{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253377,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253377,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253377,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253377,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253377,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253377,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253377,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253377,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253377,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253377,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253377,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253377,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253377,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253377,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253377,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253377,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253377,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20253377,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"25.3377","BusinessType":5,"BusinessTypeName":"Motion","BusinessTypeAbbreviation":"Mo.","Title":"Weniger Antibiotikaeinsatz durch muttergebundene K\u00e4lberaufzucht","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird beauftragt, Massnahmen zu treffen, die zu besseren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen f\u00fcr die muttergebundene K\u00e4lberaufzucht f\u00fchren. Denkbar w\u00e4re die Definition eines Produktionssystems \u201cmuttergebundene K\u00e4lberaufzucht\u201d und damit verbundene Produktionssystembeitr\u00e4ge, wie dies bei RAUS oder BTS praktiziert wird.</p>","ReasonText":"<p>Antibiotikaresistenzen bereiten \u00c4rzten zunehmend Sorge. Eine Ursache f\u00fcr die Resistenzen gegen Antibiotika sind dabei die teilweise hohen Antibiotikagaben in den Tierst\u00e4llen. In der Landwirtschaft wird bereits stark auf eine Reduktion des Antibiotikaeinsatzes hingearbeitet und auch der Bund hat mit der StAR (Strategie Antibiotikaresistenzen Schweiz) entsprechende Massnahmen ergriffen. Zentral ist dabei die Etablierung von Rahmenbedingungen, die es den Landwirten und Veterin\u00e4rmedizinern erm\u00f6glichen, den Antibiotikaeinsatz so gering wie m\u00f6glich zu halten. Der Schl\u00fcssel zu einer geringeren Antibiotikagabe ist eine m\u00f6glichst gute und stabile Gesundheit der Tiere.</p><p>&nbsp;</p><p>Die gr\u00f6sste Anzahl Tierbehandlungen erfolgt bei Milchk\u00fchen, gefolgt von Rinderaufzucht und - mast. Insgesamt zeigt sich bei den Rinderkategorien kein abnehmender Trend im Antibiotikaverbrauch, w\u00e4hrend in den anderen Tierkategorien ein R\u00fcckgang zu beobachten ist, wie der entsprechende Bericht des Bundes von 2024 zeigt.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Ein Ansatz, der einen signifikanten Effekt auf die Gesundheit der K\u00e4lber hat und gleichzeitig das Tierwohl verbessert, stellt&nbsp;die muttergebundene K\u00e4lberaufzucht dar. Dies deshalb, weil alle K\u00e4lber w\u00e4hrend 3-10 Monaten bei der Mutter verbleiben und nicht im jungen Alter vom Muttertier getrennt werden (beides bedeutet Stress f\u00fcr die K\u00e4lber, der das Immunsystem schw\u00e4cht). Ein solcher Ansatz f\u00fcr eine bessere K\u00e4lbergesundheit ist f\u00fcr den einzelnen Milchviehbetrieb jedoch mit Zusatzaufwand und Umsatzeinbussen verbunden: er kann weniger Milch verkaufen (im Schnitt rund 30%) und es ist mehr Platz, Einstreu und Reinigungsarbeit n\u00f6tig. Daher kann sich ein solcher Ansatz nicht ohne F\u00f6rderung etablieren.</p><p>In Anbetracht dessen, dass es Teil der Strategie des Bundes ist, Antibiotikaresistenzen zu vermeiden, w\u00e4re es wichtig, hier Rahmenbedingungen zu schaffen, die es erm\u00f6glichen, muttergebundene K\u00e4lberaufzucht zu etablieren und dabei kostendeckend zu wirtschaften. Die muttergebundene K\u00e4lberaufzucht kommt nicht nur dem Tier, sondern auch der Gesundheit von uns Menschen zu Gute.