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Dieses Verkehrssicherheitsprogramm hat die Sicherheit auf Schweizer Strassen massgeblich verbessert. Bis vor ca. sechs Jahren zeigte das Unfallgeschehen im Grossen und Ganzen eine erfreuliche Entwicklung. In den letzten Jahren zeichnet sich jedoch eine Trendwende ab. Jedes Jahr verzeichnet die Polizei rund 4000 Schwerverletzte und \u00fcber 200 Get\u00f6tete. Die Unf\u00e4lle verursachen nicht nur Leid und Schmerz f\u00fcr die Betroffenen, sondern gehen auch mit materiellen Kosten in H\u00f6he von rund 4 Milliarden Franken pro Jahr einher.&nbsp;</p><p>In den letzten 25 Jahren haben sich der \u00f6ffentliche Raum und insbesondere der Verkehr stark ver\u00e4ndert. Es sind technisch hochentwickelte und gr\u00f6ssere Autos unterwegs. Die neuen Fahrunterst\u00fctzungssysteme im Auto haben zwar das Potenzial, die Verkehrssicherheit zu steigern \u2013 aber nur, wenn sie angemessen genutzt werden. Das teil-automatisierte Fahren bringt sogar neue Gefahren mit sich. Das allgegenw\u00e4rtige Smartphone mit all seinen Einsatzm\u00f6glichkeiten sorgt f\u00fcr Ablenkung am Steuer \u2013 auch bei legal korrekter Anwendung. Es sind mehr Autos zugelassen, die sich auf insgesamt mehr Strassenkilometern und auch in verdichteten Wohngebieten bewegen. Bei den Zweir\u00e4dern sind seither schnelle und langsame E-Bikes dazugekommen. Zudem gibt es diverse Arten von Trottinetts. Die Bev\u00f6lkerungszahl ist gewachsen und im Durchschnitt auch \u00e4lter geworden.</p><p>&nbsp;</p><p>1. Was sind aus Sicht des Bundesrats die zentralen Ursachen und Hintergr\u00fcnde f\u00fcr die aktuellen Verkehrsunf\u00e4lle mit Get\u00f6teten und Schwerverletzten?</p><p>2. Welche gesellschaftlichen Trends und technologischen Ver\u00e4nderungen werden aus Sicht des Bundesrats die Verkehrssicherheit k\u00fcnftig pr\u00e4gen?</p><p>3. Wie l\u00e4sst sich die Sicherheit auf Schweizer Strassen und insbesondere jene der verletzlichen Verkehrsteilnehmenden (Zweiradfahrer und Fussg\u00e4nger) aus Sicht des Bundesrates verbessern?</p><p>4. Ist der Bundesrat ebenfalls der Ansicht, dass 25 Jahre nach der Lancierung von \u201cVia Sicura\u201d, eine Standortbestimmung mit Bericht \u00fcber die Sicherheit auf Schweizer Strassen zweckm\u00e4ssig ist?</p><p>5. Kann sich der Bundesrat vorstellen, zeitgem\u00e4sse Verkehrssicherheitsziele f\u00fcr das Jahr 2040 zu verankern?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<span><p><span>Der Bundesrat beantwortet die Fragen wie folgt:</span></p><ol><li><span>Wie der offiziellen Unfallstatistik des Bundesamtes f\u00fcr Strassen ASTRA zu entnehmen ist, sind \u00fcber alle Verkehrsteilnehmenden betrachtet Unaufmerksamkeit und Ablenkung, nicht angepasste Geschwindigkeit und der Einfluss von Alkohol die drei h\u00e4ufigsten Unfallhauptursachen. In den letzten Jahren hat sich Unaufmerksamkeit und Ablenkung als Unfallursache Nummer eins etabliert.</span></li><li><span>Der zunehmende Anteil an vulnerablen Verkehrsteilnehmenden (Radfahrende, E-Bike-Fahrende, Lenkerinnen und Lenker von Elektrotrottinetten etc.), sowie die zunehmende Alterung der Gesellschaft bilden Herausforderungen in der Verkehrssicherheitsarbeit. Die technologische Entwicklung, insbesondere bei den Personenwagen mit neuen Assistenzsystemen, aber auch bei Motorr\u00e4dern und E-Bikes (z.B. ABS), bietet demgegen\u00fcber ein grosses Potenzial Unf\u00e4lle zu vermeiden, oder die Unfallfolgen abzuschw\u00e4chen.</span></li><li><span>Neben der unter 2. erw\u00e4hnten technischen Entwicklung bei den Fahrzeugen, welche die Kollisionswahrscheinlichkeit mit Verkehrsteilnehmenden des Langsamverkehrs verringert, erhofft sich der Bundesrat eine positive Entwicklung insbesondere durch die Verbesserung der Infrastruktur f\u00fcr den Langsamverkehr. Hierf\u00fcr haben Bundesrat und Parlament mit dem Veloweggesetz (SR 705) einen weiteren wichtigen Grundstein gelegt.</span></li><li><span>In der Amtsstrategie des Bundesamtes f\u00fcr Strassen (ASTRA) bildet die Verkehrssicherheit auf allen Schweizer Strassen ein wichtiges strategisches Ziel. \u00dcber die Entwicklung der Verkehrssicherheit wird zudem j\u00e4hrlich im Rahmen der Unfallstatistik berichtet. Der Bundesrat kennt daher die aktuellen Entwicklungen in der Verkehrssicherheit in der Schweiz und sieht aktuell keinen Bedarf f\u00fcr einen zus\u00e4tzlichen Bericht.</span></li><li><span>In der unter 4. erw\u00e4hnten Amtsstrategie des Bundesamtes f\u00fcr Strassen ASTRA bestehen klar definierte Verkehrssicherheitsziele f\u00fcr 2030. Um diese Ziele zu erreichen, werden laufend Massnahmen umgesetzt und neue Potenziale zur Verbesserung der Verkehrssicherheit untersucht. Der Bundesrat erachtet diese Ziele als zeitgem\u00e4ss und sieht im Moment keinen Bedarf, neue Ziele zu definieren.</span></li></ol></span>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1755043200000)\/","SubmittedBy":"Zybach Ursula","BusinessStatus":203,"BusinessStatusText":"Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor","BusinessStatusDate":"\/Date(1755099355000)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"28|48|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1763088122890)\/","SubmissionDate":"\/Date(1750377600000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5209,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Soziale Fragen|Verkehr|Gesundheit"}}