{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253252,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253252,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253252,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253252,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253252,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253252,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253252,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253252,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253252,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253252,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253252,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253252,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253252,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253252,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253252,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253252,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253252,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20253252,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"25.3252","BusinessType":6,"BusinessTypeName":"Postulat","BusinessTypeAbbreviation":"Po.","Title":"Einbrecher stoppen \u2013 Sicherheit st\u00e4rken. Aktionsplan gegen stark ansteigende Einbruchszahlen und organisierte Kriminalit\u00e4t","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>\u00dcber 40'000 Einbr\u00fcche und Einbruchdiebst\u00e4hle pro Jahr, Tendenz stark steigend. 2023 gab es mehr als 100 F\u00e4lle pro Tag. 2024 d\u00fcrften es noch mehr sein. Emotionale Folgen betroffener Menschen sind oft gravierend; der volkswirtschaftliche Schaden liegt im Milliardenbereich. Zu Recht erwarten Opfer solcher Straftaten, dass Beh\u00f6rden alles unternehmen, um T\u00e4ter zu \u00fcberf\u00fchren und weitere Taten zu verhindern. Nicht einmal 20% aller Einbrecher werden gefasst. Ausl\u00e4ndische, organisierte Kriminalit\u00e4t dominiert. Fedpol arbeitet an Verfahren gegen Organisierte Kriminalit\u00e4t (OK), tiefergehende Erkenntnisse zu Einbr\u00fcchen im OK-Bereich gibt es bislang jedoch kaum. Explizit fehlt es dabei an systematischem Wissen zu verschiedenen OK-Strukturen, welche Ermittlungsmassnahmen sich im Hinblick auf eine Verurteilung als wirksam erweisen und wie internationale Zusammenarbeit effektiv verbessert werden kann.</p><p>Einbruchsbek\u00e4mpfung ist ein strategischer Schwerpunkt. Der Bundesrat muss den Kampf gegen Einbrecher verst\u00e4rken. Er wird beauftragt, dem Parlament in einem Bericht darzulegen und Antr\u00e4ge zu stellen, um die Anzahl Einbr\u00fcche zu senken und mehr F\u00e4lle aufzukl\u00e4ren. Zu pr\u00fcfen sind, wie</p><ol style=\"list-style-type:lower-alpha;\"><li>private Haushalte bei der Absicherung ihrer Wohnungen unterst\u00fctzt werden k\u00f6nnen (z.B. zus\u00e4tzliche Steuerabz\u00fcge oder F\u00f6rdermittel wie f\u00fcr private Elektroauto-Ladestationen) und verbindliche Vorgaben im Baurecht Neubauten von Beginn an einbruchsicher machen,</li><li>Zusammenarbeit mit Nachbarl\u00e4ndern/T\u00e4ter-Herkunftsl\u00e4ndern verbessert wird und delikts\u00fcbergreifend ausgerichtete Fahndungs- und Kontrolltage unter Einbindung benachbarter Kr\u00e4fte gest\u00e4rkt werden,</li><li>Einbruchdiebstahl im Strafgesetzbuch als eigener Tatbestand aufgef\u00fchrt wird und das Mindeststrafmass erh\u00f6ht wird,</li><li>moderne Technologie wie Prognosesoftware zur Vorhersage von Einbr\u00fcchen (z.B. Machine-Learning-Systeme der ETH), Einbruchsradar-Apps, Analysetools, automatisierte Abgleiche von Sachfahndungs-Gegenst\u00e4nden mit Online-Marktpl\u00e4tzen oder KI-Tools eingesetzt werden k\u00f6nnen,</li><li>kleinere Grenz\u00fcberg\u00e4nge nachts mittels Barriere geschlossen werden, um Grenz\u00fcbertritte besser kanalisieren/kontrollieren zu k\u00f6nnen,</li><li>private Sicherheitsfirmen und Zivilgesellschaft (z.B. B\u00fcrgerinitiativen oder RailFair) in die Einbruchspr\u00e4vention einbezogen werden k\u00f6nnen,</li><li>welche weiteren Massnahmen auf Bundesebene geeignet sind, um die \u00f6ffentliche Sicherheit nachhaltig zu verbessern.