{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253874,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253874,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253874,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253874,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253874,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253874,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253874,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253874,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253874,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253874,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253874,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253874,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253874,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253874,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253874,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253874,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253874,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20253874,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"25.3874","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Berufsbildung. Zwischen Spezialisierung und Gefahr der Trennung","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Die seit 2023 umgesetzte Reform der Grundbildung \u00abKauffrau/Kaufmann mit eidgen\u00f6ssischem F\u00e4higkeitszeugnis (EFZ)\u00bb gibt in Bildungskreisen Anlass zu Besorgnis. Weil die Kernf\u00e4cher durch Module f\u00fcr Berufskompetenzen ersetzt wurden, ist die neue Grundbildung zulasten der Schulbildung stark auf die berufliche Ausbildung ausgerichtet.</p><p>Dies gef\u00e4hrdet den Zugang zur Berufsmaturit\u00e4t und damit die unabdingbare Grundlage f\u00fcr ein Studium an einer Fachhochschule oder Universit\u00e4t nach einer Passerelle. Junge Menschen laufen Gefahr, auf einen Bildungsweg ohne M\u00f6glichkeit zur Neuorientierung zu geraten. Dies steht im Widerspruch zu einem Grundprinzip des schweizerischen Bildungssystems: der Durchl\u00e4ssigkeit.</p><p>\u00dcberdies hat das Staatssekretariat f\u00fcr Bildung, Forschung und Innovation die Eidgen\u00f6ssische Berufsmaturit\u00e4tskommission aufgel\u00f6st. Dieser Entscheid best\u00e4tigt eine beunruhigende Tendenz: Anstatt die alternativen Wege zur Maturit\u00e4t nach dem EFZ zu st\u00e4rken, scheint der Bundesrat zunehmend eine Trennung zwischen Bildungswegen zu bevorzugen, ohne gleichwertige Strukturen zur Gew\u00e4hrleistung der Chancengleichheit einzurichten.&nbsp;</p><ol><li>Ist sich der Bundesrat bewusst, dass die Reform der kaufm\u00e4nnischen Grundbildung den Lernenden den Zugang zur Berufsmaturit\u00e4t erschweren und damit ihre Chancen auf ein Hochschulstudium verringern k\u00f6nnte?</li><li>Welche Massnahmen plant der Bundesrat, um die Chancengleichheit von Absolventinnen und Absolventen einer beruflichen und einer gymnasialen Ausbildung zu gew\u00e4hrleisten, insbesondere in Bezug auf die Aussichten auf eine nachobligatorische Ausbildung?</li><li>Wie will der Bundesrat die Durchl\u00e4ssigkeit des Bildungssystems sicherstellen, damit Inhaberinnen und Inhaber eines EFZ ihre akademische Laufbahn fortsetzen k\u00f6nnen, wenn sie dazu bereit und in der Lage sind?</li><li>Warum wurde die Eidgen\u00f6ssische Berufsmaturit\u00e4tskommission aufgel\u00f6st, und welche Alternativen sieht der Bundesrat vor, um die strategische Steuerung der Berufsmaturit\u00e4t zu gew\u00e4hrleisten?</li><li>Kann sich der Bundesrat verpflichten, ab 2026 eine erste Umsetzungsbilanz der Reform der Grundbildung \u00abKauffrau/Kaufmann EFZ\u00bb vorzulegen, die sich auf den ersten Jahrgang mit Abschl\u00fcssen gem\u00e4ss der Reform 2023 st\u00fctzt?</li></ol>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1./5. Die Verordnung des SBFI \u00fcber die berufliche Grundbildung Kauffrau/Kaufmann mit eidgen\u00f6ssischem F\u00e4higkeitszeugnis (EFZ) (SR 412.101.221.73) wurde am 16. August 2021 erlassen. Sie ist das Ergebnis der verbundpartnerschaftlichen Zusammenarbeit von Bund, Kantonen und Organisationen der Arbeitswelt. Wie bereits in der vorherigen Verordnung vom 26. September 2011 stellt die M\u00f6glichkeit, den Berufsmaturit\u00e4tsunterricht zu besuchen, weiterhin eine Priorit\u00e4t f\u00fcr die berufliche Grundbildung Kauffrau/Kaufmann dar. Traditionell absolvieren viele Lernende in diesem Beruf die lehrbegleitende Berufsmaturit\u00e4t (BM1) oder die Berufsmaturit\u00e4t, die im Anschluss ans EFZ erworben wird (BM2). Entscheidend f\u00fcr den erfolgreichen \u00dcbergang von einer beruflichen Grundbildung zur Berufsmaturit\u00e4t ist der Ausbildungsinhalt und nicht die Methodik, mit der dieser vermittelt wird. Der auf Handlungskompetenzen ausgerichtete Unterricht \u00e4ndert nichts an der M\u00f6glichkeit der Lernenden, ihre Ausbildung erfolgreich mit einer Berufsmaturit\u00e4t zu erg\u00e4nzen. Wie bisher bieten die Kantone Vorbereitungskurse an, um m\u00f6gliche Defizite, z. B. in Mathematik, auszugleichen. Auch die Fortsetzung der Ausbildung durch ein Studium an einer Fachhochschule wird nicht behindert.