{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253629,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253629,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253629,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253629,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253629,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253629,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253629,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253629,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253629,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253629,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253629,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253629,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253629,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253629,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253629,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253629,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253629,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20253629,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"25.3629","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Masshalten bei Gesundheitsempfehlungen der WHO","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Am 4. Januar 2023 hat die WHO in einer Medienmitteilung festgehalten: \u00abBeim Alkoholkonsum gibt es keine gesundheitlich unbedenkliche Menge\u00bb. &nbsp;Sie hat im Fachjournal The Lancet Public Health eine entsprechende Erkl\u00e4rung ver\u00f6ffentlicht und st\u00fctzt sich in der Argumentation stark auf einen externen Berater - Tim Stockwell - ab. Stockwell steht in engem Kontakt mit einer militanten Abstinenzbewegung. Kritiker werfen ihm vor, Risiken zu dramatisieren, Daten einseitig zu sammeln und auszulegen.&nbsp;<br>W\u00e4hrend fr\u00fcher seitens WHO der Fokus auf den Missbrauch von Alkohol gelegt wurde, ist nun eine \"Zero-Strategie\" im Fokus. Solche einseitigen Stellungnahmen verunsichern Konsumentinnen und Konsumenten und f\u00fchren in den betroffenen Branchen zu massgeblichen Sch\u00e4den&nbsp;und zus\u00e4tzlichen Druck in einer ohnehin schwierigen Situation. Beispielsweise ist der Weinkonsum in der Schweiz letztes Jahr um 8 Prozent zur\u00fcckgegangen, bei Schweizer Wein um 16 Prozent \u2013 und bei Schweizer Rotwein sogar um 20 Prozent.<br><br>Die Erkl\u00e4rung im Lancet Fachjournal ist wissenschaftlich umstritten. Insbesondere zeichnet unter anderem der neueste \u00abReview on Evidence on Alcohol and Health (2025) der National Academies of Sciences, Engineering, and Medicine (NASEM) &nbsp;ein anderes Bild der Gesundheitsfolgen von moderatem Alkoholkonsum. Der Review zeigt auch die positiven Effekte eines massvollen Alkoholkonsums auf.</p><p><br>Ich bitte den Bundesrat um die Beantwortung folgender Fragen:&nbsp;</p><p><br>1.&nbsp;Teilt er die Auffassung, dass die WHO mit ihrer Zero-Strategie beim Alkohol unverh\u00e4ltnism\u00e4ssige Empfehlungen erlassen hat?&nbsp;<br>2.&nbsp;Teilt er die Auffassung, dass die WHO falsch liegt, wenn sie feststellt, es gebe keine gesundheitlich unbedenkliche Menge Alkohol?&nbsp;<br>3.&nbsp;Sieht der Bundesrat in seiner Pr\u00e4ventionsstrategie \u00c4nderungsbedarf oder wird weiterhin der Fokus auf den missbr\u00e4uchlichen Konsum von Alkohol gelegt ?&nbsp;<br>4.&nbsp;Teilt der Bundesrat die Auffassung, dass solche Empfehlungen wirtschaftliche Sch\u00e4den in den einzelnen Branchen verursachen?&nbsp;<br>5.&nbsp;Hat die Schweiz in den massgeblichen WHO \u2013 Gremien entsprechend interveniert oder werden die wissenschaftlich umstrittenen Aussagen einfach so hingenommen?