{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253833,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253833,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253833,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253833,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253833,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253833,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253833,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253833,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253833,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253833,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253833,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253833,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253833,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253833,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253833,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253833,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253833,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20253833,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"25.3833","BusinessType":5,"BusinessTypeName":"Motion","BusinessTypeAbbreviation":"Mo.","Title":"Strukturwandel im Berggebiet bremsen, Versorgungssicherheit st\u00e4rken","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird aufgefordert, im Rahmen der Agrarpolitik 2030+ die Instrumente so auszugestalten, dass die Entwicklung hin zu immer gr\u00f6sseren Betrieben im Berggebiet abgebremst wird und landwirtschaftliche Familienbetriebe erhalten bleiben.&nbsp;</p>","ReasonText":"<p>Der Strukturwandel in der Schweizer Landwirtschaft setzt sich fort. Die verbleibenden Betriebe werden dadurch immer gr\u00f6sser. Dies kann in Bezug auf die Effizienz durchaus positive Effekte haben und damit eine gewollte Entwicklung darstellen. Im Berggebiet ist Tierhaltung meist die einzig m\u00f6gliche landwirtschaftliche Produktion. Es gilt daher zu beachten, dass vornehmlich im Berggebiet das Betriebswachstum \u00fcber die Fl\u00e4che negative Auswirkungen haben kann, und diese aufgrund der hohen Arbeitsintensit\u00e4t kaum durch steigende Effizienz wettgemacht werden. Dabei sind insbesondere die Arbeitsspitzen im Sommer zu bedenken, die mit Familienarbeitskr\u00e4ften zu bew\u00e4ltigen sind.</p><p>Die wichtige Funktion der Offenhaltung wird vernachl\u00e4ssigt, weil die zu bewirtschaftenden Fl\u00e4chen zu gross sind. Vornehmlich anspruchsvoller zu bewirtschaftende Fl\u00e4chen verwalden. Durch diese Entwicklung gehen immer mehr Fl\u00e4chen f\u00fcr die Produktion verloren, was langfristig die Versorgungssicherheit der Schweiz gef\u00e4hrdet.&nbsp;</p><p>Der Arbeitsaufwand f\u00fcr die Betriebe steigt stetig an, was zu zunehmender \u00dcberlastung f\u00fchrt. In der Folge daraus wird es immer schwieriger, Hofnachfolgen zu finden, die bereit sind, diesen immensen Aufwand zu leisten. Die sozialen Spannungen auf den Betrieben nehmen ebenfalls zu.</p><p>Die \u00f6kologische Vielfalt im Berggebiet wird durch die Bewirtschaftung und Offenhaltung gesichert. Werden Fl\u00e4chen vernachl\u00e4ssigt, weil die Betriebe zu gross werden, ist diese Vielfalt gef\u00e4hrdet. \u00d6kologische Fl\u00e4chen sind Lebensr\u00e4ume, die neben der entsprechenden botanischen Zusammensetzung auch Strukturelemente ben\u00f6tigen. Der Katalog der Kriterien soll daher um diese erweitert werden</p><p>Aus diesem Grund ist es notwendig, die Instrumente der Agrarpolitik, so auszugestalten, dass Leistungen und Produktion durch Familienbetriebe st\u00e4rker ber\u00fccksichtigt werden, und nicht der reine Fl\u00e4chenbezug im Vordergrund steht.&nbsp; Als m\u00f6gliche Massnahmen k\u00f6nnten die Degressivit\u00e4t bei den Beitr\u00e4gen, die F\u00f6rderung der Qualit\u00e4t statt der Quantit\u00e4t bei den Biodiversit\u00e4tsf\u00f6rderfl\u00e4chen und die Weiterentwicklung von guten Rahmenbedingungen zur Erzielung von Wertsch\u00f6pfung sein.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<span><p><span>Der Strukturwandel in der Schweizer Landwirtschaft vollzieht sich grunds\u00e4tzlich sozialvertr\u00e4glich. Unterst\u00fctzt wird dieser Prozess durch technische \u00c4nderungen (Mechanisierung, Digitalisierung), die zur nachhaltigen Bewirtschaftung der immer gr\u00f6sser werdenden Betriebe beitragen. Der Familienbetrieb ist nach wie vor das vorherrschende Modell. In den letzten Jahren hat sich der Strukturwandel verlangsamt. Wurden zwischen 2000 und 2012 im Schnitt 1,6</span><span>&nbsp;</span><span>Prozent der Betriebe aufgegeben, ging dieser Anteil zwischen 2012 und 2024 auf 1,4</span><span>&nbsp;</span><span>Prozent zur\u00fcck. Im Berggebiet sind die strukturellen Ver\u00e4nderungen mit denen im