folgende Fragen an den Bundesrat:</p><ol style=\"list-style-type:decimal;\"><li>Wie viele Verst\u00f6sse wurden seit der Einf\u00fchrung des Verbots in der Grundversicherung festgestellt und wie viele im Bereich der Zusatzversicherung?</li><li>Auf welche Weise werden diese Verst\u00f6sse erfasst?</li><li>Wurden bereits Bussen ausgesprochen? Falls ja: gegen wen richteten sie sich und welche Sanktionen wurden verh\u00e4ngt?</li><li>Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit zwischen BAG und FINMA bei der Aufsicht \u00fcber diese Praktiken?</li><li>Welche Schwierigkeiten bestehen bei der Verfolgung von Beschwerden? Verf\u00fcgt das zust\u00e4ndige Departement \u00fcber gen\u00fcgend personelle Ressourcen, um die Aufsicht wirksam wahrzunehmen?</li><li>Ist der Bundesrat der Ansicht, dass die H\u00f6he der Bussen ausreichend abschreckend wirkt, um illegale Kaltakquise zu unterbinden?</li><li>W\u00e4re aus Sicht des Bundesrates der Entzug der Bewilligung gem\u00e4ss KVG im Wiederholungsfall eine geeignete Massnahme, um Kaltakquise k\u00fcnftig zu verhindern?</li></ol>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<span><ol><li><span> </span><span>In Bezug auf die obligatorische Krankenpflegeversicherung (OKP) sind beim Bundesamt f\u00fcr Gesundheit (BAG) seit dem 1.</span><span>&nbsp;</span><span>September 2024 67</span><span>&nbsp;</span><span>Meldungen zum Verbot der telefonischen Kaltakquise eingegangen (Stand 10. September 2025). In drei F\u00e4llen ergaben sich mutmassliche Verfehlungen, die zu weiteren aufsichtsrechtlichen Untersuchungen gef\u00fchrt haben: Bei einem Fall wurde eine Weisung wegen Verstosses gegen die Branchenvereinbarung erlassen, ein Fall erwies sich schlussendlich als unbegr\u00fcndet und der dritte befindet sich zurzeit noch in Bearbeitung. In Bezug auf die Zusatzversicherung zur sozialen Krankenversicherung (KZV) sind bei der FINMA seit dem 1.</span><span>&nbsp;</span><span>September 2024 358</span><span>&nbsp;</span><span>Meldungen zur verbotenen Kaltakquise eingegangen. Die FINMA hat zudem in Einzelf\u00e4llen Untersuchungen gef\u00fchrt, die sich auch auf das Verbot der telefonischen Kaltakquise bezogen haben. </span></li></ol><p><span>&nbsp;</span></p><ol start=\"2\"><li><span> </span><span>Das BAG erfasst alle Meldungen und Aufsichtsbeschwerden im Gesch\u00e4ftsverwaltungssystem des Bundes. Die FINMA hat auf ihrer Website ein f\u00fcr die Kaltakquise spezifisches elektronisches Formular aufgeschaltet, welches eine strukturierte Auswertung der Meldungen erm\u00f6glicht.</span></li></ol><p><span>&nbsp;</span></p><ol start=\"3\"><li><span> </span><span>Im Bereich der OKP k\u00f6nnen im Zusammenhang mit verbotener Kaltakquise gest\u00fctzt auf Art.</span><span>&nbsp;</span><span>54 Abs.</span><span>&nbsp;</span><span>3 lit.</span><span>&nbsp;</span><span>h Krankenversicherungsaufsichtsgesetz (KVAG; SR 832.12), im Bereich der KZV gest\u00fctzt auf Art.</span><span>&nbsp;</span><span>86 Abs.</span><span>&nbsp;</span><span>1</span><sup><span>bis</span></sup><span> und 2 Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG; SR</span><span>&nbsp;</span><span>961.01), Bussen ausgesprochen werden. Zust\u00e4ndig daf\u00fcr sind in der OKP die kantonalen Strafverfolgungsbeh\u00f6rden (es besteht keine Verwaltungsstrafnorm), in der KZV das Eidgen\u00f6ssische Finanzdepartement (als erste Instanz). Bisher sind noch keine Bussen verh\u00e4ngt worden.