{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253998,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253998,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253998,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253998,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253998,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253998,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253998,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253998,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253998,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253998,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253998,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253998,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253998,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253998,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253998,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253998,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20253998,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20253998,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"25.3998","BusinessType":5,"BusinessTypeName":"Motion","BusinessTypeAbbreviation":"Mo.","Title":"F\u00fcr die Wahrung aller Identifizierungskriterien in den Fahndungssystemen des Bundes","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird beauftragt, die Verwaltungspraxis des Bundesamts f\u00fcr Polizei&nbsp;(fedpol) dahingehend anzupassen, dass kein Kriterium von vornherein aus den Fahndungssystemen&nbsp;\u2013 insbesondere dem RIPOL-System&nbsp;\u2013 ausgeschlossen wird und s\u00e4mtliche objektiv feststellbaren Merkmale zur Identifizierung von Personen erfasst und genutzt werden k\u00f6nnen, einschliesslich der Hautfarbe.</p>","ReasonText":"<p>Am 5.&nbsp;September&nbsp;2025 hat das fedpol seine Praxis dahingehend ge\u00e4ndert, dass es den kantonalen Polizeikorps untersagt ist, bei Fahndungen im nationalen RIPOL-System die Hautfarbe aufzuf\u00fchren. Laut dem fedpol geht diese Entscheidung auf die Beschwerde einer ausl\u00e4ndischen Beh\u00f6rde zur\u00fcck und beruht auf der Annahme, dass die Hautfarbe ein wenig verl\u00e4ssliches Kriterium sei.</p><p>&nbsp;</p><p>Diese Haltung ist in mehrfacher Hinsicht problematisch. Die Hautfarbe ist ein objektives und relevantes Identifizierungsmerkmal&nbsp;\u2013 ebenso wie K\u00f6rpergr\u00f6sse, Gewicht, Alter, Frisur oder Kleidung. Dieses Kriterium hilft wirksam dabei, den Suchradius einzugrenzen und grosse Teile der Bev\u00f6lkerung auszuschliessen, wenn es um die Identifizierung einer Person geht&nbsp;(z.&nbsp;B. bei vermissten, fl\u00fcchtigen oder wegen schwerer Straftaten verd\u00e4chtigen Personen).</p><p>&nbsp;</p><p>Ein Verbot der Erfassung dieses Merkmals w\u00fcrde den Strafverfolgungsbeh\u00f6rden ein unverzichtbares Instrument entziehen und die Genauigkeit von Fahndungen beeintr\u00e4chtigen. Zudem f\u00fchrt es zu einer uneinheitlichen Praxis innerhalb der Kantone, da einige bereits angek\u00fcndigt haben, die Richtlinie des Bundes nicht umzusetzen.</p><p>&nbsp;</p><p>Es ist Aufgabe des Bundesrats, sicherzustellen, dass in den Fahndungsdatenbanken alle zur Identifizierung einer Person relevanten Kriterien verwendet werden k\u00f6nnen&nbsp;\u2013 ohne Diskriminierung, aber auch ohne Tabus. Im Vordergrund stehen wirkungsvolle Ermittlungen und der Schutz der \u00f6ffentlichen Sicherheit&nbsp;\u2013 ohne die Grundprinzipien der Verh\u00e4ltnism\u00e4ssigkeit und der Nichtdiskriminierung aus dem Blick zu verlieren.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<span><p><span>\u00dcber den Nutzen der groben Kategorisierung der Hautfarbe als \u00abweiss\u00bb, \u00abschwarz\u00bb, \u00abrot\u00bb, \u00abbraun\u00bb oder \u00abgelb\u00bb als Bestandteil der Ausschreibung bei gesuchten Personen oder unbekannten T\u00e4tern wurde auf operativer Ebene schon l\u00e4ngere Zeit reflektiert. Namentlich die Kategorien \u00abgelb\u00bb und \u00abrot\u00bb sind wenig brauchbar f\u00fcr die Praxis. Dieses Kategorisierungselement in RIPOL wurde denn auch im Rahmen von Personenausschreibungen in der Praxis kaum genutzt, da es wenig pr\u00e4zise ist \u2013 insbesondere auch