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<span><p><span>Der Bund verfolgt mit der Strategie Antibiotikaresistenzen Schweiz (StAR) einen ganzheitlichen Ansatz. Dieser zielt im Veterin\u00e4rbereich u.a. auf die Reduktion des Antibiotikabedarfs ab. Mit dem neuen One Health-Aktionsplan StAR 2024-2027, welcher am 26. Juni 2024 vom Bundesrat verabschiedet wurde, werden ein sachgem\u00e4sser Einsatz von Antibiotika sowie pr\u00e4ventive Massnahmen zur Erhaltung und St\u00e4rkung der Tiergesundheit weiter gef\u00f6rdert. </span></p><p><span>Dar\u00fcber hinaus unterst\u00fctzt der Bund Projekte und Programme zur Verbesserung der Tiergesundheit in der Rindviehhaltung. Zu nennen sind hier beispielsweise die finanzielle Unterst\u00fctzung des K\u00e4lbergesundheitsdienstes (heute Rindergesundheit Schweiz). Dieser ber\u00e4t Landwirtinne und Landwirte direkt bei der Verbesserung der K\u00e4lbergesundheit auf dem Betrieb. Weiter hat der Bund das Projekt \u00abFreiluftkalb\u00bb sowie das Anschlussprojekt \u00abWirtschaftlichkeit von Freiluftk\u00e4lbern\u00bb finanziell gef\u00f6rdert. In diesen Projekten wurde ein Konzept mit konkreten Massnahmen in der Rindviehhaltung entwickelt, mit dem Aufzuchtbetriebe die Gesundheit ihrer K\u00e4lber positiv beeinflussen und den Antibiotikabedarf reduzieren k\u00f6nnen. </span></p><p><span>Seit dem 1.1.2025 unterst\u00fctzt der Bund die Tiergesundheit zudem im Rahmen des Aufbaus und Betriebs eines Kompetenz- und Innovationsnetzwerks (KIN) Tiergesundheit. Prim\u00e4res Ziel des KIN ist dabei der Wissenstransfer und die Umsetzung der Erkenntnisse aus (Forschungs-)Projekten in die Praxis. </span></p><p><span>Der Bundesrat anerkennt auch die spezifischen Vorteile einer muttergebundenen K\u00e4lberaufzucht, insbesondere zur St\u00e4rkung des Tierwohls und der Reduktion des Antibiotikabedarfs. Er ist offen f\u00fcr die finanzielle Unterst\u00fctzung der Mutter-Kalb-Haltung im Rahmen eines Beratungsprojekts nach </span><a href=\"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/2021/684/de\"><u><span>Landwirtschaftsberatungsverordnung (SR 915.1)</span></u></a><span>.</span></p><p><span>Die Abgeltung der mit der muttergebundenen K\u00e4lberaufzucht einhergehenden Aufwendungen mit einem neuen Produktionssystembeitrag ist jedoch aus Sicht Bundesrats nicht der richtige Weg. Ein zus\u00e4tzliches Direktzahlungsprogramm w\u00fcrde die Komplexit\u00e4t des Direktzahlungssystems noch weiter steigern, weil es zu weiteren Differenzierungen von bestehenden Bestimmungen f\u00fchren w\u00fcrde. Es w\u00fcrden neue administrative Auflagen und Kontrollpunkte geschaffen. Dies st\u00e4nde im Widerspruch zu den Bestrebungen des Bundesrates, die Komplexit\u00e4t des Kontrollsystems und den administrativen Aufwand in der Landwirtschaft zu senken, wie er es in seiner Stellungnahme auf die Motion </span><a href=\"https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20243068\"><u><span>24.3068</span></u></a><span> in Aussicht gestellt hat. Bis zur Agrarpolitik 2030+ ist der Bundesrat darauf bedacht, eine gr\u00f6sstm\u00f6gliche Stabilit\u00e4t im Direktzahlungssystem sicherzustellen</span><span>, was er auch in seinen Stellungnahmen zu den Motionen </span><a href=\"https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20243032\"><u><span>24.3032</span></u></a><span> und </span><a href=\"https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20243083\"><u><span>24.3083</span></u></a><span> dargelegt hat. </span><span></span></p><p><span>Um Rahmenbedingungen f\u00fcr eine bessere Wirtschaftlichkeit der muttergebundenen K\u00e4lberaufzucht zu schaffen, sieht der Bund die Pr\u00fcfung privatrechtlicher M\u00f6glichkeiten zusammen mit der Branche als zielf\u00fchrender an. Das Instrument der Garantiemarke oder die Kollektivmarke nach Markenschutzgesetz sind hierf\u00fcr m\u00f6gliche Beispiele.</span></p></span><br><br>Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.","FederalCouncilProposal":45,"FederalCouncilProposalText":"Ablehnung","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1747785600000)\/","SubmittedBy":"Schneider Meret","BusinessStatus":205,"BusinessStatusText":"In Nationalrat geplant","BusinessStatusDate":"\/Date(1779792047643)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"52|55","Category":null,"Modified":"\/Date(1779794245180)\/","SubmissionDate":"\/Date(1742515200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5207,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Umwelt|Landwirtschaft"}}