{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253819,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253819,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253819,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253819,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253819,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253819,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253819,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253819,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253819,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253819,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253819,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253819,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253819,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253819,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253819,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253819,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253819,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20253819,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"25.3819","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Bessere Frauengesundheit reduziert Fehlzeiten am Arbeitsplatz","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Die Gesundheit der Arbeitnehmenden ist eng mit der wirtschaftlichen Produktivit\u00e4t verbunden. Gem\u00e4ss einem Bericht des World Economic Forums in Zusammenarbeit mit dem McKinsey Health Institute von 2024 (\u00abClosing the Women\u2019s Health Gap: A $1 Trillion Opportunity to Improve Lives and Economies\u00bb) ist die Kluft zwischen der Gesundheit von M\u00e4nnern und Frauen nach wie vor gross. Eine Frau verbringt im Durchschnitt neun Jahre mit Gesundheitsbeschwerden. Dies beeintr\u00e4chtigt ihre Anwesenheit und ihre Produktivit\u00e4t am Arbeitsplatz. Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass sich die Weltwirtschaft bis 2040 j\u00e4hrlich um mindestens eine Billion Dollar ankurbeln liesse, wenn die Gesundheitsl\u00fccke bei Frauen geschlossen w\u00fcrde. Vor allem Endometriose und Wechseljahre wirken sich auf die Arbeitsf\u00e4higkeit und die Verdienstm\u00f6glichkeiten von Frauen aus.</p><p>Eine Schweizer Studie zu den Wechseljahren am Arbeitsplatz (\u00abMenopause in the Swiss Workplace\u00bb OTII GmbH, 2023)&nbsp;zeigt, dass 48% der Teilnehmerinnen besorgt dar\u00fcber waren, wie ihre Arbeitsleistung wahrgenommen wird. Diese Unsicherheit beeinflusst das Arbeitsklima und die Produktivit\u00e4t. 22% haben schon einmal dar\u00fcber nachgedacht, wegen ihrer Beschwerden den Arbeitsplatz aufzugeben. Jede F\u00fcnfte hat im vergangenen Jahr wegen der Wechseljahre eine Auszeit genommen.&nbsp;</p><p>Das Potenzial dieser Fachkr\u00e4fte ist enorm, da Frauen \u00fcber 45 die am st\u00e4rksten wachsende Gruppe auf dem Arbeitsmarkt bilden. In Zeiten des Fachkr\u00e4ftemangels kann es sich kein Arbeitgeber leisten, gut ausgebildete Mitarbeitende zu verlieren.&nbsp;</p><p>Die Schweiz w\u00fcrde wirtschaftlich profitieren, wenn Frauen l\u00e4nger und produktiver am Erwerbsleben teilhaben k\u00f6nnten. Im Postulatsbericht \u00abGesundheit der Frauen. Bessere Ber\u00fccksichtigung ihrer Eigenheiten\u00bb (<a href=\"https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20193910\">19.3910</a>) aus dem Jahr 2024 wurden die \u00f6konomischen Auswirkungen der Frauengesundheit leider nicht ber\u00fccksichtigt.</p><p>Vor diesem Hintergrund bitte ich den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten:</p><ol><li>Sind dem Bundesrat schweizspezifische Daten zu Erwerbsausf\u00e4llen aufgrund von frauenspezifischen Gesundheitsbeschwerden bekannt? Wenn ja welche?</li><li>Wie sch\u00e4tzt der Bundesrat den diesbez\u00fcglichen Handlungsbedarf ein?</li><li>Ist der Bundesrat bereit die systematische Erfassung, Analyse und Berichterstattung von geschlechtsspezifischen Daten zu st\u00e4rken oder Studien in Auftrag zu geben, um die gesundheitliche Belastung und Produktivit\u00e4tseinbussen von Frauen am Arbeitsplatz besser zu verstehen?</li><li>Welche Massnahmen ist der Bundesrat bereit, basierend auf diesen Erkenntnissen zu ergreifen?</li></ol>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<span><p><span>Der Bundesrat teilt die Einsch\u00e4tzung, dass der Schutz der Gesundheit von Arbeitnehmenden grunds\u00e4tzlich ein zentraler Faktor f\u00fcr die wirtschaftliche Produktivit\u00e4t ist.</span></p><p><span>1. Der Bundesrat ist sich der Bedeutung der geschlechtsspezifischen Betrachtung in Studien und Statistiken bewusst und f\u00f6rdert deren konsequente Ber\u00fccksichtigung in der Datenerhebung und -auswertung. In Umsetzung der Motion </span><a href=\"https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20203588\"><u><span>20.3588</span></u></a><span> Herzog Eva hat der Bundesrat am 31. Januar 2024 die Richtlinie \u00fcber die Ber\u00fccksichtigung des Geschlechts in Studien und Statistiken des Bundes erlassen (</span><a href=\"https://www.fedlex.admin.ch/eli/fga/2024/410/de\"><u><span>BBl 2024 410</span></u></a><span>). Die Richtlinie verpflichtet die Bundes\u00e4mter, Geschlechtereffekte und geschlechtsspezifische Unterschiede in Studien und Statistiken zu analysieren und in die Ver\u00f6ffentlichungen zu integrieren. Ziel ist es, das Wissen und Verst\u00e4ndnis f\u00fcr geschlechtsspezifische Auswirkungen zu verbessern sowie statistische Daten nach Geschlecht besser zu erheben und zu verarbeiten. Sowohl die Schweizerische Gesundheitsbefragung als auch die Schweizerische Arbeitskr\u00e4fteerhebung (SAKE) erheben gem\u00e4ss Anforderungen der Richtline die Daten geschlechterdifferenziert, erfassen bislang aber keine spezifischen Informationen zu Erwerbsausf\u00e4llen aufgrund frauenspezifischer Gesundheitsbeschwerden, respektive wird die Art der Krankheit bei Abwesenheit vom Arbeitsplatz nicht erhoben.