{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253840,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253840,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253840,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253840,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253840,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253840,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253840,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253840,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253840,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253840,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253840,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253840,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253840,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253840,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253840,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253840,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253840,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20253840,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"25.3840","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Demografische Tragweite von \u00fcber 250 000 Abtreibungen seit Einf\u00fchrung der Fristenl\u00f6sung","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Seit Einf\u00fchrung der Fristenl\u00f6sung im Jahr 2002 wurden in der Schweiz insgesamt 250\u2019294 Abtreibungen registriert (Quelle: BFS).</p><p>Bereits 2006 stellte Nationalrat Markus W\u00e4fler in der Interpellation 06.3347 die Frage, welche Bedeutung der Bundesrat dem Umstand beimisst, dass j\u00e4hrlich Tausende ungeborene Kinder nicht zur Welt kommen. Seither sind fast zwei Jahrzehnte vergangen \u2013 doch die Zahlen sind nicht gesunken, sondern weiter gestiegen: Heute werden j\u00e4hrlich zwischen 11\u2019000 und 12\u2019000 Schwangerschaftsabbr\u00fcche verzeichnet \u2013 demografisch entspricht das dem Verschwinden einer Kleinstadt pro Jahr.</p><p>Gleichzeitig steht die Schweiz vor grossen Herausforderungen wie der Alterung der Bev\u00f6lkerung, dem Fachkr\u00e4ftemangel und der langfristigen Sicherung des Generationenvertrags. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob und wie der Bundesrat die konstant hohe Zahl an Schwangerschaftsabbr\u00fcchen auch unter demografischen Gesichtspunkten einordnet \u2013 und ob er darin einen Handlungsbedarf sieht, um auf politischer Ebene gegenzusteuern.</p><p>&nbsp;</p><ol><li>Welche kurz- und mittelfristigen Auswirkungen sieht der Bundesrat in der kumulierten Zahl von \u00fcber 250\u2019000 Schwangerschaftsabbr\u00fcchen seit 2002 \u2013 insbesondere im Hinblick auf Altersaufbau, Fachkr\u00e4ftesicherung und Innovationsf\u00e4higkeit der Schweiz?</li><li>Welche l\u00e4ngerfristigen demografischen Entwicklungen erwartet der Bundesrat im Zusammenhang mit dieser Entwicklung?</li><li>Welche neuen Erkenntnisse, Datens\u00e4tze oder Studien hat der Bundesrat seit der Beantwortung der Interpellation 06.3347 (W\u00e4fler) ausgewertet, um den Zusammenhang zwischen Abbruchzahlen, Geburtenrate und gesellschaftlichen Auswirkungen besser zu verstehen?</li><li>Wie beurteilt der Bundesrat den Widerspruch, dass die Schweiz in zahlreichen Politikfeldern (z.\u202fB. Klima, Digitalisierung, Gleichstellung) gezielt f\u00fcr kommende Generationen vorsorgt, zugleich aber j\u00e4hrlich tausende potenzielle k\u00fcnftige B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger durch Schwangerschaftsabbr\u00fcche verliert?</li><li>Welche Vision von Generationengerechtigkeit verfolgt der Bundesrat \u2013 und inwiefern schliesst diese auch den Schutz ungeborenen Lebens mit ein?</li></ol>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<span><p><span>1.- 3. Wie der Bundesrat bereits in seiner Antwort auf die Ip. 06.3347 W\u00e4fler \u00abDemographieproblem in der Schweiz und Schutz der ungeborenen Generation\u00bb festgehalten hat, ist es aus seiner Sicht grunds\u00e4tzlich problematisch, Schwangerschaftsabbr\u00fcche mit demografischen \u00dcberlegungen zu verkn\u00fcpfen. Dabei drohen sozio\u00f6konomische Argumente die menschliche und ethische Dimension zu \u00fcberlagern. Die 2022 ver\u00f6ffentlichte Studie des Bundesamts f\u00fcr Statistik (BFS) \u00abSchwangerschaften und Geburten unter schwierigen Bedingungen\u00bb zeigt (abrufbar unter www.bfs.admin.ch &gt; Statistiken &gt; Gesundheit &gt; Gesundheitszustand &gt; Reproduktive Gesundheit &gt; Schwangerschaftsabbr\u00fcche), dass die Gr\u00fcnde f\u00fcr einen Schwangerschaftsabbruch vielf\u00e4ltig und individuell sind. Jeder Schwangerschaftsabbruch spiegelt eine komplexe pers\u00f6nliche Situation und schwierige Entscheidungen wider, die wesentliche ethische und rechtliche Werte betreffen.</span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>4. und 5. Seit den 1970er Jahren ist in der Schweiz wie in fast allen vergleichbaren L\u00e4ndern ein kontinuierlicher R\u00fcckgang der Geburtenrate zu beobachten \u2013 bedingt durch gesellschaftliche Entwicklungen wie zum Beispiel ver\u00e4nderte Rollenbilder oder die zunehmende Erwerbst\u00e4tigkeit von Frauen.</span></p><p><span>Der Bundesrat sieht daher keinen Widerspruch darin, dass die Schweiz in Politikfeldern wie Klimaschutz, Digitalisierung oder Gleichstellung gezielt f\u00fcr kommende Generationen vorsorgt, w\u00e4hrend gleichzeitig das Recht auf Schwangerschaftsabbruch gewahrt bleibt. Der Zugang zu einem sicheren und legalen Abbruch ist Teil einer modernen Gesundheitsversorgung und Voraussetzung f\u00fcr die Selbstbestimmung von Frauen.</span></p></span>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1755648000000)\/","SubmittedBy":"Gafner Andreas","BusinessStatus":203,"BusinessStatusText":"Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor","BusinessStatusDate":"\/Date(1755706026190)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"28|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1763087804873)\/","SubmissionDate":"\/Date(1750377600000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5209,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Soziale Fragen|Gesundheit"}}