</li></ol>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Die Strafverfolgung der im Postulat erw\u00e4hnten Delikte fallen in der Schweiz in die Zust\u00e4ndigkeit der kantonalen Strafverfolgungsbeh\u00f6rden. Das Bundesamt f\u00fcr Polizei (fedpol) ist auf Stufe Bund zust\u00e4ndig f\u00fcr die Bek\u00e4mpfung von organisierter Kriminalit\u00e4t. Zudem nimmt fedpol operative kriminalpolizeiliche nationale und internationale Koordinationsaufgaben wahr und stellt den internationalen Informationsaustausch sicher.</p><p>&nbsp;</p><p>Mit der im November 2024 vom Bundesrat in Auftrag gegebenen \u00abNationalen Strategie zur Bek\u00e4mpfung der organisierten Kriminalit\u00e4t\u00bb wird fedpol zudem Massnahmen in den Bereichen Pr\u00e4vention, Repression und Kooperation zwischen Bund, Kantonen und Gemeinden erarbeiten. Damit soll diese Strategie auch die Bek\u00e4mpfung der organisierten Kriminalit\u00e4t in Bezug auf Einbruchdiebst\u00e4hle verbessern.</p><p>&nbsp;</p><p>Zu den einzelnen Fragen:</p><p>&nbsp;</p><ol><li>Bauvorschriften liegen in kantonaler Kompetenz, im Bereich Einbruchschutz kann der Bundesrat privaten Haushalten deshalb keine verbindlichen Vorgaben machen. Verschiedene Kantonspolizeien sprechen aber Empfehlungen aus, welche Schutzmassnahmen f\u00fcr private Haushalte geeignet sind.</li></ol><p>&nbsp;</p><ol start=\"2\"><li>Die Schweiz f\u00f6rdert die internationale Zusammenarbeit und ist an dieser auf verschiedenen Ebenen beteiligt, insbesondere mit den Nachbarstaaten. Mit diesen L\u00e4ndern hat die Schweiz bilaterale Vertr\u00e4ge abgeschlossen, die regelm\u00e4ssig aktualisiert werden. Diese Vereinbarungen und die damit verbundenen Strukturen \u2013 wie beispielsweise die \u00abCentre de coop\u00e9ration polici\u00e8re et douani\u00e8re\u00bb (CCPD) in Genf und Chiasso \u2013 haben den Auftrag, grenz\u00fcberschreitende Kriminalit\u00e4t zu verhindern bzw. zu bek\u00e4mpfen. Zu den Massnahmen geh\u00f6ren unter anderem binationale Polizeistreifen sowie l\u00e4nder\u00fcberschreitende, gemeinsame Ermittlungen und gezielte Kontrollen. Erg\u00e4nzend dazu existiert die operative Kooperationsplattform EMPACT (European Multidisciplinary Platform Against Criminal Threats) der EU, auf deren Grundlage in regelm\u00e4ssigen Abst\u00e4nden gemeinsame operative Aktionen durchgef\u00fchrt werden, die zu konkreten Festnahmen und Beschlagnahmungen f\u00fchren k\u00f6nnen.</li></ol><p>&nbsp;</p><ol start=\"3\"><li>Einbruchdiebstahl beinhaltet folgende Tatbest\u00e4nde gem\u00e4ss Strafgesetzbuch (StGB; SR 311.0): Diebstahl (Art. 139 StGB), Hausfriedensbruch (Art. 186 StGB) und meistens auch Sachbesch\u00e4digung (Art. 144 StGB). Der Diebstahl und die Sachbesch\u00e4digung verf\u00fcgen \u00fcber einfache und qualifizierte Tatbest\u00e4nde. Andererseits handelt sich beim Diebstahl um ein Offizialdelikt, bei der Sachbesch\u00e4digung und beim Hausfriedensbruch jedoch um Antragsdelikte. Die qualifizierte Form der Sachbesch\u00e4digung ist ebenfalls ein Offizialdelikt.</li></ol><p>&nbsp;</p><p>Ein eigener Tatbestand m\u00fcsste zun\u00e4chst die zahlreichen Tatbestandsvarianten des geltenden Rechts enthalten, was eine lange, schwer lesbare Bestimmung ergeben w\u00fcrde. Zudem m\u00fcsste der Tatbestand als Offizialdelikt konzipiert werden. Dadurch w\u00e4ren der Hausfriedensbruch und die einfache Sachbesch\u00e4digung im Zusammenhang mit einem Einbruchdiebstahl Offizialdelikte, w\u00e4hrend in den \u00fcbrigen Konstellationen der Hausfriedensbruch und die Sachbesch\u00e4digung Antragsdelikte bleiben w\u00fcrden. Diese ungleiche Regelung liesse sich nicht rechtfertigen. In der Praxis bietet die Beurteilung des Einbruchdiebstahls aus der Sicht des Bundesrates keine Probleme. Die Schaffung eines eigenen Tatbestandes w\u00fcrde die geltende Rechtslage nicht verbessern.</p><p>&nbsp;</p><p>Im Weiteren wurde der Strafrahmen f\u00fcr den gewerbsm\u00e4ssigen Diebstahl, welcher in den genannten F\u00e4llen wohl meistens vorliegen wird, schon versch\u00e4rft: Mit dem Bundesgesetz \u00fcber die Harmonisierung der Strafrahmen (in Kraft seit 1. Juli 2023) wurde die Mindeststrafe auf sechs Monate Freiheitsstrafe angehoben und damit eine Geldstrafe ausgeschlossen. Zudem besteht zwischen Diebstahl und Hausfriedensbruch sowie Sachbesch\u00e4digung Idealkonkurrenz. In diesem Fall wird der T\u00e4ter zur Strafe der schwersten Straftat verurteilt und diese wird angemessen erh\u00f6ht. Diese Strafsch\u00e4rfung f\u00fchrt in Verbindung mit Mindeststrafen zu generell h\u00f6heren Strafen. Der Bundesrat h\u00e4lt diese neuen Strafrahmen f\u00fcr nach wie vor angemessen.