{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253776,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253776,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253776,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253776,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253776,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253776,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253776,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253776,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253776,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253776,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253776,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253776,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253776,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253776,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253776,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253776,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253776,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20253776,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"25.3776","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Kinder mit einem suchtkranken oder substanzkonsumierenden Elternteil","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>In der Schweiz leben rund 100'000 Kinder mit einem suchtkranken oder substanzkonsumierenden Elternteil. Dies gef\u00e4hrdet ihre Entwicklung erheblich \u2013 ihr Risiko f\u00fcr sp\u00e4tere Sucht- oder psychische Erkrankungen ist bis zu sechsmal h\u00f6her als bei anderen Kindern. Doch dieser Verlauf ist nicht vorbestimmt: Mit fr\u00fchzeitiger Erkennung und gezielter Unterst\u00fctzung l\u00e4sst sich gegensteuern. In der Schweiz fehlt es bisher an einer umfassenden Strategie. Die Angebote sind fragmentiert, die f\u00f6derale Struktur erschwert eine fl\u00e4chendeckende Fr\u00fchintervention. Sparmassnahmen im Suchtbereich versch\u00e4rfen die Situation zus\u00e4tzlich.</p><p>Die Interpellantin bittet um die Beantwortung folgender Fragen:</p><ol><li>Aktuell basiert die Sch\u00e4tzung der Anzahl der betroffenen Kinder auf der Schweizerischen Gesundheitsbefragung. Kann der Bund sicherstellen, dass die n\u00f6tigen Erhebungen weiterhin durchgef\u00fchrt und zur Erfassung der betroffenen Kinder verbessert werden?</li><li>Wie kann der Bund sicherstellen, dass alle betroffenen Kinder und Jugendlichen fachliche und informelle Unterst\u00fctzung (sowie die Informationen zu diesen Angeboten) erhalten, unabh\u00e4ngig davon, in welchem Kanton sie wohnen? Ist er bereit, bei der \u00dcberarbeitung der Nationalen Suchtstrategie einen neuen Schwerpunkt auf die Unterst\u00fctzung von Kindern von Eltern mit Suchterkrankung zu integrieren, resp. wie kann diese Frage integriert werden?</li><li>In der aktuellen, verl\u00e4ngerten <a href=\"https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/strategie-und-politik/nationale-gesundheitsstrategien/strategie-sucht.html\">Suchtstrategie</a> wird das Thema der Ausbildung angesprochen. Was unternimmt der Bund konkret, um sicherzustellen, dass dieses Thema von den Kantonen in die Ausbildungen in den Bereichen Gesundheit, Vorschule und Schule sowie Sozial- und Suchtberatung implementiert wird?&nbsp;</li><li>In der Stellungnahme zur Motion 20.3231 stellt der Bundesrat fest, dass ein Handlungsbedarf zur verbesserten Fr\u00fcherkennung von Kindswohlgef\u00e4hrdung ausgewiesen sei, dass aber f\u00fcr die Umsetzung von Massnahmen zur Pr\u00e4vention und zur Fr\u00fcherkennung in erster Linie die Kantone und Gemeinden sowie die Bildungsanbieter zust\u00e4ndig seien. Wie kann nun sichergestellt werden, dass die Kantone die Fr\u00fcherkennung und Fr\u00fchintervention in diesen Bereichen wirklich implementieren?</li><li>In den Schlussfolgerungen zum Bericht vom 20. M\u00e4rz 2020 in Erf\u00fcllung des Postulats 14.4026 forderte der Bundesrat die Kantone dazu auf, ein fl\u00e4chendeckendes, kantonales Gesamtkonzept einzuf\u00fchren. Sind die Kantone dieser Aufforderung nachgekommen?</li></ol>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Relevante Daten \u00fcber die Gesundheit Jugendlicher und das Umfeld, in dem sie aufwachsen, sind wichtig, um geeignete Massnahmen zu treffen. Die n\u00e4chste Schweizerische Gesundheitsbefragung (SGB) findet 2027 statt und befasst sich unter anderem mit den Themen Alkohol-, Tabak- und Drogenkonsum. Derzeit stehen die Fragen im Einzelnen noch nicht fest. Die Details werden festgelegt, sobald das Bundesamt f\u00fcr Statistik die verschiedenen Interessengruppen konsultiert hat.</p><p>2. und 4. Die Kantone und Gemeinden sind in erster Linie f\u00fcr die Umsetzung von Pr\u00e4ventions- und Fr\u00fcherkennungsmassnahmen zust\u00e4ndig. Der Bund unterst\u00fctzt die Kantone und die in diesem Bereich t\u00e4tigen Organisationen subsidi\u00e4r.