{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253886,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253886,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253886,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253886,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253886,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253886,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253886,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253886,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253886,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253886,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253886,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253886,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253886,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253886,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253886,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253886,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253886,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20253886,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"25.3886","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Frauenmangel in der Wissenschaft. Warum z\u00f6gert der Bundesrat?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Im Mai&nbsp;2025 hat der Bundesrat einen Bericht zur Nachwuchsf\u00f6rderung und zur Erh\u00f6hung des Frauenanteils in technischen und wissenschaftlichen Berufen verabschiedet. Der Bericht stellt fest, dass es bei der Erh\u00f6hung des Frauenanteils in MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) noch einige H\u00fcrden zu \u00fcberwinden gilt. In diesem Bereich herrscht Fachkr\u00e4ftemangel, und einer der Gr\u00fcnde daf\u00fcr ist der geringe Frauenanteil.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Im Auftrag des Bundes haben die Akademien der Wissenschaften Schweiz eine Reihe von Empfehlungen zur gezielten F\u00f6rderung des Frauenanteils in MINT-Ausbildungen erarbeitet.</p><p>&nbsp;</p><p>Eine m\u00f6gliche Massnahme ist die Entwicklung einer nationalen MINT-Strategie und die Einrichtung eines Kompetenzzentrums zur Koordination relevanter Akteure.&nbsp;&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Weiter werden spezifische Initiativen wie Quoten und das sogenannte \u00abGender Budgeting\u00bb empfohlen, d.&nbsp;h. die Zuweisung von Mitteln nach Geschlecht, um die Gleichstellung der Geschlechter zu f\u00f6rdern. Mit solchen befristeten, freiwilligen Massnahmen k\u00f6nnte der Frauenmangel behoben werden.</p><p>&nbsp;</p><p>Der Frauenanteil von 15&nbsp;% in Studieng\u00e4ngen wie Informatik und Ingenieurwesen ist seit Jahren stabil, was beweist, dass wir unsere Bem\u00fchungen verst\u00e4rken sollten. Hinter Italien, Rum\u00e4nien, Polen und Griechenland bildet die Schweiz in diesem Bereich das Schlusslicht der westlichen L\u00e4nder.</p><p>&nbsp;</p><p>Auch wenn die kantonalen Institutionen einen Grossteil der Verantwortung f\u00fcr Bildung und Beratung tragen, muss der Bund seinen Beitrag leisten und allen voran bei der Koordination der Partner Impulse geben.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Ich bitte den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>&nbsp;</p><ul><li>Warum weigert er sich trotz eines dokumentierten Berichts, die Empfehlungen der Fachpersonen zu befolgen, und bel\u00e4sst es bei den bestehenden, unzureichenden Massnahmen?</li><li>Wird der Fachkr\u00e4ftemangel im MINT-Bereich, allen voran der Frauenmangel, nicht mittelfristig dem guten Ruf des Forschungsstandorts Schweiz schaden?</li><li>Werden die Einsparungen, die der Bundesrat in seinem Entlastungspaket vorsieht, dem oft gepriesenen ganzheitlichen Bildungssystem schaden?</li></ul>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<span><p><span>1. Der Bundesrat anerkennt die Bedeutung der Erh\u00f6hung des Frauenanteils im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik). Wie er in seinem Bericht vom 14.