{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253856,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253856,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253856,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253856,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253856,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253856,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253856,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253856,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253856,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253856,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253856,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253856,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253856,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253856,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253856,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253856,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253856,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20253856,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"25.3856","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Sperrung der Strecke Freiburg\u2013Bern im Sommer. Ein R\u00fcckschlag f\u00fcr die Verkehrsverlagerung?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Die Totalsperre der Bahnstrecke Freiburg\u2013Bern f\u00fcr mehr als zwei Monate in diesem Sommer wird im Kanton Freiburg, dem gr\u00f6ssten Pendlerkanton der Schweiz, zu grossen Problemen f\u00fchren. Die Pendlerinnen und Pendler aus dem Kanton Freiburg sind stark auf ihre Zugverbindungen angewiesen, insbesondere nach Bern und in die Deutschschweiz. Sie f\u00fcrchten die l\u00e4ngeren Reisezeiten, die Bedingungen in den mit Sicherheit \u00fcberf\u00fcllten Bussen und das Verbot, ihr Velo zu transportieren. Mitten in der Sommersaison und w\u00e4hrend der Fussball-Europameisterschaft der Frauen ist die Totalsperre der erw\u00e4hnten Strecke auch f\u00fcr den Tourismus von grossem Nachteil; sie f\u00fchrt wahrscheinlich zu Einnahmeausf\u00e4llen f\u00fcr die lokale Wirtschaft.&nbsp;</p><p>Schliesslich birgt der Entscheid der Sperrung das grosse Risiko, dass Pendlerinnen und Pendler auf das Privatauto umsteigen und auch l\u00e4ngerfristig die Benutzung \u00f6ffentlicher Verkehrsmittel in Frage stellen.</p><p>&nbsp;</p><p>Ich bitte den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten:&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>1) Hat die SBB weniger einschneidende Alternativen zur Totalsperre der Strecke Freiburg\u2013Bern in Betracht gezogen, z.&nbsp;B. eine auf ein Gleis beschr\u00e4nkte Sperre?&nbsp;</p><p>2) Ist sich der Bundesrat bewusst, dass die erw\u00e4hnte Strecke quasi als R\u00fcckgrat der Schweiz f\u00fcr die Verbindung zwischen West- und Deutschschweiz unentbehrlich ist und die SBB diese nicht einfach mit dem Verweis auf Ersatzbusse sperren kann?</p><p>3) Die Sperrung wird sicherlich eine Verkehrsverlagerung auf die Strasse zur Folge haben. Wird in den verschiedenen Gemeinden der Kantone Waadt, Freiburg und Bern eine Bewertung dieser Verlagerung in Betracht gezogen?&nbsp;</p><p>4) Nach dem Debakel rund um den Umbau des Bahnhofs Lausanne und allen damit verbundenen Unannehmlichkeiten f\u00fcr die SBB-Reisenden f\u00fchlen sich die Westschweizerinnen und Westschweizer durch diese kompromisslose Sperrung einmal mehr als vernachl\u00e4ssigte Minderheit. Was sagt der Bundesrat dazu?</p><p>5) Vor dem Hintergrund steigender Tarife und zunehmend \u00fcberf\u00fcllter Z\u00fcge k\u00f6nnte eine vollst\u00e4ndige Streckensperrung die Bev\u00f6lkerung zur Nutzung von Privatautos verleiten. Wie sch\u00e4tzt der Bundesrat die Lage ein?</p><p>6) Zieht der Bundesrat angesichts der vielen Unannehmlichkeiten eine finanzielle Entsch\u00e4digung f\u00fcr die Nutzerinnen und Nutzer der erw\u00e4hnten Strecke in Betracht?