{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253818,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253818,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253818,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253818,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253818,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253818,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253818,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253818,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253818,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253818,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253818,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253818,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253818,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253818,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253818,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253818,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253818,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20253818,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"25.3818","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Schweizer Strategie zur Kernfusionsenergie","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>1. Welche Bedeutung misst der Bundesrat der Forschung im Bereich der Kernfusion bei und wie will er das im Rahmen der Euratom-Programme erarbeitete Wissen an die Schweizer Industrie weitergeben?<br>2. Wie beurteilt er die Gesamtwirkung, die Kosten und den Nutzen der Beteiligung der Schweiz an den Euratom-Programmen?<br>3. Inwieweit beabsichtigt der Bundesrat, die Unterst\u00fctzung alternativer Ans\u00e4tze zum toroidalen Modell in der Kernfusion in seine Forschungs- und Industriepolitik aufzunehmen?<br>4. Beabsichtigt der Bundesrat, im Rahmen der Energie- und Technologiepolitik in der Schweiz Pilotprojekte zu f\u00f6rdern, die mittels alternativer Ans\u00e4tze Zwischenanwendungen der Kernfusion nutzen?<br>5. Erw\u00e4gt der Bundesrat, eine Plattform zur Koordination der Universit\u00e4ten, Forschungsinstitute, Unternehmen und Start-ups zu schaffen, um das Schweizer Knowhow beim Bau von Demonstrationskraftwerken zu st\u00e4rken, den Technologietransfer zu f\u00f6rdern und die Schweiz in den entstehenden Wertsch\u00f6pfungsketten im Bereich der Kernfusion zu positionieren?</p>","ReasonText":"<p>Die Kernfusionsenergie gilt weltweit als Schl\u00fcsseltechnologie f\u00fcr die langfristige Dekarbonisierung. In einem internationalen Kontext, der durch steigende Anforderungen an die Energiesicherheit, die Klimaneutralit\u00e4t und die Wettbewerbsf\u00e4higkeit der Industrie gekennzeichnet ist, ist es wichtig, dass die Schweiz auch ihre strategische Positionierung in diesem Bereich sorgf\u00e4ltig analysiert.&nbsp;</p><p>Gegenw\u00e4rtig beteiligt sich die Schweiz im Rahmen der Vereinbarungen mit Euratom am ITER-Programm (reine Forschung).&nbsp;</p><p>Seit \u00fcber f\u00fcnfzig Jahren konzentriert sich die Forschung fast ausschliesslich auf die toroidalen Modelle Tokamak und Stellarator \u2013 ein technologisches Paradigma, das trotz bedeutender wissenschaftlicher Fortschritte erhebliche Herausforderungen mit sich bringt: Komplexit\u00e4t, \u00e4usserst hohe Kosten und Zeithorizonte, bei denen eine konkrete industrielle Anwendung noch in ferner Zukunft liegt. In der Zwischenzeit sind in mehreren L\u00e4ndern private Initiativen ins Leben gerufen worden mit dem Ziel, alternative, weniger kostspielige und potenziell schnellere Ans\u00e4tze f\u00fcr eine tats\u00e4chlich praktikable Kernfusion zu entwickeln. &nbsp;Die Schweiz, die nicht an die Euratom-Richtlinien gebunden ist, verf\u00fcgt \u00fcber ausgezeichnete akademische Kompetenzen und fortschrittliche industrielle F\u00e4higkeiten.&nbsp;</p><p>Daher sollte gepr\u00fcft werden, eine nationale Kernfusionsstrategie festzulegen, die unter Einbezug der innovativen Industrie, von Start-ups und Forschungsinstituten auf eine technologische Diversifizierung abzielt.