{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253157,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253157,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253157,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253157,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253157,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253157,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253157,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253157,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253157,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253157,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253157,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253157,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253157,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253157,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253157,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253157,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253157,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20253157,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"25.3157","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Folgen der vom Bundesrat geforderten substanziellen Erh\u00f6hung von Studiengeb\u00fchren in der Schweiz","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<ol><li>Gibt es Staaten, welche die Studiengeb\u00fchren f\u00fcr inl\u00e4ndische Studierende ebenfalls mindestens verdoppelt haben und was waren die Auswirkungen in allgemeiner Hinsicht und insbesondere auf die Zusammensetzung der Studierendenschaft und deren sozialem Hintergrund? Wurde zudem die Erh\u00f6hung der Geb\u00fchren durch eine Ausweitung der Stipendien begleitet?</li><li>Ist zu erwarten, dass die Kantone durch die geplanten K\u00fcrzungen von 198 Mio. CHF zus\u00e4tzlich belastet werden, da voraussichtlich mehr Studierende Stipendien beantragen werden oder ist sogar zu erwarten, dass die Beantragung eines Stipendiums f\u00fcr viele eine zu hohe H\u00fcrde darstellt und folglich ein alternativer Bildungsweg beschritten wird?</li><li>Ist zu erwarten, dass es Studienanw\u00e4rter:innen geben wird, die sich das Studium nicht mehr leisten k\u00f6nnen/werden aber auch keinen Anspruch auf ein Stipendium haben?</li><li>Wird sich die soziale Zusammensetzung aufgrund der substanziellen Erh\u00f6hung der Studiengeb\u00fchren \u00e4ndern (Chancengerechtigkeit)?</li><li>Gem\u00e4ss der Studie des Bundesamts f\u00fcr Statistik zur sozialen und wirtschaftlichen Lage der Studierenden vom 27.02.25 gehen 72% der Studierenden einer Erwerbst\u00e4tigkeit nach. Die durchschnittlich aufgewendete Zeit pro Semesterwoche f\u00fcr die Erwerbst\u00e4tigkeit liegt dabei bei 10,4 Std., diejenige f\u00fcr das Studium bei 33,3 Std. Ist damit zu rechnen, dass sich durch die Erh\u00f6hung der Studiengeb\u00fchren die Dauer des Studiums verl\u00e4ngert, da die Studierenden mehr arbeiten m\u00fcssen, um dieses zu finanzieren und falls ja ist das volkswirtschaftlich tragbar?&nbsp;</li><li>Was h\u00e4tte eine Verl\u00e4ngerung des Studiums um durchschnittlich \u00bd Jahr f\u00fcr Konsequenzen, insbesondere auf die Steuereinnahmen von Bund/Kantonen?</li></ol>","ReasonText":"<p>Am 29.01.25 hat der Bundesrat (BR) die Vernehmlassung zum Entlastungspaket 27 er\u00f6ffnet. Darin enthalten sind Massnahmen zur \"St\u00e4rkung der Nutzerfinanzierung der kant. Hochschulen und im ETH-Bereich\". Der BR schl\u00e4gt den Hochschulen dabei vor, die geplanten K\u00fcrzungen von j\u00e4hrlich 198 Mio. CHF durch eine Erh\u00f6hung der Studiengeb\u00fchren zu kompensieren (Verdoppelung f\u00fcr Inl\u00e4nder:innen, Vervierfachung f\u00fcr Ausl\u00e4nder:innen). Der BR hat sich aber im Rahmen der Verhandlungen mit der EU verpflichtet, Studierende aus der EU bei den Studiengeb\u00fchren gleich zu behandeln wie Studierende aus der Schweiz. Die tats\u00e4chliche Erh\u00f6hung der Geb\u00fchren f\u00fcr Studierende aus der Schweiz k\u00f6nnte daher st\u00e4rker ausfallen als die vom BR vorgeschlagene Verdoppelung.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<span><p><span>1. Dem Bund liegen keine spezifischen Statistiken zur Erh\u00f6hung der Studiengeb\u00fchren in anderen L\u00e4ndern vor. Die Bildungssysteme und die Mechanismen der Stipendienvergabe sind von Land zu Land sehr unterschiedlich. Auch das Lohnniveau, die Qualit\u00e4t der Ausbildung, die N\u00e4he zu den Hochschulen und der Return on Investment sind in jedem Land anders. Die Schweiz hingegen verf\u00fcgt \u00fcber ein exzellentes Hochschulsystem, dessen Zugang im internationalen Vergleich relativ g\u00fcnstig ist: Die aktuellen Studiengeb\u00fchren belaufen sich f\u00fcr Schweizer Studierende auf etwa 500 bis 1200</span><span>&nbsp;</span><span>Franken pro Semester. Ein direkter Vergleich der Folgen einer Verdoppelung dieser Geb\u00fchren mit denen einer Verdoppelung in einem anderen Land, die mehrere tausend Franken betragen k\u00f6nnten, w\u00e4re kaum aussagekr\u00e4ftig. Kaum bestritten scheint jedoch, dass bei einer Erh\u00f6hung von Studiengeb\u00fchren ein entsprechendes Stipendien- und Darlehenssystem dazu beitr\u00e4gt, die Auswirkungen insbesondere auf sozio\u00f6konomisch benachteiligte Studierende zu kompensieren (vgl.