</p><p>Zum Beispiel f\u00f6rdert das Bundesamt f\u00fcr Gesundheit (BAG) im Rahmen der Nationalen Strategie Sucht Projekte zur Unterst\u00fctzung von Kindern und Jugendlichen aus suchtbelasteten Familien. Zu den durch den Bund unterst\u00fctzten Projekten geh\u00f6ren unter anderem zwei Projekte von Sucht Schweiz: (1) die seit 2019 j\u00e4hrlich durchgef\u00fchrte nationale Aktionswoche \u00abKinder von Eltern mit Suchterkrankung\u00bb, welche die \u00d6ffentlichkeit und die Fachpersonen sensibilisiert und bestehende Hilfsangebote sichtbar macht; (2) das Programm \u00abChildren of Addicts (COA) 2022\u20132024\u00bb, das unter anderem die Bereitstellung von Informationsmaterialien f\u00fcr Fachpersonen, Sensibilisierungsarbeit gegen\u00fcber der \u00d6ffentlichkeit und Fortbildungsangebote umfasst.</p><p>Weiter hat das BAG eine Brosch\u00fcre f\u00fcr Fachpersonen zu den rechtlichen Grundlagen der Fr\u00fcherkennung und Fr\u00fchintervention bei Kindern und Jugendlichen ver\u00f6ffentlicht. In Zusammenarbeit mit Alliance Enfance hat das BAG zudem ein Webportal (www. familienzentrierte-vernetzung.ch) lanciert, um den Ansatz der familienzentrierten Vernetzung in Kantonen, Regionen, St\u00e4dten und Gemeinden bekannt zu machen und dessen Umsetzung zu f\u00f6rdern. Bei diesem Konzept werden Familien in herausfordernden Situationen ermittelt, denen bei Bedarf individuelle Begleitung und Unterst\u00fctzung durch ein interprofessionelles Netzwerk angeboten wird.</p><p>Im Weiteren umfasst das \u00dcbereinkommen des Europarats zur Verh\u00fctung und Bek\u00e4mpfung von Gewalt gegen Frauen und h\u00e4uslicher Gewalt (Istanbul-Konvention; SR&nbsp;0.311.35) auch den Schutz von Kindern vor h\u00e4uslicher Gewalt. Die Dualproblematik von Suchtmittelmissbrauch und h\u00e4uslicher Gewalt ist bekannt. Im Rahmen des Nationalen Aktionsplans zur Umsetzung der Istanbul-Konvention (NAP&nbsp;IK; www.gleichstellung2030.ch &gt; Aktionsplan) wurden vom Bundesrat entsprechende Massnahmen verabschiedet: die Sensibilisierung relevanter Fachpersonen f\u00fcr die Zusammenh\u00e4nge zwischen Substanzmissbrauch, psychischen Erkrankungen und h\u00e4uslicher Gewalt und Verweise auf entsprechende Hilfsangebote (Massnahme 20) sowie F\u00f6rderung von Projekten zu Gewaltlosigkeit und Gleichstellung von M\u00e4dchen und Jungen in der Schule sowie zur gewaltfreien Erziehung in der Familie (Massnahme 11).</p><p>Im Hinblick auf die f\u00fcr 2029 vorgesehene strategische Nachfolgel\u00f6sung f\u00fcr die Nationale Strategie Sucht wird gepr\u00fcft, ob und wie die Unterst\u00fctzung von Kindern von Eltern mit Suchterkrankung st\u00e4rker ber\u00fccksichtigt werden kann.</p><p>3. Im Bereich der durch den Bund geregelten universit\u00e4ren Medizinalberufe (MedBG; SR&nbsp;811.11) sowie der Gesundheitsberufe nach Gesundheitsberufegesetz (GesBG; SR&nbsp;811.21) wird verlangt, dass in der Ausbildung auch Kenntnisse zu pr\u00e4ventiven Massnahmen erworben werden. Im Bereich Humanmedizin wurde zudem ein eidgen\u00f6ssischer Weiterbildungstitel in Pr\u00e4vention und Public Health geschaffen. Die detaillierte Bestimmung der Ausbildungsinhalte dieser Berufe liegt in der Zust\u00e4ndigkeit der Berufsverb\u00e4nde, Branchenorganisationen und Bildungsst\u00e4tten. Der Bund setzt sich jedoch daf\u00fcr ein, dass den Fachpersonen aktuelle und fundierte Informationen zur Verf\u00fcgung stehen, beispielsweise durch die Bereitstellung von Informationen aus Monitorings oder Studien. Das BAG leistet auch finanzielle Beitr\u00e4ge an Ausbildungen, die sich spezifisch mit der Suchtthematik befassen, wie zum Beispiel die von den Fachverb\u00e4nden f\u00fcr Suchthilfe angebotenen Ausbildungen.</p><p>5. In verschiedenen Kantonen gibt es Systeme zur spezialisierten medizinischen Versorgung, so in den Kantonen Bern, Genf, St. Gallen, Waadt und Wallis. In den Kantonen, die kein solches Angebot haben, laufen entsprechende Projekte, die insbesondere in den kantonalen Parlamenten beraten werden. Durch eine Teilrevision des Opferhilfegesetzes (OHG; SR 312.5) will der Bundesrat die Leistungen der Opferhilfe st\u00e4rken. Der Revisionsentwurf soll Gewaltopfern schweizweit den Zugang zu qualitativ guten medizinischen und rechtsmedizinischen Leistungen gew\u00e4hrleisten. Er wird damit zum Fortschritt der Arbeiten auf kantonaler Ebene beitragen.</p>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1756857600000)\/","SubmittedBy":"Wyss Sarah","BusinessStatus":203,"BusinessStatusText":"Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor","BusinessStatusDate":"\/Date(1756883808000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"28|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1763087888650)\/","SubmissionDate":"\/Date(1750291200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5209,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Soziale Fragen|Gesundheit"}}