{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253546,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253546,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253546,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253546,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253546,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253546,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253546,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253546,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253546,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253546,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253546,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253546,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253546,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253546,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253546,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253546,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253546,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20253546,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"25.3546","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Naturkatastrophen und Umweltkrisen. Wer zahlt die Rechnung des Nichthandelns?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Im Jahr 2024 verursachten Naturkatastrophen nach Angaben der R\u00fcckversicherer weltweit wirtschaftliche Sch\u00e4den in H\u00f6he von sch\u00e4tzungsweise 320 Mrd. USD, was einem Anstieg von 19% gegen\u00fcber 2023 entspricht. Rund 60% dieser Sch\u00e4den waren nicht versichert.</p><p>Angesichts der steigenden Risiken hatten die R\u00fcckversicherer 2023 ihre Bedingungen bereits versch\u00e4rft, indem sie die Pr\u00e4mien erh\u00f6hten und sich auf die&nbsp;sogenannten \u00abprim\u00e4ren\u00bb Katastrophen (Erdbeben, Hurrikane usw.) konzentrierten, zu Lasten der \u00absekund\u00e4ren\u00bb Katastrophen, die enger mit den menschengemachten Klimawandel und &nbsp;Biodiversit\u00e4tsverlust verbunden sind. Diese Strategie spiegelt die Antizipation der steigenden Kosten wider, die mit der Unt\u00e4tigkeit der Beh\u00f6rden angesichts von Umweltkrisen verbunden sind.</p><p>Ich bitte den Bundesrat um die Beantwortung der folgenden Fragen:</p><ol><li>Wie hoch waren die j\u00e4hrlichen Kosten von Naturkatastrophen in der Schweiz in den letzten zehn Jahren, wie haben sich die Kosten ver\u00e4ndert und wer hat sie getragen?</li><li>Wird der Bundesrat die zuk\u00fcnftigen Kosten von Naturkatastrophen in seiner langfristigen Finanzplanung einbeziehen? Plant er Finanzierungsmechanismen (Lenkungsabgaben etc.), um den zunehmenden Kosten von Umweltrisiken entgegenzuwirken? Wenn ja, welche? Wenn nein, warum nicht?</li><li>Angesichts der prognostizierten Kosten von Naturkatastrophen als Folge von Klimaerhitzung und Biodiversit\u00e4tsverlust (siehe IPCC und IPBES): Betrachtet der Bundesrat diese als \u00abKosten des Nichthandelns\u00bb? Wenn nein, warum nicht (inkl. Methodik) und wie hoch sch\u00e4tzt er diese bis 2050 ein?</li><li>In welchem Verh\u00e4ltnis stehen die sozio-\u00f6konomischen Kosten des Handelns zu den Kosten des Nichthandelns?</li><li>Welche sozio-\u00f6konomischen Kosten und Risiken werden in diesem Bereich auf k\u00fcnftige Generationen \u00fcberw\u00e4lzt und inwiefern ist eine solche \u00dcberw\u00e4lzung mit Verfassung und geltendem Recht vereinbar?