{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253709,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253709,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253709,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253709,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253709,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253709,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253709,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253709,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253709,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253709,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253709,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253709,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253709,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253709,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253709,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253709,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253709,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20253709,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"25.3709","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Reduktion der Ferien an den Mittelschulen zur St\u00e4rkung der Berufslehre","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Forderung nach mehr Ferien f\u00fcr Lernende. Hauptargument ist die Angleichung an die Mittelschule. Das ist der falsche Ansatz. Richtig w\u00e4re, die Ferien in der Mittelschule zu reduzieren! In Anbetracht des Fachkr\u00e4ftemangels sollte es doch das Bestreben sein, rasch m\u00f6glichst gut ausgebildete Fachkr\u00e4fte auf den Arbeitsmarkt zu bringen. Der Bundesrat wird gebeten folgende Fragen zu beantworten:</p>","ReasonText":"<ol><li>Wie beurteilt der Bundesrat die zunehmende faktische Ungleichbehandlung zwischen Berufsbildung und akademischer Bildung bei Freizeit, Pflichten und F\u00f6rderung?</li><li>Wie kann der Bundesrat auf den akademischen Bildungsweg (Mittelschule und Hochschule) einwirken, dass dieser sich dem Berufsbildungsweg angleicht, anstatt umgekehrt den Berufsbildungsweg immer mehr dem akademischen Weg anzugleichen?</li><li>Die Ungleichbehandlung der Bildungswege ist eine Tatsache. Es wird viel mehr staatliches Geld in den akademischen Bildungsweg investiert. Wie kann der Bundesrat dazu beitragen, dass Fehlanreize im System zu Gunsten akademischer Bildungswege verringert werden?</li><li>Was unternimmt der Bundesrat, um die Berufslehre attraktiv zu halten?</li><li>Wie kann der Bundesrat dazu beitragen, dass die wirtschaftliche und gesellschaftliche Wertsch\u00e4tzung gegen\u00fcber der Berufslehre gest\u00e4rkt wird?</li><li>Leistungsdruck und Stress ist auch an Hochschulen ein Thema, weshalb eher von einem allgemeinen, gesamtgesellschaftlichen Problem ausgegangen werden kann, welches nicht durch mehr Ferien gel\u00f6st wird. Wie beurteilt der Bundesrat das Leistungsniveau und den Leistungsdruck in der Berufslehre, insbesondere im Vergleich zu akademischen Bildungswegen?&nbsp;</li><li>Welche direkten und indirekten Kosten entst\u00fcnden durch mehr Ferien f\u00fcr Lernende und von wem w\u00fcrden diese getragen?</li><li>Werden Ausbildungsbetriebe durch zus\u00e4tzliche Ferienpflichten noch mehr belastet? Wie wirkt sich das auf die Attraktivit\u00e4t aus, ob Unternehmen \u00fcberhaupt noch Lehrstellen anbieten wollen?</li><li>Wie wirkt sich diese Massnahme auf den Fachkr\u00e4ftemangel aus, insbesondere wenn die Leistungsbereitschaft sinkt und immer mehr Ferien zur Regel werden?