{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253541,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253541,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253541,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253541,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253541,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253541,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253541,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253541,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253541,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253541,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253541,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253541,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253541,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253541,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253541,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253541,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253541,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20253541,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"25.3541","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Zukunft des Alpentransits. Wie begegnet der Bund der Zunahme des LKW-Verkehrs nach dem Wegfall der rollenden Landstrasse?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Mit der angek\u00fcndigten Einstellung der Rollenden Landstrasse (Rola) per Ende 2025 f\u00e4llt ein zentrales Instrument der Schweizer Verlagerungspolitik weg. Rund 70'000 Lastwagenfahrten, die bisher per Bahn transportiert wurden, drohen neu auf die Strasse zu verlagern \u2013 obwohl das in der Bundesverfassung festgelegte Ziel von maximal 650'000 alpenquerenden Fahrten pro Jahr bereits deutlich \u00fcberschritten ist.</p><p>Die Belastung der zentralen Transitachsen \u2013 insbesondere am Gotthard (Kantone Uri und Tessin) sowie in den Kantonen Graub\u00fcnden und Wallis \u2013 wird dadurch erheblich zunehmen, was zu R\u00fcckstaus im gesamten Nationalstrassennetz f\u00fchren kann. Gleichzeitig bestehen Engp\u00e4sse im internationalen Schienennetz, beispielsweise entlang der Brennerroute. Diese Entwicklung bringt erhebliche verkehrliche, \u00f6kologische und sicherheitstechnische Risiken mit sich.</p><p>&nbsp;</p><p>Fragen an den Bundesrat:</p><ol style=\"list-style-type:decimal;\"><li>Welche Auswirkungen erwartet der Bundesrat hinsichtlich Verkehrssicherheit sowie Infrastruktur- und Unterhaltskosten in den besonders betroffenen Regionen?</li><li>Welche kurzfristigen Massnahmen plant der Bundesrat, um die erwartete Mehrbelastung der Transitachsen durch den Wegfall der Rola abzufedern?</li><li>Wie beurteilt der Bundesrat die Auswirkungen auf den Tourismus in den betroffenen Regionen durch die zu erwartende Zunahme des Verkehrs?</li><li>Welche konkreten Optionen pr\u00fcft der Bundesrat zur besseren Verteilung des LKW-Verkehrs auf verschiedene Transitrouten in der Schweiz (z. B. Gotthard, L\u00f6tschberg-Simplon, San Bernardino) sowie im internationalen Kontext?</li><li>Wie sch\u00e4tzt der Bundesrat das Risiko eines R\u00fcckschritts in der G\u00fcterverlagerungspolitik ein \u2013 insbesondere mit Blick auf die Klimaziele, Umweltbelastung und Lebensqualit\u00e4t in den betroffenen Regionen und der Schweiz insgesamt?</li><li>Welche verkehrs- und politischen Konsequenzen zieht der Bundesrat aus dieser neuen Herausforderung im Alpentransitverkehr?&nbsp;</li></ol>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<span><p><span>1./3.