</li></ol>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<span><p><span>1) Im Auftrag des Bundesamtes f\u00fcr Umwelt (BAFU) f\u00fchrt die Eidgen\u00f6ssische Forschungsanstalt f\u00fcr Wald, Schnee und Landschaft (WSL) seit 1972 die Unwetterschadens-Datenbank der Schweiz. In der Datenbank werden systematisch die finanziellen Sch\u00e4den von Hochwasser-, Murgang-, Rutschungs- und Sturzereignissen erfasst. Die Zahlen liegen aktuell bis 2023 vor, da die aufw\u00e4ndige Erfassung der Sch\u00e4den der Unwetter des Sommers 2024 noch nicht abgeschlossen ist. Die letzten 10 Jahre waren f\u00fcr die genannten Naturgefahren eher schadenarm, mit Ausnahme der schadenreichen Jahre 2021 und voraussichtlich 2024. Die j\u00e4hrlichen Sch\u00e4den zeichnen sich durch eine grosse Streuung aus und liegen durchschnittlich bei rund 300 Millionen Franken pro Jahr. Die Sch\u00e4den werden mehrheitlich von den kantonalen Geb\u00e4udeversicherungen bzw. in acht Kantonen von den privaten Versicherungen sowie von der \u00f6ffentlichen Hand getragen. Nicht versicherte Sch\u00e4den durch Naturereignisse werden u.</span><span>&nbsp;</span><span>a. durch Elementarschadenfonds der Geb\u00e4udeversicherungen, die Stiftung fondssuisse und Spendengelder mitgetragen.</span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>2) In der Schweiz nehmen die H\u00e4ufigkeit und Intensit\u00e4t von extremeren Wetterereignissen und damit das Risiko durch Naturgefahren zu. In der Unwetterschadens-Datenbank ist jedoch keine Zunahme der finanziellen Sch\u00e4den durch Hochwasser-, Murgang-, Rutschungs- und Sturzereignisse bis 2023 feststellbar. Grund daf\u00fcr d\u00fcrften insbesondere die Schutzmassnahmen sein, die nach schweren Unwettern umgesetzt wurden (wie 1978, 1987, 1999, 2000, 2005). Diese zeigten bei sp\u00e4teren Unwettern ihre Wirkung (z.B. verbesserte Warnung und Alarmierung, vorsorgliche Evakuation, technische Massnahmen). Pr\u00e4ventive Massnahmen umfassen immer eine Kombination aus raumplanerischen, biologischen, technischen und organisatorischen Massnahmen. Mit einer Kombination k\u00f6nnen die Kosten f\u00fcr die Massnahmen in der Regel gesenkt werden. Grosse kantonale Pr\u00e4ventionsprojekte und die Folgeprojekte aus Naturereignissen wie dem Unwetter 2024 oder dem Bergsturz Blatten f\u00fchren zu einem steigenden Finanzbedarf. </span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>3) und 4) Der Bundesrat verweist auf seine Antworten zu den Fragen 1 und 2 aus der Anfrage 25.1009 Clivaz \u00abKosten des Nichthandelns im Umweltbereich\u00bb. Derzeit l\u00e4uft im Rahmen des Forschungsprogramms NCCS-Impacts (National Center for Climate Services) eine umfassende Untersuchung zu den Auswirkungen des Klimawandels in der Schweiz, in der die neusten wissenschaftlichen Erkenntnisse, Datengrundlagen und methodischen Ans\u00e4tze zur Anwendung gelangen. Ein Teilprojekt dieses Forschungsprogramms widmet sich den m\u00f6glichen sektoriellen und gesamtwirtschaftlichen Kosten des Klimawandels. Es zielt darauf ab, die bisherigen Kostenmodellierungen zu verbessern und zu verfeinern. Die Resultate werden im Winter 2025/2026 vorliegen. </span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>5) Die genaue Entwicklung der Kosten bis 2050 ist mit vielen Unsicherheiten behaftet und wird in der zweiten H\u00e4lfte dieses Jahrhunderts noch ungewisser, weil Prognosen so weit in die Zukunft schwierig sind. Mit den vom Bund bereits ergriffenen und k\u00fcnftigen Massnahmen sollen diese Kosten m\u00f6glichst klein gehalten werden. Dies entspricht auch dem vom Verfassungs- und Umweltrecht vorgegebenen Grundsatz der Nachhaltigkeit sowie dem Vorsorge- und Verursacherprinzip.</span></p></span>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1755648000000)\/","SubmittedBy":"Andrey Gerhard","BusinessStatus":203,"BusinessStatusText":"Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor","BusinessStatusDate":"\/Date(1755682175000)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"15|24|52","Category":null,"Modified":"\/Date(1763088866117)\/","SubmissionDate":"\/Date(1748908800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5209,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wirtschaft|Finanzwesen|Umwelt"}}