angesichts immer h\u00e4ufiger vorhandener Bildaufnahmen von T\u00e4terschaften. Die Auswertung der RIPOL-Daten hat ergeben, dass aktuell weniger als 1% der Personenausschreibungen eine Angabe der Hautfarbe enthalten. </span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>Nach einer informellen und punktuellen Sondierung bei einzelnen Kantonspolizeien hat fedpol vor diesem Hintergrund auf operativer Ebene im Sommer 2025 entschieden, diese Hautfarbe-Rubrik als Kategorisierungselement einer RIPOL-Ausschreibung per September 2025 zu sistieren. Dabei ist aber zu beachten, dass die Herkunft einer Person weiterhin mit anderen und pr\u00e4ziseren Typologien beschrieben werden kann, die ebenfalls Angaben \u00fcber die Hautfarbe enthalten, so etwa \"Asiate\", \"Mitteleurop\u00e4er\", \"Nordafrikaner\", \"Nordl\u00e4nder\", \"Orientale\", \"Schwarzafrikaner\", \"Slawe\", \"S\u00fcdamerikaner\" und \"S\u00fcdl\u00e4nder\". Andere physische Merkmale wie das Alter, die Gr\u00f6sse, die Statur, die regionale Herkunft, die Bekleidung und besondere Merkmale (wie Tattoos, Piercing, Narben etc.) sind ebenfalls m\u00f6glich und zudem genauer und f\u00fcr die Polizeiarbeit deshalb weitaus wichtiger. Ausserdem wird weiterhin ein Freifeld angeboten, in welchem die Polizistinnen und Polizisten Informationen eingeben k\u00f6nnen, die aus ihrer Sicht f\u00fcr die Fahndungen wichtig sind, also zum Beispiel auch die Hautfarbe. </span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>Die erfolgte Praxis\u00e4nderung hatte also keineswegs zum Ziel, die Fahndungsm\u00f6glichkeiten der Polizei einzuschr\u00e4nken. Im Gegenteil, das Ziel ist, die Pr\u00e4zision und damit die Qualit\u00e4t der erfassten Daten zu erh\u00f6hen und so die Effizienz und Effektivit\u00e4t der Fahndungen zu verbessern. </span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>Gem\u00e4ss Art. 2 Abs. 1 lit. a und b der RIPOL-Verordnung (SR 361.0) ist fedpol das f\u00fcr RIPOL verantwortliche Bundesorgan und f\u00fcr die rechtm\u00e4ssige Nutzung und Bearbeitung der Datenbank zust\u00e4ndig. In dieser Funktion ist fedpol bestrebt, zeitgem\u00e4sse, pr\u00e4zise und zweckdienliche Fahndungsattribute zur Verf\u00fcgung zu stellen. Fedpol hat Anfang November eine Konsultation bei den Kantonen durchgef\u00fchrt, um den Nutzen der einzelnen Kategorisierungselemente im RIPOL zu \u00fcberpr\u00fcfen. Dabei wurde auch gepr\u00fcft, in welcher Form das Merkmal der Hautfarbe verwendet werden k\u00f6nnen soll. Die Konsultation hat best\u00e4tigt, dass eine Mehrheit der Kantonspolizeien an einer fakultativen Erfassungsm\u00f6glichkeit der Hautfarbe festhalten m\u00f6chte, die bisherigen Kategorien aber ebenfalls f\u00fcr anpassungsbed\u00fcrftig erachtet. Fedpol wird entsprechend in Absprache mit den Kantonspolizeien eine Kategorisierung nach Hautfarbe im RIPOL sicherstellen. Das soll aber gleichzeitig f\u00fcr eine Modernisierung der einzelnen Kategorisierungen genutzt werden, so dass namentlich auf die praxisuntauglichen, problematischen Farbbezeichnungen \u00abgelb\u00bb und \u00abrot\u00bb verzichtet werden kann. Ebenso wird die bisherige Typologisierungsm\u00f6glichkeit (nach regionaler Herkunft) im RIPOL beibehalten, wobei auch hier in Absprache mit den Kantonspolizeien gewisse Anpassungen der einzelnen Kategorien vorgenommen werden, um sie besser auf die Bed\u00fcrfnisse der Praxis auszurichten.</span></p></span><br><br>Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.","FederalCouncilProposal":45,"FederalCouncilProposalText":"Ablehnung","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1763510400000)\/","SubmittedBy":"de Quattro Jacqueline","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1765817664000)\/","ResponsibleDepartment":5,"ResponsibleDepartmentName":"Justiz- und Polizeidepartement","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EJPD","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"4|9|28|1216","Category":null,"Modified":"\/Date(1765817681123)\/","SubmissionDate":"\/Date(1757548800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5210,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Staatspolitik|Sicherheitspolitik|Soziale Fragen|Strafrecht"}}