</span><span>&nbsp;</span><a href=\"https://e4s.center/resources/reports/university-tuition-fees-and-student-outcomes-literature-review-from-a-swiss-perspective/\"><u><span>Br\u00fclhart et al., 2025</span></u></a><span>).</span></p><p><span>2. Die geplanten K\u00fcrzungen von 198</span><span>&nbsp;</span><span>Millionen Franken verteilen sich auf die ETH (78</span><span>&nbsp;</span><span>Millionen) sowie die UH und die FH (je 60</span><span>&nbsp;</span><span>Millionen). Die Festlegung der Studiengeb\u00fchren f\u00fcr die kantonalen Hochschulen und die Vergabe von Stipendien oder Darlehen liegt in der Kompetenz der Kantone. Es steht den Kantonen somit frei, zu entscheiden, inwieweit sie Massnahmen in diesen Bereichen ergreifen wollen. Aussagen zu m\u00f6glichen finanziellen Auswirkungen (insbesondere zu Mehreinnahmen durch Studiengeb\u00fchren, Mehrausgaben durch Stipendien und Auswirkungen auf die interkantonalen Ausgleichszahlungen; vgl.</span><span>&nbsp;</span><span>auch </span><a href=\"https://edudoc.ch/record/92780/files/StuB32A.pdf\"><u><span>Heuberger, EDK 2011</span></u></a><span>) k\u00f6nnen daher nicht gemacht werden.</span></p><p><span>3./4./5./6. Die finanzielle Unterst\u00fctzung durch die Familie ist die wichtigste Einkommensquelle der Studierenden (50</span><span>&nbsp;</span><span>Prozent im Jahr 2024, </span><a href=\"https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/bildung-wissenschaft/personen-ausbildung/tertiaerstufe-hochschulen/soziale-wirtschaftliche-lage-studierenden.html\"><u><span>BFS</span></u></a><span>) und auch die Erwerbst\u00e4tigkeit macht einen grossen Teil ihrer finanziellen Ressourcen aus (42</span><span>&nbsp;</span><span>Prozent). Stipendien und Darlehen stellen dagegen im Durchschnitt nur 4</span><span>&nbsp;</span><span>Prozent der verf\u00fcgbaren Mittel der Studierenden dar. Gem\u00e4ss dem </span><a href=\"https://www.skbf-csre.ch/bildungsbericht/bildungsbericht/\"><u><span>Bildungsbericht Schweiz 2023 der SKBF</span></u></a><span> geben 4</span><span>&nbsp;</span><span>Prozent der Befragten die Ablehnung ihres Stipendiengesuchs als Grund f\u00fcr den Abbruch des Studiums an. Wie sich vor diesem Hintergrund eine Erh\u00f6hung der Studiengeb\u00fchren auf das Verhalten der Studierenden auswirken w\u00fcrde, l\u00e4sst sich nicht vorhersagen. Br\u00fclhart </span><em><span>et al. </span></em><span>2025 verweisen auf Studien, die die Auswirkungen von Erh\u00f6hungen der Studiengeb\u00fchren auf das Studierverhalten und die Studiendauer untersuchen. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass h\u00f6here Studiengeb\u00fchren dazu f\u00fchren, dass Studierende mehr Zeit in ihr Studium investieren und es schneller abschliessen. Obwohl diese Ergebnisse beobachtet werden konnten, wurden sie nicht als quantitativ signifikant eingestuft und sind daher mit Vorsicht zu interpretieren. Denkbar w\u00e4re auch, dass der Anteil der Erwerbst\u00e4tigkeit der Studierenden zunimmt und sich dadurch die Studiendauer verl\u00e4ngert. Dem Bund liegen keine spezifischen Berichte vor, die die direkten Auswirkungen einer durchschnittlichen Verl\u00e4ngerung der Studiendauer um ein Semester auf die Steuereinnahmen von Bund und Kantonen evaluieren.</span></p><p><span>Die Chancengleichheit beim Zugang zur Bildung ist dem Bundesrat ein zentrales Anliegen. \u00dcber die projektgebundenen Beitr\u00e4ge (Art.</span><span>&nbsp;</span><span>47 HFKG) unterst\u00fctzte er das </span><a href=\"https://www.swissuniversities.ch/themen/chancengleichheit-diversity/p-7-diversitaet-inklusion-und-chancengerechtigkeit-2021-2024\"><u><span>Projekt P-7 Diversit\u00e4t, Inklusion und Chancengleichheit in der Hochschulentwicklung (2021-2024)</span></u></a><span> unter der Leitung von swissuniversities, das die soziale Herkunft der Studierenden als wichtigen Einflussfaktor auf den Zugang zur Hochschulbildung (First-Generation-Students) untersuchte, um Empfehlungen und L\u00f6sungsans\u00e4tze zu entwickeln.</span></p></span>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1748390400000)\/","SubmittedBy":"Christ Katja","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1750413976000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"4|24|32","Category":null,"Modified":"\/Date(1763089682557)\/","SubmissionDate":"\/Date(1742342400000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5207,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Staatspolitik|Finanzwesen|Bildung"}}