{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253682,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253682,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253682,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253682,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253682,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253682,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253682,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253682,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253682,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253682,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253682,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253682,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253682,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253682,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253682,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253682,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253682,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20253682,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"25.3682","BusinessType":5,"BusinessTypeName":"Motion","BusinessTypeAbbreviation":"Mo.","Title":"Fachkr\u00e4ftemangel bek\u00e4mpfen und Berufsbildung f\u00f6rdern","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird beauftragt, in Absprache mit den Kantonen und den Organisationen der Arbeitswelt Massnahmen zu ergreifen und Bestimmungen zu erlassen, dank denen sich die Qualit\u00e4t der Ausbildung in den Lehrbetrieben weiter verbessern l\u00e4sst (z.B. in Form einer periodischen Weiterbildung f\u00fcr die Berufsbildnerinnen und Berufsbildner).</p>","ReasonText":"<p>Die duale Berufsbildung steht vor grossen Herausforderungen. Branchen\u00fcbergreifend werden jedes Jahr durchschnittlich etwa 25 Prozent der Lehrvertr\u00e4ge aufgel\u00f6st, und viele Lernende bestehen das Qualifikationsverfahren nur knapp. Immer mehr Jugendliche entscheiden sich f\u00fcr eine allgemeinbildende Schule. Jugendliche, die sich f\u00fcr eine duale Ausbildung entscheiden, m\u00fcssen daher von den Lehrbetrieben bestm\u00f6glich ausgebildet und begleitet werden.</p><p>&nbsp;</p><p>Die Berufsbildnerinnen und Berufsbildner sind zentrale Akteure in der Berufsbildung und tragen massgeblich zur Qualit\u00e4t der Ausbildung und zu einem erfolgreichen Abschluss der Lehre bei. Dies zeigen unter anderem aktuelle Studien der Eidgen\u00f6ssischen Hochschule f\u00fcr Berufsbildung. Dar\u00fcber hinaus gibt es in vielen Betrieben Praxisbildnerinnen und -bildner, die ebenfalls einen direkten Einfluss auf die Nachhaltigkeit der Ausbildung haben. Die Begleitung von Lernenden umfasst weit mehr als die blosse Vermittlung von Wissen und Fertigkeiten. Die Berufsbildnerinnen und Berufsbildner sowie die Praxisbildnerinnen und -bildner tragen auch dazu bei, die Jugendlichen beim \u00dcbergang von der Schule in die Arbeitswelt und bei den damit verbundenen Schwierigkeiten und Herausforderungen auf dem Weg ins Erwachsenenleben zu begleiten.</p><p>&nbsp;</p><p>Bisher gibt es obligatorische Grundkurse (Kurse mit mindestens 40 Stunden), die zur Aus\u00fcbung der T\u00e4tigkeit als Berufsbildnerin oder Berufsbildner berechtigen. F\u00fcr weiterf\u00fchrende Qualifikationen gibt es zum Teil branchenspezifische Angebote und Weiterbildungen. Es gibt aber keine Pflicht zur regelm\u00e4ssigen Weiterbildung, wie sie z. B. f\u00fcr J-+S-Kurse&amp; oder viele p\u00e4dagogische Berufe gilt.</p><p>&nbsp;</p><p>Die Steuerung der Berufsbildung erfolgt im Verbundsystem. F\u00fcr den Erlass der gesetzlichen Bestimmungen und das Ergreifen der Massnahmen muss sich der Bund mit den betroffenen Akteuren der Berufsbildung absprechen und koordinieren.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<span><p><span>In den Lehrbetrieben \u00fcbernehmen die Berufsbildnerinnen und Berufsbildner die Gesamtverantwortung f\u00fcr die Ausbildung der Lernenden. Als Minimalvoraussetzungen m\u00fcssen sie \u00fcber eine entsprechende berufsp\u00e4dagogische Grundausbildung gem\u00e4ss Berufsbildungsverordnung (BBV; SR 412.101) von 40 Kursstunden verf\u00fcgen (Art. 44 Abs. 2 BBV). Zust\u00e4ndig f\u00fcr die Umsetzung dieser Kurse sind die Kantone. Schweizweit die gleichen Qualit\u00e4tsstandards gelten bei der berufsp\u00e4dagogischen Qualifikation im Umfang von 100 Lernstunden (Art. 44 Abs 1 Bst. c BBV). Keine gesetzlich vorgeschriebene Qualifizierung braucht es bei Praxisbildnerinnen und Praxisbildnern, welche in den Lehrbetrieben grunds\u00e4tzlich f\u00fcr die fachliche Ausbildung der Lernenden zust\u00e4ndig sind.