</li></ol>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<span><p><span>1./2. In \u00dcbereinstimmung mit Artikel</span><span>&nbsp;</span><span>61a Absatz</span><span>&nbsp;</span><span>3 der Bundesverfassung anerkennt der Bundesrat die Gleichwertigkeit der berufsbezogenen und allgemeinbildenden Bildungswege als zentralen Grundsatz. Ziel</span><span>&nbsp;</span><span>4 der </span><em><span>Erkl\u00e4rung 2023 zu den gemeinsamen bildungspolitischen Zielen von Bund und Kantonen f\u00fcr den Bildungsraum Schweiz</span></em><span> (</span><a href=\"http://www.edk.ch\"><u><span>www.edk.ch</span></u></a><span> &gt; Die EDK &gt; Aktuell &gt; Medienmitteilung vom 27.10.2023) h\u00e4lt fest, dass sich Bund und Kantone f\u00fcr die klare Profilierung der Angebote auf Terti\u00e4rstufe einsetzen und gleichzeitig die Durchl\u00e4ssigkeit f\u00f6rdern. Auch in der BFI-Botschaft 2025\u20132028 (BBl</span><span>&nbsp;</span><span>2024 900) bekr\u00e4ftigt der Bundesrat seine Absicht, die Berufsbildung gezielt zu f\u00f6rdern, namentlich durch Verbesserung der Durchl\u00e4ssigkeit, F\u00f6rderung ihres Ansehens und Unterst\u00fctzung der h\u00f6heren Berufsbildung. Die Rahmenbedingungen m\u00fcssen fair sein und auf jeden Bildungstyp zugeschnitten. Im Rahmen ihrer jeweiligen Zust\u00e4ndigkeiten engagieren sich Bund und Kantone f\u00fcr eine tragf\u00e4hige und leistungsf\u00e4hige Berufsbildung sowie f\u00fcr eine selektive Allgemeinbildung. Der Anteil allgemeinbildender Schulen im Verh\u00e4ltnis zu Angeboten der beruflichen Grundbildung im Lehrbetrieb wird insbesondere durch das kantonale Angebot bestimmt und variiert von Kanton zu Kanton. Kantone mit einem hohen Anteil an allgemeinbildenden Schulen sind angehalten, Massnahmen zur F\u00f6rderung der Berufsbildung zu pr\u00fcfen. In der Schweiz verf\u00fcgen etwa zwei Drittel der Jugendlichen unter 25</span><span>&nbsp;</span><span>Jahren \u00fcber einen Abschluss der Berufsbildung. Diese starke Position der Berufsbildung, die sich auch im breit gef\u00e4cherten Terti\u00e4rbereich (h\u00f6here Berufsbildung und Hochschulen) widerspiegelt, ist eine Besonderheit des Schweizer Bildungssystems. Dieses kann dadurch optimal auf den Bedarf an vielf\u00e4ltigen Kompetenzprofilen von Wirtschaft und Gesellschaft eingehen.</span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>3./4./5. Bund und Kantone investieren im Rahmen ihrer Zust\u00e4ndigkeiten massiv in alle Bildungswege. In den letzten Jahren hat der Bund die Berufsbildung gezielt finanziell unterst\u00fctzt. So hat er beispielsweise \u00fcber 100</span><span>&nbsp;</span><span>Millionen Franken pro Jahr f\u00fcr die subjektorientierte Finanzierung von Kursen aufgewendet, die auf eine eidgen\u00f6ssische Pr\u00fcfung vorbereiten. Zudem hat der Bundesrat im April 2025 eine Botschaft zur St\u00e4rkung der h\u00f6heren Berufsbildung (</span><a href=\"http://www.fedlex.admin.ch\"><u><span>www.fedlex.admin.ch</span></u></a><span> &gt; Startseite &gt; Bundesblatt &gt; Ausgaben des Bundesblattes &gt; 2025 &gt; Mai &gt; 99 &gt; BBl 2025 1595) verabschiedet. Dar\u00fcber hinaus leistet der Bund finanzielle Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Berufsmeisterschaften und Berufsmessen, die ein hervorragendes Instrument sind, um die Exzellenz und Vielfalt der Schweizer Berufsbildung zu pr\u00e4sentieren. Die allgemeinbildenden Schulen auf Sekundarstufe II und die Hochschulen im Terti\u00e4rbereich werden gr\u00f6sstenteils von der \u00f6ffentlichen Hand finanziert, da Mittelsch\u00fclerinnen und Mittelsch\u00fcler sowie Studierende w\u00e4hrend ihrer Ausbildung keine vermarktbaren Leistungen erbringen.</span></p><p><span>Wie der </span><em><span>Bildungsbericht Schweiz 2023</span></em><span> der Schweizerischen Koordinationsstelle f\u00fcr Bildungsforschung (</span><a href=\"http://www.skbf-csre.ch\"><u><span>www.skbf-csre.ch</span></u></a><span> &gt; Bildungsbericht) zeigt, ist das Schweizer Berufsbildungssystem insgesamt gut positioniert und geniesst in der Schweiz und im Ausland einen sehr guten Ruf. Dennoch weisen in den letzten Jahren verschiedene Signale aus Wirtschaft, Gesellschaft, Forschung und Politik darauf hin, dass die Attraktivit\u00e4t der Berufsbildung analysiert werden muss. Das Staatssekretariat f\u00fcr Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) nimmt sich dieses Themas zusammen mit den Verbundpartnern im Rahmen des Projekts \u00abAttraktivit\u00e4t der Berufsbildung\u00bb an. Dabei sind namentlich die Flexibilit\u00e4t des Systems, der Zugang zur Berufsbildung sowie die Vorlieben von Jugendlichen und Erwachsenen Themen, die eine vertiefte Auseinandersetzung der beteiligten Akteure erfordern. Bis Herbst 2025 beabsichtigt das SBFI, eine Bestandesaufnahme zur Attraktivit\u00e4t der Berufsbildung zu erstellen. Ziel ist es, Bereiche mit priorit\u00e4rem Handlungsbedarf zu identifizieren und konkrete Massnahmen vorzuschlagen.