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. - 2. Forschungsergebnisse zeigen, dass bereits geringe Alkoholmengen das Risiko f\u00fcr Krebserkrankungen erh\u00f6hen. In ihren Empfehlungen st\u00fctzt sich die WHO nicht explizit auf die Metaanalyse von Stockwell, sondern auf eine breitere Evidenzbasis. Somit kann davon ausgegangen werden, dass die Empfehlungen der WHO auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen. Hinsichtlich der Qualit\u00e4t der Studie von NASEM (www.nap.nationalacademies.org &gt; catalog &gt; 28582 &gt; review-of-evidence-on-alcohol-and-health) gab es in Fachkreisen hingegen verschiedene Bedenken, zum Beispiel in Bezug auf die Methodik.</p><p>&nbsp;</p><p>3. Die nationale Strategie Sucht unterscheidet Konsum- und Verhaltensweisen nach ihrer Intensit\u00e4t und den damit verbundenen Risiken f\u00fcr das Individuum und die Gesellschaft. Der aktuelle Massnahmenplan Sucht gilt f\u00fcr die Periode 2025-2028. Der Fokus der Strategie in Bezug auf die Vorbeugung des risikoreichen Alkoholkonsums umfasst auch die Verringerung der negativen Auswirkungen auf die k\u00f6rperliche und psychosoziale Gesundheit.&nbsp;<br>Die Eidgen\u00f6ssische Kommission f\u00fcr Fragen zu Sucht und Pr\u00e4vention nicht\u00fcbertragbarer Krankheiten (EKSN) wird voraussichtlich im dritten Quartal 2025 neue Empfehlungen zum Alkoholkonsum ver\u00f6ffentlichen. Als unabh\u00e4ngige ausserparlamentarische Fachkommission ist sie bestrebt, der breiten Bev\u00f6lkerung den aktuellen Kenntnisstand zu vermitteln. Der Bundesrat wird allf\u00e4llige Implikationen dieser Empfehlungen f\u00fcr die Nachfolgestrategie Sucht pr\u00fcfen, die 2029 in Kraft treten soll.&nbsp;<br>&nbsp;</p><p>4. Gest\u00fctzt auf die Statistik des schweizerischen Gesundheitsobservatoriums (Obsan) ist in der Schweiz der durchschnittliche j\u00e4hrliche Verkauf von reinem Trinkalkohol von 2001 bis 2023 von rund 11 Liter auf 8 Liter pro Kopf zur\u00fcckgegangen. Ebenfalls zur\u00fcckgegangen ist der t\u00e4gliche Alkoholkonsum. Im Jahr 2022 konsumierten rund 9 Prozent der Schweizer Bev\u00f6lkerung mindestens einmal pro Tag Alkohol, 2002 waren es noch rund 16 Prozent. Der Bundesrat ist der Ansicht, dass dieser R\u00fcckgang w\u00e4hrend der letzten Jahre einem allgemeinen gesellschaftlichen Trend entspricht, und auf das ge\u00e4nderte Gesundheitsbewusstsein in der Bev\u00f6lkerung zur\u00fcckzuf\u00fchren ist. Diese Entwicklung kann sich l\u00e4ngerfristig auch positiv auf die hohen volkswirtschaftlichen Kosten im Zusammenhang mit Alkoholkonsum auswirken.</p><p>&nbsp;</p><p>5. Die Schweiz wird, wie alle anderen Mitgliedstaaten der WHO, konsultiert zu Dokumenten, die den Leitungsgremien der Weltgesundheitsorganisation (Exekutivrat und Weltgesundheitsversammlung) vorgelegt werden. An der 75. Weltgesundheitsversammlung 2022 wurde der \u00ab&nbsp;Global alcohol action plan 2022-2030&nbsp;\u00bb im Konsens angenommen. Die Schweiz wurde bei der Erarbeitung dieses Dokuments 2021 konsultiert und hat den Plan unterst\u00fctzt.</p>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1755648000000)\/","SubmittedBy":"W\u00fcrth Benedikt","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1758814129000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"8|15|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1763088268250)\/","SubmissionDate":"\/Date(1750118400000)\/","SubmissionCouncil":2,"SubmissionCouncilName":"St\u00e4nderat","SubmissionCouncilAbbreviation":"SR","SubmissionSession":5209,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":2,"FirstCouncil1Name":"St\u00e4nderat","FirstCouncil1Abbreviation":"SR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Internationale Politik|Wirtschaft|Gesundheit"}}