</p><p>Die Berufsfachschulen wurden bei der Implementierung der neuen Verordnung begleitet. Sie hatten die M\u00f6glichkeit, Fragen zu stellen und \u00fcber die Herausforderungen bei der Umsetzung der Neuerungen zu berichten. Zudem wurde die Arbeit des nationalen Koordinationsgremiums, das f\u00fcr die Umsetzung in den Kantonen zust\u00e4ndig ist, einer externen Begutachtung unterzogen. Die Verbundpartner haben sich einvernehmlich gegen eine breit angelegte Evaluation der Auswirkungen der revidierten Bildungsverordnung entschieden. Stattdessen bevorzugen sie andere Instrumente der Qualit\u00e4tssicherung, insbesondere die Ergebnisse der Qualifikationsverfahren ab 2026 sowie den regelm\u00e4ssigen Erfahrungsaustausch mit den betroffenen Akteuren. Dieser erfolgt im Rahmen der daf\u00fcr vorgesehenen Gremien, d. h. in der Schweizerischen Kommission f\u00fcr Berufsentwicklung und Qualit\u00e4t f\u00fcr Kaufleute EFZ sowie in der Abteilung Bildung der zust\u00e4ndigen Berufsorganisation.</p><p>2./3. Das Schweizer Bildungssystem ist f\u00fcr seine hohe Durchl\u00e4ssigkeit bekannt. Von der Berufsbildung ausgehend, f\u00fchrt der Weg \u00fcber die Berufsmaturit\u00e4t zu den Fachhochschulen oder mit der Erg\u00e4nzungspr\u00fcfung Passerelle zu den universit\u00e4ren Hochschulen. Auch die h\u00f6here Berufsbildung bietet interessante Karriereperspektiven. Inhaberinnen und Inhaber einer gymnasialen Maturit\u00e4t haben ihrerseits Zugang zu den Fachhochschulen, wenn sie eine einj\u00e4hrige Arbeitserfahrung nachweisen k\u00f6nnen. Inhaberinnen und Inhabern eines EFZ stehen mehrere Wege zu einer akademischen Ausbildung offen, sofern sie ihr Zeugnis durch eine gymnasiale Maturit\u00e4t oder eine Berufsmaturit\u00e4t erg\u00e4nzen. Die Erg\u00e4nzungspr\u00fcfung Passerelle, die die Studierf\u00e4higkeit sicherstellt, \u00f6ffnet die T\u00fcren zu den akademischen Ausbildungen an den kantonalen Universit\u00e4ten und den Eidgen\u00f6ssischen Technischen Hochschulen (ETH). Im Rahmen des Postulats 20.4202 Masshardt nahm der Bundesrat Stellung zur Zulassung von Berufsmaturandinnen und -maturanden zu den universit\u00e4ren Hochschulen. Aufgrund eines wissenschaftlichen Gutachtens sah der Bundesrat angesichts der bestehenden M\u00f6glichkeiten keinen Bedarf f\u00fcr weitere Massnahmen.</p><p>4. Die Eidgen\u00f6ssische Berufsmaturit\u00e4tskommission (EBMK) war eine beratende Kommission des Staatssekretariats f\u00fcr Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) f\u00fcr die Einf\u00fchrung und Etablierung der Berufsmaturit\u00e4t in der Schweiz. Da das SBFI nun intern \u00fcber die n\u00f6tige Expertise verf\u00fcgt, hat der Bundesrat im Dezember 2018 beschlossen, die EBMK per Ende 2024 aufzul\u00f6sen. Im Rahmen der Botschaft zur F\u00f6rderung von Bildung, Forschung und Innovation in den Jahren 2025\u20122028 hat das Parlament dieser Aufl\u00f6sung zugestimmt. Am 13. Juni 2025 verabschiedete der Bundesrat die Totalrevision der Verordnung \u00fcber die eidgen\u00f6ssische Berufsmaturit\u00e4t (BMV; SR 412.103.1). Sie wird am 1. M\u00e4rz 2026 in Kraft treten und h\u00e4lt in Artikel 32 fest, dass das SBFI Vertretungen der Kantone, der Organisationen der Arbeitswelt, der Schulen, der Fachhochschulen sowie weitere Expertinnen und Experten in die strategische Steuerung und Weiterentwicklung der eidgen\u00f6ssischen Berufsmaturit\u00e4t einbezieht. Zu diesem Zweck plant das SBFI periodisch, etwa einmal j\u00e4hrlich, ein Treffen mit den Akteuren der Berufsmaturit\u00e4t.</p>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1756857600000)\/","SubmittedBy":"Tuosto Brenda","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1766146600000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"15|32","Category":null,"Modified":"\/Date(1766146613097)\/","SubmissionDate":"\/Date(1750377600000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5209,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wirtschaft|Bildung"}}