{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253211,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253211,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253211,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253211,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253211,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253211,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253211,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253211,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253211,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253211,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253211,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253211,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253211,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253211,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253211,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253211,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253211,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20253211,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"25.3211","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Hinkt die Schweiz bei der Diagnose und Anerkennung der Z\u00f6liakie anderen L\u00e4ndern hinterher?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Z\u00f6liakie ist eine lebenslange, chronisch entz\u00fcndliche Autoimmunerkrankung. Ohne eine strikt glutenfreie Di\u00e4t f\u00fchrt die Krankheit zu einer Sch\u00e4digung des D\u00fcnndarms. Die Erkrankung betrifft Menschen aller Altersstufen gleichermassen. Die Beschwerden, mit denen die Patient:innen leben m\u00fcssen sind divers, k\u00f6nnen zu weiteren Erkrankungen f\u00fchren und sind teilweise sehr einschr\u00e4nkend.</p><p>Betroffene m\u00fcssen auf glutenfreie Alternativen ausweichen und immer kontrollieren, ob die Produkte wirklich f\u00fcr sie geeignet sind. Das Sozialleben und der Alltag werden stark beeinflusst, da in der Bev\u00f6lkerung und in der Gastronomie noch zu wenig Wissen \u00fcber die Krankheit vorhanden ist. Restaurants und Tagesschulen haben h\u00e4ufig kein glutenfreies Angebot.&nbsp;</p><p>In Europa geht man davon aus, dass etwa ein Prozent der Bev\u00f6lkerung von Z\u00f6liakie betroffen sind, wobei viele F\u00e4lle nicht diagnostiziert werden. Studien zeigen, dass \u00be der Betroffenen noch keine Z\u00f6liakiediagnose haben. Im Schnitt dauert es 5 bis 8 Jahre, bis eine Diagnose steht. Mit einer fr\u00fchen Erkennung der Erkrankung k\u00f6nnen Fehldiagnosen verhindert und Folgeerkrankungen einged\u00e4mmt werden. In Italien und den Niederlanden werden bei Routineuntersuchungen die Z\u00f6liakiewerte gescreent.&nbsp;</p><p>In Anbetracht dessen bitte ich den Bundesrat, die folgenden Fragen zu beantworten:</p><ul style=\"list-style-type:disc;\"><li>Was denkt der Bundesrat \u00fcber die Massnahmen in Deutschland, der Niederlande und Italien?</li><li>Wie hoch sch\u00e4tzt der Bund die Kosteneinsparungen im Gesundheitswesen durch das systematische Screening ein?</li><li>Ist der Bund der Ansicht, dass die Datenlage in diesem Bereich ausreicht, um zu verstehen, wie die Schweizer Bev\u00f6lkerung und die Gesundheitskosten betroffen sind?</li></ul>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<span><p><span>1. Im Rahmen der vom Bundesrat verabschiedeten Gesundheitsaussenpolitik engagiert sich die Schweiz im globalen und europ\u00e4ischen Kontext und tauscht sich in diesem Rahmen mit ihren Nachbarstaaten zu verschiedenen gesundheitspolitischen Themen aus, auch im Bereich Pr\u00e4vention. Aufgrund der unterschiedlichen Systeme der sozialen Sicherheit sind die Ans\u00e4tze in anderen L\u00e4ndern jedoch nur beschr\u00e4nkt auf die Schweiz \u00fcbertragbar. Wenn es darum geht, zu beurteilen, ob Strategien zur Fr\u00fcherkennung aus dem Ausland in der Schweiz angewendet werden k\u00f6nnen, stehen f\u00fcr den Bundesrat die Notwendigkeit einer sorgf\u00e4ltigen Pr\u00fcfung der wissenschaftlichen Evidenz sowie die Auswirkungen auf das