</span></p><p><span>2. Der Bundesrat legt Wert auf ein Gesundheitssystem, das allen Bev\u00f6lkerungsgruppen angemessene Leistungen gew\u00e4hrleistet (vgl. Stellungnahme des Bundesrates auf die Motion </span><a href=\"https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20223868\"><u><span>22.3868</span></u></a><span> der Kommission f\u00fcr soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrates und Antwort auf die Interpellation </span><a href=\"https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20243978\"><u><span>24.3978</span></u></a><span> Rumy Farah). Er anerkennt insbesondere den Handlungsbedarf zugunsten frauenspezifischer Gesundheitsbelange (vgl. Stellungnahme des Bundesrates vom 12.02.2025 zur Motion </span><a href=\"https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20244580\"><u><span>24.4580</span></u></a><span> Rumy Farah). Im Rahmen des Postulats </span><a href=\"https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20193910\"><u><span>19.3910</span></u></a><span> Fehlmann Rielle Laurence wurden sechs priorit\u00e4re Handlungsfelder identifiziert. Die zust\u00e4ndigen Bundesstellen wurden beauftragt, die entsprechenden Massnahmen bis Ende 2029 umzusetzen. Der Handlungsbedarf betrifft jedoch nicht nur den Bund, sondern erfordert das Engagement zahlreicher Akteure im Gesundheitswesen. Gem\u00e4ss dem politischen Auftrag konzentrierte sich der Postulatsbericht insbesondere auf die gesundheitlichen Defizite bei Frauen in Forschung, Pr\u00e4vention und Versorgung. Wirtschaftliche \u00dcberlegungen lagen ausserhalb dieses Mandats. Dennoch kann davon ausgegangen werden, dass die Umsetzung der abgeleiteten Massnahmen auch positive Auswirkungen auf die \u00f6konomischen Aspekte in der Schweiz haben wird.</span></p><p><span>3. Das Bundesamt f\u00fcr Gesundheit (BAG) erarbeitet derzeit einen Bericht in Erf\u00fcllung des Postulats </span><a href=\"https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20233009\"><u><span>23.3009</span></u></a><span> \u00abStrategie f\u00fcr die fr\u00fchzeitige Erkennung von Endometriose\u00bb der Kommission f\u00fcr Wissenschaft, Bildung und Kultur des St\u00e4nderats. In diesem Bericht wird gepr\u00fcft, ob auch die Situation im beruflichen Kontext ber\u00fccksichtigt werden kann, wobei der Schwerpunkt auf dem Pflegebereich liegt. Ausserdem beauftragte der Bundesrat den Schweizerischen Nationalfonds mit der Umsetzung des Nationalen Forschungsprogramms 83 (NFP 83; </span><a href=\"http://www.nfp83.ch\"><u><span>www.nfp83.ch</span></u></a><span>), welches sich der Gendermedizin und -gesundheit widmet.</span></p><p><span>4. Die Datenerhebung des Bundes leistet einen wichtigen Beitrag zur Identifikation allf\u00e4lligen Handlungsbedarfs und der betroffenen Akteure im Gesundheitswesen. Die wirksame Umsetzung erfolgt jedoch auch im beruflichen Alltag bzw. im Vollzug der entsprechenden rechtlichen Grundlagen. Der Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz wird namentlich durch das Arbeitsgesetz (</span><a href=\"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/1966/57_57_57/de\"><u><span>SR 822.11</span></u></a><span>) und das Obligationenrecht (</span><a href=\"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/27/317_321_377/de\"><u><span>SR 220</span></u></a><span>) gew\u00e4hrleistet. Die Verpflichtungen zum Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz gelten unabh\u00e4ngig vom Geschlecht der Arbeitnehmenden, beinhalten aber eben auch die Ber\u00fccksichtigung gesundheitlicher Beeintr\u00e4chtigungen, die geschlechtsspezifisch sein k\u00f6nnen. Demnach hat der Arbeitgeber auf die Belastung und die besonderen Bed\u00fcrfnisse betroffener Frauen R\u00fccksicht zu nehmen und im Rahmen seiner M\u00f6glichkeiten angemessene Massnahmen zu ergreifen. Dar\u00fcber hinaus gibt es f\u00fcr den Bundesrat keinen unmittelbaren Handlungsbedarf.</span></p></span>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1755648000000)\/","SubmittedBy":"Moser Tiana Angelina","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1758707828000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"28|44|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1763087916907)\/","SubmissionDate":"\/Date(1750377600000)\/","SubmissionCouncil":2,"SubmissionCouncilName":"St\u00e4nderat","SubmissionCouncilAbbreviation":"SR","SubmissionSession":5209,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":2,"FirstCouncil1Name":"St\u00e4nderat","FirstCouncil1Abbreviation":"SR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Soziale Fragen|Besch\u00e4ftigung und Arbeit|Gesundheit"}}