{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253341,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253341,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253341,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253341,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253341,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253341,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253341,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253341,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253341,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253341,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253341,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253341,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253341,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253341,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253341,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253341,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253341,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20253341,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"25.3341","BusinessType":5,"BusinessTypeName":"Motion","BusinessTypeAbbreviation":"Mo.","Title":"Schweizer Asylsystem modernisieren","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird beauftragt, die notwendigen Gesetzes\u00e4nderungen vorzulegen, um das Schweizer Asylsystem umfassend zu reformieren. Insbesondere soll dabei folgendes gepr\u00fcft und umgesetzt werden:</p><ol><li>Einf\u00fchrung einer regelm\u00e4ssigen \u00dcberpr\u00fcfung des Schutzstatus anerkannter Fl\u00fcchtlinge (z.\u202fB. alle zwei bis drei Jahre) mit klar definierten, rechtsstaatlichen Kriterien f\u00fcr den Widerruf des Asylschutzes, sofern sich die Sicherheitslage im Herkunftsland dauerhaft verbessert. Dies soll zur zielgerichteten Steuerung der Asylverfahren beitragen, wie es schwedische Pilotprojekte gezeigt haben.</li><li>Einf\u00fchrung eines gesetzlichen Verbots f\u00fcr politisch aktivistisches Verhalten von Fl\u00fcchtlingen, sofern diese Aktivit\u00e4ten darauf abzielen, das Herkunftsland zu destabilisieren und damit die schweizerische Neutralit\u00e4t zu gef\u00e4hrden.</li><li>Die Einf\u00fchrung einer Verpflichtung zur Teilnahme an Sprachkursen f\u00fcr alle anerkannten Fl\u00fcchtlinge innerhalb der ersten sechs Monate nach ihrer Ankunft zielt darauf ab, die Integration dieser Personen in die Schweizer Gesellschaft und den Arbeitsmarkt zu beschleunigen.</li></ol>","ReasonText":"<p>Die aktuellen strukturellen M\u00e4ngel im Asylsystem manifestieren sich in langwierigen Verfahren und unklaren Rechtslagen, die zu erheblichen Verz\u00f6gerungen und einer unn\u00f6tigen Belastung f\u00fchren.&nbsp;</p><p>Personen ohne akuten Schutzbedarf verbleiben oft lange im System, wodurch administrative Fehlanreize entstehen und Kapazit\u00e4ten blockiert werden. Schwedische Pilotprojekte belegen, dass eine klare Differenzierung des Schutzstatus \u2013 wonach ausschliesslich Personen Asyl erhalten, die einer akuten und dauerhaft gesicherten Gef\u00e4hrdung ausgesetzt sind \u2013 zu einer effizienteren Steuerung der Asylverfahren beitragen kann. Hierbei soll das SEM verpflichtet werden, nicht nur bei der F-Bewilligung, sondern auch bei der Verl\u00e4ngerung der B-Bewilligung aktiv zu pr\u00fcfen, ob die Schutzkriterien weiterhin erf\u00fcllt sind. Dadurch sollen Fehlanreize, die derzeit zu einer nahezu automatischen Verl\u00e4ngerung f\u00fchren, abgebaut werden. Die \u00dcbernahme solcher Modelle verspricht eine verl\u00e4sslichere Planungssicherheit und st\u00e4rkt das Vertrauen in eine transparente und anpassungsf\u00e4hige Asylpolitik.<br>Zudem ist es essenziell, die politische Neutralit\u00e4t der Schweiz zu wahren, da politisch aktivistisches Verhalten, das auf eine Destabilisierung des Herkunftslandes abzielt, diese Neutralit\u00e4t untergraben und internationale Spannungen f\u00f6rdern kann.&nbsp;</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<span><p><span>Der Asylbereich wurde vor rund sechs Jahren neu strukturiert. Asylgesuche werden seither in beschleunigten Verfahren bearbeitet, was eine rasche Gew\u00e4hrung von Schutz f\u00fcr schutzbed\u00fcrftige Personen sowie die Einleitung von entsprechenden Integrationsmassnahmen erm\u00f6glicht. Nicht schutzbed\u00fcrftige Personen k\u00f6nnen im Gegenzug rascher aus der Schweiz weggewiesen werden. Diese Neustrukturierung hat sich bew\u00e4hrt, weshalb der Bundesrat eine erneute, umfassende Reform des Asylsystems nicht f\u00fcr notwendig erachtet. Hingegen soll im Rahmen der Gesamtstrategie Asyl, die zusammen mit den Kantonen und Gemeinden erarbeitet wird, eine Analyse des jetzigen Systems vorgenommen und gest\u00fctzt darauf ein Umsetzungsplan mit Massnahmen verabschiedet werden.