{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253848,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253848,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253848,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253848,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253848,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253848,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253848,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253848,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253848,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253848,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253848,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253848,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253848,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253848,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253848,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253848,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253848,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20253848,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"25.3848","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"12 045 Abtreibungen im Jahr 2023. Wie reagiert der Bundesrat auf den neuen H\u00f6chststand?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>2023 wurde mit 12\u2019045 Schwangerschaftsabbr\u00fcchen ein neuer H\u00f6chststand erreicht \u2013 mehr als je zuvor seit Einf\u00fchrung der Fristenl\u00f6sung im Jahr 2002 (Quelle: BFS).</p><p>Unabh\u00e4ngige Beratungsstellen berichten, dass Schwangerschaftskonflikte selten aus einer bewussten Ablehnung des Kindes entstehen. Vielmehr seien \u00dcberforderung, biografische Krisen, Partnerschaftsprobleme oder \u00e4usserer Druck h\u00e4ufig ausschlaggebend. Viele Frauen beschreiben ihre Entscheidung im Nachhinein als einen Schritt, den sie sich nie gew\u00fcnscht h\u00e4tten.</p><p>Die steigenden Abtreibungszahlen zeigen vor allem, dass sich viele Frauen mitten in unserer Gesellschaft in ausweglose Situationen gedr\u00e4ngt sehen, in denen eine Schwangerschaft keinen Platz zu haben scheint. Fehlt aber eine echte Alternative zur Abtreibung, bleibt auch die Freiheit eine Illusion \u2013 Selbstbestimmung und Autonomie verkommen zu leeren Versprechen.</p><ol><li>Wie beurteilt der Bundesrat den H\u00f6chststand von 12\u2019045 Schwangerschaftsabbr\u00fcchen im Jahr 2023?&nbsp;</li><li>Welche Hauptursachen f\u00fcr diese Entwicklung erkennt der Bundesrat in den Bereichen Gesundheit, Soziales, Bildung und Gleichstellung?</li><li>Teilt der Bundesrat die Einsch\u00e4tzung, dass sich viele Frauen im Schwangerschaftskonflikt nicht aus \u00dcberzeugung, sondern aus einem Mangel an realen Alternativen f\u00fcr einen Abbruch entscheiden?</li><li>Sieht der Bundesrat eine staatliche Pflicht, Massnahmen daf\u00fcr zu ergreifen, dass Schwangere in Not nicht aus Druck oder Perspektivlosigkeit handeln?</li><li>Welche konkreten Massnahmen sieht der Bundesrat vor, um Schwangeren in Not lebenspraktische Hilfsangebote zug\u00e4nglich zu machen, die ein \u00abJa\u00bb zum Leben ihres Kindes m\u00f6glich machen?&nbsp;</li><li>Ist der Bundesrat bereit, den Ausbau von Unterst\u00fctzungsangeboten zu f\u00f6rdern, die unter dem Ansatz \u00abHilfe statt Abtreibung\u00bb eine echte Alternative zur Abtreibung aufzeigen?</li><li>Ist der Bundesrat bereit, eine interdisziplin\u00e4re und repr\u00e4sentative Studie zu beauftragen, die systematisch untersucht, welche Faktoren tats\u00e4chlich ausschlaggebend f\u00fcr die Entscheidung zur Abtreibung sind \u2013 insbesondere, in welchem Ausmass \u00e4usserer Druck, \u00dcberforderung oder das Fehlen realistischer Alternativen eine Rolle spielen?