schweizerische Gesundheitssystem im Zentrum. </span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>2. Ob ein systematisches Z\u00f6liakie-Screening die Gesundheitskosten senken oder erh\u00f6hen w\u00fcrde, kann der Bundesrat aufgrund fehlender Datengrundlage nicht beurteilen. Die obligatorische Krankenpflegeversicherung (OKP) \u00fcbernimmt gem\u00e4ss dem Bundesgesetz \u00fcber die Krankenversicherung (KVG; SR 832.10) schon heute die Leistungen einer Z\u00f6liakiediagnostik bei Vorliegen von klinischen Symptomen oder gewissen Risikofaktoren wie beispielsweise einer bereits bestehenden Autoimmunerkrankung, insofern diese von einem Arzt oder einer \u00c4rztin angeordnet werden. Die Diagnostik bei Verdacht auf das Vorliegen einer Z\u00f6liakie umfasst mehrere Bluttests zur Bestimmung von Autoantik\u00f6rpern. In den meisten F\u00e4llen ist eine mehrstufige Diagnostik erforderlich, h\u00e4ufig auch eine Magenspiegelung mit Gewebeprobeentnahme. Ein systematisches Screeningprogramm auf Z\u00f6liakie bei asymptomatischen Personen besteht in der Schweiz aktuell nicht.</span><span>&nbsp; </span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>Es ist grunds\u00e4tzlich die Aufgabe der Fachkreise, die Screeningprogramme zu entwickeln und Antr\u00e4ge zur OKP-Kosten\u00fcbernahme zu stellen. Insbesondere sollte ein allf\u00e4lliger Antrag konkretisieren, wie das Screening organisiert, welche Art von Leistungen verwendet und wie diese im Screening-Ablauf eingesetzt werden soll. Auch Daten bez\u00fcglich der Wirksamkeit des Screenings sind zu ber\u00fccksichtigen. Es ist Sache der Antragsstellenden, mit den geeigneten Methoden den Nachweis zu erbringen, dass ein Screening das Kriterium der Wirtschaftlichkeit erf\u00fcllt. Ebenso ist darzulegen, wie eine angemessene Teilnahmerate erreicht und eine Fehlversorgung vermieden werden k\u00f6nnen. Im Fall der Z\u00f6liakie f\u00fchren einige, insbesondere in der Vergangenheit empfohlene, Testverfahren oft zu falsch positiven Ergebnissen und k\u00f6nnen dadurch unn\u00f6tige Kosten verursachen. Auch sind beispielsweise leicht erh\u00f6hte Werte im Kindesalter nicht immer ein verl\u00e4sslicher Indikator f\u00fcr eine sp\u00e4tere Z\u00f6liakie. Anhand eines entsprechenden Antrags pr\u00fcft die Eidgen\u00f6ssische Kommission f\u00fcr allgemeine Leistungen und Grundsatzfragen ein Screeningprogramm auf die Erf\u00fcllung der Kriterien der Wirksamkeit, Zweckm\u00e4ssigkeit und Wirtschaftlichkeit nach dem KVG. Die Entscheidung \u00fcber die Leistungspflicht solcher Massnahmen durch die OKP trifft das Eidgen\u00f6ssische Departement des Innern.</span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>3. Zur Anzahl der von Z\u00f6liakie betroffenen Personen in der Schweiz gibt es derzeit keine genauen Daten. Internationale Studien weisen auf eine Pr\u00e4valenz von etwa 1 Prozent hin (\u00abGlobal Prevalence of Celiac Disease: Systematic Review and Meta-analysis\u00bb [www.pubmed.ncbi.nlm.gov &gt; Search &gt; doi: 10.1016/j.cgh.2017.06.037.]). In der Schweiz existiert keine einheitliche Klassifikation f\u00fcr die Kodierung ambulanter Diagnosen. Dadurch ist es nicht m\u00f6glich, den Gesundheitszustand der Bev\u00f6lkerung auf Basis von Routinedaten zu ermitteln. Derzeit wird an den Grundlagen einer einheitlichen Klassifikation f\u00fcr die Kodierung ambulanter Behandlungen gearbeitet, die eine solche Erfassung k\u00fcnftig erm\u00f6glichen k\u00f6nnte. Da es sich um eine langfristige Aufgabe handelt, kann derzeit kein konkreter Zeitpunkt f\u00fcr die Umsetzung genannt werden.</span></p></span>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1748390400000)\/","SubmittedBy":"Masshardt Nadine","BusinessStatus":203,"BusinessStatusText":"Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor","BusinessStatusDate":"\/Date(1748444599807)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1763089790633)\/","SubmissionDate":"\/Date(1742428800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5207,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Gesundheit"}}