</span><span>&nbsp;</span><span>Mai 2025 (</span><a href=\"http://www.sbfi.admin.ch\"><u><span>www.sbfi.admin.ch</span></u></a><span> &gt; Bildung &gt; Bildungsraum Schweiz &gt; Transversale und stufen\u00fcbergreifende Themen &gt; MINT-F\u00f6rderung) festh\u00e4lt, sieht er derzeit auf Bundesebene keinen Handlungsbedarf in Form neuer Initiativen. Ein Teil der im Rahmen der externen Studie vorgeschlagenen Massnahmen liegt n\u00e4mlich nicht in der Kompetenz des Bundes. Der Bundesrat l\u00e4dt daher die Kantone und weiteren Akteure ein, die Ergebnisse des Berichts sowie der externen Studie zu pr\u00fcfen und bei Bedarf in ihrem eigenen Zust\u00e4ndigkeitsbereich zus\u00e4tzliche Massnahmen zu ergreifen. </span><br><span>Die Schaffung eines Kompetenzzentrums w\u00fcrde nur einen begrenzten Mehrwert bringen, da die Akademien der Wissenschaften Schweiz im Rahmen des MINT-Mandats bereits seit der BFI-Periode</span><span>&nbsp;</span><span>2013\u20122016 zahlreiche Aufgaben zur Koordination der Massnahmen und zur Vernetzung der Akteure erfolgreich wahrnehmen (</span><a href=\"https://akademien-schweiz.ch/\"><u><span>www.akademien-schweiz.ch</span></u></a><span> &gt; Themen und Aufgaben &gt; MINT Schweiz &gt; MINT 2025-2028). Zur F\u00f6rderung des Nachwuchses und insbesondere zur Erh\u00f6hung des Frauenanteils im MINT-Bereich bevorzugt der Bund freiwillige Massnahmen anstelle von obligatorischen Quoten oder \u00abGender Budgeting\u00bb. Die gezielte F\u00f6rderung des Nachwuchses, insbesondere von M\u00e4dchen und Frauen, bleibt ein \u00fcbergeordnetes Ziel des Bundes.</span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>2. Der Bundesrat teilt die Besorgnis \u00fcber den Fachkr\u00e4ftemangel in den MINT-Berufen und anerkennt, dass die Untervertretung von Frauen ein ungen\u00fcgend ausgesch\u00f6pftes Potenzial darstellt. Um diesem Problem entgegenzuwirken und dazu beizutragen, dass die Schweiz ein exzellenter Wissenschafts- und Innovationsstandort bleibt, unterst\u00fctzt der Bund seit vielen Jahren gezielte Massnahmen und Initiativen. Auf Basis des Berufsbildungsgesetzes (Art.</span><span>&nbsp;</span><span>54 und 55 BBG; SR</span><span>&nbsp;</span><em><span>412.10</span></em><span>) f\u00f6rdert der Bund unter anderem die Organisation von regionalen Berufsmessen, Berufsmeisterschaften (SwissSkills) und den Nationalen Zukunftstag. Die Hochschulen spielen ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Aus- und Weiterbildung von Fachkr\u00e4ften. Sie verf\u00fcgen \u00fcber Kooperationsnetzwerke und sind bei der Suche nach Talenten spezifisch im MINT-Bereich aktiv und innovativ unterwegs. So ist der Frauenanteil unter den MINT-Studierenden an den universit\u00e4ren Hochschulen seit 2013/2014 von 36 auf 39,4</span><span>&nbsp;</span><span>Prozent (2022/2023) gestiegen, an den Fachhochschulen von 18 auf 23</span><span>&nbsp;</span><span>Prozent. Auf Doktoratsstufe machen Frauen inzwischen 42</span><span>&nbsp;</span><span>Prozent der MINT-Doktorierenden aus (</span><a href=\"http://www.bfs.admin.ch\"><u><span>www.bfs.admin.ch</span></u></a><span> &gt; Ver\u00f6ffentlichungen &gt; MINT-F\u00e4cher an den Hochschulen: Ausgabe 2024). Der Schweizerische Nationalfonds zur F\u00f6rderung der wissenschaftlichen Forschung (SNF) schenkt der Beteiligung von Wissenschaftlerinnen in seinen F\u00f6rderinstrumenten und bei der F\u00f6rderung des Nachwuchses in der Wissenschaft besondere Aufmerksamkeit. Er setzt sich f\u00fcr gute Rahmenbedingungen bei seinen F\u00f6rderinstrumenten ein und unterst\u00fctzt Massnahmen in den Bereichen Mentoring, Beratung und Netzwerkbildung f\u00fcr Nachwuchswissenschaftlerinnen. An den vom SNF gef\u00f6rderten Projekten betrug der Frauenanteil per Ende 2024 rund 40</span><span>&nbsp;</span><span>Prozent und bei der Projektleitung knapp 34</span><span>&nbsp;</span><span>Prozent.</span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>3. Der Bundesrat misst dem BFI-Bereich grosse Bedeutung bei. Angesichts der angespannten Haushaltslage muss die Stabilit\u00e4t der \u00f6ffentlichen Finanzen garantiert werden. Dies ist auch f\u00fcr die Gew\u00e4hrleistung solider Rahmenbedingungen im BFI-Bereich entscheidend. Die Massnahmen zur Budgetkonsolidierung werden gezielt umgesetzt, um die Effizienz zu steigern und die Qualit\u00e4t des Schweizer BFI-Systems aufrechtzuerhalten. Es gilt zudem zu beachten, dass es den Kantonen bzw. den Hochschulen, z.B. mit h\u00f6heren Geb\u00fchren, m\u00f6glich ist, die Folgen des Entlastungspaketes 2027 (EP 27) aufzufangen. Die Botschaft zum EP 27 wird voraussichtlich im September 2025 vom Bundesrat zuhanden des Parlaments verabschiedet.</span></p></span>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1756252800000)\/","SubmittedBy":"Fehlmann Rielle Laurence","BusinessStatus":203,"BusinessStatusText":"Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor","BusinessStatusDate":"\/Date(1756285006000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"24|28|32|44","Category":null,"Modified":"\/Date(1763088080910)\/","SubmissionDate":"\/Date(1750377600000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5209,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Finanzwesen|Soziale Fragen|Bildung|Besch\u00e4ftigung und Arbeit"}}