{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253121,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253121,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253121,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253121,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253121,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253121,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253121,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253121,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253121,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253121,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253121,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253121,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253121,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253121,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253121,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253121,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253121,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20253121,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"25.3121","BusinessType":6,"BusinessTypeName":"Postulat","BusinessTypeAbbreviation":"Po.","Title":"Was ist mit den ungekl\u00e4rten Einkommensungleichheiten zwischen Unternehmerinnen und Unternehmern?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird beauftragt, einen Bericht vorzulegen \u00fcber die ungekl\u00e4rten Einkommensungleichheiten zwischen Frauen und M\u00e4nnern, die eine selbstst\u00e4ndige Erwerbst\u00e4tigkeit aus\u00fcben, und darin:</p><p>\u2013 die Situation pro Sektor darzulegen,</p><p>\u2013 m\u00f6gliche Erkl\u00e4rungen pro Sektor auszuf\u00fchren,</p><p>\u2013 m\u00f6gliche Verbesserungen pro Sektor vorzuschlagen.</p>","ReasonText":"<p>Gem\u00e4ss dem Bericht des Bundesrates aus dem Jahr&nbsp;2022 in Erf\u00fcllung des Postulats&nbsp;<a href=\"https://www.parlament.ch/fr/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20194132\"><strong>19.4132</strong></a> verdienen selbstst\u00e4ndigerwerbende Frauen im Durchschnitt 20&nbsp;Prozent weniger pro Stunde als selbstst\u00e4ndigerwerbende M\u00e4nner. Dieser Unterschied l\u00e4sst sich nicht durch die \u00fcblicherweise angef\u00fchrten Faktoren wie die Berufserfahrung oder die Verteilung der Geschlechter auf die Berufe oder die Wirtschaftszweige erkl\u00e4ren.</p><p>&nbsp;</p><p>Das Bundesamt f\u00fcr Statistik best\u00e4tigt zum Beispiel, dass das Geschlecht einen Einfluss auf das Einkommen der selbstst\u00e4ndigen \u00c4rztinnen und \u00c4rzte hat, unabh\u00e4ngig von Arbeitsvolumen, Fachgebiet oder Art der Berufsaus\u00fcbung. Im Jahr&nbsp;2019 verdiente eine \u00c4rztin unter gleichen Bedingungen im Durchschnitt 25&nbsp;Prozent weniger als ein Arzt.</p><p>&nbsp;</p><p>Eine Analyse der Einkommensunterschiede bei der selbstst\u00e4ndigen Erwerbst\u00e4tigkeit ergab, dass sich diese Unterschiede auch nicht dadurch erkl\u00e4ren lassen, dass Frauen einer besseren Vereinbarkeit von Arbeits- und Privatleben den Vorrang geben, sondern vielmehr durch systemische Faktoren (Lechmann &amp; Schnabel, 2012). Mehrere Studien zeigen, dass Frauen ihre Dienstleistungen h\u00e4ufig untersch\u00e4tzen und weniger in Rechnung stellen. Auch andere Hindernisse wirken sich negativ auf ihr Einkommen aus: Investorinnen und Investoren schenken Frauen weniger Vertrauen als M\u00e4nnern, unabh\u00e4ngig von ihrer Erfahrung oder ihrem Bildungsniveau (Bosse und Taylor, 2012; Gender and the Economy, 2018). Ausserdem verf\u00fcgen Frauen im Allgemeinen \u00fcber weniger soziales Kapital und weniger ausgedehnte berufliche Netzwerke, wodurch ihr Zugang zu M\u00f6glichkeiten und finanziellen Mitteln eingeschr\u00e4nkt ist (New England Journal of Entrepreneurship, 2016).</p><p>&nbsp;</p><p>Angesichts dieser Beobachtungen ist eine Bestandesaufnahme pro Sektor notwendig, damit gezielte L\u00f6sungen gefunden werden k\u00f6nnen. Die Verringerung von ungekl\u00e4rten Einkommensungleichheiten zwischen Frauen und M\u00e4nnern, die eine selbstst\u00e4ndige Erwerbst\u00e4tigkeit aus\u00fcben, w\u00fcrde nicht nur den 150&nbsp;000&nbsp;betroffenen Unternehmerinnen zugute kommen, sondern auch der Gesellschaft als Ganzes (Armutsbek\u00e4mpfung, Verminderung der wirtschaftlichen Abh\u00e4ngigkeit, bessere Aussch\u00f6pfung des wirtschaftlichen Potenzials von Frauen, St\u00e4rkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts usw.).