{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253667,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253667,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253667,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253667,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253667,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253667,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253667,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253667,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253667,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253667,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253667,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253667,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253667,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253667,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253667,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253667,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253667,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20253667,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"25.3667","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Shared Decision Making als Mittel zur St\u00e4rkung der Interprofessionalit\u00e4t, einer h\u00f6heren Versorgungsqualit\u00e4t und einer bedarfsgerechten Behandlung","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Es ist erwiesen, dass im Gesundheitswesen aufgrund von Unter-, \u00dcber- und Fehlversorgung viele Ressourcen (fachliche wie finanzielle) verschwendet oder falsch eingesetzt werden. Mit besseren Entscheiden im Gesundheitswesen k\u00f6nnten die Ressourcen zielgerichteter eingesetzt und die Versorgungsqualit\u00e4t und die Zufriedenheit der Patient:innen erh\u00f6ht werden.&nbsp;</p><p>Die Kommunikation zwischen \u00e4rztlichem Fachpersonal und Patient:innen ist nach wie vor ungen\u00fcgend und f\u00fcr einen Viertel der Komplikationen mitverantwortlich (Medinside 3.6.2025<a href=\"#_ftn1\">[1]</a>). Patient:innen werden nicht ausreichend \u00fcber Vor- und Nachteile von Therapien informiert, oder ihr Wille wird nicht geh\u00f6rt. \u00abInformed Consent\u00bb, die informierte Zustimmung zu Behandlungen, wird nicht genug angestrebt.&nbsp;</p><p>Shared Decision Making ist ein wirksames Instrument, damit alle Beteiligten \u2013 das interprofessionelle Behandlungsteam und die Patient:innen und ihre Angeh\u00f6rigen \u2013 eingebunden und fundierte Entscheidungen f\u00fcr (oder gegen) eine Therapie gemeinsam gef\u00e4llt werden.&nbsp;</p><p>Erfahrungen aus der Praxis, zum Beispiel am Universit\u00e4tsklinikum Schleswig-Holstein, zeigen die Wirksamkeit von&nbsp;Shared Decision Making. Mit besserer Vorbereitung auf Therapieentscheidungen erh\u00f6ht sich die Patientensicherheit und es kommt poststation\u00e4r zu weniger Notfalleinweisungen als in Vergleichskrankenh\u00e4usern. Die Kosteneffizienz steigt und die Versorgungskosten sinken, wenn Therapie-Entscheide aufgrund von SDM gef\u00e4llt werden.&nbsp;</p><p>Shared Decision Making hat grosses Potenzial, das noch zu wenig ausgesch\u00f6pft wird. Darum bitte ich den Bundesrat um die Beantwortung folgender Fragen:&nbsp;</p><ol><li>Wie beurteilt der Bundesrat Shared Decision Making insgesamt?</li><li>Welches Potenzial sieht er f\u00fcr die Schweiz ?</li><li>Wie k\u00f6nnte SDM implementiert werden?</li><li>Sieht der Bundesrat die M\u00f6glichkeit die n\u00f6tigen Schulungen und Aufbaumassnahmen beispielsweise \u00fcber Verwendung von Mitteln aus Verg\u00fcnstigungen f\u00fcr Qualit\u00e4tsverbesserungen gem\u00e4ss Art. 56 Abs. 3bis KVG oder im Rahmen der Massnahmen zur F\u00f6rderung der Interprofessionalit\u00e4t?</li><li>Wie k\u00f6nnen die Kantone und die Leistungserbringenden, namentlich Spit\u00e4ler und \u00c4rzt:innen verpflichtet oder zumindest motiviert werden, SDM anzuwenden?