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<span><ol><li><span>Gem\u00e4ss R\u00fcckmeldung der SBB wurden wie bei allen gr\u00f6sseren Baut\u00e4tigkeiten mehrere Varianten f\u00fcr die Intervall- und Ersatzkonzepte gepr\u00fcft. Die vielen anstehenden Baut\u00e4tigkeiten auf der Strecke Bern \u2013 Freiburg erfordern einen gr\u00f6sseren Eingriff in den Betrieb. Die Vor- und Nachteile einer Totalsperre wurden sorgf\u00e4ltig und im Sinne der Kundenorientierung beurteilt. Die betroffenen Kantone und Bahnunternehmen wurden fr\u00fchzeitig einbezogen. Die Vorteile, konzentriert in einer Totalsperre und daf\u00fcr in einer k\u00fcrzeren Zeitdauer zu bauen, haben \u00fcberwogen. Bei Sperren in der Nacht und an Wochenenden w\u00fcrde die Bauzeit drei Jahre betragen. Mit der Totalsperre wird sie auf acht Wochen reduziert. </span></li></ol><p><span>&nbsp;</span></p><ol start=\"2\"><li><span>Pro Tag stehen rund 80 Busse auf f\u00fcnf verschiedenen Linien f\u00fcr den Ersatzverkehr zur Verf\u00fcgung. Diese verkehren zum Beispiel zwischen Freiburg und Bern ohne Zwischenhalt von 5 \u2013 20 Uhr durchgehend im 10-Minuten-Takt und ab 20 Uhr im 15-Minuten-Takt, allerdings mit einer deutlich l\u00e4ngeren Fahrzeit.</span></li></ol><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>Weil die betroffene Strecke stark befahren ist, braucht es auf dieser mehr Substanzerhalt als auf anderen Strecken. Regelm\u00e4ssige Unterhaltsarbeiten sind unverzichtbar, damit die Z\u00fcge zwischen Lausanne und Bern auch in Zukunft sicher unterwegs sind und p\u00fcnktlich ankommen. Den Reisenden zwischen der Genfersee-Region und der Deutschschweiz steht die Bahnverbindung am Juras\u00fcdfuss via Neuenburg \u2013 Biel/Bienne \u2013 Olten zur Verf\u00fcgung. Z\u00fcge auf dieser Linie werden auf die maximale L\u00e4nge verl\u00e4ngert. Zudem verkehren am Morgen und Abend zus\u00e4tzliche Fernverkehrsz\u00fcge zwischen Neuenburg und Lausanne. Auch zwischen Bern und Neuenburg werden l\u00e4ngere Z\u00fcge eingesetzt.</span></p><p><span>Der Hauptteil des G\u00fcterverkehrs auf der West-Ost-Achse verkehrt schon heute \u00fcber die Linie am Juras\u00fcdfuss via Solothurn \u2013 Biel/Bienne \u2013 Neuenburg. F\u00fcr den G\u00fcterverkehr konnten im Zusammenhang mit der Totalsperre Bern \u2013 Freiburg einvernehmliche L\u00f6sungen gefunden werden. </span></p><p><span>&nbsp;</span></p><ol start=\"3\"><li><span>Die SBB geht nicht davon aus, dass eine nachhaltige Verlagerung von der Schiene auf die Strasse resultieren wird. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die Kundinnen und Kunden trotz vor\u00fcbergehenden Einschr\u00e4nkungen wieder zum \u00d6V zur\u00fcckkehren. Die SBB hat fr\u00fchzeitig Kantone und Beh\u00f6rden in die L\u00f6sungsfindung bez\u00fcglich Ersatzverkehr mit insgesamt f\u00fcnf Bahnersatzlinien per Bus einbezogen. Damit, sowie mit der Lenkung der Reisenden \u00fcber die Juras\u00fcdfusslinie, hat die SBB ein m\u00f6glichst attraktives Ersatzangebot bereitgestellt. Das ASTRA wird im aktuellen Fall die Auswirkungen auf die Nationalstrasse N12 - und ausgew\u00e4hlte Kantons- und Gemeindestrassen - anhand von Verkehrsz\u00e4hlerdaten und Auswertungen von Reisezeitdaten analysieren.</span></li></ol><p><span>&nbsp;</span></p><ol start=\"4\"><li><span>Streckensperrungen kommen auch in anderen Landesteilen der Schweiz vor und werden zuk\u00fcnftig h\u00e4ufiger, sofern das Bauvolumen von Substanzerhalt und Ausbau in dem heute geplanten Mass bew\u00e4ltigt werden soll. Beispielsweise musste die Strecke im St. Galler Rheintal (St. Margrethen \u2013 Buchs) abschnittsweise f\u00fcr Ausbaumassnahmen in den Jahren 2023 und 2024 ebenfalls \u00fcber mehrere Monate gesperrt werden. Derzeit ist baustellenbedingt auch die Bahnstrecke zwischen Basel und Laufen f\u00fcr mehrere Monate unterbrochen, wo ebenfalls zahlreiche Bahnersatzbusse im Einsatz sind. </span><span>&nbsp;</span></li></ol><p><span>&nbsp;</span></p><ol start=\"5\"><li><span>Der Bundesrat erachtet das Risiko der R\u00fcckverlagerung auf die Strasse bei einer zweimonatigen Streckensperrung als geringer als bei abnehmender Qualit\u00e4t der Schieneninfrastruktur als Resultat ungen\u00fcgender Unterhaltsarbeiten.</span></li></ol><p><span>&nbsp;</span></p><ol start=\"6\"><li><span>In der Schweiz sind bei Bauarbeiten keine finanziellen Entsch\u00e4digungen durch die Eisenbahnverkehrsunternehmen oder anderen Transportunternehmen vorgesehen. Weil in den Bussen keine 1. 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