</p><p>&nbsp;</p><ol start=\"4\"><li>Fedpol setzt in der Kriminalit\u00e4tsbek\u00e4mpfung sowohl klassische Verfahren (Fingerabdr\u00fccke, DNA) als k\u00fcnftig auch neue Technologien (Gesichtsbildabgleich) ein, um Personen und Tatortspuren zu identifizieren. Hierbei kommen nationale Datenbanken sowie in Zukunft auch Technologien, welche \u00abMachine-Learning\u00bb (Algorithmen, welche aus Daten lernen) nutzen, zum Einsatz. Diese Dienstleistungen erfolgen mehrheitlich zugunsten der Kantone und haben damit einen unmittelbaren Bezug bei der Aufkl\u00e4rung von Straftaten wie Einbr\u00fcche und Einbruchdiebst\u00e4hle.</li></ol><p>&nbsp;</p><ol start=\"5\"><li>Der Bundesrat erachtet den Nutzen einer n\u00e4chtlichen Schliessung kleinerer Grenz\u00fcberg\u00e4nge als gering. Gerade mobile Kontrollen zeigen aufgrund ihres \u00dcberraschungseffekts mehr Wirkung als statische Massnahmen wie die Schliessung ausgew\u00e4hlter und bekannter Grenz\u00fcberg\u00e4nge. Eine weitere wichtige Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Bek\u00e4mpfung der grenz\u00fcberschreitenden Kriminalit\u00e4t bieten die eingesetzten technischen Hilfsmittel wie Kameras. Dadurch k\u00f6nnen die verf\u00fcgbaren Ressourcen gezielt eingesetzt werden.</li></ol><p>&nbsp;</p><ol start=\"6\"><li><p>Die Pr\u00e4vention von Einbr\u00fcchen liegt in der Kompetenz der kantonalen Polizei, dies sollte nach Ansicht des Bundesrates auch so bleiben. In allen Kantonen f\u00fchrt die Polizei Sicherheitsberatungen durch, bei der polizeiliche Expertinnen und Experten die jeweiligen Liegenschaften besichtigen und Empfehlungen abgeben, wie und an welchen Stellen die Einbruchshemmung verbessert werden k\u00f6nnte. Die Polizeikorps f\u00fchren ausserdem wiederholt Pr\u00e4ventionskampagnen durch und informieren dabei die Bev\u00f6lkerung, wie sie sich am besten vor einem Einbruch sch\u00fctzen kann (<a href=\"http://www.skppsc.ch\">www.skppsc.ch</a>).</p><p>&nbsp;</p></li><li>Besonders wichtig ist die Verbesserung des Informationsaustauschs unter den Polizeien und den weiteren Sicherheitsbeh\u00f6rden. Gerade der Informationsaustausch unter den Polizeien ausserhalb von strafprozessualen Verfahren muss verbessert werden. Dieser erm\u00f6glicht das Erkennen von Einbruchsserien und das Ergreifen von pr\u00e4ventiven und repressiven Massnahmen gegen die oftmals als Banden agierenden Kriminellen. Daf\u00fcr braucht es die geeigneten Informationssysteme und vor allem die geeigneten gesetzlichen Grundlagen bei den Kantonen und beim Bund. Einen wichtigen Schritt in diese Richtung stellt die geplante Nationale polizeiliche Abfrageplattform (POLAP) dar. Seitens Bund werden damit die Motionen 18.3592 Eichenberger \u00abNationaler polizeilicher Datenaustausch\u00bb sowie 23.4311 \u00abSchaffung einer Verfassungsgrundlage f\u00fcr eine Bundesregelung des nationalen polizeilichen Datenaustauschs\u00bb der Sicherheitspolitischen Kommission (SiK) umgesetzt. Die Notwendigkeit zur Verbesserung des nationalen polizeilichen Datenaustauschs ist erkannt, und sowohl bei den Kantonen als auch beim Bund werden die notwendigen Massnahmen getroffen.</li></ol><p><br><br>Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.</p>","FederalCouncilProposal":45,"FederalCouncilProposalText":"Ablehnung","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1747180800000)\/","SubmittedBy":"Reimann Lukas","BusinessStatus":203,"BusinessStatusText":"Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor","BusinessStatusDate":"\/Date(1747240556260)\/","ResponsibleDepartment":5,"ResponsibleDepartmentName":"Justiz- und Polizeidepartement","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EJPD","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"9|34|1216|1231|2846","Category":null,"Modified":"\/Date(1763089960867)\/","SubmissionDate":"\/Date(1742515200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5207,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Sicherheitspolitik|Medien und Kommunikation|Strafrecht|Internationales Recht|Raumplanung und Wohnungswesen"}}