&nbsp;</li></ol><p><a href=\"#_ftnref1\">[1]</a> <a href=\"https://www.medinside.ch/studie-kommunikationsmaengel-haeufige-ursache-fuer-komplikationen-20250610\">https://www.medinside.ch/studie-kommunikationsmaengel-haeufige-ursache-fuer-komplikationen-20250610</a></p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1 und 2. Der Bundesrat anerkennt das Potenzial der gemeinsamen Entscheidungsfindung (<i>Shared Decision Making</i>, SDM) zur St\u00e4rkung der Behandlungsqualit\u00e4t und der Patientenzufriedenheit. Patientenzentriertheit stellt denn auch eines der Handlungsfelder des Bundesrates zur Qualit\u00e4tsentwicklung 2025-2028 dar. Die St\u00e4rkung des Einbezugs von Betroffenen war auch eines der priorit\u00e4ren Jahresziele der Eidgen\u00f6ssischen Qualit\u00e4tskommission (EQK) f\u00fcr das Jahr 2024. Zudem hat die Plattform \u00abZukunft \u00e4rztliche Bildung\u00ab (Z\u00e4B) (www.bag.admin.ch &gt; Berufe &gt; Medizinalberufe &gt; Plattform \u00abZukunft \u00e4rztliche Bildung\u00bb &gt; Plattform Z\u00e4B: Themengruppe \u00abArztberuf der Zukunft\u00bb) im M\u00e4rz 2024 empfohlen, dass \u00e4rztliche Fachpersonen die Gesundheitskompetenz und das Selbstmanagement ihrer Patientinnen und Patienten sowie deren Angeh\u00f6rigen f\u00f6rdern sollten, um SDM zu erleichtern.</p><p>&nbsp;</p><p>3. und 5. Die Umsetzung von SDM obliegt initial den Institutionen der \u00e4rztlichen Bil\u00addung. Der 2024 aktualisierte F\u00e4higkeits- und Lernzielkatalog der \u00e4rztlichen Ausbildung \u00abPROFILES\u00bb enth\u00e4lt neu Aspekte hinsichtlich des SDM. PROFILES orientiert sich am Kompetenzrahmen CanMEDS, der vom \u00abRoyal College of Physicians and Surgeons Canada\u00bb entwickelt wurde. Dieser sieht f\u00fcr \u00e4rztliche Fachpersonen diverse berufliche Rollen vor, darunter diejenige als \u00abCollabora\u00adtor\u00bb, in welcher die Fachperson eine partnerschaftliche Rolle gegen\u00fcber den Patientin\u00adnen und Patienten einnimmt. Die Plattform Z\u00e4B empfahl 2024, das CanMEDS Modell auch in der \u00e4rztlichen Weiter- und Fortbildung als Referenzrahmen zu setzen, um die gesamte \u00e4rztliche Bildung kompetenzbasiert zu gestalten.&nbsp;<br>Im Gesundheitssystem als Ganzes, wird die Thematik des SDM von den betroffenen Akteuren aus Sicht des Bundesrats bereits aufgenommen. Die breite Umsetzung von SDM in der beruflichen Praxis bedingt allerdings oft einen Kulturwandel, der nicht nur von den Fachpersonen selber, sondern insbesondere auch den Institutionen getragen werden muss. Hilfsmittel, wie sie die Informationsplattform f\u00fcr Pr\u00e4vention im Praxisalltag (PEPra, vgl. www.pepra.ch &gt; Beratung &amp; Kommunikation &gt; Shared Decision Making) zur Verf\u00fcgung stellt, k\u00f6nnen hierbei unterst\u00fctzen. PEPra wird vom Berufsverband der Schweizer \u00c4rztin\u00adnen und \u00c4rzten FMH zusammen mit weiteren Tr\u00e4gerorganisationen durchgef\u00fchrt und wurde von der Stiftung Gesundheitsf\u00f6rderung Schweiz im Aufbau unterst\u00fctzt.</p><p>&nbsp;</p><p>4. Jeder Leistungserbringer kann in einer Vereinbarung mit einem oder mehreren Versicherern seiner Wahl vorsehen, dass ein Teil der Verg\u00fcnstigungen, die er erh\u00e4lt, zur Verbesserung der Behandlungsqualit\u00e4t eingesetzt werden soll (Art. 56 Abs. 3<sup>bis</sup> KVG; SR&nbsp;832.10). Es ist somit Sache der Vereinbarungsparteien, die entsprechenden Massnahmen festzulegen: Diese m\u00fcssen dem verfolgten Ziel, also der Verbesserung der Behandlungsqualit\u00e4t, dienen. Die Vereinbarung muss zudem die entsprechenden Mindestangaben enthalten (Art. 76<i>b</i> KVV; SR&nbsp;832.102).</p><p>Mit dem F\u00f6rderprogramm \u00abEffizienz in der medizinischen Grundversorgung\u00bb unterst\u00fctzt der Bund Projekte in der Berufsaus\u00fcbung und Bildung, die der F\u00f6rderung der Effizienz in der medizinischen Grundversorgung und insbesondere der Interprofessionalit\u00e4t dienen (www.bag.admin.ch &gt; Berufe &gt; Gesundheitsberufe der Terti\u00e4rstufe &gt; Umsetzung Pflegeinitiative &gt; F\u00f6rderprogramm \u00abEffizienz in der medizinischen Grundversorgung\u00bb). Im Rahmen der zweiten F\u00f6rderrunde 2026 k\u00f6nnen auch Bildungsprojekte gef\u00f6rdert werden, die auf SDM ausgerichtet sind, sofern sie den Anforderungen des F\u00f6rderprogramms entsprechen.</p>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1756252800000)\/","SubmittedBy":"Gysi Barbara","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1758881654000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1763088543263)\/","SubmissionDate":"\/Date(1750204800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5209,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Gesundheit"}}