</span></li></ol><p><span>&nbsp;</span></p><ol start=\"4\"><li><span> </span><span>Gest\u00fctzt auf Art. 34 Abs. 5 KVAG und auf Art.</span><span>&nbsp;</span><span>39 Abs. 1</span><sup><span>bis</span></sup><span> Finanzmarktaufsichtsgesetz (FINMAG; SR 956.1) tauschen sich das BAG und die FINMA dreimal j\u00e4hrlich aus, insbesondere zu den Themen Kaltakquise, Obergrenze der Entsch\u00e4digungen sowie \u00dcberwachung der Vermittler durch die Versicherer. Zudem sind die beidseitigen Ansprechpersonen f\u00fcr Ad-hoc-Besprechungen bekannt. Abstimmungen erfolgen auch im Rahmen von Vor-Ort-Kontrollen. Der Austausch ist wertvoll und gestaltet sich gut.</span></li></ol><p><span>&nbsp;</span></p><ol start=\"5\"><li><span> </span><span>&nbsp;</span><span>Insgesamt kann festgehalten werden, dass nicht selten essenzielle Angaben des Anrufers fehlten (Name, Firma, Telefonnummer u. \u00e4.), oft falsche Namen verwendet werden, Anrufe von ausl\u00e4ndischen Call Centers get\u00e4tigt werden und/oder mittels Spoofing erfolgen, was die Ermittlung der Urheber erheblich erschwert. Zudem ist der Nachweis, dass ein Versicherer in die verbotene telefonische Kaltakquise involviert ist, oft nicht so einfach zu erbringen. Es bedarf detaillierter Untersuchungen, welche Vorkehrungen die Versicherer zur Verhinderung von verbotener telefonischer Kaltakquise getroffen haben. Die Strukturen von missbr\u00e4uchlichen Vermittlerkonstrukten sind oft komplex und mehrstufig aufgebaut. So muss etwa aufw\u00e4ndig mittels Geldfl\u00fcssen nachgewiesen werden, wer letztendlich die Verantwortung f\u00fcr die verbotene telefonische Kaltakquise tr\u00e4gt. Diese Schwierigkeiten binden bereits f\u00fcr einen Einzelfall erhebliche Ressourcen, weshalb die personelle Alimentierung aktuell keine fl\u00e4chendeckenden Untersuchungen zulassen. Aufgrund der oben genannten Umst\u00e4nde ist es schwierig, aus Meldungen zur verbotenen telefonischen Kaltakquise heraus objektive Tatbest\u00e4nde herzuleiten, die f\u00fcr eine Strafanzeige ausreichen. </span></li></ol><p><span>&nbsp;</span></p><ol start=\"6\"><li><span> </span><span>Aufgrund der vergleichsweise wenigen Meldungen und Aufsichtsbeschwerden scheinen die gesetzlichen Massnahmen sowohl in der Grund- als auch Zusatzversicherung zu greifen. Es ist jedoch noch zu fr\u00fch f\u00fcr eine abschliessende Beurteilung. </span></li></ol><p><span>&nbsp;</span></p><ol start=\"7\"><li><span> </span><span>Der Entzug der Bewilligung zur Durchf\u00fchrung der sozialen Krankenversicherung gem\u00e4ss Art. 43 Abs. 1 KVAG beziehungsweise des Versicherungsbereichs A5 Krankenversicherung in der KZV gem\u00e4ss Art. 37 Abs .1 FINMAG sind die ultima ratio der aufsichtsrechtlichen Massnahmen. Aufgrund des Verh\u00e4ltnism\u00e4ssigkeitsprinzips stehen vorab aber mildere Massnahmen im Vordergrund wie ein Verbot, die s\u00e4umigen Vermittlerinnen und Vermittler zu entsch\u00e4digen oder eine Anordnung zur Einschr\u00e4nkung der Kosten f\u00fcr das Akquirieren neuer Versicherter. </span></li></ol></span>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1764115200000)\/","SubmittedBy":"Wyss Sarah","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1764173657000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"34|1216|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1767706870947)\/","SubmissionDate":"\/Date(1757376000000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5210,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Medien und Kommunikation|Strafrecht|Gesundheit"}}