</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<span><p><span>Der Bericht des Bundesrates vom 7.</span><span>&nbsp;</span><span>September 2022 mit dem Titel \u00abErfassung des Gender Overall Earnings Gap und anderer Indikatoren zu geschlechterspezifischen Einkommensunterschieden\u00bb (www.bfs.admin.ch &gt; Aktuell &gt; Neue Ver\u00f6ffentlichungen &gt; Postulat Marti: Erfassung des Gender Overall Earnings Gap und anderer Indikatoren zu geschlechterspezifischen Einkommensunterschieden) in Erf\u00fcllung des Postulats Marti Samira 19.4132 \u00abErfassung des Gender Overall Earnings Gap (GOEG) und anderer Indikatoren zu geschlechterspezifischen Einkommensunterschieden\u00bb beleuchtet die Einkommensunterschiede zwischen Frauen und M\u00e4nnern, unter anderem auch bei Selbstst\u00e4ndigerwerbenden. Er liefert Statistiken zum durchschnittlichen Bruttostundenverdienst nach Geschlecht und Alter und untersucht bestimmte strukturelle Faktoren. </span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>F\u00fcr tiefergehende Analysen sind die verf\u00fcgbaren statistischen Datenquellen nicht geeignet. Sie weisen keinen gen\u00fcgenden Detaillierungsgrad auf, um beispielsweise die Ergebnisse nach Sektor aufzuschl\u00fcsseln oder den Einfluss von Teilzeiterwerbst\u00e4tigkeit zu untersuchen. Die geringe Stichprobengr\u00f6sse reduziert zudem die Zuverl\u00e4ssigkeit der Resultate. Die beobachteten Unterschiede h\u00e4ngen von komplexen Faktoren ab (pers\u00f6nliche Entscheide, pers\u00f6nliche Einstellungen, branchenspezifische Aspekte), die sich mit den vorhandenen Werkzeugen und Daten nicht aufschl\u00fcsseln lassen. </span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>Die Durchf\u00fchrung einer Analyse, wie sie im Postulat gefordert wurde, w\u00fcrde zuverl\u00e4ssigere und umfangreichere Daten erfordern. F\u00fcr eine detaillierte Analyse br\u00e4uchte es eine spezifische Erhebung mit einer Stichprobe von mehr als einer Million Personen, um gen\u00fcgend selbstst\u00e4ndigerwerbende Personen in den einzelnen Wirtschaftszweigen zu erfassen und deren Einkommen analysieren zu k\u00f6nnen. Administrativdaten k\u00f6nnen f\u00fcr diese gezielte Auswahl nicht herangezogen werden, da sie nicht aktuell sind und zudem nicht alle Selbstst\u00e4ndigerwerbenden abdecken. Die Kosten f\u00fcr eine entsprechende punktuelle Erhebung w\u00fcrden sich auf einige Millionen Franken belaufen. Dar\u00fcber hinaus w\u00e4re auch der Aufwand f\u00fcr die befragte Bev\u00f6lkerung sehr hoch.</span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>Der Bundesrat r\u00e4umt ein, dass mit den verf\u00fcgbaren Daten zum Einkommen der Selbstst\u00e4ndigerwerbenden nicht alle Fragen des Postulats beantwortet werden k\u00f6nnen. Er ist jedoch der Ansicht, dass die ben\u00f6tigten Investitionen zur Schliessung dieser L\u00fccken unverh\u00e4ltnism\u00e4ssig w\u00e4ren, insbesondere vor dem Hintergrund der angespannten Finanzlage des BFS und der Bundesverwaltung. Das BFS muss bereits heute besonders schwierige finanzielle Abw\u00e4gungen bei den Leistungen, die es f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit und die Bundesverwaltung erbringt, vornehmen. Der Bundesrat schl\u00e4gt vor, einen pragmatischen Ansatz zu w\u00e4hlen und die bestehenden Indikatoren durch regelm\u00e4ssige Aktualisierungen zu verst\u00e4rken.</span></p></span><br><br>Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.","FederalCouncilProposal":45,"FederalCouncilProposalText":"Ablehnung","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1747785600000)\/","SubmittedBy":"H\u00e4ssig Patrick","BusinessStatus":203,"BusinessStatusText":"Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor","BusinessStatusDate":"\/Date(1747832516000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"15|28|44","Category":null,"Modified":"\/Date(1763090003230)\/","SubmissionDate":"\/Date(1742169600000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5207,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wirtschaft|Soziale Fragen|Besch\u00e4ftigung und Arbeit"}}