</span><span>&nbsp;</span><span>Aktuell werden mit der Rollenden Landstrasse (Rola) zwischen Freiburg im Breisgau und Novara t\u00e4glich rund 140 Fahrzeuge (Durchschnitt pro Tag f\u00fcr 2025) bef\u00f6rdert. Auf der Autobahn A2 verkehren heute \u2013 gemessen im Gotthard-Tunnel und f\u00fcr die ersten Wochen 2025 \u2013 t\u00e4glich rund 16\u2019500 Fahrzeuge, davon rund 15 Prozent schwere G\u00fcterverkehrsfahrzeuge. F\u00fcr den unwahrscheinlichen Fall, dass alle heute mit der Rola transportierten Fahrzeuge auf der A2 verkehren, w\u00fcrde dies eine Zunahme der Fahrzeugfahrten um rund 0,85 Prozent und eine Zunahme bei den schweren G\u00fcterverkehrsfahrzeugen um 5,5 Prozent bedeuten. Es ist zu erwarten, dass diese geringe Mehrbelastung keine messbaren Auswirkungen auf Verkehrssicherheit sowie Infrastruktur- und Unterhaltskosten hat. Auch d\u00fcrften somit dem Tourismus keine Nachteile entstehen. </span><br><span>Selbst wenn alle 2024 mit der Rola transportierten Fahrzeuge auf der Strasse die Schweizer Alpen\u00fcberg\u00e4nge genutzt h\u00e4tten, w\u00e4re die Zahl schwerer G\u00fcterfahrzeuge mit 1,032 Mio. Fahrten noch deutlich unter den Werten vor 2012 gelegen, als bis zu 1,4 Millionen alpenquerende Fahrten schwerer G\u00fcterfahrzeuge zu verzeichnen waren. Es ist jedoch davon auszugehen, dass nicht alle Rola-Transporte auf die A2 wechseln. Ein Teil der mit der Rola bef\u00f6rderten Lastwagen hat Gefahrgut geladen, dessen Transport in den Tunneln an den Strassen-\u00dcberg\u00e4ngen Gotthard, Grosser St. Bernhard und San Bernardino verboten ist. F\u00fcr diese Verkehre d\u00fcrfte im Transit durch die Schweiz auch weiterhin eine Schienenl\u00f6sung im Vordergrund stehen. </span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>2.</span><span>&nbsp;</span><span>Die vorgezogene Einstellung der Rola ist prim\u00e4r begr\u00fcndet mit der schlechten Infrastrukturverf\u00fcgbarkeit infolge Baustellen sowie St\u00f6rungen und Ereignissen auf den Zulaufstrecken zur Schweiz. </span><span>Die erh\u00f6hte Baustellent\u00e4tigkeit liegt zum grossen Teil im Ausbau der Zulaufstrecken zur NEAT begr\u00fcndet. Die Baustellen reduzieren aktuell die Kapazit\u00e4ten auf dem Nord-S\u00fcd-Korridor erheblich, sind jedoch f\u00fcr eine langfristig erfolgreiche Schweizer Verlagerungspolitik unverzichtbar. Das Bundesamt f\u00fcr Verkehr pr\u00fcft mit den Branchenakteuren Massnahmen, mit denen ein Wechsel der Transporte in den unbegleiteten kombinierten Verkehr (UKV) oder andere multimodale Logistikl\u00f6sungen beschleunigt oder erleichtert werden kann. Das Ziel ist, die R\u00fcckverlagerung von Transporten auf die Strasse zeitlich und mengenm\u00e4ssig zu begrenzen. Der Bundesrat wird hierzu im Verlagerungsbericht 2025 Bericht erstatten. Dieser wird voraussichtlich im November 2025 verabschiedet werden.</span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>4.</span><span>&nbsp;</span><span>Das bestehende Schwerverkehrsmanagement auf den Transit-Strassenachsen durch die Schweiz ist bereits heute stark ausgelastet. Das zust\u00e4ndige Bundesamt f\u00fcr Strassen arbeitet deshalb daran, weitere Lastwagenabstellpl\u00e4tze und Warter\u00e4ume zur Verf\u00fcgung zu stellen. Die Suche nach geeigneten Fl\u00e4chen gestaltet sich jedoch schwierig und ist langwierig. Das geringe mit der Einstellung der Rola zu erwartende Verkehrswachstum erfordert dar\u00fcber hinaus keine besonderen oder zus\u00e4tzlichen Massnahmen der Verkehrslenkung.</span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>5./6.</span><span>&nbsp;</span><span>Der Bundesrat erachtet die Gefahr eines Trendbruchs bei der Verlagerungspolitik als real gegeben an. In den kommenden Jahren ist mit einer gegen\u00fcber heute h\u00f6heren Zahl an alpenquerenden Lastwagenfahrten und einer Verschiebung des Modal Split zulasten der Schiene zu rechnen. Aufgrund der mangelhaften Verf\u00fcgbarkeit und Qualit\u00e4t der Schieneninfrastrukturen im angrenzenden Ausland liegt der Fokus auf Massnahmen in diesem Bereich. Der Bundesrat wird auch hierzu im Verlagerungsbericht 2025 ausf\u00fchrlich Bericht erstatten.</span></p></span>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1755043200000)\/","SubmittedBy":"Z'graggen Heidi","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1758012109000)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"48","Category":null,"Modified":"\/Date(1763088833690)\/","SubmissionDate":"\/Date(1748822400000)\/","SubmissionCouncil":2,"SubmissionCouncilName":"St\u00e4nderat","SubmissionCouncilAbbreviation":"SR","SubmissionSession":5209,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":2,"FirstCouncil1Name":"St\u00e4nderat","FirstCouncil1Abbreviation":"SR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Verkehr"}}