Talgebiet vergleichbar. Aus Sicht des Bundesrates ist es nicht erforderlich, Strukturziele f\u00fcr die Landwirtschaft im Berggebiet vorzugeben. Wichtiger als die Anzahl und Gr\u00f6sse der Betriebe ist, dass die Berglandwirtschaft weiterhin ihre Leistungen zugunsten der Gesellschaft erbringen kann und die Landwirtschaftsbetriebe aus ihrer Produktion einen stabilen Mehrwert erzielen k\u00f6nnen, um angemessene Einkommen zu generieren. Um dies sicherzustellen, ist die Verf\u00fcgbarkeit von Arbeitskr\u00e4ften ebenfalls unerl\u00e4sslich. Die Entwicklung der Leistungen zugunsten der Gesellschaft war in den letzten Jahren dennoch insgesamt positiv. So verzeichnete die Produktion der f\u00fcr den Vertrieb bestimmten Milch im Berggebiet im Zeitraum 2000\u20122024 einen Anstieg von knapp 10</span><span>&nbsp;</span><span>Prozent. Die Offenhaltung ist weitgehend sichergestellt. Die Verwaldung betrifft haupts\u00e4chlich das S\u00f6mmerungsgebiet (80</span><span>&nbsp;</span><span>% der von Wald bedeckten Fl\u00e4che) und hat sich seit Beginn des Jahrtausends deutlich verlangsamt. In Bezug auf die Bergzonen</span><span>&nbsp;</span><span>I\u2012IV ist die Entwicklung unbedenklich. Insgesamt ist die landwirtschaftliche Nutzfl\u00e4che (LN) in den Bergzonen im Zeitraum 2014\u20122024 stabil geblieben.</span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>Der Bundesrat ist sich der zentralen Bedeutung der Berglandwirtschaft f\u00fcr die Erbringung von Leistungen zugunsten der Gesellschaft bewusst. Die Betriebe werden mit Beitr\u00e4gen in Form von Direktzahlungen oder mit Strukturverbesserungsmassnahmen unterst\u00fctzt, um die nat\u00fcrlichen Erschwernisse auszugleichen und in der H\u00fcgel- und Bergregion eine diversifizierte Landwirtschaft aufrechtzuerhalten. Der Offenhaltungsbeitrag und der Hangbeitrag dienen als Anreiz und sind je nach Erschwernis ansteigend. Die Biodiversit\u00e4tsbeitr\u00e4ge sind abgestuft nach Qualit\u00e4tsniveau. Im Rahmen der AP</span><span>&nbsp;</span><span>14\u201217 wurde die Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Bergzonen verst\u00e4rkt. Im Jahr</span><span>&nbsp;</span><span>2024 gingen somit 63</span><span>&nbsp;</span><span>Prozent der Direktzahlungen an Betriebe in der H\u00fcgel- und Bergregion.</span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>Strukturverbesserungsmassnahmen helfen den Landwirtinnen und Landwirten dabei, wettbewerbsf\u00e4higer zu werden, und tragen dazu bei, die Lebens- und Arbeitsbedingungen in den Betrieben zu verbessern. Das st\u00e4rkt die l\u00e4ndlichen Gebiete und insbesondere die Bergregion. Der Bundesrat erachtet die strukturellen Voraussetzungen und die Verf\u00fcgbarkeit von Arbeitskr\u00e4ften als wichtiger als die Betriebsgr\u00f6sse, um zu verhindern, dass Fl\u00e4chen in schwer zug\u00e4nglichen Gebieten vernachl\u00e4ssigt werden. In diesem Zusammenhang unterst\u00fctzt der Bund den Zugang zu mechanischen Werkzeugen, den Ausbau von Alpwegen und sonstige Massnahmen, die die Arbeit in den schwer zug\u00e4nglichen Gebieten erleichtern, in hohem Masse. 2024 erhielten Betriebe in H\u00fcgel- und Bergregionen rund 79</span><span>&nbsp;</span><span>Prozent der Beitr\u00e4ge f\u00fcr Strukturverbesserungen.</span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>Der Bundesrat erkennt ausserdem die Schwierigkeiten an, mit denen die Berglandwirtschaft konfrontiert ist, um einen Mehrwert zu schaffen und angemessene Einkommen zu generieren. Das Parlament erteilte dem Bundesrat mit der Motion </span><a href=\"https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20244586\"><u><span>24.4586</span></u></a><span> den Auftrag, den spezifischen Rahmenbedingungen f\u00fcr die Berglandwirtschaft im Rahmen der Agrarpolitik ab 2030 (AP30+) besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Der Bundesrat wurde darin beauftragt, im Rahmen der AP30+ Massnahmen zu ergreifen, um die Einkommenssituation in der Landwirtschaft und insbesondere der Bergbauernfamilien zu verbessern. Der Bundesrat hat die Annahme dieser Motion beantragt.</span></p></span><br><br>Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.","FederalCouncilProposal":45,"FederalCouncilProposalText":"Ablehnung","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1756252800000)\/","SubmittedBy":"Wandfluh Ernst","BusinessStatus":203,"BusinessStatusText":"Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor","BusinessStatusDate":"\/Date(1756284925000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"52|55","Category":null,"Modified":"\/Date(1763087830693)\/","SubmissionDate":"\/Date(1750377600000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5209,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Umwelt|Landwirtschaft"}}