</li></ol>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<span><p><span>1. und 2. Tats\u00e4chlich haben die Schwangerschaftsabbr\u00fcche in der Schweiz zugenommen, sie bleiben aber im internationalen Vergleich niedrig. Zudem ist auch zu beobachten, dass die Schwangerschaftsabbruchraten bei Jugendlichen (15-19 Jahre) seit 2015 in der gleichen Gr\u00f6ssenordnung bleiben. </span></p><p><span>Wie der Bericht des Bundesamtes f\u00fcr Statistik (BFS) von 2022 \u00abSchwangerschaften und Geburten unter schwierigen Bedingungen\u00bb (abrufbar unter www.bfs.admin.ch &gt; Statistiken &gt; Gesundheit &gt; Gesundheitszustand &gt; Reproduktive Gesundheit &gt; Schwangerschaftsabbr\u00fcche) aufzeigt, reflektiert die Rate der Schwangerschaftsabbr\u00fcche sowohl gesellschaftliche Einfl\u00fcsse als auch individuelle Entscheide, welche sich je nach Kontext unterschiedlich auspr\u00e4gen k\u00f6nnen. Wie Entwicklungen in den Bereichen Gesundheit, Soziales, Bildung und Gleichstellung die Rate der Schwangerschaftsabbr\u00fcche oder die Familienplanung im Allgemeinen beeinflussen, ist jedoch komplex.</span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>3. und 4. Wie erw\u00e4hnt sind die Gr\u00fcnde f\u00fcr Schwangerschaftsabbr\u00fcche sehr individuell. Das Bundesgesetz \u00fcber die Schwangerschaftsberatungsstellen (SR 857.5) gew\u00e4hrleistet, dass Frauen und ihren Begleitpersonen schweizweit kostenlose Angebote f\u00fcr fachlich anerkannte medizinische und psychosoziale Beratung zur Verf\u00fcgung stehen. Zust\u00e4ndig f\u00fcr die Umsetzung sind die Kantone. Wie der Bundesrat in seiner Antwort auf die Motion von Siebenthal 20.3301 \u00abOptimierung der Informations- und Beratungst\u00e4tigkeit f\u00fcr Frauen und Problemschwangerschaften\u00bb festgehalten hat, sieht er keinen Handlungsbedarf in diesem Bereich. </span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>5. und 6. Es liegt in der Verantwortung der Kantone und Gemeinden, Personen mit sozialen Leistungen und finanziellen Mitteln zu unterst\u00fctzen, wenn sie ihren Lebensunterhalt nicht aus eigener Kraft sicherstellen k\u00f6nnen. Es ist wichtig, dass Frauen, die einen Schwangerschaftsabbruch in Erw\u00e4gung ziehen, im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben frei entscheiden k\u00f6nnen. Die genannten Leistungen sowie die Unterst\u00fctzungen durch Hilfswerke und Stiftungen bilden ein zus\u00e4tzliches Netz, das dazu beitr\u00e4gt, H\u00e4rtef\u00e4lle abzufedern.</span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>7. Die obenerw\u00e4hnte Studie des BFS \u00abSchwangerschaften und Geburten unter schwierigen Bedingungen\u00bb zeigt, dass Schwangerschaftsabbr\u00fcche in 97% aus psychosozialen Gr\u00fcnden erfolgen. Dank einer detaillierteren Erhebung in 8 Kantonen konnten diese Gr\u00fcnde genauer betrachtet werden: Am h\u00e4ufigsten wurde angegeben, dass die Frau sich nicht in der Lage f\u00fchlt, ein Kind zu erziehen, die Frau oder ihr Partner sich gegenw\u00e4rtig kein Kind w\u00fcnschen, sowie die Unvereinbarkeit mit der aktuellen Ausbildung oder der beruflichen Situation. Der Bundesrat sieht keinen Bedarf, eine weitere Studie in Auftrag zu geben.</span></p></span>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1756252800000)\/","SubmittedBy":"Gafner Andreas","BusinessStatus":203,"BusinessStatusText":"Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor","BusinessStatusDate":"\/Date(1756280031000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"28|36|2836|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1763088033650)\/","SubmissionDate":"\/Date(1750377600000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5209,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Soziale Fragen|Wissenschaft und Forschung|Sozialer Schutz|Gesundheit"}}