</span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>6. Da alle Bildungsstufen (Berufsbildung, Allgemeinbildung, Hochschulen) festgelegte Leistungsziele haben, entsteht Leistungsdruck. In der Berufsbildung sind Kompetenz-beurteilungen mittels praktischer/betrieblicher bzw. schulischer Pr\u00fcfungen sowohl im Lehrbetrieb als auch in der Berufsfachschule wichtig. Mittelsch\u00fclerinnen und Mittelsch\u00fcler sowie Studierende an Hochschulen sind aufgrund der Anforderungen f\u00fcr den Erwerb der Maturit\u00e4t bzw. eines Hochschulabschlusses ebenfalls einer vergleichbaren Arbeitslast und Leistungsdruck ausgesetzt. Sie m\u00fcssen den Unterricht besuchen, sich auf Beurteilungen und Pr\u00fcfungen vorbereiten, Arbeiten einreichen und je nach Studiengang Praktika absolvieren.</span></p><p><span>Die im Jahr</span><span>&nbsp;</span><span>2025 von Workmed ver\u00f6ffentlichte Studie </span><em><span>Psychische Gesundheit von Lernenden in der Berufslehre. Biografie, Belastung, Wachstum und Erfolgsfaktoren von Lernenden in der dualen Berufsbildung in der Schweiz</span></em><span> (www.workmed.ch &gt; Publikationen &gt; Studien &amp; Analysen 2025) sowie die </span><em><span>Erhebung zur sozialen und wirtschaftlichen Lage der Studierenden</span></em><span> des Bundesamts f\u00fcr Statistik (</span><a href=\"http://www.bfs.admin.ch\"><u><span>www.bfs.admin.ch</span></u></a><span> &gt; Statistiken &gt; Bildung und Wissenschaft &gt; Erhebung &gt; Soziale und wirtschaftliche Lage der Studierenden) zeichnen ein repr\u00e4sentatives Bild der Befindlichkeit der beiden Zielgruppen.</span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>7./8./9. Das Obligationenrecht, die Berufsbildungsverordnungen und Gesamtarbeitsvertr\u00e4ge legen Mindestanforderungen an Freizeit und Ferien f\u00fcr Lernende fest. Gleichzeitig lassen sie den Branchen Spielraum f\u00fcr die Schaffung spezifischer Modelle, mit denen sie das Interesse von Jugendlichen f\u00fcr die jeweiligen Berufe wecken k\u00f6nnen. F\u00fcr den Lehrvertrag gilt zudem die Vertragsfreiheit: Das Schweizer Vertragsrecht gew\u00e4hrt den Vertragsparteien bei der Festlegung des Vertragsinhalts viel Spielraum. Somit steht es den Lehrvertragsparteien frei, zus\u00e4tzliche Ferien oder Freitage zu vereinbaren. Es liegt im Interesse der Lehrbetriebe, Jugendliche f\u00fcr ihre Ausbildung zu gewinnen. Wie die vierte Kosten-Nutzen-Erhebung des Observatoriums f\u00fcr die Berufsbildung der Eidgen\u00f6ssischen Hochschule f\u00fcr Berufsbildung \u00abLohnt sich die Lehrlingsausbildung f\u00fcr die Betriebe?</span><em><span>\u00bb</span></em><span> weiter zeigt, erzielt die Mehrheit der Lehrbetriebe (\u00fcber 60</span><span>&nbsp;</span><span>%) mit der Ausbildung von Berufslernenden einen Nettonutzen (</span><a href=\"http://www.ehb.swiss\"><u><span>www.ehb.swiss</span></u></a><span> &gt; Forschung und Entwicklung in der Berufsbildung &gt; Projekte Forschung und Entwicklung &gt; Vierte Kosten-Nutzen-Erhebung der beruflichen Grundbildung aus der Sicht der Betriebe). Der durchschnittliche Nettonutzen betrug im Ausbildungsjahr 2016/17 \u00fcber alle Lehrberufe hinweg gut 3000</span><span>&nbsp;</span><span>Franken pro Lehrjahr und Lehrverh\u00e4ltnis. Die Ergebnisse der f\u00fcnften Erhebung werden im November 2025 ver\u00f6ffentlicht.</span></p></span>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1756252800000)\/","SubmittedBy":"Sollberger Sandra","BusinessStatus":203,"BusinessStatusText":"Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor","BusinessStatusDate":"\/Date(1756286664000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"32|44","Category":null,"Modified":"\/Date(1763088642170)\/","SubmissionDate":"\/Date(1750291200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5209,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Bildung|Besch\u00e4ftigung und Arbeit"}}