&nbsp;</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<span><ol><li><span>Der Bundesrat anerkennt das langfristige Potenzial der Entwicklung der Kernfusion f\u00fcr die industrielle Produktion von sauberer, sicherer und kohlenstofffreier Energie. Er ist sich der Tatsache bewusst, dass die Schweiz im Bereich der Kernfusion Spitzenforschung betreibt, die heute auf europ\u00e4ischer und globaler Ebene eine f\u00fchrende Rolle spielt. Das </span><em><span>Swiss Plasma Center</span></em><span> an der ETH Lausanne verf\u00fcgt \u00fcber unerl\u00e4ssliche Infrastrukturen f\u00fcr die Umsetzung der europ\u00e4ischen Roadmap f\u00fcr Fusionsenergie, leistet einen anerkannten wissenschaftlichen Beitrag zur Realisierung der Forschungsinfrastruktur f\u00fcr einen internationalen thermonuklearen Versuchsreaktor (ITER), engagiert sich f\u00fcr die Entwicklung von aus der Forschung zur Plasmaphysik hervorgehenden Anwendungen und unterst\u00fctzt die Beteiligung der Schweizer Industrie im Bereich der Kernfusion. Aufgrund der hohen Kosten und Komplexit\u00e4t dieser Forschung ist eine Einbindung in multilaterale internationale Initiativen wie das Forschungs- und Ausbildungsprogramm von Euratom (Euratom-Programm), das Projekt ITER oder die Forschungsprogramme (Technology Collaboration Programmes) der Internationalen Energieagentur (IEA) nach wie vor unerl\u00e4sslich. Die Schweizer Industrie profitiert direkt von diesem Ansatz, indem sie High-Tech-Komponenten (insb. in den Bereichen Supraleitung, Diagnostik, Kryogenik und Vakuumtechnologie) f\u00fcr den Bau der entsprechenden Forschungsinfrastrukturen liefert. Dieses Engagement d\u00fcrfte in den kommenden Jahren noch zunehmen.</span></li><li><span>Die Beteiligung der Schweiz an der europ\u00e4ischen Forschung im Nuklearbereich gew\u00e4hrleistet die Exzellenz und die Positionierung der Schweizer Institutionen in internationalen Forschungsnetzwerken. Dies tr\u00e4gt unter anderem dazu bei, dass wichtige Kompetenzen im Nuklearbereich in der Schweiz erhalten bleiben \u2013 einem Bereich, der im Zusammenhang mit der Energiewende weiter an Bedeutung gewinnen wird. Aus diesen Gr\u00fcnden erachtet der Bundesrat die Teilnahme am Euratom-Programm und am Projekt ITER, wie sie in dem im April</span><span>&nbsp;</span><span>2025 paraphierten EU-Programmabkommen (EUPA) vorgesehen ist, als wesentlich. </span></li><li><span>Im Einklang mit der europ\u00e4ischen Roadmap f\u00fcr Fusionsenergie, die insbesondere vom EUROfusion-Konsortium getragen wird, beurteilen die in der Kernfusion t\u00e4tigen akademischen Einrichtungen die torusf\u00f6rmigen Anlagen wie Tokamaks und Stellaratoren als Technologien, die f\u00fcr die Nutzung der Kernfusion zur Energieerzeugung in grossem Massstab derzeit am vielversprechendsten und mit Abstand am weitesten fortgeschritten sind. Diese Bereiche erfordern eine bedeutende und nachhaltige Unterst\u00fctzung durch die \u00f6ffentliche Hand. \u00d6ffentlich-private Partnerschaften werden allerdings ebenfalls von entscheidender Bedeutung sein, damit die Kernfusion effektiv Wirklichkeit wird. Der Bundesrat leistet durch den finanziellen Beitrag an den ETH-Bereich sowie die Beteiligung am Euratom-Programm und am Bau von ITER einen Anteil an der Entwicklung dieser Technologien. Er beobachtet die Entwicklung alternativer Ans\u00e4tze im Bereich der Kernfusion aufmerksam und wird das Parlament im Rahmen der in Artikel</span><span>&nbsp;</span><span>74</span><em><span>a</span></em><span> des Kernenergiegesetzes (KEG; SR</span><span>&nbsp;</span><em><span>732.1</span></em><span>) vorgesehenen Berichterstattung \u00fcber das wissenschaftliche Potenzial und die Machbarkeit dieser Ans\u00e4tze informieren.</span></li><li><span>Allf\u00e4llige Gelegenheiten, die sich in der Schweiz im Bereich der Kernfusion f\u00fcr den Bau eines Technologiedemonstrators bieten, k\u00f6nnen im Zuge dieser Beobachtungen und im Rahmen der Kompetenzen und Mittel des Bundes gepr\u00fcft werden. Bis heute hat sich keine solche Gelegenheit ergeben.</span></li><li><span>In Erwartung einer industriellen Umsetzung der Kernfusion durch den Privatsektor wird diese Dynamik des Technologietransfers von internationalen Institutionen und Initiativen unterst\u00fctzt. So wird unter anderem im Rahmen des Euratom-Programms 2026\u20122027 eine breit abgest\u00fctzte \u00f6ffentlich-private Partnerschaft ins Leben gerufen. In der Schweiz tr\u00e4gt </span><em><span>das Swiss Industry Liaison Office,</span></em><span> erg\u00e4nzend zu den Aktivit\u00e4ten des </span><em><span>Swiss Plasma Center,</span></em><span> zur F\u00f6rderung der Teilnahme von Schweizer Akteuren an internationalen Ausschreibungen f\u00fcr internationale Forschungsinfrastrukturen, einschliesslich ITER, bei.</span></li></ol></span>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1756252800000)\/","SubmittedBy":"Storni Bruno","BusinessStatus":203,"BusinessStatusText":"Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor","BusinessStatusDate":"\/Date(1756286791000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"15|32|36|66","Category":null,"Modified":"\/Date(1763087874773)\/","SubmissionDate":"\/Date(1750377600000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5209,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wirtschaft|Bildung|Wissenschaft und Forschung|Energie"}}