</span></p><p><span>&nbsp;</span></p><ol><li><span>Wie bereits in der Stellungnahme zur </span><span>Motion 24.4588 Schmid \u00abVon Schweden und D\u00e4nemark lernen: Asyl nicht mehr unbefristet gew\u00e4hren. Zur\u00fcck zum Kerngehalt des Asylrechts\u00bb </span><span>festgehalten, haben anerkannte Fl\u00fcchtlinge kein unbegrenztes Aufenthaltsrecht. Anerkannte Fl\u00fcchtlinge, denen Asyl gew\u00e4hrt wurde, erhalten eine auf ein Jahr befristete Aufenthaltsbewilligung, die verl\u00e4ngert wird, wenn die Gr\u00fcnde f\u00fcr die Anerkennung der Fl\u00fcchtlingseigenschaft weiterhin bestehen. Das SEM kann aber die Fl\u00fcchtlingseigenschaft aberkennen und das Asyl widerrufen, wenn kein Schutzbedarf mehr besteht. Dies setzt voraus, dass sich die Situation im entsprechenden Heimat- oder Herkunftsstaat grundlegend und nachhaltig ver\u00e4ndert hat. Eine systematische \u00dcberpr\u00fcfung s\u00e4mtlicher Asyl-Gew\u00e4hrungen alle zwei bis drei Jahre w\u00fcrde zu einem unverh\u00e4ltnism\u00e4ssigen finanziellen und personellen Mehraufwand, jedoch nicht zu einer wesentlich h\u00f6heren Zahl an Aberkennungen der Fl\u00fcchtlingseigenschaft bzw. an Widerrufen des Asyls f\u00fchren. Dies nicht zuletzt aufgrund des Umstandes, dass f\u00fcr die Aberkennung der Fl\u00fcchtlingseigenschaft eine grundlegende Ver\u00e4nderung im entsprechenden Heimatstaat stattgefunden haben muss. Zudem unterliegt jede Wegweisung dem Vorbehalt des Refoulement-Verbots (Art. 25 Abs. 2 und 3 Bundesverfassung [BV], SR 101; Art. 33 Abs. 1 Fl\u00fcchtlingskonvention, SR 0.142.30; Art. 3 Europ\u00e4ische Menschenrechtskonvention, SR 0.101).</span></li></ol><p><span>&nbsp;</span></p><ol start=\"2\"><li><span>Die Meinungsfreiheit (Art. 16 BV) und die Versammlungsfreiheit (Art. 22 BV) stellen von der Verfassung garantierte Grundrechte dar, welche f\u00fcr jedermann und damit auch f\u00fcr anerkannte Fl\u00fcchtlinge gelten. Grundrechte d\u00fcrfen gest\u00fctzt auf eine gen\u00fcgende gesetzliche Grundlage eingeschr\u00e4nkt werden, wenn die Einschr\u00e4nkung im \u00fcberwiegenden \u00f6ffentlichen Interesse erfolgt und verh\u00e4ltnism\u00e4ssig ist (Art. 36 BV). Die Einf\u00fchrung eines solch generellen Verbots w\u00fcrde einen schwerwiegenden Grundrechtseingriff bedeuten. \u00dcberdies k\u00f6nnte ein generelles politisches Bet\u00e4tigungsverbot f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge auch unter dem Aspekt der Rechtsgleichheit (Art. 8 BV) problematisch sein. Politisch aktivistisches Verhalten, das sich gegen die Unabh\u00e4ngigkeit der Eidgenossenschaft richtet, wird bereits nach geltendem Recht strafrechtlich sanktioniert (Art. 266 Schweizerisches Strafgesetzbuch; SR 311.0). Handelt es sich dabei um ein Verhalten, welches die innere oder \u00e4ussere Sicherheit der Schweiz verletzt oder gef\u00e4hrdet, beziehungsweise um eine besonders verwerfliche strafbare Handlung, kann bei anerkannten Fl\u00fcchtlingen das Asyl widerrufen werden (Art. 63 Abs. 2 Bst. a Asylgesetz; SR 142.31). </span></li></ol><p><span>&nbsp;</span></p><ol start=\"3\"><li><span>Der Bundesrat teilt die Auffassung, dass der Erwerb der Sprache ein zentrales Element der Integration darstellt. Die im Jahr 2019 eingef\u00fchrte Integrationsagenda Schweiz (IAS) legt f\u00fcr alle Kantone verbindliche Programmziele und einen fr\u00fch einsetzenden Integrationsprozess fest. Der Bund kann finanzielle Beitr\u00e4ge f\u00fcr die Integration zur\u00fcckfordern, wenn ein Kanton die Umsetzung der vereinbarten strategischen Programmziele nicht oder nur mangelhaft erf\u00fcllt, keine Nachbesserung m\u00f6glich ist und der Kanton nicht nachweisen kann, dass ihn kein Verschulden trifft (</span><span>Art. 19 Abs. 1 Verordnung \u00fcber die Integration von Ausl\u00e4nderinnen und Ausl\u00e4ndern; SR 142.205</span><span>). Im Rahmen dieser strategischen Programmziele wird auch festgehalten, dass alle anerkannten Fl\u00fcchtlinge und vorl\u00e4ufig aufgenommenen Personen m\u00f6glichst rasch die Sprache erlernen. Durch die IAS stehen Bund und Kantonen Instrumente zur Verf\u00fcgung, um kurz nach Einreise eine gezielte und verbindliche Sprachf\u00f6rderung zu garantieren. Mittels einer kontinuierlichen Begleitung werden Sprachkenntnisse fr\u00fchzeitig abgekl\u00e4rt und Sprachkurse m\u00f6glichst rasch eingesetzt. Die kantonalen Kennzahlen zur Sprachf\u00f6rderung zeigen, dass im Jahr 2023 etwa 70% der Personen im Asylbereich an Sprachf\u00f6rderangeboten teilgenommen haben. Nicht mitgez\u00e4hlt und dazuzurechnen sind unter anderem Jugendliche ab 16 Jahre, die Br\u00fcckenangebote besuchen, welche auch Sprachf\u00f6rderung beinhalten.</span></li></ol></span><br><br>Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.","FederalCouncilProposal":45,"FederalCouncilProposalText":"Ablehnung","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1747785600000)\/","SubmittedBy":"Schilliger Peter","BusinessStatus":203,"BusinessStatusText":"Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor","BusinessStatusDate":"\/Date(1747834612497)\/","ResponsibleDepartment":5,"ResponsibleDepartmentName":"Justiz- und Polizeidepartement","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EJPD","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"4|2811|2831","Category":null,"Modified":"\/Date(1763089248820)\/","SubmissionDate":"\/Date(1742515200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5207,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Staatspolitik|Migration|Kultur"}}