</span></p><p><span>Gem\u00e4ss Art. 24 Abs. 1 Berufsbildungsgesetz (BBG, SR 412.10) sorgen die Kantone f\u00fcr die Aufsicht; Gegenstand der Aufsicht ist auch die Qualit\u00e4t der Bildung in der beruflichen Praxis (Art. 24 Abs. 3 BBG). Bei dieser Aufsichtst\u00e4tigkeit wenden die Kantone Qualit\u00e4tskriterien gem\u00e4ss dem interkantonalen Instrument \u00abQualiCarte\u00bb an. Dieses definiert 28 Qualit\u00e4tsanforderungen \u2013 beispielsweise \u00abDer/die Berufsbildner/in bildet sich regelm\u00e4ssig weiter\u00bb \u2013 und wird als Instrument der Fremdevaluation eingesetzt. Dadurch kann allf\u00e4lliges Optimierungspotential erkannt werden, um die Ausbildung laufend zu verbessern. Zus\u00e4tzlich bieten verschiedene Organisationen der Arbeitswelt und Branchen bereits eigene Weiterbildungsangebote an und sorgen so daf\u00fcr, dass die Berufsbildnerinnen und Berufsbildner \u00e0 jour bleiben. Ausserdem kann der Bund gest\u00fctzt auf Art. 54 und 55 BBG Projekte zur F\u00f6rderung der Ausbildungsqualit\u00e4t unterst\u00fctzen. Daraus hervorgegangen ist zum Beispiel \u00abSwissEduPro\u00bb, ein branchen\u00fcbergreifendes Weiterbildungssystem f\u00fcr Betriebe und die in der Ausbildung von Lernenden engagierten Personen. Das System baut auf dem obligatorischen Berufsbildnerkurs auf und kann berufsfeldspezifisch angeboten werden.</span></p><p><span>Aus Sicht des Bundesrats hat sich die bestehende Aufgabenteilung zwischen Bund, Kantonen und Organisationen der Arbeitswelt grunds\u00e4tzlich bew\u00e4hrt. Zus\u00e4tzliche Auflagen an die Lehrbetriebe wollen zudem wohl\u00fcberlegt sein \u2013 der Bund strebt gem\u00e4ss Unternehmensentlastungsgesetz (UEG; SR 930.31) vielmehr eine Entlastung der Unternehmen von Regulierungskosten an. Das Schweizer Berufsbildungssystem basiert auf dem Prinzip der Freiwilligkeit und Eigenverantwortung der Betriebe. Diese engagieren sich aus ureigenem Interesse in der Ausbildung, um qualifizierten Nachwuchs zu sichern. Mit der gesetzlich vorgeschriebenen berufsp\u00e4dagogischen Grundausbildung bestehen bereits klare Mindestanforderungen. Dar\u00fcber hinaus gibt es vielf\u00e4ltige freiwillige Weiterbildungsangebote, die gezielt auf betriebliche Bed\u00fcrfnisse eingehen. Eine gesetzliche Weiterbildungspflicht k\u00f6nnte die Eigenverantwortung der Betriebe und die Motivation zur freiwilligen Beteiligung schw\u00e4chen. Zudem ist die Ausbildungsqualit\u00e4t nicht allein von der formalen Weiterbildung der Berufsbildnerinnen und Berufsbildner abh\u00e4ngig. Ebenso entscheidend sind strukturelle und betriebliche Rahmenbedingungen wie Zeit f\u00fcr die Ausbildung, Wertsch\u00e4tzung, betriebliche Einbettung sowie die Rolle der Praxisbildnerinnen und Praxisbildner. Auch stellt sich angesichts branchenspezifischer Unterschiede und der Fluktuation unter den Berufsbildnerinnen und Berufsbildnern die Frage nach der Finanzierung und Nachhaltigkeit eines Weiterbildungsobligatoriums.</span></p><p><span>Zur St\u00e4rkung der Berufsbildung und Bek\u00e4mpfung des Fachkr\u00e4ftemangels besteht bereits ein breites Instrumentarium. Dazu z\u00e4hlen beispielsweise Information und Beratung der Lehrbetriebe durch die kantonale Lehraufsicht, Bereitstellung von Hilfsmitteln f\u00fcr die Ausbildung oder Schulung der Berufsbildnerinnen und Berufsbildner. Welche konkreten zus\u00e4tzlichen Massnahmen zur St\u00e4rkung der Ausbildungsqualit\u00e4t beitragen k\u00f6nnen und von allen Verbundpartnern mitgetragen werden, wird im Rahmen des laufenden Projekts des Staatssekretariats f\u00fcr Bildung, Forschung und Innovation zur \u00abAttraktivit\u00e4t der Berufsbildung\u00bb sorgf\u00e4ltig gepr\u00fcft. Der Bundesrat will die Resultate dieser Arbeiten abwarten und lehnt zum jetzigen Zeitpunkt zus\u00e4tzliche gesetzliche Vorgaben und Eingriffe ab. Im Falle einer Annahme der Motion im Erstrat beh\u00e4lt er sich vor, im Zweitrat die Ab\u00e4nderung in einen Pr\u00fcfauftrag zu beantragen.</span></p></span><br><br>Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.","FederalCouncilProposal":45,"FederalCouncilProposalText":"Ablehnung","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1756252800000)\/","SubmittedBy":"de Montmollin Simone","BusinessStatus":203,"BusinessStatusText":"Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor","BusinessStatusDate":"\/Date(1756286062000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"32|44","Category":null,"Modified":"\/Date(1763088501170)\/","SubmissionDate":"\/Date(1750204800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5209,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Bildung|Besch\u00e4ftigung und Arbeit"}}